Short Biographies of Noted Germans, Austrians and Swiss


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©1997,1998, 1999 by Paul A. Schons

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Andreas Baader wurde am 6. Mai 1947 geboren und starb am 18. November 1977 im Gefängnis. Er war einer der beiden Namensgeber der Baader-Meinhof Gang. Baader war schon in jungen Jahren kriminell aktiv und fühlte sich durch das Gewaltspotential von der linken Studentenbewegung angezogen. Gemeinsam mit seiner Freundin Gudrun Ensslin wurde er für den Brandanschlag auf ein Frankfurter Kaufhaus im Jahre 1968 verurteilt. Mit Hilfe der berühmten Journalistin Ulrike Meinhof flüchtete Baader im Mai 1970 aus der Haft und gründete daraufhin die sogenannte Baader-Meinhof Gang. Die nächsten zwei Jahre verbrachte Baader auf der Flucht. Er raubte Banken und unternahm Bombenanschläge. Zusammen mit anderen Mitgliedern der Gang wurde er nach einer spektakulären Schießerei am 1. Juni 1972 festgenommen. Die nächsten vier Jahre verbrachte er im Gefängnis. Baader wurde in Deutschlands längstem und teuersten Gerichtsverfahren für mehrere Verbrechen verurteilt, unter anderem für Mord. Am Morgen des 18. Oktober 1977, der "Todesnacht", wurde Baader entweder ermordet oder beging Selbstmord in seiner Gefängnsizelle.

Franz Xavier von Baader wurde 1756 in München geboren. Nach einem praktischen Beruf im frühen Leben wurde er allmählich Katholischer Theologe und Mystiker. Der Mensch, meinte er, denke in, mit und durch Gott.Unser Wissen sei ein Mitwissen des göttlichen Wissens. Die Logik sei eine Sprach- und Denklehre.

Die deutsche Musikerin Anna Magdalena Bach lebte von 1701 bis 1760. Ihr Name wird hauptsächlich mit zwei Musikvolumen, bekannt als “Anna Magdalena Notizbuch” in Verbindung gebracht. Sie enthalten überwiegend einfache Klavierstücke sowie einige Lieder. Anna Magdalena war Sängerin und trat unter anderem während Gottesdiensten auf. 1721 heiratete sie Johann Sebastian Bach und brachte 13 Kinder zur Welt, von denen 5 überlebten.

Johann Christoph Friedrich Bach, geb. 1732 in Leipzig und gest. 1795 in Bückeburg, ist der Sohn von Johann Sebastian Bach. Er war Kammermusiker des Grafen Wilhelm von Bückeburg und wurde später zum Konzertmeister ernannt. In seinen Musikwerken zeigte sich ein Wechsel vom Barock zum präklassischen Stil. Er komponierte Oratorien, Klaviersonaten, Kammerkantaten und instrumentale Kammerwerke.

Johann Christian Bach wurde 1735 als juengster Sohn seines beruehmten Vaters Johann Sebastian Bach in Leipzig geboren. Bis zum Tod des Vaters 1750 uebernahm dieser die musikalische Ausbildung Johann Christians, danach nahm sich sein Bruder Carl Philip Emanuel seiner Erziehung an. 1755 fuehrte ihn eine Reise nach Italien. Dort war er in den folgenden Jahren als Komponist und Organist am Mailaender Dom taetig. Der Erfolg seiner Opernkompositionen verschaffte ihm schliesslich eine Position am Londoner King's Theatre. Bach blieb in England, wo er unter anderem den jungen Mozart kennenlernte und lebte bis zu seinem Tod 1782 hauptsaechlich von Opernauftraegen.

Johann Sebastian Bach war großer deutscher Musiker. Er wurde 1685 in Eisenach geboren und starb 1750 in Leipzig. Bach war Musikdirektor in Leipzig und arbeitete in der Thomaskirche. Die Thomaskirche steht noch heute. Bachs musikalischen Stil nennt man Barock. Bach schrieb viele Stücke für die Orgel. Bach hatte 21 Kinder. Einige von ihnen traten in die musikalischen Fußstapfen ihres Vaters und wurden selbst bekannte Musiker, wie sein Sohn Imanuel Bach.

Am 8. März 1714 ist Phillip Imanuel Bach geboren. Bach wurde großer Musiker , und man hört seine Musik noch heute. Der Ruf seines Vaters aber ist noch viel größer. Der Vater, Johann Sebastian Bach war einer der größten Musiker der Historie. J. S. Bach arbeitete in der Thomaskirche in Leipzig. Die Thomaskirche steht noch heute. Wenn man in Leipzig ist kann man Bachs Orgelmusik hören und zwar in der Kirche wo er selbst komponierte und Orgel spielte. J. S. Bach hatte 21 Kinder, unter denen Phillip Imanuel Bach eins war und dessen Geburtstag am 8. März gefeiert wird. Carl Philipp Emanuel Bach wurde am 8. Maerz 1714 geboren. Seine Eltern,

Johann Sebastian und Maria Bach lebten in Weimar zur Zeit. Er wie sein Vater war grosser komponist. Er beeinflusste Joseph Haydn, W. A. Mozart und Ludwig van Beethoven durch seine musikalische Erfindungen. Er starb am 14. Dezember in Hamburg. Er war der zweite Sohn von Johann und Maria.

Ingeborg Bachmann wurde am 25.06.1926 in Klagenfurt (Kärnten) geboren. 1946 erfolgt die Veröffentlichung der ersten Erzählung "Die Fähre". 1950 promoviert sie dann zum Dr. phil. mit dem Thema der Dissertation: "Die Kritische Aufnahme der Existentialphilosophie Martin Heideggers". Sie tritt auf Einladung der Harvard-Universität in Cambridge (Massachusetts) eine Reise in die Vereinigten Staaten an und nimmt an dem internationalen Seminar der Harvard-Summer School of Arts and Sciences and of Education teil, das von Henry Kissinger geleitet wird. 1956 veröffentlicht sie zum ersten Mal beim Piper Verlag in München ihren zweiten Lyrikband "Anrufung des großen Bären". Dafür wird ihr von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung der "Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen" zugesprochen. Im Jahr 1958 tritt sie dem "Komitee gegen die Atomrüstung" bei, das sich gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr richtet. Ihr Hörspiel "Der gute Gott von Manhattan" wird 1958 uraufgeführt, wofür sie den "Hörspielpreis der Kriegsblinden" erhält. Bei der Verleihung hält sie die berühmte Dankesrede "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar". 1964 erhält sie in Darmstadt den "Georg-Büchner-Preis" und hält die Dankesrede "Ein Ort für Zufälle". Bachmann unterschreibt 1965 mit anderen Persönlichkeiten die "Erklärung gegen den Vietnamkrieg" und wird im Herbst in den Vorstand der "Europäischen Schriftstellergemeinschaft" COMES gewählt. 1968 erhält Bachmann in Wien den "Großen Österreichischen Staatspreis". Am 17. Oktober 1973 stirbt sie an den Folgen einer Brandverletzung. Die Lyrik Bachmanns zeichnet sich besonders durch die Verbindung von intellektuellen, teils sehr abstrakten Gedankenwelten mit symbolhaften, eigenwilligen Bilderwelten aus. Darüber hinaus vereinigt sie meisterhaft sprachliche Präzision, Wortgewalt und natürlich-harmonische Sprachmelodie. Ihr Werk lebt aus der Verbindung von Intellekt und Poesie; seine Kennzeichen sind freie Rhythmen, Musikalität und sprach- und bildschöpferische Intensität. Einige der wichtigsten Werke von Ingeborg Bachmann sind "Ein Geschäft mit Träumen”, "Die gestundete Zeit", "Die Zikaden" (Hörspiel), "Anrufung des Großen Bären", "Der gute Gott von Manhattan", "Das dreißigste Jahr", "Malina", "Simultan".

Der Gründer eines deutschen Verlages Karl Baedeker wurde am 3. November 1801 in Essen geboren und starb am 4. Oktober 1859 in Koblenz. Der Sohn eines Druckers und Buchverkäufers errichtete 1827 ein Unternehmen und gab 2 Jahre später einen Stadtführer heraus. Sein Ziel war es, dem Reisenden praktische Informationen zu vermitteln. Er überprüfte die Verläßlichkeit seiner Veröffentlichungen, indem er inkognito reiste und seine besten Quellen und Experten zu Rate zog. Speziell interessante Objekte und verläßliche Hotels wurden in Baedekers Führers mit einem Stern gekennzeichnet. Zum Zeitpunkt seines Todes war ein Großteil Europas mit seinen Reiseführern abgedeckt.

Hermann Bahr wurde im Juli 1863 in Linz, Österreich geboren. Nach seinem Studium arbeitete er als Journalist. In seinen ersten Werken, Zur Kritik der Moderne (1890) und Die Überwindung des Naturalismus (1891), verband er erfolgreich Naturalismus und Romatik. Später unter dem Einfluss von Marice Mäterlinck wurde Bahr Meister der Mystik und Symbolik. Er wurde 1903 Direktor des Deutschen Theater in Berlin und war 1918 eine kurze Zeit Leiter des Wiener Burgtheaters. Seine Spätwerke, z.B. Dialog vom Marsyas (1904) und Expressionismus (1914), zeigen ein grosses Interesse in den sozialen Auswirkungen, die Kunst auf die Gesellschaft hat. Bahr starb 1934 in München.

Hans Urs von Balthasar wurde am 12. August 1905 in Luzern geboren. Er studierte Philosophie und Germanistik in Zürich, Wien und Berlin. Er promovierte bei Henri de Lubac. Er hatte einen bedeutenden Einfluß auf Papst Johann Paul II, Kardinal Joseph Ratzinger und Bischof Karl Lehmann. 1988 wurde er von Papst John Paul II zum Kardinal ernannt, aber er starb nur einige Tage vor der Weihung. Unter die wichtigen Bücher von Balthasar sind Herrlichkeit, (1961-1969), Cordula (1966), Theodramatik (1973-1983), Die antirömische Affekt (1974), und Theologik (1985).

Am 22. Juli 1823 wurde Ludwig Bamberger in Mainz geboren. Von der 1848-Revolution inspiriert, arbeitete er als Zeitungsredakteur und nahm 1849 an einem Aufstand in der Pfalz teil. Bis zu seiner Amnestie 1866 war er Leiter der Pariser Aussenstelle der Londoner Bank. Zurückgekehrt nach Deutschland war Bamberger ein Bewunderer Otto von Bismarcks geworden und zog 1871 als National-Liberaler in den deutschen Reichstag ein. Bamberger war verantwortlich für die Standardisierung des deutschen Münzverkehrs, der Einführung des Goldstandards und der Gründung der deutschen Reichsbank. Seit 1878 war Bamberger Gegner von Bismarcks Politik geworden und verliess die Partei 1880, um seine eigene zu gründen, die sich Sezession nannte. Bamberger starb 1899 in Berlin.

