Short Biographies of Noted Germans, Austrians and Swiss


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©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons

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Hans-Georg Gadamer wurde am 11. Februar 1900 in Marburg geboren. Er studierte in Marburg, Freiburg und München und promovierte in Marburg. Er habilitierte bei Martin Heidegger in Freiburg. 1939-1947 war er Professor in Leipzig. 1946 nannten ihn die Russen Rektor. 1947-1949 war er Professor an der Universität Frankfurt und seit 1949 an der Universität Heidelberg. Seine Hauptarbeit war im Bereich der philosophischen Hermeneutik. Unter seinen Büchern sind Wahrheit und Methode (1960), und Kleine Schriften (1967)

Wilhelm Heinrich August, Freiherr von Gagern wurde am 20. August 1799 in Bayreuth geboren und starb am 22. Mai 1880 in Darmstadt. Der liberale anti-Österreich Politiker war Präsident der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 bis 1849. Er war einer der führenden Vertreter der Kleindeutsch Lösung zur Vereinigung Deutschlands vor und während der Revolution 1848. Von Gagern war wesentlich an der Gründung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft beteiligt, eine Studentenorganisation, die der Einigung Deutschlands gewidmet war.

Kardinal Clemens August Graf von Galen wurde am 16. März 1878 geboren. Sein Vater war Zentrumsabgeordneter. Er studierte Theologie in Innsbruck und Münster. Er wurde 1904 zum Priester geweiht. 1933 wurde er zum Bischof von Münster ernannt. Als Bischof kritisierte er die NS Politik vor allem die Rassenpolitik öffentlich und mehrmals. Er nahm an der Vorbereitung und Verbreitung der Enzyklika "Mit brennender Sorge" teil. 1946 wurde er zum Kardinal ernannt. Er starb am 22. März, 1946.

Der Geburtstag des deutschen Astronoms Johann Gottfried Galle ist am 9.Juni 1812. Er studierte die Ringe des Saturn und schlug eine Methode vor, mit der der Maßstab des Sonnensystems, mittels Beobachtung der Parallaxe von Asteoriden, gemessen werde könnte. Sein größter Erfolg jedoch war die Entdeckung des Planeten Neptun. Galle starb am 10.Juli 1910 in Potsdam.

Seliger Jakob Gapp (1897 — 1943) Jakob Gapp wurde im Jahr 1897 in Wattens in Österreich geboren. Er war ein Soldat im Ersten Weltkrieg, er trat dem Marianisten Orden im Jahr 1921 bei und wurde 1930 zum Priester geweiht. Er war der Direktor der religiösen Schulausbildung für die Schulen der Marianisten. Als die Nazis an die Macht kamen, sah er einen Konflikt zwischen der Nazi Ideologie und dem Christentum und sprach sich gegen sie aus. Im Jahr 1933 haben ihm die Nazis verboten, weiterhin Religion zu unterrichten. Gapp sprach sich aber weiterhin gegen die Nazis aus und mußte wegen dem immer größeren Druck nach Spanien fliehen. Als er Frankreich im Jahr 1942 besuchte, verhaftete ihn die Gestapo. Am 13. August 1943 wurde er mit dem Fallbeil hingerichtet. Er wurde von Papst Johannes Paul II. 1996 selig gesprochen.

Der deutsche Anatom Karl Gegenbaur wurde am 21. August 1826 in Würzburg geboren und starb am 14. Juni 1903 in Heidelberg. Er zeigte, daß das Gebiet der vergleichenden Anatomie wichtige Beweise in der Unterstützung der evolutionären Theorie bietet. Gegenbaur unterstützte die Theorie der organischen Evolution von Charles Darwin. Sein "Grundzüge der vergleichenden Anatomie" wurde das Standardbuch der evolutionären Formenlehre. Er betonte, daß strukturelle Gleichheiten in unterschiedlichen Tieren wesentliche Hinweise auf ihre evolutionäre Geschichte geben.

