Short Biographies of Noted Germans, Austrians and Swiss


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©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons

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Hermann Josef Abs wurde am 15. Oktober 1901 in Bonn geboren und starb am 5. Februar 1994 in Bad Soden. Abs war Bankier und eine führende Figur im Wirtschaftswunder in Westdeutschland nach dem 2. Weltkrieg. Er studierte Jura und hielt mehrere Stellen im In- und Ausland inne, in denen er das internationale Bankgeschäft erlernte. 1948 wurde Abs zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Kreditanstalt für Wiederaufbau ernannt. Diese verteilte einen beachtlichen Anteil des Marshall-Plan Fonds an Geschäfte und die Industrie. Abs war ebenfalls Berater der Westdeutschen Regierung. Seine wichtigste Aufgabe waren die Schuldenverhandlungen von London, in denen er die westdeutsche Delegation anführte. Das getroffene Abkommen, unterzeichnet im Februar 1953, legte den Grundstein für die ökonomische Neuentwicklung in Deutschland. 1967 wurde Abs Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank und ehrenamtlicher Vorsitzender im Jahre 1976. Abs war ebenso Aufsichtsratmitglied in mehreren großen deutschen Unternehmen.

Der Landschaftsmaler und Vorreiter der realistischen Schule Deutschlands Andreas Achenbach wurde am 29. September 1815 in Kassel geboren und starb am 1. April 1910 in Düsseldorf. Er studierte an der Düsseldorfer Akademie unter Johann Wilhelm Schirmer. Achenbach befreite sich jedoch von der zeitgenössischen Schule der Landschaftsmalerei, die überwiegend romantische Szenen betonte. Er war der erste Künstler der Düsseldorfer Schule, der die Natur nur ihrer selbst willen zeichnete. Seine Bilder der stürmischen Nordsee, der holländischen Kanalszenerie und der Dörfer im Rheinland waren ein starker Kontrast zu den sentimentalen Landschaften seiner Zeitgenossen.

Max Ackermann, ein bekannter deutsche Maler, wurde am 5. Oktober 1887 in Berlin geboren. Nach seinem Kunststudium in Weimar, Dresden, München und Stuttgart diente er im ersten Weltkrieg von 1915-1917. Er beteiligte sich an mehreren bekannten Ausstellungen und wurde 1950 mit dem Ströher-Preis für gegenstandfreie Kunst ausgezeichnet. Am 14. November 1975 starb Ackermann in Uterlengenhard, Schwarzwald. GM

St. Adalar (? — 754) St. Adalar war ein Gefährte von St. Boniface. Er wurde in England geboren und kam nach Deutschland, um bei den Missionsaufgaben zu helfen. Er war bei St. Boniface am Morgen des 5. Junis 754, und er wurde zusammen mit St. Boniface von Friesischen Heiden ermordet. Er war Erzählungen nach der erste Bischof von Erfurt, eine741 gegründete Diözese. Sein Festtag ist am 5. Juni, und er ist in der Kathedrale in Erfurt beerdigt. Seine Designation als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. BF

St. Adalbert von Magdeburg (? — 981) St. Adalbert arbeitete am Hof des Erzbischofs von Köln. Im Jahr 959 verließ er diesen Hof und wurde ein Mönch im Kloster von St. Maximin in Trier. Später wurde er selbst ein Bischof und wurde im Jahr 961 nach Rußland geschickt, um dort das Christentum einzuführen. Diese Mission war ein Wunsch von Prinzessin Olga an den Deutschen Kaiser Otto. Als St. Adalbert nach Deutschland zurückkehrte, wurde er Bischof in Magdeburg. Auch in dieser Position arbeitete er weiter an der Aufgabe, das Christentum im Osten zu verbreiten, und er christianisierte die Sorbs. Seine Designation als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. BF

St. Adalbero von Würzburg (ca. 1010 — 1090) St. Adalbero wurde in Österreich im Palast von Lambach (in der Nähe von Linz) geboren. Er studierte in Würzburg und wurde im Jahr 1045 Bischof dieser Stadt. Er war ein Befürworter der Cluny Reformen. Während der Amtseinführung und die damit verbundene Streitfrage unterstützte er Papst Gregor VII gegen Heinrich IV. Während dieses Prozesses verlor er sein Bistum. Er wurde durch Papst Leo XIII 1883 heilig gesprochen. BF

St. Adelheid von Vilich (ca. 960 — 1015) St. Adelheid wurde in einer adligen Familie in Vilich in der Nähe von Bonn geboren. Schon in jungem Alter trat sie dem Nonnenkloster St. Ursula in Köln bei. Ihre Familie gründete selber ein Nonnenkloster in Vilich, wo sie Äbtissin wurde. St. Adelheid führte die St. Benedikt Regel im Nonnenkloster ein. Sie wurde durch ihre Frömmigkeit berühmt und Wunder wurden ihr zugeschrieben. St. Heribert, der Erzbischof von Köln, brachte sie nach Köln machte sie zur Äbtissin vom St. Maria Nonnenkloster. St. Adelheid starb am 5. Februar 1015, ist in Vilich begraben, und ihr Grab ist ein Wallfahrtsort. Ihre Designation als Heilige geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus.