Klaus Barbie, Beiname der Schlächter von Lyon, wurde am 25. Oktober 1913 in Bad Godesberg geboren und starb am 25. September 1991 in Lyon. Er war Naziführer und Kopf der Gestapo in Lyon von 1942 bis 1944. Barbie ist für den Tod von 4000 Personen und die Deportation von weiteren 7500 Menschen verantwortlich. Barbie war Mitglied der Hitlerjugend und trat in den Sicherheitsdienst, einem Zweig der SS, ein. Barbie diente in Holland wurde 1942 zum Chef der Gestapo Abteilung IV in Lyon ernannt. Er war aktiv gegen französische Partisanen und förderte die Hinrichtung tausender Gefangener. Nach dem Krieg wurde Barbie von amerikanischen Offiziellen zur Spionageabwehr verpflichtet und nach Bolivien geschmuggelt, wofür sich die USA später offiziell bei Frankreich entschuldigte. 1983 wurde Barbie an Frankreich ausgeliefert und zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

St. Bardo (980 – 1051) Bardo war Mönch des Benediktinerordens in Fulda, später wurde er Abt in den Klostern in Kaiserswerth und Hersfeld. Im Jahr 1031 wurde er der Erzbischof von Mainz und baute dort die Kathedrale. Bekannt wurde er durch seine Frömmigkeit und liebenswürdige Art. Er starb am 10. Juni 1051 während eines Besuchs in Paderborn und wurde in der Kathedrale in Mainz begraben. Sein Grab wurde zu einer Wallfahrtsstätte, und viele Wunder werden ihm zugeschrieben. Seine Designation als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. BF

Ernst Barlach wurde am 2. 1. 1870 in Wedel (Holstein) geboren. Er starb am 24. 10. 1938 in Rostock. Er war Bildhauer, Graphiker und Dichter des deutschen Expressionismus. Das Thema seiner expressionistischen Plastik ist der - oft in existentieller Not - von einer höheren Wirklichkeit angerührte Menschentyp. Seinen Plastiken liegt eine Blockform zugrunde, die in eine große Bewegungskurve aufgelöst wird. Dramen von Barlach sind: "Der tote Tag", 1912; "Der arme Vetter", 1918; und "Der blaue Boll", 1926.

Oskar Barnack wurde am 1. November 1879 in Lynow geboren und starb am 16. Januar 1936 in Bad Nauheim. Er entwickelte die erste Miniaturkamera, Leica I, die käuflich zu erwerben war. Diese Kamera wurde 1924 vom Ernst Leitz' Optikunternehmen eingeführt. Barnack war Mechanikmeister und arbeitete für Leitz ab 1911. Der Erfolg der Leica I förderte die Produktion von 35-mm und kleinerer Kameras. Barnack bestimmte die Standard-Bildgröße von 24mmx36mm für den 35mm Film und war teilweise für die Entwicklung der Leitz Elmar Linse verantwortlich.

Karl Barth wurde am 10. Mai 1886 in Basel geboren. Er studierte Theologie in Bern, Berlin Tübingen und Marburg. Danach wurde er Hilfspfarrer in Genf, Pfarrer in Safenwil und 1921 Professor in Göttingen. Barths Denken bedeutet eine Wende in der protestantischen Theologie. Jedoch sind seine theologischen Positionen (international sowie interkonfessionell) zum Teil umstritten.

Der Lyriker und Erzähler Max Barthel wurde am 17. November 1893 in Dresden geboren. Er war anfangs ungelernter Fabrikarbeiter und später Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung. Er schrieb “Versen aus den Argonnen” in denen er anschauliche Kriegsbilder beschreibt. Weitere Werke sind Gedichtsammlungen, wie “Arbeiterseele”, in denen er seine kommunistischen Ideen zum Ausdruck bringt.

Der Ethnologe Adolf Bastian wurde am 26. Juni 1826 in Bremen geboren. Auf seinen vielen Reisen studierte er die Kultur vieler Völker und entwickelte daraus seine Haupttheorie, dass die psychische Gleichheit aller Menschen dafür verantwortlich ist, dass alle Völker die gleichen elementaren Grundideen entwickeln. Sein Hauptwerk ist Der Mensch in der Geschichte (1860). Er war Professor der Ethnologie an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin und Gründer des Königlischen Museums für Ethnologie in Berlin. Bastian starb 1805 in Port of Spain, Trinidad.

Georgius Agricola wurde am 24. März 1494 in Glauchau geboren und starb am 21. November in Chemnitz. Eigentlich Georg Bauer, aber besser bekannt unter der lateinischen Version seines Namens, Georgius Agricola wird als der Gründer der Geologie als eine Disziplin betrachtet. Sein Werk ebnete den Weg für weitere systematische Studien der Erde sowie seiner Gesteine, Mineralien und Fossilien. Er trug wesentlich zur Geologie des Bergbaus und der Metallurgie, der Mineralogie, strukturellen Geologie sowie Paleontologie bei. Agricola widmete den Großteil seiner Energie für das Studium des Bergbaus und der Geologie. Seine geologischen Schriften zeigen eine große Menge an Studien und direkten Beobachtungen, nicht nur der Gesteine und Mineralien, sondern auch jeglicher Aspekte der Technologie und Praxis des Bergbaus der damaligen Zeit. Er führte nicht nur seine Medizinpraxis und seine Geologiestudien in Chemnitz fort, sondern erhielt auch zahlreiche öffentliche und diplomatische Posten beim Herzog Maurice von Sachsen, dem er sein Buch "De Natura Fossilium" widmete. Agricola starb 1555, ein Jahr vor der Veröffentlichung seines größten Werkes "De Re Metallica". Er schrieb ebenso "De Ortu et Causis Subterraneorum", das erste Buch über physikalische Geologie. Dieses ist besonders beachtenswert für seine Beschreibungen von Wind und Wasser als mächtige geologische Kräfte sowie für seine Erklärungen über Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Der größte Beitrag zur Paleontologie war jedoch sein Werk "De Natura Fossilium". NN

Der Staatsmann und Theoretiker der Sozialdemokratischen Partei Österreichs Otto Bauer wurde am 5. September 1881 in Wien geboren und starb am 4. Juli 1938 in Paris. Bauer schlug die Errichtung von Nationalstaaten zur Lösung des Nationalitätenproblems in Österreich-Ungarn vor. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er einer der grundlegenden Vertreter des Anschlusses Österreichs an Deutschland. Bauer war Gründer der “Zukunft”, einer sozialistischen Ausbildungsbewegung und schrieb Artikel für eine Vielzahl von Zeitschriften. Sein theoretisches Talent wurde durch “Die Nationalitätenfrage und die Sozialdemokratie”, in dem er den Konflikt zwischen den Nationalitäten als Klassenkonflikt beschrieb und viele Nachkriegsentwicklungen in der Donauregion voraussah, aufgedeckt. Nach Beendigung des 1. Weltkrieges wurde Bauer Außenminister Österreichs und unterzeichnete eine geheime Anschlußvereinbarung, die jedoch später von den Alliierten verworfen wurde.

Vicky Baum, eigentlich Hedwig Baum, wurde am 24. Januar 1888 in Wien geboren und starb am 29. August 1960 in Hollywood. Sie studierte Musik, begann jedoch schon in ihrer frühen Jugend zu schreiben. Baum gewann Preise für ihre Kurzgeschichten, aber ihre Literaturkarriere begann nur allmählich. Nach ihrem Umzug nach Berlin arbeitete sie an der “Berliner Illustrierte Zeitung”. Ihr erster Roman “Menschen im Hotel” erschien in dieser Zeitschrift und erlangte großen Erfolg in Deutschland. Er erschien am Broadway in der Übersetzung als “Grand Hotel”. Von 1926 bis 1931 arbeitete sie als Redakteurin für die Zeitschrift “Uhu”. Nach der Arbeit schrieb sie Romane bis spät in die Nacht, während ihr Mann arbeitete und die Kinder schliefen. Nach ihrem Erfolg in New York, zog sie in die USA und wurde Drehbuchautorin in Hollywood. Vicky Baum ging, im Gegensatz zu den meisten Juden, freiwillig in die USA. Baum schrieb unter anderem die Romane “Men never know”, “Grand Opera”, “Hotel Berlin `43” and “Danger from Deer”.

Der Geburtstag Rudolf Baumbachs ist der 28. September 1840. Er starb am 21. September 1905 im Alter von 64 Jahren in Meiningen. Er war ein Verfasser populärer Trinklieder für Studenten und ebenso erzählender Verse. Baumbach war ein Dichter der Vagabundenschule und schrieb, Viktor von Scheffel imitierend, exzellente Trinklieder, wie z.B. “Die Lindenwirtin”, das ihm die Studentenwelt eröffnete. Seine wirkliche Stärke, jedoch, lag in erzählerischen Versen über die Landschaft und das Leben in Thüringen. Seine bekanntesten Werke sind “Frau Holde”, “Spielmannslieder” und “Von der Landstraße”.

Alexander Gottlieb Baumgarten, der im Juli 1714 in Berlin geboren wurde, war der Begründer der Ästetik als Fachrichtung der Philosophie. In seinem Hauptwerk Aesthetica, das er in Latein verfasst hat, definierte er den Begriff der Ästetik. Immanuel Kant benutzte Baumgartens Theorien und behielt seine Definition für das ganze Feld der äusseren Wahrnehmung bei. Baumgarten starb 1762 in Frankfurt an der Oder.

Adolf von Baeyer wurde am 31. Oktober 1835 in Berlin geboren und starb am 20. August 1917 in Starnberg. Er studierte mit Robert Bunsen, wurde jedoch stärker von August Kekule beeinflußt. Von Baeyer erhielt seinen Doktortitel in Berlin und wurde Privatdozent. Später löste er Justus von Liebig als Chemieprofessor an der Universität in München ab. Als Resultat seiner Forschungsarbeiten synthetisierte er Indigo und formulierte seine Struktur. 1905 erhielt er den Nobelpreis für Chemie.

Friedrich Bayer, ein deutscher Geschäftsmann, wurde am 06. Juni 1825 in Barmen am Rhein geboren und starb am 06. Mai 1880 in Würzburg. Er gründete sein eigenes Geschäft und handelte mit Chemikalien und Färbeholz. Außerdem produzierte er Färbeextrakte und -mittel. 1863 gründete er zusammen mit Friedrich Weskott eine neue Firma, die Triphenylmethane und verschiedene Färbemittel herstellte. Zum Zeitpunkt seines Todes belieferte seine Firma Textilfabriken überall in der Welt und der Grundstein für die Bayer AG war gelegt.

Ludwig Beck wurde am 29. Juni 1880 in Biebrich, Deutschland, geboren. Beck war deutscher General und Leiter des Generalstabs von 1935-1938. Er war gegen die von Hitler 1936 geplante Rheinland-Besetzung. Er trat 1938 zurück, weil er mit der Entscheidung die Rest-Tschechei zu zerschlagen nicht einverstanden war. Er war einer der Hauptanführer des Hitler-Attentat und wurde als Nachfolger Hitlers nach dessen Ermordung gesehen. Nachdem das Attentat vom 20. Juli 1944 gescheitert war, hat Beck Selbstmord versucht und bekam den Gnadenschuss von einem anwesenden Unteroffizier.

Max Wladimir Baron Freiherr von Beck wurde am 6. September 1854 in Wien geboren und starb am 20. Januar 1943 in seiner Geburtsstadt. Als Ministerpräsident von Österreich führte er in der österreichischen Hälfte der österreich-ungarischen Monarchie ein generelles Stimmrecht für Männer ein. Beck war Landwirtschaftsminister sowie Direktor für gesetzgebende und organisatorische Angelegenheiten. Er war ebenso Berater von Erzherzog Franz Ferdinand. Sein Entwurf des Stimmrechts und der proportionalen Representation von Nationalitäten im Reichstag wurde 1907 in ein Gesetz umgewandelt. Unter Becks Regie wurde ein neues Sozialversicherungsprogramm eingeführt und zwei Eisenbahnen verstaatlicht. Er wird als einer der fähigsten Ministerpräsidenten der späten Monarchie angesehen.

Franz Beckenbauer wurde am 11. September 1945 in München geboren. Dem deutschen Fußballspieler wird die Entwicklung des modernen Ausputzers und somit des “totalen Fußballs” zugeschrieben. Sein erstes Spiel für Bayern München bestritt Beckenbauer 1963 und als Kapitän gewann er mit Bayern dreimal den Europacup und viermal die Deutsche Meisterschaft. Ab 1971 war er Kapitän der Nationalmannschaft und führte die Mannschaft 1974 zum Weltmeisterschaftstitel. Beckenbauer war Europäischer Fußballer des Jahres 1972 und 1976. Er spielte später für Cosmos New York und Hannover bevor er sich 1984 vom aktivem Spiel zurückzog. 1984 wurde Beckenbauer Teamchef der Deutschen Nationalmannschaft, die 1990 Weltmeister wurde.

