Short Biographies of
Noted Germans, Austrians and Swiss
D
©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons
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Am 17. März 1834 wurde Gottlieb Daimler geboren. Im Jahre 1886 entwickelten Daimler und Karl Benz unabhängig voneinander das erste Auto (nicht Henry Ford, wie viele Amerikaner glauben). Daimler und Benz gründeten Unternehmen, um die Herstellung und den Verkauf von Automobilen voranzutreiben. Aus der Fusion dieser beiden Mutterunternehmen ging 1926 die Daimler-Benz AG hervor, welche heute zu den bedeutendsten Automobilherstellern der Welt gehört. Das bekannteste Produkt dieses Unternehmens, der Mercedes, wurde nach der Tochter Gottlieb Daimlers benannt.
Der Dichter Simon Dach wurde am 29. Juli 1605 in Memel, Ostpreussen, geboren. Er war der berümteste Vertreter des Königsberger Kreis im 17. Jahrhundert. Er wurde 1639 Professor für Dichtung an der Universität Königsberg. Seine Dichtung ist durch seine Einfachheit und Musikalität geprägt und hat die Geburten, Tode und Hochzeiten der Königsberger Boureoisie zum Inhalt. Dach starb im Alter von 54 Jahren in Königsberg.
Damasus II. (ursprünglicher Name Poppo) wurde der dritte deutsche Papst am 17. Juli 1048. Er wurde in Bayern geboren und wurde der Bischof von Brixen. Der Kaiser Heinrich III bestimmte ihn zum Nachfolger Clemens II. Er war nur 23 Tage lang im Amt, bevor er an Malaria starb.
Bischof Dr. Viktor Josef Dammrtz wurde am 8. Juni 1929 in Schaephuysen/Niederrhein geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Münster, Innsbruck und Rom. 1953 trat er in das Noviziat der Missionsbenediktiner der Erzabtei St. Ottilien in Oberbayern ein. Er studierte kanonisches Recht in Münster und promovierte 1962. 1975 wurde er als Erzabt von St. Ottilien gewählt. 1977 wurde er zum Abtprimas der weltweiten Benediktinischer Konföderation (Sitz in Rom) gewählt. 1992 wurde er zum Bischof von Augsburg ernannt.
Leopold Josepf, Graf von Daun wurde am 24. September 1705 in Wien geboren und starb am 5. Februar 1766 in seiner Geburtsstadt. Der Feldmarschall war österreichischer Chefkommandant während des Siebenjährigen Krieges gegen Preußen. Seine ersten Kriegserfahrungen machte Daun in Sizilien, Italien, gegen die Türkei sowie im Krieg um die österreichische Thronfolge. Er startete eine Neuorganisation der Armee, erhöhte die Truppenstärke, führte bessere Disziplin und intensiveres Training ein und gründete eine Kadettenschule. Daun entwickelte die österreichische Armee zu einem beachtlichen Gegner für Friedrich den Großen. Nach mehreren Siegen gegen Preußen, mußte Daun letztendlich in Torgau die Niederlage hinnehmen. Er wurde Präsident des Hofkriegsrates und führte weitere Reformen in der Armee ein.
Der deutsche Mathematiker Julius Wilhelm Richard Dedekind wurde am 6. Oktober 1831 in Braunschweig geboren und starb am 12. Februar 1916 in seiner Geburtsstadt. Dedekind entwickelte eine Neudefinition der irrationalen Zahlen im Rahmen arithmetischer Konzepte. Obwohl er zu Lebzeiten nicht vollständig anerkannt wurde, beeinflußten seine Ideen über das Endliche und reale Zahlen die moderne Mathematik. Dedekind studierte Mathematik unter Carl Friedrich Gauss an der Universität Göttingen, wo er später als Privatdozent tätig war. 1858 trat er der Züricher Polytechnischen Fakultät bei und akzeptierte später eine Stelle an der Technischen Hochschule in Braunschweig wo er bis zum Lebensende in vergleichbarer Isolation verblieb. Seine Erkenntnisse legte Dedekind in "Stetigkeit und Irrationale Zahlen" und "Über die Theorie der ganzen algebraischen Zahlen" dar.
Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt wurde 1926 in Schwelm geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Paderborn und München. Er wurde 1952 zum Priester geweiht. Seine Promotion zum Dr. theol. war in Würzburg. 1968 wurde er zum Bischof geweiht. 1974 wurde er gewählt und zum Erzbischof von Paderborn ernannt. Am 21.2.01 wurde er zum Kardinal erhoben.
Hans Georg Dehmelt wurde am 9. September 1922 in Görlitz zur Welt gebracht. Der Physiker teilet sich 1989 eine Hälfte des Nobelpreises in Physik mit dem Physiker Wolfgang Paul. Dehmelt erhielt seinen Teil für die Entwicklung der Penning-Falle, einer elektromagnetischen Einrichtung, die eine kleine Anzahl an Ionen und Elektronen lange genug festhalten kann, um deren Eigenschaften mit beispielloser Präzision zu studieren. Dehmelt studierte Physik in der Armee und an der Universität Göttingen, ging jedoch später in die USA und lehrte an der Universität Washington.
Peter de Hondt (St. Peter Canisius) wurde in Nimwegen, damals Deutschland, heute Holland, geboren. Im Jahr 1536 begann er mit dem Studium in Köln, im Jahr 1543 wurde er der erste Deutsche, der einem Jesuiten Orden beitrat. Er gründete das erste Jesuiten Haus in Köln, während seines Lebens gründete er noch viele andere, darunter in Ingolstadt und Prag. Er lehrte an vielen Universitäten und war eine Zeit lang der Präsident der Universität in Ingolstadt. Er war ein produktiver Autor und Prediger. Er war aktiv in einigen zentralen Versammlungen in den Anfängen der Kämpfe zwischen der katholischen und evangelischen Kirche. Er war Berater des Bischofs von Augsburg bei der Versammlung in Trent. Bei dieser Versammlung traf er den Gründer seines Ordens, Ignatius, und wurde durch ihn angewiesen. Er wurde zum Anführer der Gegenreformation in Deutschland. Seine bekannteste Arbeit dieser Zeit war sein Werk Deutscher Katechismus. Canisius starb in Fribourg, Schweiz, im Jahr 1597. Er wurde durch Papst Pius XI. im Jahr 1925 heilig gesprochen und Doktor der Kirche benannt. Er wird auch Der Zweite Apostel Deutschlands genannt, Boniface war der Erste.
Der deutsche Biochemiker Johann Deisenhofer wurde am 30. September 1943 in Zusamaltheim geboren. 1988 erhielt er gemeinsam mit Hartmut Michel und Robert Huber den Nobelpreis für Chemie für die Bestimmung der Struktur bestimmter Proteine, die für die Photosynthese notwendig sind. Deisenhofer erhielt seinen Doktortitel am Max Planck Institut für Biochemie und forschte dort bis sich dem wissenschaftlichem Team am Howard Hughes Medical Institute in Dallas anschloß. Gemeinsam mit Michel und Huber startete er Studien über Proteinkomplexe, die in bestimmten photosynthetischen Bakterien gefunden wurden. Ihre Ergebnisse erhöhten das allgemeine Verständnis über den Ablauf der Photosynthese und offenbarten Gleichheiten der photosynthetischen Prozesse bei Pflanzen und Bakterien.
Berthold Delbrücks Geburtstag ist am 26. Juli 1842. Er wird als der Begründer der Studien über die vergleichende Syntax der indo-europäischen Sprachen angesehen. Von 1870-1912 war Delbrück Professor für Sanskrit und vergleichende Linguistik an der Universität Jena. Sein Hauptwerk waren die 5 Bände Grundriss der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen, wobei Karl Brugmann zwei Bände über Grammatik beisteuerte. Delbrück starb 1922 in Jena.
Johann Christoph Denner wurde am 13. August 1655 in Leipzig geboren und starb am 20. April 1701 in Nürnberg. Er war Instrumentenbauer und Erfinder der Klarinette. Seine Instrumente, wie z.B. Flöten, Oboen und Fagotte waren in Europa hoch angesehen. Seine Versuche, andere Instrumente zu verbessern, führten zur Erfindung der Klarinette.