Johann Christoph Adelung wurde am 8. August 1732 in Spantekow bei Anklam geboren. Er war Sprachgelehrter und übte einen starken Einfluß auf die deutsche Sprache aus. Mit Hilfe seiner Grammatik, seinen Wörterbüchern und seinen Werken über Sprachstil konnte die deutsche Sprache standardisiert werden. Adelung schrieb unter anderem "Versuch eines vollständigen Grammatisch-kritischen Wörterbuches der hochdeutschen Mundart". Er starb am 10. September 1806 in Dresden.

Konrad Adenauer wurde am 5. Januar 1876 in Bad Honnef geboren und starb 1967 in Rhein-Rhoendorf. Der Zentrumspartei zugehoerig war Adenauer zuerst Oberbuergermeister von Koeln und spaeter Praesident des Preussischen Staatsrats. Als Gegner des Nationalsozialismus wurde er 1933 aus allen politischen Aemtern entlassen und kehrte erst nach 1945 in die Politik zurueck. Als Bundesvorsitzender der CDU (1950-1966) wurde Konrad Adenauer von der CDU/CSU und FDP Koalition zum ersten Bundeskanzler der Nachkriegszeit gewaehlt. Adenauer setzte sich u.a. fuer die Wirtschaftspolitik Ludwig Erhards ein und erreichte aussenpolitisch 1955 die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Sowjetunion.

Der österreichische Psychiater und Psychologe Alfred Adler wurde am 7.2.1870 bei Wien geboren. Ursprünglich ein Schüler Siegmund Freuds gilt Adler als Begründer der Individualpsychologie. Diese sieht den Hauptantrieb menschlichen Handelns im Macht- und Geltungsstreben. Adler starb 1937 in Aberdeen (Schottland).

Der Architekt und Ingenieur Dankmar Adler wurde am 3. Juli 1844 in Stadtlengsfeld, Preussen geboren. Er wanderte 1854 nach Amerika aus, wo er mit seinem Partner Louis Sullivan der berühmteste und einflussreicheste Architekt seiner Zeit wurde. Im April 1900 starb Adler in Chicago. Zu seinen wichtigsten Werken gehören das Auditorium in Chicago, das Wainwright-Gebäude in St. Louis und das Guaranty-Gebäude in Buffalo.

Guido Adler wurde am 1. November 1855 in Eibenschütz geboren und starb am 15. Februar 1941 in Wien. Der Musikologe und Lehrer war einer der Gründer der modernen Musikologie. Er studierte Musiktheorie und Komposition mit Anton Bruckner am Wiener Konservatorium, erhielt aber ebenso seinen Doktortitel in Jura von der Wiener Universität. Während dieser Zeit gab er Vorträge über Richard Wagner und errichtete gemeinsam mit Felix Mottl den Akademischen Wagnerverein. Adler gab Jura auf und schrieb eine Dissertation über westliche Musik vor 1600. Er war einer der Gründer der "Viertel-jahrschrift für Musikwissenschaft" im Jahre 1884. Später wurde er zum Professor für Musikgeschichte an der deutschen Universität in Prag ernannt. Von 1894 bis 1938 war Adler Herausgeber der"Denkmäler der Tonkunst in Österreich". Er war der erste Musikhistoriker, der Stilkritik in der Forschung betonte. Seine Einstellung ist in "Handbuch der Musikgeschichte", dessen Herausgeber er war, zu erkennen.

Adolf, Graf von Nassau wurde im Jahre 1250 geboren und starb am 2. Juli 1298 in Göllheim. Von Nassau war deutscher König von 1292 bis 1298, als er zugunsten seines Rivalen Albert I entthront wurde. Adolf sah sich maßlosen Forderungen seiner Wähler sowie der Feindlichkeit von Albert gegenüber. Er ging eine Allianz mit England gegen Frankreich ein. Seine ansteigende Macht alarmierte die deutschen Wahlmänner, die entschieden, die Krone an Albert weiterzureichen. Adolf versuchte, die Krone zurückzugewinnen, wurde jedoch geschlagen und getötet.

Der deutsche Philosoph Theodor Wiesengrund Adorno wurde am 11. September 1903 in Frankfurt am Main geboren und starb am 6. August 1969 in Visp. Neben Philosophie war Adorno ebenso mit Soziologie, Psychologie und Musikologie beschäftigt. Seine frühen Werke betonen die Wichtigkeit ästhetischer Entwicklung für die historische Evolution. Dies widerspiegelt den Einfluß von Walter Benjamins Anwendung des Marxismus auf kulturelle Kritik. 1934 ging Adorno nach England, um der Naziverfolgung zu entgehen. Später ging er in die USA und arbeitet in Princeton und als Direktor eines Forschungsprojektes über soziale Diskriminierung an der Universität von Kalifornien. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland baute Adorno das Institut für Sozialforschung wieder auf und belebte die Frankfurter Schule der kritischen Theorie, die zur intellektuellen Wiedergeburt Deutschlands beitrug. Einige seiner Werke sind "Dialektik der Aufklärung", "Philosophie der neuen Musik" und "Negative Dialektik".