Boris Franz Becker wurde am 22. November 1967 in Leimen, einem Ort in der Nähe von Heidelberg geboren. Er bekam am 7. Juli 1985 der jüngste Tennisspieler, der je das Herren-Final in Wimbledon gewonnen hatte. Zur gleichen Zeit war er der erste Deutsche der dieses Turnier für sich entscheiden konnte. Seinen Erfolg in Wimbeldon wiederholte er 1986 und 1989. Ausserdem gewann er 1989 die US Open und 1991 die Australian Open in Melbourne.

Ludwig van Beethoven wurde am 17. Dezember 1770 als Sohn des kurfürstlichen Hoftenoristen in Bonn geboren. Seit seinem zehnten Lebensjahr wurde er in Klavier, Orgelspiel und Komposition unterrichtet. Er war später Schüler Mozarts und Haydns und wurde zu einem der bedeutendsten Komponisten der Wiener Klassik. Sein Schaffen galt besonders den instrumentalen Gattungen Sinfonie, Streichquartett und Solosonate. Er schrieb 9 Sinfonien, von denen die Letzte, mit dem Schlußchor aus Schillers Ode “An die Freude”, Wohl die bekannteste ist.

Der Seemann und Geograph Martin Behaim wurde am 6. Oktober 1459 in Nürnberg geboren und starb am 29. Juli 1507 in Lissabon. Sein Nürnberger Weltglobus ist der älteste Globus, der existiert. 1480 zum ersten mal in Portugal wurde Behaim Navigationsberater von König John II. Höchstwahrscheinlich kann ihm die Einführung des Sternhöhenmessers aus Messing zugeschrieben werden. Dieser ersetzte die hölzernen Meßgeräte und wurde zur Feststellung der Höhe von Soone, Mond und Sternen verwendet. Nach seiner Rückkehr zu Nürnberg begann er mit der Konstruktion des Globus unter Mitwirkung des Malers Georg Glockendon. Er beendete sein Werk 1492. Gemessen an dem Wissensstand der Portugiesen war seine Darstellung der Welt erstaunlicherweise ungenau und veraltet, vor allem die Westküste Afrikas.

Emil von Behring wurde am 15. März 1854 in Hansdorf, Preußen, geboren und starb am 31. März 1917 in Marburg. Der Bakteriologe wird als der Gründer der Wissenschaft der Immunologie betrachtet. 1901 erhielt er den ersten Nobelpreis für Medizin für seine Arbeit mit der Serumtherapie, insbesondere die Anwendung gegen Diphterie. Mit dem japanischen Bakteriologen Kitasato Shibasaburo zeigte er, daß es möglich ist, ein Tier passiv gegen Tetanus durch eine Injektion mit dem Blut eines anderen mit der Krankheit infizierten Tieres zu immunisieren. Behring wendete dann diese Technik der antitoxischen Immunität an, um Diphterie zu verhindern. Behring unterrichtete in Halle und Marburg. Er erfand einen Impfstoff zur Immunisierung von Kälbern gegen Tuberkulose. Seine Schriften beinhalten "Die praktischen Ziele der Blutserumtherapie" und "Ätiologie und ätiologische Therapie des Tetanus". NN

Ritter Ludwig August von Benedek wurde am 14. Juli 1804 im österreich-ungarischen Reich geboren. Er wurde Soldat der österreichischen Armee und wurde 1860 der Leiter des Generalstabs. 1866 bekam er das Kommando über die Truppen, die gegen die Preussen in Böhmen kämpfte. Er verlor die Schlacht von Königgrätz, was Preussen die Vorherrschaft als deutsche Macht sicherte. Benedek nahm die Schuld für diese Niederlage voll auf sich und trat zurück. Er starb 1881 in Graz.

Geboren als Pfarrerssohn am 2. Mai 1886, studierte Gottfried Benn später Medizin und war Militärarzt in beiden Weltkriegen. Seine Arbeit war das Schreiben von politischen Betrachtungen und Gedichten.

Der 25. November ist der Geburtstag von Carl Benz. In demselben Jahr 1883 bauten er und Glottlieb Daimler die ersten Autos der Welt. Später begannen sie zusammenzuarbeiten und gründeten ein Unternehmen, Daimler-Benz AG, das heute noch in Sindelfingen (nah Stuttgart) Autos produziert. Der Mercedes Benz ist heute noch eins der besten Autos der Welt. Viele Amerikaner glauben, daß Ford das Auto erfand. Das ist aber einfach nicht so. Ford war der erste, der Autos in Massenproduktion baute.

Alban Berg wurde am 9. Februar 1885 in Wien geboren und starb am 24. Dezember 1935 in seiner Geburtsstadt. Er komponierte Orchestermusik, Kammermusik, Lieder und zwei aufsehenerregende Opern “Wozzeck” und “Lulu” im atonlichen Stil. Alban Berg begann seine Kompositionen, ohne den Vorteil eines formalen Unterrichts genossen zu haben. Er komponierte mehr als 100 Lieder und Klavierduette, von denen die meisten unveröffentlicht blieben. Die musikalischen Regeln und das Beispiel Schönbergs formten Bergs künstlerische Persönlichkeit. Ein Charaktermerkmal von Bergs kreativer Aktivität war die langsame, oft zögernde Art und Weise, in der er seine musikalischen Ideen umsetzte. 1912 beendete Berg “Five Orchestral Songs, Opus 4”, sein erstes Werk nach seinen Studientagen bei Schönberg. Der Ursprung für Bergs erstes Bühnenwerk war Georg Büchners “Woyzeck”. Nach der Beendigung von “Wozzeck” wandte sich Berg, der ebenfalls ein hervorragender Lehrer für Komposition war, der Kammermusik zu. Einen neuen Operntext fand er in den zwei Stücken “Erdgeist” und “Büchse der Pandora” des deutschen Bühnendichters Frank Wedekind, von denen er die zentrale Figur für seine Oper “Lulu” entnahm. Die Oper war symbolisch und musikalisch komplex sowie sehr expressionistisch in der Ausdrucksweise und wurde vollständig im 12-Ton System komponiert. Nach der Machtübernahme der Nazis wurde Berg mehr und mehr aus der künstlerischen Szene in Deutschland ausgeschlossen. Im Ausland wurde er jedoch in zunehmenden Masse als repräsentativer österreichischer Komponist betrachtet und seine Werke wurden bei führenden Musikfestspielen aufgeführt. NN

Friedrich Bergius wurde am 11. Oktober 1884 in Goldschmieden geboren und starb am 30. März 1949 in Buenos Aires. Der deutsche Chemiker war mit der direkten Umwandlung von Kohlenstaub und Wasserstoff in Benzin sowie Schmieröle ohne Isolation der Zwischenprodukte erfolgreich. Für seine Arbeit an der Entwicklung der Hydrierungsmethode, die für diesen Prozeß notwendig war, erhielte er 1931 einen Teil des Nobelpreises für Chemie. Bergius erhielt seine Ausbildung an den Universitäten in Berlin, Leipzig und Breslau sowie an den Technischen Schulen in Karlsruhe und Hannover. Seine Forschungen stellte er in “The use of high pressure in chemical actions” dar. Bergius erforschte ebenfalls die Umwandlung von Holz in Zucker und von Zucker in andere Nahrungsmittel.

Götz von Berlichingen, Beiname Götz mit der eisernen Hand, wurde 1480 in Württemberg zur Welt gebracht und starb am 23. Juli 1562 in Homberg Castle. Er war Reichsritter und wird in Legenden als deutscher Robin Hood umschrieben. In Goethe's “Götz von Berlichingen” erinnert man sich seiner als Held. Von Berlichingen diente unter mehreren Führern in einer Reihe von Kriegen. Wenn er gerade nicht an Kämpfen teilnahm, entführte er Adlige für Lösegeld und griff kaufmännische Reisende an, weswegen er zweimal verbannt wurde. Götz von Berlichingens Leben wird ausführlich in seiner Autobiographie geschildert.

Alban Berg war österreichischer Komponist. Er wurde 1885 geboren und erhielt seit 1904 regelmäßig Klavierunterricht. Seine Werke waren verschieden Sonaten für Orchester. Berühmt wurde er durch das Stück “Drei Bruchstücke für Gesang und Orchester”. Charakteristisch für Bergs Kompositionen sind Antinomie von Konstruktion und Expression.

Werner Bergengruen ist deutscher Schriftsteller und wurde 1892 in Riga geboren. Er schrieb zum größten Teil Novellen und Romane, die durch ausgewogene reife Erzählkunst und Geschlossenheit gekennzeichnet sind. Seine Hauptwerke sind unter anderem: “Das große Alkahest” und “Herzog Karl der Kühne...”.

Bernhard von Baden (1428 – 1458) Bernhard von Baden wurde in der Nähe von Baden-Baden im Jahr 1428 geboren. Er war der Markgraf von Baden, aber er gab seine Rechte als solcher auf, um ein Leben zu führen, das der Kirche gewidmet war. Sein Lebenswerk war einen Kreuzzug zu starten. Es wird berichtet, daß einige Wunder an seinem Grab vollzogen wurden, nachdem er gestorben ist. Er wurde im Jahr 1769 selig und im Jahr 1958 heilig gesprochen. BF

Geboren am 22. Juli 1784 in Minden, begann Friedrich Wilhelm Bessel seine Karriere als Geschäftsmann. Durch sein Interesse am Reisen studierte er Sprachen, Geographie und schliesslich Navigation, was ihn dann zur Mathematik und Astronomie brachte. 1810 wurde er Professor der Astronomie an der Universität Königsberg, wo er bis zu seinem Tode 1813 lebte und arbeitete. Zu Bessels grössten Errungenschaften gehören die Errechnungen der Entfernungen zu über 50 000 Sternen. Durch seine Messungen und Errechnungen konnte zum ersten Mal ein akurates Bild von interstellaren Entfernungen erstellt werden. Ausserdem hatte er Anteil an der Entdeckung des Planeten Neptun in so weit, dass er 1840 in einem Artikel veröfffentlichte, dass die Unregelmässigkeiten in der Unlaufbahn des Uranus nur den Schluss zulassen, dass dieser von einem weiteren Planeten, bis dahin unbekannt, beeinflusst würde.

Bruno Bettelheim wurde am 28. August 1903 in Wien geboren und starb am 13. März 1990 in Silver Spring, USA. Der Psychologe ist bekannt für die Behandlung und Ausbildung gefühlsmäßig gestörter Kinder. 1939 wanderte er in die USA aus, wo er als Forschungsmitarbeiter der Progressive Education Association an der Universität Chicago tätig war. Später arbeitete er als Professor am Rockford College. Sein 1943 geschriebener Artikel “Individual and Mass Behaviour in Extreme Situations” gewann weitreichende Aufmerksamkeit. In diesem untersuchte er die menschliche Anpassungsfähigkeit an den Streß im Konzentrationslager und die Auswirkungen des Naziterrorismus auf die Persönlichkeit. 1944 wurde Bettelheim Chef einer Schule für 6 bis 14 jährige Kinder mit ernsthaften emotionalen Problemen. Diese wurde zum Zentrum seiner Arbeit mit autistischen Kindern. Seine Werke zeugen von der Arbeit mit Kindern und beinhalten unter anderem “Love is not enough”, “Children of the dream” und “Truants from life”.