Hans Geiger wurde am 10. September 1882 in Neustadt an der Haardt geboren und starb am 24. September 1945 in Potsdam. Er war Physiker und führte den ersten erfolgreichen Anzeiger (den Geigerzähler) individueller alpha-Teilchen und anderer ionisierender Strahlungen ein. Geiger erhielt seinen Doktortitel 1906 an der Universität Erlangen und kurz darauf schloß er sich der Belegschaft der Universität von Manchester an, wo er einer der wertvollsten Mitarbeiter von Ernest Rutherford war. In Manchester entwickelte Geiger die erste Version des Teilchen-Zählers und verwendete ihn und andere Strahlungsanzeiger in Experimenten, die zur Identifikation der alpha-Teilchen als Kern des Heliumatoms führten. Er korrigierte Rutherford's Annahme, daß der Kern in jedem Atom ein sehr kleines Volumen im Zentrum einnimmt. 1912 ging Geiger zur Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin, wo er seine Studien über die Struktur der Atome fortführte. Später akzeptierte er seine erste Lehrstelle an der Universität in Kiel. Dort verbesserte er zusammen mit Walther Müller die Empfindlichkeit, Leistung und Haltbarkeit des Teilchen-Zählers. Der Geiger-Müller Zähler zeigt nicht nur alpha- sondern auch beta-Teilchen (Elektronen) sowie ionisierende elektromagnetische Photonen. 1929 nahm Geiger eine Stelle an der Universität Tübingen an. Dort beobachtete er zum ersten mal einen kosmischen Strahlenschauer. Er führte seine Untersuchungen an kosmischen Strahlen, künstlicher Radioaktivität und Kernspaltungen fort, nachdem er eine Stelle an der Technischen Hochschule in Berlin akzeptierte, die er bis zu seinem Tod inne hielt.

Rudolf Oskar Geiger wurde am 24. August 1894 in Erlangen geboren. Der deutsche Meterologe war einer der Gründer der Mikroklimatologie, der Studien klimatischer Bedingungen innerhalb einiger Meter über der Oberfläche. Seine Beobachtungen, die er über Gras- und Getreidefeldern sowie unter der Waldspitze machte, zeigten die komplexen und feinen Interaktionen zwischen Vegetation und Hitze, Strahlung sowie Wasserstand von Luft und Boden. Geiger veröffentlichte seine Beobachtungen in Das Klima der bodennahen Luftschicht. Er starb im Jahre 1981.

Johannes von Geissel(1796-1864) Johannes von Geissel wurde am 5.2.1796 in Bimmeldingen. Er wurde 1818 zum Priester geweiht. Er wurde 1837 zum Bishof geweiht. Er war 1837 bis 1846 der Bischof von Speyer. 1846 wurde er zum Bischof von Köln ernannt. Geissel rief alle Bischöfe Deutschlands 1848 in Würzburg zusammen. Das war die erste Bischofskonferenz Deutschlands. 1842 legte Geissel den Grundstein für den Weiterbau des Kölner Doms. 1863 war der Dom bis auf die Türme vollständig ausgebaut.

Christian Fürchtegott Gellert wurde am 4. Juli 1715 in Hainichen geboren und starb am 13. Dezember 1769 in Leipzig. Der Dichter und Romanschriftsteller war ein bedeutender Vertreter der deutschen Aufklärung. Seine Werke waren für eine bestimmte Zeit sehr populär, zweitrangig nur zur Bibel. Gellert war bekannt für seine "Fabeln und Erzählungen", eine Sammlung realistischer Fabeln und moralisierender Erzählungen, hervorstechend durch ihre Direktheit und Einfachheit. Gleichsam bekannt war "Geistliche Oden und Lieder" sowie "Das Leben der schwedischen Gräfin von G."