St. Amandus von Maastricht (? — ca. 680) St. Amandus wurde in der Nähe von Nantes im heutigen Frankreich im späten 6. Jahrhundert geboren. Gegen den Wunsch seiner Familie, ein weltliches Leben zu führen, floh er und trat einem Kloster bei. Nach Jahren des Lebens in Isolation als ein Eremit und Mönch wurde er zum Missionarsbischof geweiht. Seine erste Aufgabe war in Flandern, später arbeitete er mit Heiden in Tirol und Kärnten im heutigen Österreich. Im Jahr 649 wurde er zum Bischof von Maastricht ernannt. Nach einigen Jahren in dieser Position begann er wieder, Missionarsarbeit zu leisten, diesmal bei den Basken. Amandus starb etwa im Jahr 680 in einer Gegend, die heute Belgien ist. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus, sein Gedenktag ist am 6. Februar.

St. Afra von Augsburg St. Afras Designation als Heilige geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. Ihre Herkunft ist unbekannt, aber es wird angenommen, daß sie aus der Gegend des Mittelmeers kommt, wahrscheinlich Zypern. Die Umstände ihres Umzugs nach Augsburg sind unbekannt, aber es ist bewiesen, daß sie sich vor oder im Jahre 304 in Augsburg niedergelassen hat und eine fromme Christin geworden ist. Es gibt Beweise, das sie ihres Glauben wegen während der Verfolgung durch Kaiser Diokletian gemartert worden ist. Ihr kirchlicher Festtag ist am 7. August. Ein Sarkophag, von dem angenommen wird, das er ihre sterblichen Überreste enthält, kann in der St. Ulrich Kapelle und in der Afra Kapelle in Augsburg besichtigt werden. BF

St. Agilof (? — ca. 751) St. Agilof war ein Bischof in Köln. Obwohl die Umstände seines Todes nicht einwandfrei dokumentiert worden sind, wird angenommen, daß er den Märtyrer Tod gestorben ist. Er ist in der Kathedrale in Köln beerdigt. St. Agilof wurde für viele Jahre ignoriert, aber in den letzten Jahren wurde er wieder stark verehrt. Sein Festtag ist am 9. Juli. Seine Designation als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus.

St. Agricius von Trier (ca. 260 — ca. 329) Tradition berichtet, daß Agricius der Patriarch von Antioch war, und durch Papst Silvester nach Trier gesendet wurde. Die geschah auf besonderen Wunsch von St. Helena, Mutter des Kaisers Konstantin dem Großen, der von Trier aus regiert hat. St. Agricius wurde Bischof in Trier. Einige Legenden berichten, daß er die Relikten des Apostels Matthias und das Gewand von Christus nach Trier gebracht hat. Diese Relikten sind heute noch in der Kathedrale von Trier und in der St. Matthias Kirche. St. Agricius Designation als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. Sein Festtag ist am 19. Januar. Ausgrabungen haben gezeigt, daß der kaiserliche Palast während der Lebenszeit von St. Agricius zur Kathedrale von Trier umgebaut wurde. Materialien von Gebäuden, in denen Helena gewohnt hat und in denen Konstantin herrschte, können heute im Bischofs Museum in Trier besichtigt werden. BF

Georgius Agricola wurde am 24. März 1494 in Glauchau geboren und starb am 21. November in Chemnitz. Eigentlich Georg Bauer, aber besser bekannt unter der lateinischen Version seines Namens, Georgius Agricola wird als der Gründer der Geologie als eine Disziplin betrachtet. Sein Werk ebnete den Weg für weitere systematische Studien der Erde sowie seiner Gesteine, Mineralien und Fossilien. Er trug wesentlich zur Geologie des Bergbaus und der Metallurgie, der Mineralogie, strukturellen Geologie sowie Paleontologie bei. Agricola widmete den Großteil seiner Energie für das Studium des Bergbaus und der Geologie. Seine geologischen Schriften zeigen eine große Menge an Studien und direkten Beobachtungen, nicht nur der Gesteine und Mineralien, sondern auch jeglicher Aspekte der Technologie und Praxis des Bergbaus der damaligen Zeit. Er führte nicht nur seine Medizinpraxis und seine Geologiestudien in Chemnitz fort, sondern erhielt auch zahlreiche öffentliche und diplomatische Posten beim Herzog Maurice von Sachsen, dem er sein Buch "De Natura Fossilium" widmete. Agricola starb 1555, ein Jahr vor der Veröffentlichung seines größten Werkes "De Re Metallica". Er schrieb ebenso "De Ortu et Causis Subterraneorum", das erste Buch über physikalische Geologie. Dieses ist besonders beachtenswert für seine Beschreibungen von Wind und Wasser als mächtige geologische Kräfte sowie für seine Erklärungen über Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Der größte Beitrag zur Paleontologie war jedoch sein Werk "De Natura Fossilium". NN