Der Schauspieler, Regisseur und Manager Eduard Devrient wurde am 11. August 1801 in Berlin geboren. Er starb am 4. Oktober 1877 in Karlsruhe. Devrient übersetzte Shakespeare ins Deutsche und schrieb den ersten ausführlichen Bericht über die Entwicklung des deutschen Theaters, "Geschichte der deutschen Schauspielkunst". Er begann seine Karriere als Opernsänger und sang in der Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach. Später arbeitete er als Schauspieler und Bühnenregisseur in Dresden sowie als Regisseur am Hoftheater in Karlsruhe.
Der deutsche Ingenieur Rudolf Diesel kam am 18. März 1858 in Paris zur Welt. Er studierte in München Maschinenbau und entwickelte später mit der Firma Krupp den Dieselmotor. Im Ausland wurde Diesel geehrt, in Deutschland war er jedoch in viele Auseinandersetzungen verwickelt. Daraufhin beging er 1913 im Aermelkanal zwischen Antwerpen und Harwich Selbstmord.
Dietmar wurde am 25. Juli 975 in Hildesheim geboren und starb am 1. Dezember 1018 in Merseburg. Er trat 991 ins Kloster ein und wurde 1009 Bischof von Merseburg Von 1012 bis 1018 schrieb er eine achtbändige Chronik, die auf deutschen Annalen von 908 bis 1018 basierte. Er war einer der ersten Gelehrten, die mit dem Wort Teutonici das deutsche Volk von nicht-deutschen Stämmen unterschied. Seine Chronik über die Ottonen und Heinrich II. ist ein wichtiges Dokument mittelalterlicher Geschichte.
Maria Magdalena Dietrich wurde am 27. Dezember 1901 geboren. Sie studierte Klavier und später Geige. 1919 bewarb sie sich an der Weimar Akademie für weiterführende Studien, wurde jedoch abgelehnt. Zu dieser Zeit etwa änderte sie ihren Namen in Marlene Dietrich. Von 1922 bis 1930 war Marlene an zahlreichen Produktionen für Bühne und Film beteiligt. Marlene Dietrich war durch eine einzigartige Arbeitseinstellung charakterisiert. Durch ihre Filmkarriere traf sie Rudolf Sieber, den sie 1924 heiratete. 1926 gab sie ihre erste Platte heraus und 1927 erhielt sie die erste Schauspielrolle in "Ship of the lost men" von Maurice Tourneur. 1929 wurde sie von Josef von Sternberg entdeckt und erhielt eine Rolle in der amerikanisch-deutschen Co-Produktion "Der blaue Engel". Obwohl der Film in Deutschland gedreht wurde, zog Marlene Dietrich in die USA, um einen Vertrag über 6 Filme mit Paramount zu erfüllen. "Der blaue Engel" und "Marokko", ihr nächster Film, gehören zu den besten Filmen der Kinogeschichte. Die meisten ihrer Filme zwischen 1936 und 1950 sind nicht besonders bemerkenswert. Während dieser Zeit arbeitete sie eng mit der USO zusammen, wobei sie wesentlich zur Steigerung der Moral der Truppen beitrug. Besonders während der Italien und Afrika Feldzüge ertrug sie zahlreiche Entbehrungen, um mit den Truppen an der Front zu bleiben. Sie unterhielt nicht nur die Soldaten, sondern kümmerte sich ebenfalls um Krankenhaus- und Essenversorgung. Für ihre Arbeit erhielt sie Auszeichnungen der USA, Frankreichs und auch Israels. 1950 spielte Marlene in "Stage Fright" von Alfred Hitchcock, einer ihrer größten Filme. 1957 nahm sie eine Pause von der Bühnenarbeit und spielte in einem weiteren großartigen Kinofilm, "Zeugin der Anklage". Später kehrte sie zur Bühne zurück. 1960 tourte sie durch Deutschland und Israel. In ihrem letzten großen Film "Judgement at Nürnberg" von Stanley Kramer spielte sie 1961. Am 6. Mai 1992 starb Marlene Dietrich an Nieren- und Leberversagen in ihrer Pariser Wohnung. BF
Der deutsche Romanschriftsteller und Essayist Alfred Döblin wurde am 10. August 1878 in Stettin geboren und starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen, in der Nähe von Freiburg. Er war einer der talentiertesten Erzählungenschreiber der deutschen Expressionismusbewegung. Döblin studierte Medizin und praktizierte Psychiatrie in den Arbeitervierteln in Berlin. Nach Ergreifung der Machtübernahme durch die Nazis flüchtete er in die USA. Nach Kriegsende kehrte er zurück, lies sich jedoch in Paris nieder. Sein erster erfolgreicher Roman "Die drei Sprünge des Wang-Lun" beschreibt eine Rebellion in China, die vom tyrannischen Staat unterdrückt wird. Sein bekanntester Roman ist "Berlin Alexanderplatz" und später folgten "Babylonische Wanderung", "Reise in Polen" und "Schicksalsreise".