Heinrich Biber wurde am 12. August 1644 in Wartenberg geboren und starb am 3. Mai 1704 in Salzburg. Er war Komponist und einer der herausragensten Violinvirtuosen der Barockphase. Biber verbrachte die meiste Zeit seines Lebens am Hof des Erzbischofs von Salzburg und reiste als Virtuose. Er komponierte hauptsächlich für sein eigenes Instrument. Seine berühmtesten Werke sind

Der 15. November ist Wolf Biermann's Geburtstag. Wolf Biermann ist einer der bedeutendsten deutschen Liedermacher. Biermann, 1936 in Hamburg geboren, begann in Bitterfeld in der damaligen DDR seine Karriere. Seine kritische Haltung dem Regime gegenüber brachte ihn in “Ungnade” bei den Funktionären. Konsequenz der Auseinandersetzungen zwischen Wolf Biermann und den Vertretern der Partei war seine Ausweisung aus dem Lande. Ihm wurde nach einem Gastspiel im Westen die Wiedereinreise in die DDR verwehrt. Andere Künstler, die sich mit Biermann solidarisierten und offen für seine Rechte eintraten, mußten mit Auftrittsverboten rechnen. Erst nach dem Fall der Mauer 1989 konnte Biermann seine alte Heimat wieder besuchen.

Gerd Binnig bekam 1986 mit seinem Partner Helmut Rohrer die Hälfte des Nobel-Preises für Physik. Der 1947 geborene Physiker und sein Kollege erhielten diesen Preis für ihre Entwicklung eines Tunnelmikroskop, dessen Auflösung so gut ist, dass damit ein einzelnes Atom gesehen werden kann. Binnig arbeitet in den IBM Forschungslaboratorien in Zürich.

Otto von Bismarck wurde am 1. April 1815 in Schönhausen, Altmark, Preußen, geboren und starb am 30. Juli 1898 in Friedrichsruh, in der Nähe von Hamburg. Er war Ministerpräsident von Preußen sowie Gründer und erster Kanzler des Deutschen Reichs (1871 bis 1890) Nachdem das Reich errichtet war verfolgte er aktiv und begabt eine pazifistische Außenpolitik. Er erhielt den Frieden in Europa für ca 2 Jahrzehnte. Sein innenpolitisches Erbe sah jedoch weniger freundlich aus. Bismarck war eine gewaltige Persönlichkeit, die der Zeit ihren Stempel aufdrückte, wie Luther und Metternich zuvor. Als Bismarck 1862 Ministerpräsident wurde, wurde das Königreich universell als die schwächste der fünf europäischen Mächte betrachtet. Weniger als 9 Jahre später war Preußen siegreich in drei Kriegen sowie ein vereinigtes Deutsches Reich im Herzen Europas war entstanden. Als Bismarck 1890 sein Amt verließ, nach 28 Jahren als Ministerpräsident sowie 19 als Kanzler, hatte sich die europäische Karte unermeßlich verändert. Das Zentrum Europas war nun Heimat der ersten militärischen und industriellen Macht des Kontinents. Bismarcks größte Errungenschaft, das Deutsche Reich, überlebte ihn nur um 20 Jahre. Während sich die deutsche Industrie zu seiner Amtszeit stetig entwickelte, erlaubte Bismarck keine Veränderung des politischen Systems bezüglich einer größeren Mitwirkung. In diesem Sinn war Bismarck einer der letzten Vertreter einer Welt der Kabinettsdiplomatie. Bismarck prägte den Begriff "Realpolitik" und den Ausdruck "Blut und Eisen". Man nennt ihn den eisernen Kanzler. NN

Jeremias Gotthelf eigentlich Albert Bitzius, wurde am 4.10.1797 in Murten/Katon Freiburg geboren und starb am 22.10.1854 in Lützelflüh/Kanton Bern. Er war Erzähler und Romancier. Seine Werke beschrieb Gotthelf die Tugenden der Landbevölkerung Berns und verteidigte das traditionelle Kirchen- und Familienleben. Gotthelf studierte Theologie in Bern und Göttingen und nahm an politschen Aktivitäten teil, die die Herrschaft der Aristokratie beendeten. Gotthelf war zunächst auf der Ebene des Erziehungs- und Armenwesens energisch bemüht, die allgemeine Volksschule durchzusetzen. In die Zeit nach 1834 fallen seine schriftstellerisch-publizistischen Anfänge. Seinem “Der Bauernspiegel” folgten weitere Werke, einschließlich “Leiden und Freuden eines Schulmeisters”, “Die Armennot” und “Uli der Knecht”. 1841-1844 übernahm er die Redaktion des »Neuen Berner Kalenders«. Infolge seiner Kritik am bernischen Erziehungsdepartement wurde er 1845 seines Amtes als Schulkommissar enthoben. In seinen späteren Werken ist ein satirischer oder düsterer Grundton unüberhörbar. Seine 13 Romane und mehr als 50 Kurzgeschichten zeigen nicht nur sein Genie als epischer Dichter und sein dichterisches Talent, sondern auch sein starkes Interesse an Menschen.

Karoline Blamauer: Siehe: Lotte Lenya

Blandina (1883 – 1918) Maria Magdalena Merten wählte den Namen Blandina nachdem sie dem Nonnenorden der Ursulinerinnen beigetreten war. Sie wurde Im Jahr 1833 in einem Dorf namens Düppenweiler geboren. Sie trat dem Nonnenorden der Ursulinerinnen 1908 bei und legte ihr letztes Gelöbnis 1913 ab. Sie war als Lehrerin in Saarbrücken und in Trier aktiv. Sie erkrankte an Tuberkulose

1916 und starb an dieser Krankheit im Nonnenkloster in Trier 1918. Während ihres Lebens wurde sie durch ihre Frömmigkeit, während ihrer Krankheit durch ihren tiefen Glauben und ihre Geduld bekannt. Sie wurde durch Papst Johannes Paul II am 1. November 1987 selig gesprochen. Ihr kirchlicher Gedenktag ist am 18. Mai.

Johannes Blaskowitz wurde im Juli 1883 in Peterswalde, Deutschland, geboren. Er machte Karriere als Soldat und leitete die 8. Armee im Blitzkrieg gegen Polen. Er war Militärgoverneur für das besetzte Polen. Als solcher richtete er zwei Beschwerden über kriminelle Handlungen der SS und anderen nicht-militärischen Polizeiabteilungen ein. Daraufhin wurde er seiner Posten enthoben. Gegen Ende des Krieges kommandierte er deutsche Truppen in den Niederlanden. Er beging wahrscheinlich 1945 Selbstmord im Gefängnis von Nürnberg, wo er auf sein Kriegsverbrecherverfahren wartete. Allerdings gibt es Gerüchte, dass er von SS-Agenten in den Tod gestürzt worden ist.

Der Komponist Ernest Bloch wurde am 24. Juli in Genf, Schweiz, geboren. Seine Musik reflektiert Themen der jüdischen Kultur und Liturgie, so wie auch Traditionen der europäischen Postromantik. Bloch war Direktor des Cleveland Institute of Music 1920-1925 und des Konservatoriums in San Francisco von 1925-30. Er kehrte 1939 nach einem Aufenthalt in der Schweiz wieder in die USA zurück und zog nach Oregon, wo er am 15. Juli 1959 in Portland starb.

Ernst Bloch, der von 1885 bis 1977 lebte, war ein deutscher Philosoph. Er war dem Marxismus zugewandt. Seine Hauptwerke waren die 3 Bände Das Prinzip der Hoffnung (1954-59). Nach seinem Exil in den USA während des 2. Weltkriegs lehrte er seit 1948 an der Universität Leipzig. Er wurde allerdings zum Kritiker der Entwicklung des Marxismuses in der DDR. 1957 wurden seine Werke verboten. Daraufhin kam er 1961 in die Bundesrepublik, wo er an der Universität Tübingen weiterlehrte.

Der Physiker Felix Bloch wurde am 23. Oktober 1905 in Zürich geboren und starb am 10. September 1983 in seiner Geburtsstadt. Für die Entwicklung einer Methode zur Messung des magnetischen Feldes von Atomkernen mittels nuklearer Induktion erhielt er 1952 einen Teil des Nobelpreises für Physik. Bloch lehrte an der Universität Leipzig bis zu seiner Auswanderung in die USA im Jahre 1933. 1939 entwickelte er eine Methode zur Messung des magnetischen Momentes eines Neutrons. Bloch arbeitete mit Atomenergie und Radar-Gegenmaßnahmen während des 2. Weltkrieges. Seine Entwicklung der Kernspinresonanz wird heute weitgehend in der medizinischen Diagnostik verwendet. Von 1954 bis 1955 war Bloch der erste Generaldirektor der Europäischen Kommission für Nukleare Forschung.

Werner von Blomberg wurde am 2. September 1878 in Stargard geboren und starb am 22. März 1946 in Nürnberg. Er war General und Kriegsminister in der nationalsozialistischen Regierung Adolf Hitlers und einer seiner treuesten Mitarbeiter. Während des 1. Weltkrieges war Blomberg Generalstabsoffizier und wurde später zum Stabschef in Stuttgart ernannt, war Chef der Abteilung für Militärausbildung sowie Militärkommandant in Ostpreußen. 1933 wurde er zum Verteidigungsminister in der Hitlerregierung ernannt und war nach 1935 Kriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Blomberg führte 1934 den Eid der Treue zu Hitler in der Armee ein. Ein persönlicher Skandal führte zu seinem unverzüglichen Rücktritt im Jahre 1938.

Der preußische Feldmarschall Gebhard Leberecht Blücher, Fürst von Wahlstatt, wurde im Dezember 1742 in Rostock, Deutschland, geboren. Er trat der preußischen Armee in 1760 bei. Blücher war Kommandant in der Schlacht um Jena und nahm im Jahre 1813 an der Völkerschlacht teil. Für seine erfolgreiche Teilnahme wurde er zum Feldmarschall ernannt und erhielt später den Titel eines Prinzen von Wahlstatt. Nach Rückkehr aus dem Ruhestand kämpfte er in der Schlacht um Waterloo, in der Napoleon endgültig geschlagen wurde. Blücher starb 1819 in Krieblowitz, Preußen, im heutigen Polen.

Der deutsche Politiker Norbert Blüm wurde am 21. Juli 1935 in Rüsselsheim zur Welt gebracht. Blüm studierte Germanistik, Geschichte, Theologie und Philosophie. Er war Mitglied des Bundestages von 1972 bis 1981 und seit 1983. Seit 1982 ist Blüm Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Der Maler Arnold Böcklin wurde am 16. Oktober 1827 in Basel geboren und starb am 16. Januar 1901 in Fiesole, Italien. Seine launischen Landschaften und unheimlichen Allegorien beeinflußten deutsche Künstler des späten 19. Jahrhunderts und prophezeiten die Symbolik der metaphysischen und surrealistischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Böcklin fand seine Inspiration in der Landschaft Italiens, das er mehrmals bereiste und wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte. Er gewann ein Ansehen mit dem Wandgemälde “Pan in the Bulrushes”, das ihm die Gönnerschaft des Königs von Bayern brachte. Nach der Fertigstellung der mythologischen Fresken für die öffentliche Kunstsammlung in Basel, ließ sich Böcklin in Italien nieder. Die Werke der beiden letzten Jahrzehnte waren subjektiv und zeigten oft märchenhafte Kreaturen oder beruhten auf dunklen allegorischen Themen, wie z.B. “Island of the Dead”

Johann Jakob Bodmer wurde 1698 in Greifensee, Schweiz, geboren und starb im Januar 1783 in der Nähe von Zürich. Er war Professor der Schweizer Geschichte an der Universität Zürich von 1725 - 1775 und von 1737 Mitglied des Grossen Rates. Seine Werke beeinflussten die Entwicklung der Schweizer Literatur zu mehr Eigenständigkeit.