Bischof Dr. Maximilian Aichern OSB wurde am 26. Dezember 1932 in Wien geboren. 1954 trat er in das Benediktinerkloster St. Lambrecht ein. Er wurde 1959 zum Priester geweiht. 1977-1982 war er Abt des Stiftes St. Lambrecht. 1978-1981 war er der Abtpräses der österreichischen Benediktinerkongregation. 1981 wurde er zum Bischof von Linz ernannt.

St. Alban von Mainz. Hauptsächlich Legenden statt Historische Fakten berichten vom Martyrium des Priesters St. Alban in Mainz etwa im Jahr 406. Es wird im nachgesagt, daß er durch die Vandalen bei einem Angriff auf Mainz im Jahre 406 gemartert wurde. Manchmal wird er mit einem anderen St. Alban in England verwechselt, der etwa zur selben Zeit lebte. St. Alban ist ein Schirmherr von Mainz. Seine Designation als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. BF

St. Albertus Magnus (ca. 1206 — 1280) St. Albertus Magnus, auch Albert der Große oder Albert von Bollstädt genannt, wurde in Lauingen in Deutschland etwa im Jahre 1206 geboren. Er war der älteste Sohn vom Grafen von Bollstädt. Er studierte an der neuen Universität in Padua in Italien. Im Jahr 1223 ist er dem Orden von St. Dominik beigetreten. Er unterrichtete Theologie in Hildesheim, Freiburg, Ratisborn, Straßburg und Köln bevor er seinen Doktortitel von der Universität in Paris im Jahr 1245 erhielt. Im Jahr 1248 kehrte er nach Köln zurück und wurde dort der Regent des Studium General, ein Vorläufer der Universität in Köln. Im Jahr 1254 wurde er zum Provincial der Dominikanermönche in Deutschland gewählt, und 1260 wurde er Bischof in Regensburg. Im Jahr 1262 zog er sich von seiner Position als Bischof zurück und wurde wieder Lehrer in Köln. Er wurde durch Papst Gregor XV im Jahr 1622 selig gesprochen und 1931 durch Papst Pius XI im Jahr 1931 heilig gesprochen. Er wurde durch Papst Pius XII im Jahr 1941 zum Schirmherr Heiligen der Naturwissenschaftler ernannt. Sein Festtag ist am 15. November, und er ist in der St. Andreas Kirche in Köln begraben.

Einer seiner Schüler, dessen Reputation noch größer werden sollte als sein Lehrer, war St. Thomas Aquinas. Thomas kam im Jahr 1245 nach Köln, um mit Albert zusammen zu studieren. Er begleitete Albert nach Paris im Jahr 1245 und kehrte zusammen mit ihm im Jahr 1248 nach Köln zurück. Der Tod seines Schülers Thomas im Jahr 1274, mit dem er engen Kontakt hatte, war ein großer Schock für Albert. Im Jahr 1277 konnte er seinem Schüler noch einen letzten Dienst erweisen als sich eine Bewegung entwickelte, welche die Werke von Thomas aufgrund von Ähnlichkeiten zu Heiden wie Aristotle, verurteilte. Thomas hatte von seinem Lehrer Albert gelernt, Aristotle zu bewundern. Aus diesem Grund reiste der über 70 jährige Albert wieder nach Paris um Thomas mit alter Stärke zu verteidigen.

Die erhaltenen Werke von St. Albert bestehen aus über 40 Bänden und enthalten Bücher über Theologie, Biologie, Metaphysik, Mineralogie, Logik, Körperkunde, Psychologie, Moral und Politik, und viele seiner Predigten. BF

Alcuin (ca. 730 — 804) Alcuin wurde schätzungsweise im Jahr 730 in York in England geboren. Er wurde an der Kathedral - Schule von York ausgebildet und wurde später dessen Direktor. Im Jahre 781 machte er die Bekanntschaft Karl des Großen (Charlemagne) und folgte ihm in seine Hauptstadt Aachen und wurde dort Direktor in der Kathedral — Schule. (Aachen war die Hauptstadt des Reiches von Karl dem Großen, später wurde dieses Reich auch Heiliges Römisches Reich oder das Deutsche Reich genannt. Aachen ist heute im äußersten Westen von Deutschland).