Engelbert Dollfuss, Staatsmann, wurde am 4. Oktober 1892 in Texing, Österreich-Ungarisches Kaiserreich, geboren und wurde am 25. Juli 1934 in Wien ermordet. Als Kanzler von Österreich zerstörte er die österreichische Republik und errichtete ein autoritäres Regime basierend auf katholischen und italienisch faschistischen Prinzipien. Dollfuss studierte Jura und Ökonomie in Wien und Berlin. Nach seiner Ernennung zum Kanzler sprach er sich gegen eine Zollunion mit Deutschland aus und verbündete sich stattdessen mit Benito Mussolini.
Georg Carl Heinrich von Dollmann wurde am 21. Oktober 1830 in Ansbach, Bayern, geboren. Bekannt wurde er durch seine grandiosen architektonischen Bauwerke. Die drei Bekanntesten sind der Linderhof (1869-78), das Schloss Neuschwanstein (1869-86), und der Herrenchiemsee (1878-85; nicht fertiggestellt). Finanziell wurden diese Bauten von König Louis (Ludwig) II von Bayern gefördert. Georg von Dollmann starb am 31. März 1895 in München.
Maria Gräfin Dönhoff wurde am 2. Dezember 1909 auf dem Familiensitz Schloss Friedrichstein in Ostpreußen geboren. Ihr Vater, August Karl Graf Dönhoff, ist ein Mitglied des Preußischen Herrenhauses und Reichstagsabgeordneter, ihre Mutter Ria von Lepel eine Palastdame der Kaiserin Auguste Viktoria. Von 1932 an studiert sie Volkswirtschaft in Frankfurt/Main. Nach der Ergreifung der Macht durch Hitler in 1933 zeigt Gräfin Dönhoff öffentlich ihre Ablehnung des NS-Regimes. Daher muss sie alsbald nach Basel wechseln. In den Jahren 1940 bis 1945 spielt Marion Gräfin Dönhoff das Doppelleben einer regimetreuen Gräfin und einer Wiederstandkämpferin. Sie informiert ausländische Diplomaten und beteiligt sich an Widerstandsaktionen. Nach dem Krieg wohnt sie den Nürnberger Prozessen bei. Sie kritisiert die Leugnung eines Widerstandes durch die Alliierten. Ab 1946 arbeitet sie in der Redaktion der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit. Nach mehreren Veröffentlichungen wird Gräfin Dönhoff 1968 Chefredakteurin der ZEIT. 1972 wird sie Herausgeberin der ZEIT. Weiterhin veröffentlicht sie eigene Publikationen.