Albert von Bollstädt (Albertus Magnus ) wurde 1193 in Lauingen geboren und starb am 15.11.1280 in Köln. Er gehörte seit 1223 dem Dominikanerorden an, lehrte in Köln, Hildesheim, Freiburg, Straßburg und Regensburg, auch an der Universität von Paris. Er wurde 1260 Bischof von Regensburg, kehrte aber 1262 nach Köln zurück. Albertus Magnus gilt als einer der vielseitigsten Gelehrten des Mittelalters, durch seine Kommentare hat er die Werke des Aristoteles dem christlichen Abendland zugänglich gemacht. Er besaß für seine Zeit ungewöhnliche naturwissenschaftliche Kenntnisse. Wegen seiner umfassenden Gelehrsamkeit wird er "doctor universalis" genannt. Albertus Magnus wurde 1931 zum Heiligen und Kirchenlehrer erhoben.

Der oesterreichische Physiker und Mathematiker Ludwig Eduard Boltzmann wurde 1844 in Wien geboren. Dort genoss er auch seine gymnasiale Ausbildung und studierte ab 1863 Physik und Mathematik. Nur drei Jahre nach Abschluss seines Stusiums wurde er Professor fuer mathematische Physik an der Universitaet Graz. Als Forscher machte er sich um die Waermelehre und die elektromagnetische Lichttheorie verdient. Mit seiner Arbeit gehoerte Boltzmann zu den Begruendern der statistischen Physik und legte den Grundstein fuer Max Plancks Quantenhypothese. Zahlreiche physikalische Lehrsaetze wurden von ihm formuliert und zumTeil nach ihm benannt (z.B. Boltzmann-Gleichung, H-Theorem, Boltzmann-Hypothese). Boltzmann nahm sich 1906 in Duino bei Triest das Leben.

Karl Böhm, österreichischer Dirigent, wurde am 28. August 1894 in Graz geboren und starb am 14. August 1981 in Salzburg. Er erzielte internationales Ansehen mit seinen Konzertvorstellungen und Aufnahmen von Richard Strauß, Richard Wagner, W.A. Mozart sowie anderen Komponisten. Böhm studierte Jura, aber ebenso Musik mit Mandyczewski und Adler. Seinem Debüt an der Grazer Oper folgte drei Jahre später die Ernennung zum dortigen Dirigenten. Böhm war weiterhin musikalischer Direktor in Darmstadt, Hamburg und Dresden. 1957 dirigierte er “Don Giovanni”in seinem Debüt an der Metropolitan Opera in New York. Ab der frühen 60er Jahre war Böhm durch seine Vorstellungen während der Bayreuther Festspiele wahrscheinlich der bekannteste Interpret von Wagner.

Der Geburtstag des Schriftstellers Heinrich Böll ist der 21. Dezember 1917. Er schrieb gegen Krieg und Gewalt sowie kritisierte Oberflächlichkeit, Scheinmoral und Lieblosigkeit der Menschen nach Kriegsende in seinen Werken. Seine kritische Meinung äußerte Böll auch über Politiker und die Scheinmoral der Kirche. Zu den bekanntesten Werken gehören Die Ehe der Maria Braun, Ansichten eines Clowns oder Die verlorene Ehre der Katherina Blum. Bölls Darstellungen zeichnen sich durch Sachlichkeit, Knappheit und künstlerische Übertreibungen aus. Heinrich Böll ist einer der meistgelesenen Autoren Nachkriegsdeutschlands.

Der deutsche evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Bonhoeffer war als Studentenpfarrer und Privatdozent in Berlin tätig und war ab 1934 beratendes Mitglied des ökumenischen Rates. Ab 1935 arbeitete er als Leiter des (illegalen) Predigerseminars der Bekennenden Kirche in Finkenwalde. Im Jahre 1941 verhängten die Nazionalsozialisten ein Rede- und Schreibverbot über Bonhoeffer, welcher sich der politischen Widerstandsbewegung um Canaris anschloß. Im März 1943 wurde Dietrich Bonhoeffer verhaftet und starb am 9.4.1945 im Konzentrationslager Flossenbuerg. Zu den bekanntesten Werken des Theologen gehören u.a. Nachfolge (1937) und Widerstand und Ergebung (hrg. 1951).

St. Bonifatius (Winfried) (ca. 672 – 754) Bonifatius oder Bonifaz ist der kirchliche Name für Winfried, und er wurde wahrscheinlich in England geboren (manche denken, er wurde in Irland geboren). Er wurde ein Mönch des Benediktinerordens und im Alter von 30 Jahren zum Priester geweiht. Seine Berufung sah er darin, Heiden in Europa zum Christentum zu bekehren. Seine erste Mission im Jahr 716 brachte ihn zu den Friesen, wo er jedoch nur einige Monate blieb bevor er zurück noch England kehrte. Im Jahr 718 reiste er nach Rom, um die Zustimmung des Papstes einzuholen, eine Mission in Deutschland zu beginnen. Am 15.Mai 719 bekam er die Zustimmung von Papst Gregor II. hierfür. Einige Zeit arbeitete Bonifatius wieder bei den Friesen mit St. Willibrord, dann reiste er nach Trier wo ein Kloster gegründet worden ist. Von diesem Kloster als Basis für seine Mission zog er ostwärts und bekehrte viele in Thüringen und Hessen. Am 30. November 722 wurde er zum Bischof gemacht. Es wird berichtet, daß er während seiner Mission in Hessen eine Eiche gefällt hat, die als heilig für den heidnischen Gott Thor galt. Mit diesem Holz hat er eine Kirche gebaut um so die Überlegenheit des christlichen Gottes über Thor zu demonstrieren. Bonifatius gründete die Bistümer in Passau, Regensburg, Freising, Würzburg und Erfurt. Am 1. Mai 748 wurde Bonifatius von Papst Zacharias zum Erzbischof von Mainz und zum Primat von Deutschland erhoben. Er wurde im Jahr 754 von Heiden während einer Mission getötet und wurde so zum Märtyrer der Kirche. Seine Überreste wurden in das Kloster in Fulda gebracht, das unter seiner Leitung im Jahr 744 gegründet wurde. Bonifatius wurde jahrzehntelang vor seiner Heiligsprechung am 11. Juni 1874 durch Papst Pius IX. als Heiliger verehrt. Während seines Lebens unterhielt Bonifatius enge Kontakte zu Karl Martell, Karlmann und Pippin der Jüngere. Seine Arbeit mit den östlichen Stämmen gründete die Struktur für das christliche Reich, das Karl der Große (Charlemagne) im heutigen Deutschland entwickelte. Der Gedenktag von Bonifatius ist am 5. Juni, und seine Relikte können in der Kathedrale in Fulda besichtigt werden. BF Quicktime Movie

Katharina von Bora wurde 1499 als Tochter eines verarmten Adligen geboren. 1504 besuchte sie die Klosterschule der Benediktinerinnen Brehna (bei Halle/S.) und trat 1508 dem Kloster Nimbschen (bei Grimma) bei. 1515 legte Katharina das Gelübde ab und wird somit zum frühestmöglichen Termin Nonne. 1523 flieht sie gemeinsame mit 11 weiteren Nonnen aus dem Kloster Nimbschen bei Grimma und wird im Hause Cranachs des Älteren in Wittenberg aufgenommen. Am 13. Juni 1525 heiratet Katharina von Bora Dr. Martin Luther. Katharina Luther ordnet den Haushalt, nutzt das auf dem Kloster liegende Braurecht, betreibt Viehzucht und pachtet mehrere Grundstücke. Katharina von Bora schenkte sechs Kindern das Leben, von denen jedoch zwei starben. Alle lebenden Nachkommen Luthers stammen aus dieser Linie. Katharina floh 1546 nach Dessau und später Magdeburg, um dem Krieg zu entgehen. Sie starb am 20. Dezember 1552 in Torgau, wohin sie vor der Pest in Wittenberg geflohen war. BF

Der Geburtstag Wolfgang Borcherts ist der 20. Mai 1921. Der Dramatiker und Kurzgeschichtenschreiber starb am 20. November 1947 in Basel. Als junger Mann schrieb Borchert einige Stücke und zahlreiche Gedichte, war jedoch zum Schauspieler bestimmt. 1941 wurde er in die Armee einberufen. Die Härte verursachte Gelbsucht, Erfrierungen und Unterernährung. Einen Großteil seiner Militärkarriere verbrachte er im Gefängnis. Von seiner Zelle aus schrieb er Anti-Nazi Briefe und verspottete Joseph Göbbels. Nach dem Krieg schrieb er Kurzgeschichten und starb kurz vor der Uraufführung seines bekanntesten Werkes “Draussen vor der Tür”.

Martin Bormann wurde am 17. Juni 1900 in Halberstadt geboren. Er war Chef der Nazipresse in Thüringen und hatte einen hohen Posten in der Sturmabteilung. Bormann war machtvoller Parteiführer der Nationalsozialisten und enger Vertrauter Adolf Hitler's. Er war einer der wichtigsten Verfechter der Judenverfolgung. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verschwand Bormann und wurde in Nürnberg schuldig gesprochen und in seiner Abwesenheit zum Tode verurteilt. Anhand von Skelettfunden wurde jedoch mit naher Sicherheit festgestellt, daß der Todeszeitpunkt auf 1945 festzusetzen ist.

Der Physiker Max Born wurde am 11. Dezember 1882 in Breslau geboren und starb 1970 in Göttingen. Er veröffentlichte viele wissenschaftliche Bücher, vor allem auf dem Gebiet der Relativitaetstheorie und der Quantentheorie. Später spezialisierte sich Born auf die Untersuchung atomarer Vorgänge. 1954 erhielt er den Nobelpreis für Physik.

Der Industriechemiker Carl Bosch wurde am 27. August 1874 in Köln geboren und starb am 26. April 1940 in Heidelberg. Bosch entwickelte den Haber-Bosch Prozeß für die Hochdrucksynthese von Ammoniak. 1931 erhielt er gemeinsam mit Friedrich Bergius den Nobelpreis für Chemie für die Erfindung chemischer Hochdruckmethoden. Bosch erhielt seine Ausbildung an der Universität Leipzig. Er studierte weiterhin Maschinenbau in Charlottenburg und sammelte Werkstatterfahrung. Er arbeitete bei BASF und wurde später dessen Präsident. Es gelang ihm die Laborergebnisse Fritz Habers in einen industriellen Prozeß zur künstlichen Herstellung von Ammoniak zu überführen.

Robert Bosch wurde am 23. September 1861 in Albeck, in der Nähe von Ulm geboren und starb am 9. März 1942 in Stuttgart. Er war Ingenieur sowie Industrieller und verantwortlich für die Erfindung der Zündkerze und des Zündmagneten für Automobile. Sein Unternehmen produzierte eine Vielzahl von Präzisionsmaschinen und elektrische Ausrüstungen für Unternehmen in der ganzen Welt. Bosch erhielt seine Ausbildung in den USA, wo er mit dem Erfinder Thomas A. Edison und seinem Kollegen, dem Elektroingenieur Siegmund Bergmann zusammenarbeitete. 1886 gründete er in Stuttgart das Unternehmen , das seinen Namen trägt. Im Jahre 1902 erfand sein Mitarbeiter die Bosch Zündkerze, die die Entwicklung des Automobils unterstützte. Bosch selbst entwickelte den Zündmagneten, ein Gerät zur Erzeugung von Strom für die Zündung in Verbrennungsmaschinen. Er arbeitete an Autolampen, Hupen und Ölpump-Vorrichtungen. Seine sozialen Ansichten können als fortschrittlich für die damalige Zeit betrachtet werden. Er führte den 8-Stunden Tag ein und trat für industrielle Schiedsgerichtsbarkeit und Freihandel ein. NN

Der österreichische Klavierbauer Ignaz Bösendorfer, der vom 28. Juli 1796 bis zum 14. April 1859 in Wien lebte, war der Gründer der nach ihm benannten Klavierfirma. Seine Firma erlangte Weltruhm, nachdem Franz Liszt begonnen hatte, seine Instrumente zu benutzen. Sein Sohn Ludwig führte die Firma weiter und eröffnete 1872 die Bösendorfer-Halle in Wien, ein Zentrum für Kammer- und Klaviermusik. Nach Ludwigs Tod 1919 kam das Geschäft in fremde Hände.

