Short Biographies of Noted Germans, Austrians and Swiss


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©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons

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Hermann Ebbinghaus wurde am 24. Januar 1850 in Barmen, Preußen geboren und starb am 26. Februar 1909 in Halle. Der Psychologe war ein Pionier in der Entwicklung experimenteller Methoden zur Messung von auswendig Lernen und Gedächtnis. Ebbinghaus unternahm Selbstversuche und dachte sich 2300 unsinnige Silben mit drei Buchstaben zur Messung der Bildung mentaler Verknüpfungen aus. Zusammen mit den strengen Kontrollfaktoren, die er entwickelt hatte und seiner peinlich genauen Behandlung der Daten brachte ihn diese Lernentdeckung zu der Schlußfolgerung, daß das Gedächtnis wohlgeordnet ist. Seine Entdeckungen, einschließlich der bekannten "Vergeßlichkeitskurve", wurden in "Über das Gedächtnis" beschrieben. Nach der Beendigung seiner Arbeit mit der Erinnerung, wendete sich Ebbinghaus der Erforschung der Farbensichtigkeit. 1890 gründete er zusammen mit dem Arzt Arthur König die "Zeitschrift für Psychologie und Physiologie der Sinnesorgane". In Verbindung mit einer Studie über mentale Kapazitäten der Schulkinder in Breslau, entwickelte Ebbinghaus einen Wort-Ergänzungs Test. Zur selben Zeit wurde der erste Teil von "Grundzüge der Psychologie", ein Werk, auf dem sein Ruf beruht, veröffentlicht. An der Universität Halle schrieb er ein noch bekannteres Werk, "Abriß der Psychologie". Ebbinghaus' Forschung zeigte, daß im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung, wissenschaftliche Methoden für das Studium höherer Gedankenprozesse angewandt werden können. NN

Der Politiker Friedrich Ebert wurde am 4. Februar 1871 in Heidelberg geboren und starb am 28. Februar 1925 in Berlin. Seit 1912 war Ebert Mitglied des Reichstages und von 1913-1919 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei. Im 1. Weltkrieg setzte sich Ebert für Burgfrieden und Landesverteidigung ein und trat für innere Reformen und einen Verständigungsfrieden auf. Beim Ausbruch der Novemberrevolution in Deutschland, die Ebert zu verhindern versuchte, übergar ihm Prinz Max von Baden am 9. November 1918 das Amt des Reichskanzlers. Am 10.11.1918 übernahm Ebert den Vorsitz im Rat der Volksbeauftragten und schloß einen Pakt mit General Groener, welcher zur Basis der antirevolutionären Ordnungspolitik wurde. Als Reichspräsident (1919-1925) trug Ebert zur relativen Stabilisierung des krisengeschüttelten Landes bei, wobei er aber auf eine Republikanisierung von Heer und Verwaltung verzichtete. Eberts letzten Amtsjahre waren besonders von Hetzerei und Diffamierung politischer Rechtskreise überschattet.

Der deutsche Luftfahrtsingenieur Hugo Eckener wurde am 10. August 1868 in Flensburg geboren und starb am 14. August 1954 in Friedrichshafen. Eckener war der Kommandeur des ersten Leichtflugzeuges, das um die Welt flog. Er arbeitete für Zeppelin und trainierte während des 1. Weltkrieges Flugzeugpiloten. Eckener kommandierte das Luftschiff ZR-3, später Los Angeles genannt, auf seinem Flug über den Atlantik und ebenso das Luftschiff Graf Zeppelin auf seinem Flug um die Welt.

Bischof Franz Xaver Eder wurde 1925 in Pfarrkirchen geboren. Er ist der 83. Bischof von Passau. Er wurde 1984 zum Bischof errnannt.

Bischof Dr. Georg Eder wurde am 6. März 1928 in Mattsee (Salzburg) geboren. Er wurde 1956 zum Priester geweiht. Er wurde 1988 vom Dom- und Metropolitankapitel von Salzburg zum Erzbischof von Salzburg gewählt und von Papst Johannes Paul II 1989 bestätigt.