Christian Doppler wurde am 29. November 1803 in Salzburg, Österreich, geboren und starb am 17. März 1853 in Venedig. Er studierte am Polytechnischen Institut Wien und lehrte in Prag, Schemnitz und am Polytechnischen Institut in Wien. Doppler wurde 1850 Direktor des Physikalischen Instituts und Professor für experimentelle Physik der Universität Wien. Er schrieb wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten Mathematik und Elektrizität. Das bekannteste Forschungsergebnis des österreichischen Physikers Dopplers bezieht sich auf den nach ihm benannten Dopplereffekt und beschreibt Frenquenzänderungen von Wellen, die von einer relativ zum Beobachter bewegten Quelle ausgehen. Diese Arbeit wurde 1842 unter dem Titel "Über das farbige Licht der Doppelsterne und einiger anderer Gestirne des Himmels" veröffentlicht. NN
Friedrich Wilhelm Dörpfeld wurde am 8. März 1824 in Wermelskirchen, Preußen, geboren und starb am 27. Oktober 1893 in Ronsdorf. Der deutsche Pädagoge verwendete die Ideen Friedrich Herbart's in der Grundschule und betonte die sozialen Aspekte traditioneller Schulfächer. Dörpfeld legte größeren Wert auf die soziale Seite der Ausbildung als Herbart. Seiner Meinung nach sollte Soziologie nicht so sehr selbst gelehrt werden, sondern eher den Unterricht in Geschichte, Geographie und anderen Fächern beinflußen. Dörpfeld glaubte, daß Schulen selbstverwaltete Kommunen darstellen sollten, frei von der Kontrolle durch Kirche und Staat. Dörpfeld trat 1880 zurück und verbrachte seine letzten Jahre mit dem Schreiben. Sein wichtigstes Werk war "The Connection Between Thought and Memory". NN
Elisabeth Anna Freiin Droste zu Hülshoff wurde am 10. Januar 1797 auf dem Stammsitz der Familie, der Wasserburg Hülshoff bei Münster, geboren. Als Annette von Droste-Hülshoff 1838 ihr erstes Buch publizierte, traf es auf Spott oder Gleichgültigkeit; nur vierundsiebzig Exemplare wurden verkauft. Nur wenige, Freiligrath zum Beispiel oder Jakob Grimm, erkannten die Größe dieser Dichterin, die heute als die bedeutendste des 19. Jahrhunderts gilt. Im Sommer 1813 traf sie Wilhelm Grimm und ließ sich, wie so viele andere auch, von ihm dafür begeistern, an der Sammlung von Volksliedern und Märchen teilzunehmen; dort auch begegnete sie zum ersten Mal dem Stoff, aus dem ihr einzig vollendetes Prosawerk, "Die Judenbuche", entstehen sollte. Um 1834 setzte eine zweite kreative Phase ein _ in diesem Jahr vollendete sie die beiden Epen "Das Hospiz auf dem großen Sankt Bernhard" und "Des Arztes Vermächtnis". Im Zeichen ihrer westfälischen Heimat standen die nächsten Werke. 1837 begann sie die "Judenbuche", 1838 das Epos "Die Schlacht im Löner Bruch", 1839 schrieb sie den zweiten Teil des "Geistlichen Jahrs", religiöse Lyrik, die zu dem Schönsten und Tiefsinnigsten gehört, was das 19. Jahrhundert hervorgebracht hat. Als Durchbruch zur Lyrik kann ihr erster Meersburger Aufenthalt bezeichnet werden. Hier entstanden von Oktober 1841 bis April 1842 beinahe sechzig Gedichte. Am 24. Mai 1848 starb Annette von Droste-Hülshoff im Alter von 51 Jahren. BF
Johann Gustav Droysen, der am 6. Juli 1808 in Treptow, Böhmen, geboren wurde, war ein preussischer Historiker und Politiker. Als preussischer Patriot glaubte er, dass Deutschland unter der Führerschaft Preussens geeint werden müsste. Von 1835 bis 1840 war er Professor für klassische Philologie in Berlin und prägte den Begriff Hellinismus als Beschreibung der griechischen Vorherrschaft im Mittelmeerraum vom 4. - 1. Jahrhundert vor Christus. Droyson nahm an der 1848iger Revolution teil und war als Abgeordneter in der Frankfurter Paulskirche vertreten. Nachdem Friedrich Wilhelm IV. die deutsche Kaiserkrone abgelehnt hatte, verliess er enttäuscht die politische Bühne.1851 begann er die Geschichte der preussischen Politik zu schreiben. Als er 1884 starb war er bis zum Jahr 1756 in 14 Bänden gekommen.