Friedrich Bouterwek war Philosoph an der Universität Göttingen. Unter den bedeutenden Werke Bouterweks sind:Geschichte der neueren Poesie und Beredsamkeit (12 vols. 1801-1819), Lehrbuch der philosophischen Wissenschaften (1813), and Religion und Vernunft (1824).

Heinrich Theodor Boveri wurde am 12. Oktober 1862 in Bamberg gebroen und starb am 15. Oktober 1915 in Würzburg. Der Zytologe arbeitete mit den Eiern des Rundwurms und bewies, daß Chromosomen separate, durchgängige Objekte im Zellkern sind. Nach Abschluß seines Studiums in München begann Boveri seine zytologischen Forschungen am Zoologischen Institut in München. 1885 startete er eine Serie von Chromosomstudien. Sein erster Hauptreport beschreibt die Entwicklung eines unbefruchteten Eies und die Bildung polarer Körper. In seinem zweiten Report beschrieb er fingerähnliche Lappen, die er als Chromosomen identifizierte. Sein dritter Report bestätigte die Theorie, daß Ei- und Spermazellen die gleiche Menge an Chromosomen an die neue Zelle abgeben.

Johannes Brahms wurde am 7. 5. 1833 in Hamburg geboren. Er starb am 3. 4. 1897 in Wien. Der deutsche Komponist und Pianist war mit Robert und Clara Schumann befreundet. Er lebte ab 1862 in Wien. Er Interprete die eigenen Werke und machte zahlreiche Konzertreisen im In- und Ausland. Bereits zu Lebzeiten war er in ganz Europa bekannt. Er war auch Sammler und Bearbeiter von Volksliedern.

Karoline von Brandenburg-Ansbach wurde am 1. März 1683 in Ansbach, Brandenburg-Ansbach geboren und starb am 20. November 1737 in London. Sie war die Frau von König Georg II von Großbritannien (Herrschaft von 1727-1760). Karoline war schön und intelligent und übte einen starken Einfluß auf ihren Ehemann aus. Dieser war entscheidend für die Ernennung und Behauptung Sir Robert Walpoles als Premierminister von 1730 bis 1742. Karoline war die Tochter eines deutschen Fürsten und heiratete George Augustus im Jahre 1705. Nachdem ihr Schwiegervater 1714 zum König George I ernannt wurde, half sie, die Streitigkeiten zwischen dem König und ihrem Ehemann beizulegen. Trotzdem entwickelte sie ihren Wohnsitz in London während der Zeit der Verbannung George Augustus vom Hof von 1717 bis 1720 zu einem Zentrum der Opposition gegen die Krone. Nach der Ernennung George II im Jahre 1727, verhinderte Karoline die Verdrängung Walpole's, der ein führender Minister geworden war. Bis zu ihrem Tod fuhr sie fort, ihren Ehemann zu dominieren.

Der Zivilingenieur Alfred Brandt wurde am 3. September 1846 in Hamburg geboren und starb am 29. November 1899 in Brig, Schweiz. Brandt ist für die erfolgreiche Inbetriebnahme des Simplon Tunnels, des größten der Alpinen Tunnel verantwortlich. Er beobachtete die Probleme beim Bau des St Gotthart Tunnels und sah die Möglichkeit der Verwendung eines hydraulischen Bohrers an Stelle eines pneumatischen. Er entwickelte eine Maschine, die erstmals beim Bau des Arlberg erfolgreich verwendet wurde.

Willy Brandt, geboren am 18. Dezember 1913, war einer der bekanntesten Politiker Deutschlands. Er war Regierender Bürgermeister von Berlin, später Parteivorsitzender der SPD (Sozialdemokraten) und Außenminister. 1969 wurde er Bundeskanzler und setzte sich besonders in der Ostpolitik ein. 1971 erhielt er für seinen Beitrag zur politischen Entspannung in Europa den Friedensnobelpreis. Willy Brandt starb 1992.

Felix Braun wurde 1885 in Wien geboren und starb am 29. November 1973 in Klosterneuburg im Alter von 88 Jahren. Er studierte Germanistik sowie Kunstgeschichte und arbeitete als Literaturdozent in Italien. Braun war Verlagsdirektor und Feuilleton-Schriftleiter an der Berliner Nationalzeitung. 1939 ging er nach England, kehrte jedoch 1950 nach Wien zurück. Er trat zunächst als Lyriker hervor mit Gedichtbänden, wie z.B. "Gedichte", "Das neue Leben" und "Das Haar der Berenike". Braun schrieb aber auch Novellen und Erzählungen, unter anderem "Träume in Vineta" und "Wunderstunden". Die meisten seiner dramatischen Werke sind ihrem Wesen nach lyrische Dichtungen. Weitere essayistische Arbeiten sind "Die Eisblume" und "Das musische Land".

Eva Braun wurde am 6. Februar 1912 in München geboren und starb am 30. April 1945 in Berlin. Sie war Hitlers Geliebte und später seine Ehefrau. Eva Braun wurde in eine bayerische Familie der niederen Mittelklasse geboren. 1930 arbeitete sie als Verkäuferin in dem Laden Heinrich Hoffmanns, dem Photographen Hitlers. Auf diesem Weg lernte sie Hitler kennen. Sie wurde seine Geliebte und 1936 ging sie nach Berchtesgaden, um in Hitlers Sennhütte Berghof zu leben. Sie war eine fähige Schwimmerin und Skifahrerin. Ihre Interessen waren jedoch eher frivol. Hitler erlaubte ihr nie, mit ihm in der Öffentlichkeit gesehen zu werden oder ihn nach Berlin zu begleiten. Eva Braun hatte keinen Einfluß auf Hitlers politisches Leben. Im April 1945 schloß sich Eva Braun Hitler in Berlin an und blieb, gegen Hitlers Willen, bis zum Ende bei ihm. Aufgrund ihrer Loyalität heiratete Hitler Eva Braun am 29. April. Am nächsten Tag begingen beide Selbstmord und ihre Körper wurden verbrannt. NN

Lily Braun wurde am 2. Juli 1865 in Halberstadt, Preußen, geboren und starb am 9. August 1916 in Zehlendorf. Sie war eine der führenden deutschen Feministinnen und eine sozialistische Schriftstellerin. Mit Leidenschaft und Begeisterung konvertierte sie zum Atheismus, Pazifismus und Feminismus mit der Hilfe von Georg von Gizycki, den sie 1893 heiratete. Nach seinem Tod trat sie der Sozialdemokratischen Partei bei. Sie wurde von orthodoxen Sozialdemokraten kritisiert und verließ folglich die Partei. In Zusammenarbeit mit ihrem zweiten Ehemann, Heinrich Braun, den sie 1896 heiratete, veröffentlichte sie die wöchentlich erscheinende Zeitschrift “Die neue Gesellschaft”. Gemeinsam mit Minna Cauer gründete sie die feministische Zeitung “Die Frauenbewegung”. Ihr vielleicht wichtigstes Buch war “Die Frauenfrage, ihre geschichtliche Entwicklung und wirtschaftliche Seite”. In diesem Buch argumentierte sie, daß der Kapitalismus durch Frauenarbeit die Familie zerstöre und Sozialismus somit unvermeidlich macht. BF

Volker Braun wurde am 7. May 1939 in Dresden geboren. Er lebte in Ostdeutschland und schrieb mehrere Stücke und Dichtungen. Er war ein Gegner des Sozialismus. Aus diesem Grunde wurde es ihm verwehrt eine Universität zu besuchen. Er wurde daher Mitglied der SED und konnte von 1960 bis 1964 an der Universität Leipzig studieren. Seit Ende der achtziger Jahre etablierte er sich als geistiger Wegbereiter der Wende. Eines seiner Werke ist „Das Wirklichgewollte“. 1998 erhielt er den Hans Erich Nossack-Preis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft. GM

Der 23. März ist der Geburtstag Werner von Brauns. Von Braun wurde 1912 in Deutschland geboren, wo er studierte und im 2. Weltkrieg als Leiter der Raketenversuchsanstalt in Peenemünde für die Nazis arbeitete und forschte. Nach 1945 wurde er nach Amerika gebracht, wo er seine Forschungen im Auftrag der amerikanischen Regierung fortsetzte. Von Braun spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung amerikanischer Erdsatelliten. Diesem Forschungsbereich wurde im damaligen Wettrennen zwischen den beiden Großmächten UdSSR und USA eine große Bedeutung beigemessen. mehr auf Englisch

Berthold Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Ostberlin. Er war Dichter, Dramatiker und Theaterschauspieler. Brecht entwickelte das Drama zu einem sozialen und ideologischen Forum. Während seines Medizinstudiums arbeitete Brecht in einem Armeekrankenhaus. Aus dieser Zeit stammen sein erstes Stück “Baal” sowie sein erster Erfolg “Trommeln in der Nacht”. Er entwickelte ebenso eine antibürgerliche Einstellung. Gemeinsam mit dem Komponisten Kurt Weill schrieb Brecht die satirische Oper “Die Dreigroschenoper” sowie “Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny”. Während des 2. Weltkrieges emigrierte er in die USA und schrieb unter anderem “Mutter Courage und ihre Kinder” und “Leben des Galilei”. Zurück in Deutschland gründete Brecht sein eigenes Unternehmen, das Berliner Ensemble.

Der deutsche Schriftsteller Johann Jakob Breitinger wurde am 1. März 1701 in Zürich geboren und starb am 13. Dezember 1776 in seiner Geburtsstadt. Breitinger war einer der einflußreichsten Literaturkritiker des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Er schrieb Aufsätze für den “Discourse” und veröffentlichte “Critische Dichtkunst”, in dem er die enge rationale Dichtkunst des Leipziger Dichters Gottsched angriff. Er verbreitete die Ideen von John Locke, Lord Shaftesbury und Alexander Pope.

Bettina von Arnim, auch Elisabeth Catharina Brentano wurde 1785 als Tochter eines Frankfurter Kaufmanns geboren. Sie starb am 20. Januar 1859 in Berlin. Die junge Bettina wurde schnell in die kulturellen und intellektuellen Tumulte der damaligen Zeit verwickelt. Zu ihren Freunden zählten der Jurist Karl von Savigny, Achim von Arnim und Karoline von Günderrode, eine einflußreiche Mentorin. Durch die Bekanntschaft mit Goethe's Mutter begann sie eine Korrespondenz mit Goethe, die jedoch wahrscheinlich aufgrund Bettina's jugendlicher Überschwenglichkeit abgebrochen wurde. 1811 heiratete sie Achim von Arnim und gebar 7 Kinder. Nach dem Tod Arnim's im Jahre 1831 begann Bettina's eigentliche Literaturkarriere. Sie stellte ihre Korrespondenz mit Goethe in einem recht kontroversen Briefroman “Goethes Briefwechsel mit einem Kinde”, der 1835 herausgebracht wurde, zusammen. Ihre Korrespondenz mit Günderrode wurde als “Die Günderrode” 1840 veröffentlicht. Zusätzlich zu ihren literarischen Bemühungen, war Bettina Arnim (das aristokratische “von” wurde weggelassen, um ihre Solidarität mit den Unterdrückten zu signalisieren) aktiv in der politischen Szene der damaligen Zeit beteiligt. Sie schrieb zur Unterstützung die zahlreichen preußischen Unterdrückten, verfaßte Gesuche für eine soziale Reform und unterstützte die Entwicklung des deutschen Liberalismus und Radikalismus. Zu ihrem späteren Freundeskreis gehörten die Gebrüder Grimm, Heinrich Heine sowie Karl und Jenny Marx.