Christian, Freiherr von Ehrenfels wurde am 20. Juni 1859 in Rodaun, Österreich, geboren und starb am 8. September 1932 in Lichtenau. Er arbeitete u.a in Prag als außerordentlicher Professor der Philosophy. Sein Artikel “Über Gestaltsqualitäten” bedeutete die Einführung des Wortes “Gestalt” in die Psychologie. Ein weiteres Vorreiterwerk ist das “System der Werttheorie”. In diesem betrachtet er das Wertkonzept von der Seite der Psychologie als eine Funktion des Wunsches. Andere Werke sind z.B. “Grundbegriffe der Ethik”, “Sexualethik”, “Kosmogonie” und “Die Religion der Zukunft”.

Paul Ehrlich wurde am 14. März 1854 in Strehlen, Schlesien geboren und starb am 20. August 1915 in Bad Homburg vor der Höhe. Er war Wissenschaftler der Medizin und für seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Hämatologie, Immunologie und Chemotherapie sowie die Entdeckung der ersten effektiven Behandlung gegen Syphilis bekannt. Gemeinsam mit Élie Metchnikoff erhielt er 1908 den Nobelpreis für Medizin. Er entwickelte verschiedene neue medizinische Techniken und Methoden. Zwischen 1879 und 1883 veröffentlichte Ehrlich 37 wissenschaftliche Beiträge, unter anderem "The Requirement of the Organism for Oxygen." Während seiner Forschung auf dem Gebiet der Immunität, entwickelte Ehrlich die Arbeitshypothese der Seitenkettentheorie, gemäß der jede Zelle ein lebensnotwendiges Zentrum eiweißhaltiger Substanzen und eine Serie von Seitenketten oder Rezeptoren hat, die Nährstoffe sowie bestimmte giftige Substanzen absorbieren und aufnehmen. Ehrlich entwickelte eine Methode, mit der die Effektivität eines Serums gemessen werden kann. Diese wurde weltweit für die Standardisierung des Diphterie Impfstoffs angenommen. Die Erkenntnis, daß viele Infektionskrankheiten, besonders die durch Protozoon verursachten, nicht auf eine Behandlung mit Serum reagierten, markierte die Geburt der Chemotherapie. Sein erster Test 1910 mit einem Serum gegen Syphilis war überraschenderweise erfolgreich bei der Behandlung einer ganzen Bandbreite der Krankheit. Ehrlich erhielt zahlreiche Ehrungen, unter anderem den Ehrendoktortitel der Universitäten von Oxford, Chicago und Athen sowie eine Ehrenbürgerschaft von Frankfurt am Main. NN

Adolf Eichmann wurde am 19. März 1906 in Solingen geboren. 1932 trat er der geheimen Nazipartei in Österreich bei und wurde Mitglied Heinrich Himmler's SS Elitetruppe. Eichinger stieg stetig in der SS Hierarchie auf und wurde nach der Annexion Österreichs nach Wien geschickt, um die Stadt von Juden zu befreien. Später wurde er mit dem gleichen Auftrag nach Prag geschickt. Eichmann wurde beauftragt, Vorbereitungen für die engültige Lösung der Judenfrage zu treffen. Nach dem Krieg wurde Eichmann festgenommen, konnte jedoch flüchten. Später wurde er in Argentinien erneut vom Israelischen Sicherheitsdienst festgenommen und am 31. Mai 1962 erhängt.