Alcuin war ein sehr frommer Mann, aber seine Profession ist nicht ganz geklärt. Es wird angenommen, daß er ein Priester war. Die Schule der freien Künste, die er für Karl schuf, wurde zum intellektuellen Zentrum von ganz Europa. In einer gemeinsamen Aufgabe zusammen mit Karl schuf Alcuin Schulen, die im gesamten Reich verteilt waren und erstellte Lehrpläne für sie. Er war auch gleichermaßen an religiösen Aufgaben beteiligt und organisierte die Kirche im wachsenden Reich von Karl mit dessen Zustimmung. Im Jahr 796 zog er sich von seinen öffentlichen Ämtern zurück und wurde Abt im Kloster in Tours. Alcuin starb am 19. Mai 804. Das ist auch das Datum seines Trauertages für die katholische sowie auch für die evangelische Kirche. (Karl errichtete sein Reich und wurde zum Kaiser durch Papst Leo III im Jahr 800 gekrönt. Folglich setzte sich Alcuin zur Ruhe, bevor das Reich offiziell errichtet wurde. Einhard war sein Nachfolger und setzte die Arbeit von Alcuin fort. BF

Bischof Heinz Josef Algermissen wurde am 15. Februar 1943 in Hermeskeil bei Trier geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Paderborn und Freiburg. Er wurde am 19. Juli 1969 zum Priester geweiht. Er war bis 1996 in Bielefeld tätig. 1996 wurde Algermissen zum Weihbischof in Paderborn ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 21. September 1996.

Aloys, Graf Lexa von Aehrenthal wurde am 27. September 1854 in Gross-Skal, Böhmen, geboren und starb am 17. Februar 1912 in Wien. Er war Außenminister der österreich-ungarischen Doppelmonarchie und seine Anweisung zur Annexion von Bosnien und Herzegowina provozierte eine internationale Krise. Aehrenthal war diplomatischer Berater in St. Petersburg sowie Botschafter in Romänien und Rußland. Die Ausrufung der Aneignung von Bosnien und Herzegowina erhöhte die Gefahr eines Krieges mit Rußland und rief eine internationale Zensur hervor. Er stellte sich gegen Vorschläge eines vorbeugenden Krieges gegen Italien und Rußland und versuchte währenddessen die guten Beziehungen zu Italien wiederherzustellen. Die Außenpolitik Aehrenthals führte ebenso zu einer Abkühlung der Beziehungen zu Deutschland.

Der deutsche Chemiker Kurt Alder wurde am 10. Juli 1902 in Königshütte, Preußen, geboren. Im Jahre 1950 erhielt er mit Otto Diels den Nobelpreis für Chemie. Sie entwickelten eine Methode der Synthese zyklisch organischer Verbindungen und lieferten den ersten experimentellen Beweis der Natur von Reaktionen. Alder starb am 20 Juni 1958 im Alter von 55 Jahren in Köln.

Alix, Prinzessin von Hessen-Darmstadt ist der ursprüngliche Name von Alexandra, die am 6. Juni 1872 in Darmstadt geboren wurde und am 16./17. Juli 1918 in Jekaterinenburg, Rußland starb. Alexandra war die Gattin des russischen Kaisers Nicholas II. Ihre schlechte Regierungsarbeit während der Abwesenheit des russischen Kaisers, der die russische Armee im Ersten Weltkrieg kommandierte, verursachte den Zusammenbruch der kaiserlichen Regierung im März 1917.

Graf Adolf von Nassau, der um 1250 geboren wurde, war vom 5. Mai 1292 bis zum 23. Juni 1298 deutscher König. Alberts Vater war König Rudolf I., der erste Habsburger auf dem deutschen Thron. Sein ärgster Rivale war Albert, Herzog von Österreich. Als Adolf den deutschen Fürsten durch seine Allianz mit England zu stark wurde, wählten diese ihn 1298 zugunsten Alberts ab. Adolf versuchte, seinen Thron zu verteidigen, wurde aber besiegt und getötet.

Der Reformer und Freund Martin Luthers, Johann Agricola, eigentlicher Name Schneider, wurde am 20. April 1494 in Eisleben geboren und starb am 22. September 1566 in Berlin. Er vertrat die Ansicht, daß die Christen durch Gnade von der Einhaltung der 10 Gebote befreit sind. Agricola verurteilte das Gesetz als Übertrag vom Alten Testament. Joachim II, protestantischer Fürst von Brandenburg, ernannte ihn zum Hofprediger. Nach dem Sieg Charles V über die Protestanten wurde Agricola ausgewählt, gemeinsam mit zwei weiteren Theologen eine vorläufige religiöse Einigung zwischen Protestanten und Katholiken zu erstellen.

Der deutsche Komponist Heinrich Albert lebte vom 8. Juli 1604 bis zum 6. Oktober 1651. Er wurde 1631 Domorganist in Königsberg. Insgesamt komponierte er 170 Stücke. Seine Arien gelten als beste Beispiele für deutsche Barockmusik. Albert starb 1651 in Königsberg.