Franz Brentano wurde am 16. Januar 1838 in Marienberg, Hessen-Nassau geboren und starb am 17. März 1917 in Zürich, Schweiz. Der Philosoph wir generell als Gründer der Handlungspsychologie angesehen, die sich eher mit der Handlung des Geistes als mit dessen Inhalt beschäftigt. Er war ein Neffe des Dichters Clemens Brentano. Brentano wurde zum römisch katholischen Priester ordiniert sowie zum Privatdozent für Philosophie und Professor an der Universität Würzburg ernannt. Religiöse Zweifel, verschlimmert durch die Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit führten zu seinem Rücktritt von diesem Posten sowie der Priesterschaft. Der Philosoph schrieb dann "Psychologie vom empirischen Standpunkte", eines seiner am besten bekanntesten und einflußreichsten Werke, in dem er versuchte, eine systematische Philosophie zu präsentieren, die eine Wissenschaft der Seele sein würde. Er genoß weitreichende Popularität unter seinen Studenten, zu denen Siegmund Freud, der Psychologe Carl Stumpf, der Philosoph Edmund Husserl sowie Tomás Masaryk, der Gründer der modernen Tschechoslowakei gehörten. Ein weiteres Hauptwerk, "Untersuchungen zur Sinnespsychologie", erschien 1907. Sein frühes Meisterwerk komplettierte er mit "Von der Klassifikation der psychischen Phänomene". NN

Heinrich von Brentano wurde im Juni 1904 in Offenbach, Deutschland geboren und starb im November 1964 in Darmstadt. Er war Gründungsmitglied und langjähriger Parlamentsführer der Christlich Demokratischen Union (CDU). Von 1952-53 war Brentano President des 6-Nationen Schuman Plan Ausschusses, beauftragt mit der Entwicklung eines Verfassungsentwurfs für einen Europäischen Staatenbund. Als Außenminister von Deutschland verfolgte er eine anti-kommunistische Politik.

Der Herausgeber der "Neue Zürcher Zeitung" Willy Bretscher wurde am 26. Oktober 1897 in Winterthur geboren. Bei der Zeitung, die eine der bekanntesten Tageszeitungen der Welt ist, beschäftigte Bretscher hochqualifizierte Autoren und Journalisten mit Universitätsabschluß. Er wurde durch seine Opposition zum Nazi-Regime und jeglichen totalitären Systemen bekannt. Später nahm er ebenfalls Stellung gegen Kommunismus und einige Formen des Sozialismus. Bretscher begann seine Karriere 1914 an dem "Neues Winterthure Tagblatt", wechselte jedoch schon 1917 zur "Neue Zürcher Zeitung". Er schrieb ebenfalls eine Vielzahl von Büchern, unter anderem "History of the Socialist Movement in Switzerland at the End of the War" und "Swiss Foreign Policy in the Postwar Period".

Der Geburtstag des österreichischen Mediziners und Physiologen Josef Breuer ist am 15. Januar 1842. Er ist der prinzipielle Vorreiter der Psychoanalyse. Er fand heraus, daß neurotische Symptome durch unbewußte Prozesse verursacht werden und verschwinden, wenn diese Prozesse bewußt werden. Zusammen mit Siegmund Freud schrieb er “Studien über Hysterie”, das die Behandlung von Hysterie beschreibt. Breuer beschäftigte sich weiterhin mit dem Atmungszyklus und dem Gleichgewichtssinn. Er starb am 20. Juni 1925 in Wien.

Friederike Brion, die am 19. April geboren wurde, war eine Geliebte des jungen Goethes. Er erwähnt sie in verschiedenen Schriften, die er später veröffentlichte. Johann Wolfgang von Goethe ist wohl der bedeutendste Dichter der deutschen Literaturgeschichte. Er schrieb bedeutende Dramen, Gedichte, und Prosa. Goethe gilt heute als Universalgenie, da er sich neben der Literatur auch erfolgreich als Naturwissenschaftler auf den Gebieten der Biologie und Physik betätigte.

Hermann Broch wurde am 1. November 1886 in Wien geboren und starb am 30. Mai 1951 in New Haven, USA. Der deutsche Schriftsteller erzielte internationale Anerkennung mit seinen "multidimensionalen Romanen", in denen er innovative literarische Techniken verwendete, um eine breite Vielfalt an menschlichen Erfahrungen zu präsentieren. Er studierte an der Universität Wien Physik, Mathematik und Philosophie. Sein erstes Hauptwerk war die Trilogie "Die Schlafwandler", das die Zersetzung der europäischen Gesellschaft zwischen 1888 und 1918 verfolgte. Zwischen 1934 und 1936 arbeitete Broch an "Der Versucher", das seine Theorie der Massenhysterie am Bild einer Beherrschung eines Bergdorfes durch einen Fremden darstellt. Eines seiner späteren Werke ist "Der Tod des Vergil". Später wechselte Broch von der Literatur zur Politik und versuchte, europäischen Flüchtlingen zu helfen.

Der Dichter Heinrich Barthold Brockes wurde am 22. September 1680 in Hamburg geboren und starb am 16. Januar 1747 in Ritzebüttel. Seine Werke gehörten zu den einflußreichsten Dichtungen der frühen Aufklärung in Deutschland. Er war Mitglied des Hamburger Senats und Friedensrichter in Ritzebüttel. Beeinflußt durch die Dichter Thomson und Pope, schrieb Brockes Gedichte, z.B. "Irdisches Vergnügen in Gott". In diesem beschreibt er natürliche Phänomene als Zeichen für die perfekte Ordnung in Gottes Universum. Er war einer der ersten deutschen Dichter, der die Natur als grundlegendes Subjekt behandelte und kann somit als Vorreiter einer neuen dichterischen Einstellung zur Natur in der deutschen Literatur bezeichnet werden.

Max Brod wurde am 27. Mai 1884 in Prag geboren und starb am 20. Dezember 1968 in Tel Aviv. Der Romanschriftsteller und Essayist war ein Freund von Franz Kafka und bekannt als der Herausgeber seiner Hauptwerke, die erst nach Kafka's Tod veröffentlicht wurden. Brod studierte Jura in Prag und arbeitete für die Regierung sowie als Kritiker. Er war aktiver Zionist und ging 1939 nach Palästina. Brods bekannteste Werke sind “Tycho Brahes Weg zu Gott” und “Franz Kafka, eine Biographie”.

Der Reichsgraf Maximilian Ulysses Browne wurde am 23. Oktober 1705 in Basel geboren und starb am 26. Juni 1757 in Prag. Der Feldmarschall war einer der fähigsten Kommandeure Österreichs im Krieg um die österreichische Thronfolge und im Siebenjährigen Krieg. Als Frederick II in Österreich eindrang, zog sich die österreichische Armee nach Böhmen zurück. Später trat Browne im Kampf um Piacenza hervor. Daraufhin wurde er von Maria Theresa zum Chefkommandanten für Böhmen ernannt. Dort kämpfte er zu Beginn des Siebenjährigen Krieges gegen Frederick II. In der Schlacht um Prag wurde er verwundet und starb kurze Zeit später.

Max Bruch wird am 6. Januar 1838 in Köln als Sohn eines Polizeirats und einer Sopranistin geboren. Aufgrund seiner Frühbegabung und der musikalischen Ausbildung durch seine Mutter tritt Bruch mit 11 Jahren bereits mit größeren Kompositionen auf. 1852 führt er seine erste Symphonie auf. Er erhält von der Mozartstiftung ein Stipendium, was ihm sein Studium in Frankfurt/Main und Leipzig in Musik ermöglicht. Nach verschiedenen Positionen an etablierten europäischen Orchestern wird er 1899 Mitglied in der Direktion der Berliner Akademie der Künste. 11 Jahre später scheidet er aus dieser aus und widmet sich gänzlich der Komposition. Zu seinen Werken zählen mehrere Opern, Symphonien, Chorwerke und Lieder. Am 2. Oktober 1920 stirbt Max Bruch in Berlin.

Der deutsche Physiologe Ernst Wilhelm von Brücke wurde 1819 in Berlin geboren und starb 1892 in Wien. Brücke revolutionierte die medizinische Forschung, indem er physische und chemische Methoden einführte. Er war ein Verfechter von Tierexperimenten. Seine Forschungen beinhalteten Studien der Struktur der Skelettmuskulatur, der Sehkraft und des Sprachmechanismus.

Der Komponist Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 in Ansfelden geboren und starb am 11. Oktober 1896 in Wien. Bruckner komponierte eine Vielzahl originaler und monumentaler Sinfonien. Bruckner spielte ebenso Orgelmusik, arbeitete als Lehrer und komponierte kirchliche sowie weltliche Chormusik. In seiner Musik wurde Bruckner unter anderem von Franz Schubert und Felix Mendelssohn beeinflußt, was sich in seinem “Requiem in D Minor” zeigte. Bruckner offenbarte eine intensive Hingebung zum geistlichen Leben, einen unerbittlichen Appetit auf musikalische Studien und Verbesserung sowie eine Liebe für das Orgelspiel. Seine Sinfonien kreierten neue Formenkonzepte und Einheiten. Die Originalität seiner Musik traf auf Unverständnis bei Wiener Musikkritikern. Sein Hauptwerk der Kammermusik war “String Quintet in F Major”. Die “Symphony No. 3in D Minor” und “Symphony No. 5 B-flat Major”zeigten die grundlegende Reife seines Stils.

Heinrich Brüning wurde am 26. November 1885 in Münster geboren und starb am 30. März 1970 in Norwich, USA. Der konservative deutsche Staatsmann war Kanzler und Außenminister kurz bevor Hitler an die Macht kam. Er war nicht in der Lage, die Wirtschaftsprobleme zu lösen und beschleunigte die Tendenz zu einer rechten Diktatur durch die Ignoranz des Reichstags sowie die Regierung durch Verfügung des Präsidenten. Nach dem 1. Weltkrieg diente er als Manager des Verbandes der Deutschen Gewerkschaften. Brüning war Katholik und Mitglied der Katholischen Zentrumspartei. Ab 1924 repräsentierte er Breslau im Reichstag. Dort wurde er als finanzieller und wirtschaftlicher Experte bekannt. 1930 bildete Brüning ein neues konservativeres Ministerium ohne die Mehrheit des Reichstags. Seine Politik bildete er als Antwort auf die beginnende Depression. Seine Sparmaßnahmen verhinderten eine erneute Inflation, sie lähmten jedoch auch die deutsche Wirtschaft und führten zu einer enormen Zunahme der Arbeitslosigkeit. Nachdem der Reichstag einen Großteil seines Planes abgelehnt hatte, begann Brüning mittels Notfallverfügung des Präsidenten zu regieren. Er half Präsident Paul von Hindenburg bei der Wiederwahl, trat jedoch 1932 von seinem Posten zurück. Brüning verließ Deutschland und ging in die USA, wo er Politikwissenschaften unterrichtete. NN

Bischof Norbert Brunner wurde am 21. Juni 1942 in Naters/Schweiz geboren. Er studierte an der Universität Innsbruck. 1968 wurde er zum Priester geweiht. Danach studierte er Moraltheologie und Kirchenrecht an der Universität Freiburg/Schweiz. Er wurde 1992 von seinem Vorgänger Kardinal Heinrich Schwery zum Bischof von Sitten geweiht.