Der deutsche Gelehrte Walther Eichrodt wurde am 1. August 1890 in Gernsbach geboren und starb am 20. Mai 1978 in Basel. Er zeigte die Wichtigkeit des Verständnisses der Theologie des Alten Testaments für biblische Studien. Nachdem Eichrodt Theologie in Bethel, Greifswald, Heidelberg und Erlangen studierte, lehrte er in Ethel und Erlangen und wurde Professor des Alten Testaments an der Universität Basel. Sein Hauptwerk “Theologie des Alten Testaments” kennzeichnete die neue Epoche in Studien des Alten Testaments. Weitere Werke sind “Die Quellen der Genesis”, “Die Hoffnung des ewigen Friedens im alten Israel” und “Das Menschenverständnis des Alten Testaments”.

Albert Einstein wurde am 14. März in Ulm geboren. Einstein ist der Entdecker der Relativitaetstheorie sowie der Feldtheorie, in welcher er eine gemeinsame Fassung für die Gravitation und elektromagnetische Felder fand. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen verließ Einstein Deutschland und ging nach Amerika. In den USA arbeitete er als Professor an der Princeton University. Für seine Entdeckungen wurde Albert Einstein der Physik-Nobelpreis verliehen. Er starb 1955 in Princeton.

E=mc2

Alfred Einstein wurde am 30. Dezember 1880 in München geboren und starb am 13. Februar 1952 in El Cerrito, USA. Er war ein hervorragender deutsch-amerikanischer Musikologe und Kritiker. Einstein beendete sein Doktorat in Musikologie und Komposition an der Universität München. Als erster Herausgeber der “Zeitschrift für Musikwissenschaft” hielt er eine Position mit beträchtlicher Autorität auf diesem Gebiet inne. Von 1927 bis 1933 war er Musikkritiker für das “Berliner Tageblatt”. Nach der Machtübernahme der Nazis, siedelte er zuerst nach London und dann in die Nähe von Florenz um. 1939 ging er in die USA und unterrichtete Musik bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1950. Seine Werke beinhalteten “Geschichte der Musik” und zahlreiche wertvolle Schriften für die Publikationen der Internationalen Musikgesellschaft. Einstein war ein geübter Redakteur und bearbeitete Riemanns “Musik Lexicon” sowie Köchels Katalog von Mozarts Werken und produzierte neue Ausgaben von Mozarts letzten 10 Streichquartetten sowie eine Biographie , “Mozart, sein Character, seine Werke”. “The Italian Madrigal”, das erste umfangreiche Studium dieses Gebietes, wird als sein wichtigstes Werk betrachtet. NN

Alfred Eisenstädt wurde am 6. Dezember 1898 in Dirschau, im heutigen Polen geboren. Er starb am 24. August 1995 im Alter von 96 Jahren. Während der Erholungsphase von seinen Verletztungen, die er sich im 1. Weltkrieg zugezogen hatte, entwickelte sich sein Interesse für die Fotografie. Er wurde von den Arbeiten Martin Munkascis und Erich Salomons beeinflußt. Er arbeitete für Pacific and Atlantic Photos, portraitierte Staatsmänner und bekannte Schauspieler ebenso wie soziale Ereignisse. Nach der Machtergreifung durch die Nazis emigrierte Eisenstädt nach Amerika. Dort arbeitete er für das Life-Magazin und wurde einer der wichtigsten Fotografen Amerikas und wird als Vater des Fotojournalismus angesehen.

Clara Zetkin wurde am 5. Juli 1857 als Clara Eissner in Wiederau geboren. Sie studierte am Leipziger Lehrerkolleg, als sie ihre ersten Kontakte mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands knüpfte. Sie nahm der 2. Sozialistischen Internationalen teil und war Herausgeberin der sozialistischen Frauenzeitschrift Die Gleichheit (1892-1917). Clara Zetkin war mit Lenin und Rosa Luxemburg befreundet und Mitbegründerin des Spartakusbundes (1916), einer radikalen kommunistischen Partei in Deutschland. Sie war im Zentralkommitee der 1919 gründeten kommunistischen Partei und war seit 1920 Abgeordnete im Reichstag. Ebenso wurde sie in das Präsidium der 3. Internationalen (1921) gewählt und verbrachte mehr und mehr Zeit in Moskau. Nach Lenins Tod 1924 verlor sie allerdings den grössten Teil ihres Einflusses. Sie starb 1933 in Arkhangelskoye in der UdSSR.