St. Ambrose (ca. 340 — 397) St. Ambrose wurde ungefähr im Jahr 340 wahrscheinlich in Trier geboren. Er war der Sohn eines Adligen, der in den nördlichen Provinzen des Römischen Reiches als Perfekt von Gallien gedient hat. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 354 ist St. Ambrose mit seiner Familie nach Rom gezogen. Seine Familie gehörte schon in frühen Jahren zum Christentum, und im Jahr 374 wurde St. Ambrose der Bischof von Mailand. Er wurde durch seine Opposition gegen die Lehre des Arius bekannt und war ein sehr produktiver Autor und Lehrer. Er wurde als Vater und als Doktor der Kirche bestimmt. BF

St. Ansgar (801 — 865) Ansgar wurde am 8. September 801 in Corbie geboren. Im Jahr 823 wurde er Lehrer in dem neu gegründeten Kloster in Corvey in Westfalen. Im Jahr 829 gründete er die erste christliche Kirche in Schweden. 831 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde der erste Bischof Hamburgs. Weiterhin arbeitete er an der Christianisierung Dänemarks und Schwedens. Angriffe der Wikinger brachten diese Bewegung nicht nur zum Stillstand, Hamburg selbst wurde im Jahr 845 zerstört. Ansgar wurde daraufhin zum ersten Bischof von Bremen ernannt und arbeitete weiterhin an der Christianisierung Skandinaviens. Im Jahr 865 starb er in Bremen. Durch seine Anstrengungen ist er auch als Apostel des Nordens bekannt. Er wurde durch Papst Nicholas I heilig gesprochen. Er ist der Schirmherr Heiliger von Dänemark. BF

St. Answer von Ratzenburg (ca. 1035 — 1066) St. Answer wurde im hohen Norden Deutschlands geboren, einen Gegend, die heute das Bundesland Schleswig-Holstein ist. Er war Mönch des Benediktinerordens der Missionarsarbeit unter den Heiden im Osten seiner Geburtsgegend leistete. Er wurde durch Steinigung zusammen mit 28 seiner Missionare im Jahr 1066 zu Tode gemartert. Er wurde im Jahr 1147 durch Papst Eugen III heilig gesprochen, sein Festtag ist am 18. Juli.

Paul Celan, Pseudonym für Paul Antschel, wurde 1920 in Czernovitz, Rumänien geboren. Der Dichter lebte niemals in Deutschland, trug jedoch wesentlich zu Deutschlands Nachkriegsliteratur bei. Celan sprach mehrere Sprachen, unter anderem Deutsch und Rumänisch. Er verstand ebenfalls Jiddisch. Später lernte er auch Französisch, Russisch und Ukrainisch. Celan arbeitete in mehreren Arbeitslagern bevor die Russen Rumänien im Jahre 1944 befreiten. Da er nicht unter russischer Vorrherrschaft und Kommunismus leben wollte, zog Celan nach Wien und dann nach Paris. In Wien veröffentlichte er seine erste Gedichtssammlung "Der Sand aus den Urnen". In nahezu 30 Jahren als Dichter entwickelte Celan eine eigene deutsche Sprache. Er kreierte mehrere mehr oder weniger schnell verständliche metaphorische Zusammensetzungen, wie z.B. die "Todesfuge". Celan's Dichtungen sind durch eine gespensterhafte Vorstellung des Terrors und der Verletzungen der Wirklichkeit sowie einer Gewissheit der Symbolik und des Satzrhythmus gekennzeichnet. In seinen Händen zerbrach die Sprache am Rad der Geschichte und wurde in Dichtung umgestaltet. Mit seiner zweiten Sammlung von Gedichten "Mohn und Gedächtnis" etablierte Celan seinen Ruf in Westdeutschland. Es folgten sieben Bände Dichtungen , einschließlich "Lichtzwang". Paul Celan starb am 1. Mai 1970 in Paris. NN

Bettina von Arnim, auch Elisabeth Catharina Brentano wurde 1785 als Tochter eines Frankfurter Kaufmanns geboren. Sie starb am 20. Januar 1859 in Berlin. Die junge Bettina wurde schnell in die kulturellen und intellektuellen Tumulte der damaligen Zeit verwickelt. Zu ihren Freunden zählten der Jurist Karl von Savigny, Achim von Arnim und Karoline von Günderrode, eine einflußreiche Mentorin. Durch die Bekanntschaft mit Goethe's Mutter begann sie eine Korrespondenz mit Goethe, die jedoch wahrscheinlich aufgrund Bettina's jugendlicher Überschwenglichkeit abgebrochen wurde. 1811 heiratete sie Achim von Arnim und gebar 7 Kinder. Nach dem Tod Arnim's im Jahre 1831 begann Bettina's eigentliche Literaturkarriere. Sie stellte ihre Korrespondenz mit Goethe in einem recht kontroversen Briefroman "Goethes Briefwechsel mit einem Kinde", der 1835 herausgebracht wurde, zusammen. Ihre Korrespondenz mit Günderrode wurde als "Die Günderrode" 1840 veröffentlicht. Zusätzlich zu ihren literarischen Bemühungen, war Bettina Arnim (das aristokratische "von" wurde weggelassen, um ihre Solidarität mit den Unterdrückten zu signalisieren) aktiv in der politischen Szene der damaligen Zeit beteiligt. Sie schrieb zur Unterstützung die zahlreichen preußischen Unterdrückten, verfaßte Gesuche für eine soziale Reform und unterstützte die Entwicklung des deutschen Liberalismus und Radikalismus. Zu ihrem späteren Freundeskreis gehörten die Gebrüder Grimm, Heinrich Heine sowie Karl und Jenny Marx. BF