Georg I wurde am 28. Mai 1660 in Osnabrück geboren und starb am 11. Juni 1727 in seiner Geburtsstadt. Er war Wahlmann von Hannover von 1698 bis 1727 und erster Hannoveranerkönig von Großbritannien. Georg I zog die Aufmerksamkeit vieler Engländer auf sich, als er im Krieg um die spanische Erbfolge gegen die Franzosen kämpfte. Nach dem Tod von Königin Anne wurde ihm die Macht übergeben. Die schlechte Behandlung seiner Ehefrau sowie andere Ereignisse verschafften ihm keine große Popularität in England. Da er kein Englisch sprach, traf er sich mit seinen Ministern privat und reduzierte somit die Wichtigkeit des Kabinettes. Er formte eine Allianz mit Frankreich, hatte jedoch Probleme, seine Politik im eigenen Land durchzusetzen.

Stefan George wurde am 12. Juli 1868 geboren. Mit seinen Gedichten wollte er eine neue bessere Art Menschen erziehen. George glaubte, seine Zeit sei eine Welt der Vermassung, Mechanisirung und Verhäßlichung hineingestellt. Er strebte nach Schönheit. Sein Ziel war eine ästhetische Erziehung in der Nachfolge Nietzsches. Einige Titel von George sind Das Jahr der Seele, Der siebente Ring, und Traum und Tod.

Hans Dietrich Genscher wurde am 21. März 1927 geboren. Genscher übernahm kurz nach dem II. Weltkrieg den Vorsitz der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Deutschland. Genscher war unter verschiedenen Regierungen über viele Jahre Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, wobei er sich als international anerkannter Politiker präsentierte. Hans Dietrich Genscher zog sich vor 2 Jahren aus dem aktuellen politischen Geschehen zurück.

Der Geburtstag von Stefan George ist am 12. Juli 1868. Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte. Er gründete seine eigene Literaturschule, den George-Kreis, der von seiner authoritären Persönlichkeit zusammengehalten wurde. Georges Ziel war es eine neue Klassik in Deutschland zum Leben zu erwecken. Seine Ideen, die gegen Naturalismus und Materialismus gerichtet waren und dem Humanismus basierten, schienen auf Grund seines Glauben an die seine Überlegenheit mit den Ideen des Nationalsozialismus konform zu sein. Doch George lehnte diese Ideologie ab und ging ins selbstgewählte Exil in die Schweiz, wo er auch 1933 starb.

Selige Maria Theresia Gerhardinger (1797 — 1879) Selig gesprochene Maria Theresia Gerhardinger wurde im Jahr 1797 in Regensburg geboren. Sie war Lehrerin in Regensburg bis zum Jahr 1833, und mit der Unterstützung des Bischofs gründete sie den Orden ,,Arme Schulschwestern Unserer Lieben Frau". Die Hauptaufgabe bestand in der Ausbildung von Mädchen, und sie war die Direktorin des Ordens bis zu ihrem Tod im Jahr 1879. 1843 wurde das Haupthaus nach München verlegt, als König Ludwig I. ein Grundstück gespendet hatte. Der Orden verbreitete sich schnell in ganz Europa und wurde im Jahr 1847 auch in die USA gebracht. Später verbreitete sich der Orden auch nach Süd Amerika und nach Asien, heute sind mehr als 5000 Mitglieder in diesem Orden. Das Hauptquartier ist heute in Rom. Maria Theresia Gerhardinger wurde im Jahr 1985 durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Die Internet Seite des Ordens in Nordamerika lautet: , und in Deutschland .

Der deutsche Physiker Walther Gerlach wurde am 1. August 1889 in Biebrich am Rhein geboren und starb am 10. August 1979 in München. Gerlach ist vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Otto Stern an der Ablenkung des Atoms in einem ungleichartigen magnetischen Feld bekannt. Er studierte in Tübingen und kehrte später als Professor für Physik dorthin zurück. Neben dem Stern-Gerlach Experiment arbeitete Gerlach auf den Gebieten der Strahlung, Spektroskopie und Quantentheorie. Sein Werk beinhaltet unter anderem Veröffentlichungen wie "Grundlagen der Quantentheorie", "Magnetismus" und " Humaniora und Natur".