St. Elisabeth von Thüringen (1207 – 1231) St. Elisabeth wurde 1207 in Ungarn geboren. Im Alter von 4 Jahren wurde sie mit dem 11 jährigen Sohn vom Herzog von Thüringen verlobt. Sie wurde nach Thüringen geschickt um als Deutsche ausgebildet zu werden. Dies war eine Vorbereitung auf die eines Tages bevorstehende Hochzeit. Aber Hermann, ihr Verlobter, starb im Jahr 1216. Elisabeth wurde zurück nach Ungarn geschickt. Der neue Herzog von Thüringen, Ludwig, hatte sich in sie verliebt und im Jahr 1221 wurden sie verheiratet. Elisabeth widmete ihre ganze Energie den Kranken, besonders den Leprakranken. In der Zeit der Hungersnot im Jahr 1226, fütterte sie das Volk, und viele Legenden werden erzählt die von ihren Wundern berichten. Ludwig nahm am 5. Kreuzzug als Mitglied des deutschen Ordens teil, wo er erkrankte und dann starb. Nachdem Tod ihres Mannes verließ sie die Wartburg und wohnte bei ihrem Onkel, der Bischof von Würzburg. Später verließ sie auch diese Stätte und lebte in Armut um Kranken im Krankenhaus zu helfen. Am 17. November 1231 starb sie, und St. Elisabeth wurde 1235 durch Papst Gregor IX. heilig gesprochen. Im Jahr 1236 begann der Bau der St. Elisabeth Kirche in Marburg, wohin ihre Überreste gebracht wurden. Diese Kirche wurde bald eines der beliebtesten Wallfahrtsstätten dieser Zeit. Sie ist auch heute noch eine sehr bekannte Heilige, ihr Gedenktag ist am 17. November.

Jacob Israel Emden wurde am 4. Juni 1697 in Altona, im heutigen Dänemark geboren. Er starb am 19. April 1776 ebenfalls in Altona. Emden war Gelehrter des Talmud, des rabbinischen Handbuch des Rechts. Er war Rabbi und arbeitete für vier Jahre in Emden. Zurück in Altona errichtete er seine eigene Synagoge und Presse. Emden geriet in Streit mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde, insbesondere Jonathan Eybeschütz, einem Rabbi von großer Popularität über ein Amulett mit der Inschrift eines jüdischen Gebets. Dieser Streit war der Beginn eines langen, oft gewalttätigen Zanks.

Ursula Engelen-Kefer. Am 20. Juni 1943 in Prag geboren, schloß sie 1967 ihr Studium der Volkswirtschaftslehre mit einer Dissertation über Arbeitsmarktprobleme in den USA ab. Anschließend lebte sie in New York, von wo sie auch als freie Journalistin über Wirtschafts- und Sozialprobleme berichtete. 1970 trat Ursula Engelen-Kefer in die HBV ein. Nachdem sie bereits einige Jahre im Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Institut des DGB tätig war, wechselte sie 1974 als Referatsleiterin für Internationale Sozialpolitik in den DGB-Bundesvorstand. Etwa zur gleichen Zeit brach sie auch zu Europäischen Ufern auf: Sie arbeitete in verschieden Gremien der Europäischen Gemeinschaft, seit 1978 vor allem als Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EU. Seit 1978 arbeitete sie auch im Vorstand der Bundesanstalt für Arbeit, deren Vizepräsidentin sie 1984 wurde. Auf dem 15. Ordentlichen Bundeskongreß in Berlin wurde Ursula Engelen-Kefer mit 437 Stimmen (75,7 Prozent) als stellvertretende DGB-Vorsitzende in ihrem Amt bestätigt. Arbeitsmarktpolitik, nationale und internationale Sozialpolitik, Frauenpolitik, Arbeits-, Sozial- und Mitbestimmungsrecht sowie der Rechtsschutz umfaßt ihr Aufgabengebiet. Sie ist im In- und Ausland als kompetente und engagierte Expertin gefragt.