Albrecht von Brandenburg, Kardinal und Wahlmann des Heiligen Römischen Reiches, wurde am 28. Juni 1490 geboren und starb am 24.September 1545 im Alter von 55 Jahren. Er war Erzbischof von Magdeburg und Mainz sowie Verwalter von Halberstadt. Leo X vertraute die Indulgenz für den Bau des neuen St. Peters in Rom von Brandenburg zur Veröffentlichung in Sachsen und Brandenburg an, woraufhin ein Streit mit Martin Luther begann. Später als Fürst führte er Reformen in der Rechtsverwaltung, dem Polizeisystem und im Handel ein.

Jost Amman wurde am 13. Juni 1539 in Zürich geboren und starb am 17. März 1591 in Nürnberg. Er war Maler sowie einer der fähigsten Illustratoren des 16. Jahrhunderts. Seine Werke beinhalteten historische Portraits, Titelseiten sowie Kriegs-, Jagdszenen und vieles mehr. Sein bekanntestes Werk ist "Eygentliche Beschreibung aller Stände auff Erden", ein Kunstbuch mit Gedichten von Hans Sachs.

Stefan Andres wurde am 26. Juni 1906 in Trittenheim geboren. Er war Erzähler, Dramatiker und Lyriker. Bereits sein erstes Buch, "Bruder Luzifer" brachte ihm einen Literaturpreis. Weitere Werke von Andres sind "El Greco malt den Großinquisitor", "Wir sind Utopie" und "Die Sintflut". Andres starb 1970 in Rom.

Am 29. November 1839 wurde in Wien Ludwig Anzengruber geboren. Er entstammte einer Bauernfamilie besuchte die Realschule, war Buchhändlerlehrling und Schauspieler bei einer Wandertruppe. Später wurde er Dramatiker und Erzähler, so schrieb er Volksstücke wie "Der Pfarrer von Kirchfeld", "Der Meineidbauer" und "Die Kreuzel-schreiber".

Der Österreicher Alfred, Ritter von Arneth wurde am 10. Juli 1819 in Wien geboren und starb am 30. Juli 1897. Er war Historiker, insbesondere bedeutend für die Bewertung und Veröffentlichung von österreichischen Geschichtsquellen. Seine Hauptveröffentlichungen beinhalten unter anderem Berichte über das Leben von Prince Eugene von Savoy und Maria Theresa.

Die deutsch-amerikanische Politikwissenschaftlerin und Philosophin Hannah Arendt wurde am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren und starb am 4. Dezember 1975 in New York. Sie ist für ihre kritischen Schriften über jüdische Angelegenheiten und für ihr Studium des totalitären Systems bekannt. Arendt studierte in Marburg, Freiburg und Heidelberg, Nach der Machtübergreifung der Nazis flüchtete sie zuerst nach Paris und später in die USA. In New York arbeitete sie als Vorsitzende der Konferenz jüdischer Beziehungen, Herausgeberin der Schocken Bücher und Direktorin der Jewish Cultural Reconstruction, Inc., die versuchte jüdische Schriften zu bergen. Ihre Werke beinhalteten unter anderem "Origins of Totalitarianism", "Eichmann in Jerusalem" und "The human condition".

Harry, Graf von Arnim wurde am 3. Oktober 1824 in Moitzelfitz geboren und starb am 19. Mai 1881 in Frankreich. Er war ein preußischer Diplomat und stand in Opposition zu Bismarck. Dies führte zu seiner Strafverfolgung und zur Aufstellung der Arnim Paragraphen als Zusatz zur deutschen Strafprozessordnung. Als Folge dessen wurde die nichtautorisierte Offenlegung offizieller Dokumente zum kriminellen Vergehen. Arnim trat 1850 in den diplomatischen Dienst und arbeitete in Rom, Lissabon und als preußischer Gesandte. In Frankreich arrangierte er unter anderem die Reparationszahlungen aus dem deutsch-französischen Krieg. Arnim wurde beschuldigt, wichtige offizielle Unterlagen aus der Pariser Botschaft entwendet zu haben. Er wurde daraufhin festgenommen und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Später ging er ins Exil und veröffentichte anonym "Pro Nihilo", in dem er seine Schande Bismarcks Eifersucht zuschrieb.