St. Bruno Graf von Egisheim und Dagsburg (Papst Leo IX ) wurde am 21. Juni in Egisheim geboren. Am 9.9. 1027 wurde er zum Bischof geweiht.Nach dem frühen Tod der beiden deutschen Päpste Clemens II. (1046/1047) und Damasus II. (1948) ernannte Heinrich III. Bruno auf dem Reichstag zu Worms zum Nachfolger. Am 12.2.1040 wurde er in Rom gekrönt. Er wollte die Kirche reformieren und kämpfte gegen Simonie, Laieninvestitur und Priesterehe. Er Förderte weitgehend das Ordensleben. Er starb am 19.4.1054 in Rom.

Bruno von Kärnten (Papst Gregor V.) Gregor V. (Bruno von Kärnten) war der erste deutsche (österreichische) Papst. Er wurde 972 in Kärnten geboren. Sein Vater war der Herzog Otto von Kärnten und sein Urgroßvater war der Kaiser Otto I. Sein Vetter, der König Otto III. Bestimmte ihn zum Nachfolger des Papstes Johannes XV. Am 3.5.996 in Rom wurde er feierlich als Gregor V. inthronisiert. Als Papst krönte er seinen Vetter Otto III. Zum Kaiser. Nach dem Abzug des Kaisers aber Ende 996 wurde Gregor vertieben, und ein Gegenpapst Johannes XVI. wurde erhoben. Erst 998 mit der Hilfe des Kaisers könnte Gregor als Papst nach Rom zurückkehren.

St. Bruno von Köln (ca. 1030 – 1101) St. Bruno wurde in die Hartenfaust Familie um das Jahr 1055 geboren. Er war ein Lehrer der Theologie an der Kathedral Schule in Reims und wurde später Direktor dieser Schule. Nach 1080 wurde er ein Eremit. Er war der Stifter des Kartäuserordens nahm ein Leben an, das aus Armut, harter Arbeit, Gebet und der Umschreibung von Manuskripten bestand. Der Orden wurde während seiner Isolation in der Nähe von Grenoble gegründet. Sein Gedenktag ist am 6. Oktober. Er wurde nie offiziell zum Heiligen gesprochen, da der Kartäuserorden öffentliche Anerkennung ablehnt. Papst Klemens X. deklarierte St. Brunos Gedenktag zum ,,doppelten Gedenktag“ und er wird als Heiliger angesehen. BF

St. Bruno von Querfurt (970 – 1009) Bruno wurde an der Kathedral Schule in Magdeburg geschult. Später trat er einem Kloster bei und legte im Jahr 999 sein Gelöbnis ab. Er wurde als Missionar nach Polen gesandt, und im Jahr 1008 strebte er eine Mission bei den Preußen an. Hierbei wurden er und seine Gesandte von Heiden dort getötet, und bald wurde er als Märtyrer verehrt. Seine Designation als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. BF

Der jüdische Religionsphilosoph Martin (Mordechai) Buber lebte vom 8.2.1878 (Wien) bis zum 13.6.1965 (Jerusalem). Buber lehrte von 1923-1933 jüdische Religionswissenschaft und Ethik an der Universität Frankfurt/Main und arbeitete von 1925-1961 an einer neuen Übersetzung des Alten Testaments ins Deutsche. 1938 ging Buber nach Palaestina, wo er bis 1951 Sozialphilosophie lehrte. Zu seinen wichtigsten Werken gehören Ich und Du (1923), Die Legende des Baalschem (1908) sowie Begegnungen (Autobiografie, 1961). Buber wurde 1952 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

Ignatz Bubis wurde am 17. Januar 1927 in Breslau (jetzt Wroclaw in Polen) geboren. In Deutschland wurde er nach 1992 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Immer wieder mischte sich Bubis in die öffentliche Diskussion ein. So forderte er, gegen rechtsradikale Gewalttäter hart vorzugehen. In seiner Amtszeit fiel die Integration tausender jüdischer Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion. Bubis starb am 13. August im Alter von 72 Jahren in der Frankfurter Uni-Klinik an einem Krebsleiden und wurde zwei Tage später in Tel Aviv beigesetzt. Damit war seinem Wunsch entsprochen worden, nicht in Deutschland beigesetzt zu werden, um Antisemiten keine Gelegenheit zu Anschlägen auf sein Grab zu geben. Bubis hatte den Holocaust erlebt und überlebt. Sein Vater und zwei Geschwister wurden von Deutschen umgebracht. “Dass ich noch lebe, ist ein Zufall”, sagte Bubis einmal.

Georg Büchner wurde am 17. Oktober 1813 geboren. Büchner wurde einer der bedeutenden Dichter des 19. Jahrhunderts. Die Titel einige seiner bedeutenden Werke sind: Leonce und Lena, Dantons Tod, Woyzeck und Der Hessische Landbote. Der Komponist Alban Berg machte eine Oper aus dem Drama, Woyzeck.

Ludwig Büchner war der jüngere Bruder des Dramatikers Georg Büchner. Er war Arzt in Darmstadt aber seine historische Bedeutung liegt auf der Grundlage seiner Philosphie. Philosophisch war er Athiest und Materialist. Unter den bedeutenden Büchern Büchners sind Kraft und Stoff (1855), Natur und Geist (1857) und Die Stellung des Menschen in der Natur (1869).

Charlotte Buff wurde am 1. November 1753 in Wetzlar geboren und starb am 16. Januar 1828 in Hannover. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter kümmerte sie sich um den Haushalt und die neun Geschwister. 1772 lernte sie Goethe in Wetzlar kennen. Sein Briefroman "Die Leiden des jungen Werters" basiert weitgehend auf der problematischen Beziehung zwischen Charlotte, ihrem Verlobten und dem unglücklich verliebten Goethe. Dieser reiste schließlich im Herbst 1772 aus Wetzlar ab, blieb jedoch mit der Familie in Kontakt. 1816 fand ein Wiedersehen zwischen Charlotte und Goethe in Weimar statt. Thomas Mann thematisierte dieses Treffen in seinem Roman "Lotte in Weimar".

Der Geburtstag von Heinrich Bullinger ist am 18. Juli 1504. Der aus Bremgarten stammende schweizer Reformer war der Assistent und Nachfolger von Huldrych Zwingli (1484-1531) und einer der Hauptverantwortlichen für die Reformierung der Schweiz. Nachdem ein Versuch gescheitert war, die Unterschiede zwischen Martin Luther und den schweizer Reformern zu beseitigen, einigte sich Bullinger mit dem Reformer John Calvin und schrieb sein eigenes 2. Schweizerisches Bekenntnis (1566). Bullinger starb 1575 in Zürich.

Cosima Wagner, geborene Liszt, auch Cosima von Bülow, wurde am 25. Dezember 1837 in Bellagio, Österreichisches Kaiserreich, geboren und starb am 1. April 1930 in Bayreuth. Sie war die Ehefrau des Komponisten Richard Wagner und Leiterin der Bayreuther Festspiele nach Wagner's Tod von 1883 bis 1908. Cosima erhielt ihre Ausbildung in Paris von der Gouvernante der Herrin ihres Vaters, Fürstin Wittgenstein, und später im Hause der Mutter von Hans Bülow in Berlin. 1857 heiratete sie Hans von Bülow, einen der herausragenden Dirigenten der Zeit und ein Schüler von Liszt. Obwohl sie ihn in seiner Arbeit unterstützte und ihm ihr ganzes Leben ergeben blieb, war ihre Ehe unzufriedenstellend. Sie gebar zwei Töchter. Zwei weitere Töchter waren Wagner's Kinder. 1868 verließ Cosima von Bülow, um mit Wagner in Triebschen zu leben. Sie heirateten schließlich im Jahre 1870. Im gleichen Jahr komponierte Wagner die “Siegfried Idylle”, um der Geburt ihres Sohnes Siegfried zu gedenken. Nach dem Tod Wagners übernahm sie das Management der Bayreuther Festspiele. Sie war künstlerische Leiterin bis 1908, als ihr Sohn übernahm. Sie führte diese Aufgabe mit der für sie charakteristischen Energie und ihrer Hingebung zu Wagner's Werken durch. Cosima Wagner war die treibende Kraft hinter den Festspielen in wirtschaftlicher wie auch sozialer Hinsicht. Sie beeinflußte die Auswahl der Künstler, des Spielplans und den Stil der Vorführungen.

Hans Guido Freiherr von Bülow wurde am 8. 1. 1830 in Dresden geboren. Er war deutscher Pianist und Dirigent. Er war Hofkapellmeister in München, Hannover und Meiningen. Seine Frau war von 1857-68 Franz Liszts Tochter Cosima. Von Bülow dirigierte Opern von Richard Wagner und arbeitete also eng mit Wagner zusammen. Er und seine Frau waren also oft mit Wagner in der Schweiz zusammen. Richard und Cosima verliebten sich in einander. 1830 schieden sich Herr und Frau von Bülow. Später wurde sie die Frau Richard Wagners.

Rudolf Bultmann wurde am 20. August 1884 in Wiefelstede geboren und starb am 30. Juli 1976 in Marburg. Er war ein führender Gelehrter des Neuen Testaments, bekannt für sein Programm, das Neue Testament von Mythologie zu befreien, d.h. mythologische Begriffe zu interpretieren. Bultmann studierte Theologie in Tübingen und hielt Vorträge an der Universität Marburg, Breslau und Giessen. 1921 veröffentlichte er “Geschichte der synoptischen Tradition”, eine Analyse traditionell genutzten Materials. Er entwickelte seinen eigenen theologischen Standpunkt, nämlich daß christlicher Glaube nicht am historischen Jesu orientiert sein sollte, sondern am überweltlichen Christen.

Der 31. März ist Robert Bunsens Geburtstag. Bunsen, der in Göttingen geboren wurde, lebte von 1811-1899. Er arbeitete als Chemiker und ist der Entwickler der Spektralanalyse und entdeckte die Elemente Rubidium und Caesium. Er begründete die Gasanalyse und konstruierte den Bunsenbrenner, welcher noch heute seinen Namen trägt.

Adolphus Busch wurde am 10. Juli 1839 in der Nähe von Mainz als jüngstes von 21 Kindern geboren. Busch wanderte 1857 nach Amerika aus und gründete 1866 mit seinem Schwiegervater Eberhard Anheuser die Anheuser-Busch Brewing Association, wie sie seit 1879 genannt worden ist. Busch entwickelte eine Methode, Bier widerstandsfähig gegen Temperaturschwankungen zu machen, so dass er Bier landesweit ausliefern konnte. Er entwickelte ausserdem ein leichtes Bier mit dem Namen Budweiser, das später das meist-verkaufte Bier der Welt wurde. Nach Buschs Tod 1913 wurde die Brauerei von seinem Sohn August weitergeführt und auch heute noch haben die Nachfahren von Adolphus Busch erhebliche Anteile an dem Geschäft.

Anton Friedrich Büsching wurde am 27. September 1724 in Stadthagen, Schaumburg-Lippe geboren und starb am 28. Mai 1793 in Berlin. Der deutsche Geograph und Ausbilder half bei der Entwicklung einer wissenschaftlichen Basis für das Studium der Geographie durch Betonung von Statistiken und nicht beschreibenden Schriften. Büsching war Direktor des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin, wo er wesentlich zur Bildung in Deutschland beitrug. Das wichtigste seiner mehr als 100 Werken war das mehrbändige Werk "Neue Erdbeschreibung", dessen Veröffentlichung 1760 begann. Zu seinem Tod waren lediglich die Teile über Europa und Teile Asiens veröffentlicht. "New System of Geography", eine 6-bändige Übersetzung des ersten Teils wurde 1762 veröffentlicht. NN