Konrad Duden wurde am 3. Januar 1829 in Lackhausen bei Wesel geboren. Nach dem Abitur beginnt er das Studium der klassischen Philologie, Germanistik und Geschichte. 1854 bricht Duden seine dich an die Promotion anschließende Referendarszeit ab und geht einer Hauslehrerstelle in Genua nach. 1859 kehrt Duden nach Deutschland zurück und lehrt bis 1876 an Gymnasien. 1871 stellt Duden erstmals Regeln zur Rechtschreibung zusammen. 1872 veröffentlicht er sein Werk Die deutsche Rechtschreibung. Abhandlungen, Regeln und Wörterverzeichnis mit etymologischen Angaben. 1880 veröffentlichte Duden sein Hauptwerk Vollständige orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache und schafft dadurch eine Basis für eine einheitliche deutsche Rechtschreibung. 1902 wird sein Werk verbindlich für alle Bundesländer als Regelwerk erklärt. Österreich-Ungarn und die Schweiz schließen sich an. Seit der neunten Auflage erscheint das Wörterbuch unter dem Titel Duden. Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdwörter. Am 1. August 1911 stirbt Konrad Duden in Sonnenberg.
Albrecht Dürer wurde am 21.5.1471 in Nürnberg geboren. Er war Maler, Zeichner, Kupferstecher und Kunsttheoretiker. Berühmte Kunststücke dieses Renaissancekünstlers sind "Adam und Eva", "Anbetung der Könige", "Allerheiligenbild", und sein Selbstbildnis. Dürer ist am 6.4.1528 gestorben.
Der Schweizer Dramatiker und Erzähler Friedrich Dürrenmatt zählt zu den herausragendsten Vertretern der deutschen Gegenwartsdramatik. Duerrenmatt, am 5.1.1921 in Bern geboren, begriff die Komödie "...als einzig mögliche dramatische Form, heute das Tragische auszusagen". Zu seinen herausragendsten Werken sind "Der Besuch der alten Dame" (1956), "Grieche sucht Griechin" (1955) sowie "Die Ehe des Herrn Mississippi" (1957) zu zählen. Der Georg-Buechner-Preistraeger starb 1990.
Rudi Dutschke wurde am 7. März 1940 in Schönefeld geboren und starb am 24. Dezember 1979 in Aarhus. Seit 1961 Student der Soziologie, schloß er sich 1963 der "Subversiven Aktion" an, die später im Sozialistischen Deutschen Studentenbund aufging. Er organisierte Demonstrationen gegen die Große Koalition und entwickelte sich zu einem der führenden Köpfe eines antiautoritären Lagers innerhalb des Studentenbundes. 1968 wurde Dutschke angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Seit 1976 engagierte er sich wieder politisch in der Öffentlichkeit und setzte sich für die Grünen ein. Dutschke veröffentlichte unter anderem "Versuch, Lenin auf die Füße zu stellen" und "Mein langer Marsch".
Erzbischof Johannes Dyba wurde 1929 in Berlin geboren. Er studierte Philosophie und Rechtswissenschaft in Bamberg, an der Duke-Universität in den USA und in Heidelberg. Er promovierte in Heidelberg 1954. 1953 begann er seine theologischen Studien an der Universität Bonn. Er wurde 1959 zum Priester geweiht. Er wurde zum Studium des Kirchenrechts an der Lateran-Universität und zum Besuch der Papstlichen Diplomatenakademie nach Rom entsandt. Er promovierte zum Doktor des kanonischen Rechts 1962. Nach 1967 war er in den Apolstolischen Nuntiaturen in Buenos Aires, Den Haag, Kinshasa und Kairo tätig. 1979 wurde er zum Erzbiscof ernannt. Danach war er apostolischer Pronuntius in Liberia, Gambia, Guinea und Sierra Leone. 1983 wurde er zum Bischof von Fulda ernannt. Er war zugleich katholischer Militärbischof für die deutsche Bundeswehr. Er starb 2000 in Fulda.