Der Maler, Graphiker, Bildhauer und Dichter Hans Arp, wurde am 16. September 1887 in Straßburg geboren. 1905 begann er ein Mal- und Zeichenstudium in Weimar 1908 studierte er in Paris. 1912 nahm er an einer Ausstellung des "Blauer Reiters" in München teil. Arp war in den Jahren 1916-19 Mitbegründer der Dadabewegung in Zürich. Er schrieb Werke der "synthetischen Dichtkunst" und "Lautgedichte". Ab 1931 schuf er vorwiegend Plastiken.

Cosmas Damian Asam wurde am 29. September 1686 in Benediktbeuern geboren und starb am 10. Mai 1739 in München. Sein Bruder Egid Quirin Asam kam am 1. September 1692 am Tegernsee zur Welt und starb am 29. April 1750 in Mannheim. Die Asam Brüder waren späte Vertreter des Barock und illusionistischer Dekoration in religiöser Architektur. Sie gehörten einer Generation deutscher Künstler an, die in Rom in der italienischen Barocktradition ausgebildet wurden. Ihre Werke, die hauptsächlich in Zusammenarbeit ausgeführt wurden, sind bemerkenswert durch ihre Intensität religiöser Gefühle. Die St. Johann von Nepomuk Kirche, auch als Asamkirche, bekannt, ist das Meisterwerk der Brüder und ein Beitrag zum bayrischen Rokoko-Stils. Andere Hauptwerke sind die Klosterkirche der Benediktinerabtei in Weltenburg und die Ursulinenkirche in Straubing.

John Jacob Astor wurde am 17. Juli 1763 in Waldorf geboren. Er wurde ein erfolgreicher Pelzhändler und Gründer einer einflussreichen amerikanischen Familie. Seine Pelzgesellschaft wird als das erste amerikanische Geschäftsmonopol angesehen. Er starb 1848 in New York als reichster Mann der USA seiner Zeit. Er vermachte $ 400,000 der Stadt für die Gründung einer öffentlichen Bibliothek, die zusammen mit anderen Spenden 1895 als die New York Public Libary eröffnet wurde.

August II, Beiname August der Starke, wurde am 12. Mai 1670 in Dresden geboren und starb am 1. Februar 1733 in Warschau. Er war König von Polen und Kurfürst von Sachsen. Seine Herrschaft bezeichnete den Beginn vom Ende Polens als europäische Macht. Nach seiner Krönung zum polnischen König ging der "Türkische Krieg" zu Ende und Polen erhielt Podolia und andere Gebiete vom Osmanischen Reich. August bildete eine Allianz mit Rußland und Dänemark gegen Schweden, um die frühere polnische Provinz Livonia zu erobern. Er überfiel Livonia im Jahre 1700 und startete somit den Großen Nordkrieg, der Polen wirtschaftlich ruinierte. Im Juli 1702 wurden August's Truppen zurückgedrängt und geschlagen. Charles XII zwang August offiziell abzutreten. 1709, nachdem Rußland Schweden in der Schlacht von Poltava besiegt hatte, erklärte August den Vertrag für ungültig und zwang das Parlament, ihn wieder als König einzusetzen. Als Rußland in einen internen Disput zwischen August und adligen polnischen Dissidenten eingriff und sich 1720 Livonia aneignete, betrachtete der König Rußland als eine wachsende Gefahr für polnische Angelegenheiten. Er versuchte ohne Erfolg, eine erbliche Monarchie, übertragbar auf seinen Sohn Friedrich August II, zu errichten. Seine Hoffnung auf die Errichtung einer starken Monarchie zerschlugen sich jedoch. Zum Ende seiner Herrschaft war Polen von einer Hauptmacht Europas zu einem Protektorat Rußlands gesunken und nach seinem Tod brach der Krieg um die polnische Thronfolge aus. August war ein Mann des extravaganten und luxuriösen Geschmacks. Er tat viel für die Entwicklung der sächsischen Industrie sowie den Handel und verschönerte Dresden. NN

Der richtige Name von Aventinus war Johannes Turmair. Der deutsche Humanist und Historiker wurde am 4. Juli 1477 in Abensberg geboren und lebte bis zum 9. Januar 1534. Sein Spitzname war der "Bayrische Herodotus". Sein berühmtestes Buch waren die Annales Boiorum ("Bayrische Annalen", 1517-1521). Weil er Sympathien mit den protestantischen Reformern seiner Zeit zeigte, war er 1528 eine kurze Zeit im Gefängnis. Aventinus starb 1534 in Regensburg.

Erzbischof Ludwig Averkamp wurde zum Erzbischof von dem neuen Erzbistum Hamburg ernannt, nachdem das Erzbistum 1995 gegründet wurde. Zum Erzbistum Hamburg gehören die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein sowie der Landesteil Mecklenburg des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Das Erzbistum Hamburg ist das flächenmäßig größte und von der Katholikenzahl her das fünfkleinste deutsche Bistum.