Friedrich Engels wurde am 28. November in Wuppertal geboren. Zusammen mit Karl Marx schrieb er das Manifest der Kommunistischen Partei im Jahre 1848. Marx und Engels arbeiteten jahrelang zusammen und entwickelten die Theorie des Kommunismus. Sie nannten das von ihnen entworfenen System den "Wissenschaftlichen Sozialismus". Diese Theorie war die Basis der ökonomischen Theorien der früheren sozialistischen Staaten.

St. Erhard von Regensburg (8. Jahrhundert)

Es wird angenommen, daß St. Erhard im östlichen Frankreich geboren wurde und auf einer Mission nach Deutschland kam. Es ist nicht viel über sein Leben übermittelt worden, aber es gibt Beweise dafür, daß er einige Zeit in Trier verbracht hat und mit dem Erzbischof dort zusammen gearbeitet hat. Er hat auch einige Zeit in Regensburg verbracht, wo er Erzbischof geworden ist. Mittelalterliche Dokumente schreiben ihm Wunder zu. Seine Designation als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus, aber Schriften aus dieser Zeit berichten, daß er durch Papst Leo IX. in der Anwesenheit von Kaiser Heinrich III. im Jahr 1052 zum Heiligen gesprochen wurde. Sein Gedenktag ist am 8. Januar und seine Relikten sind in der Pfarrgemeinde von Neidemunster aufbewahrt.

Der deutsche Politiker Ludwig Erhard (CDU) lebte vom 4.2.1897-5.5.1977. Nach dem Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre war Erhard seit 1928 wissenschaftlich in Nuernberg tätig. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er im März 1948 zum Direktor der “Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets” ernannt und bereitete in dieser Position die Währungsreform am 20. Juni 1948 vor, mit welcher die Zwangswirtschaft in Westdeutschland beendet wurde. Erhard gilt heute als “Vater des Wirtschaftswunders”. Als Mitglied des Bundestages und Wirtschaftsminister (bis 1963) bestimmte Ludwig Erhard wesentlich den wirtschaftlichen Wiederaufstieg der Bundesrepublik Deutschland.

Richard R. Ernst wurde am 14. August 1933 in Winterthur geboren. Der schweizer Forscher und Lehrer trug wesentlich zur Anwendung der Nuklearen Kernspinresonanz Spektroskopie bei. Durch seine Verbesserungen entwickelte sich die Technik zu einem grundlegenden Werkzeug in der Chemie und ebenso in anderen Wissenschaften. Für sein Werk erhielt er 1991 den Nobelpreis für Chemie.

Friedrich von Esmarch wurde am 9. Januar 1823 in Tönning, Schleswig-Holstein geboren und starb am 23. Februar 1908 in Kiel. Der Chirurg ist bestens für seinen Beitrag zur militärischen Chirurgie, einschließlich der Einführung des 1. Hilfe Verbandes auf dem Schlachtfeld, bekannt. Esmarch studierte Medizin in Kiel und Göttingen. Im Anschluß an die Beendigung seines Studiums wurde er als Kriegschirurg in den Krieg mit Dänemark, während dem er von den Dänen gefangengenommen wurde, verwickelt. Nach dem Krieg kehrte er nach Kiel zurück, wo er Professor für Chirurgie wurde. Weiteren militärischen Dienst verrichtete er in der preußischen Armee gegen Dänemark, Österreich und Frankreich. Esmarch schrieb ein Handbuch über Techniken der Militärchirurgie und organisierte Training in 1. Hilfe für Zivilisten und Kriegspersonal. Seine Handbücher über 1. Hilfe waren die besten auf ihrem Gebiet und wurden weitgehend verwendet. 1887 erhielt er vom deutschen Kaiser einen Adelstitel. NN