Der in Österreich geborene Amerikaner Rudi Gernreich wurde am 8. August 1922 in Wien geboren und starb am 21. April 1985 in Los Angeles. Gernreich war Modedesigner der Avantgarde der 60er Jahre. Er wanderte 1938 in die USA aus und war von 1942 bis 1948 Tänzer und Kostümdesigner der Lester Horton Modern Dance Troupe. 1960 gründete er sein eigenes Unternehmen, die Rudi Gernreich Inc., arbeitete jedoch weiterhin für andere Produzenten. Gernreichs Designs waren eine Alternative zum konservativen Stil der dominierenden Pariser Modehäuser.

Der anakreonische Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim wurde am 2. April 1719 in Ermsleben geboren und starb am 18. Februar 1803 in Halberstadt. Gleim studierte Jura in Halle und wurde Sekretär des Fürsten Leopold von Dessau und Wilhelm von Brandenburg-Schwedt. Er wurde "Vater Gleim" genannt, wegen seiner Großzügigkeit gegenüber jungen Dichtern. Gleim schrieb Imitationen von Anakreon, Horace und den Minnesängern, unter anderem "Halladat oder das rote Buch" und "Preußische Kriegslieder von einem Grenadier".

Christoph Willibald Ritter von Gluck der Vater der deutschen Oper wurde am 2. Juli 1714 in Erasbach bei Berching geboren. Ab 1752 lebte er in Wien. Wichtige Opern von Gluck sind "Orfeo ed Euridice" (1762), "Alceste" (1767), "Paride ed Elena" (1770) und "Iphigenie en Tauride" (1779). Gluck ersetzte die statisch angelegten Solarie durch frei komponierte Szenen. Er führte auch Chorszenen ein. Dieser Meister starb 1787 in Wien.

St. Goar (ca. 495 — 575) St. Goar wurde in Auitaine in Frankreich im Jahr 585 geboren und wurde Priester. Er war entschlossen, sein Leben isoliert im Gebet zu verbringen, und im Jahr 618 fand er den geeigneten Platz bei Oberwesel in der Nähe von Trier. Seine Heiligkeit wurde schnell bekannt, und so wurde seine Isolierung durch Wallfahrer gestört. Er gab diesen Wallfahrern fromme Ratschläge und wurde so noch bekannter und noch öfter aufgesucht. Es wird berichtet, daß der Bischof von Metz ihm die Position als Bischof von Trier anbot. Er lehnte dieses Angebot jedoch ab, um sich seinem Leben in Isolierung und Gebet wieder zuwenden zu können. Er starb im Jahr 575, und die Stadt am Rhein, St. Goar, ist nach ihm benannt. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. Sein Gedenktag ist am 6. Juli.

Joseph Goebbels wurde am 29. Oktober 1897 in Rheydt geboren. Er war Propagandaminister für das Dritte Reich unter Adolf Hitler. Goebbels wird dafür verantwortlich gemacht, ein positives Image des Naziregimes verbreitet zu haben. Er erhielt seinen Doktortitel für Sprachwissenschaften in Heidelberg und engagierte sich in Literatur, Schauspiel und Journalismus. Später trat er der NSDAP bei und wurde Bezirksverwalter und Herausgeber des Nationalsozialistischen Magazins. Nach Hitlers Machtübernahme wurde Goebbels zum Propagandadirektor der NSDAP für ganz Deutschland ernannt. In seinem Posten als Präsident der Kulturkammer kontrollierte er Presse, Theater, Literatur und die Musik. Am 1. Mai 1945 nahm sich Goebbels zusammen mit seiner Frau und den sechs Kindern im Berliner Bunker das Leben. Am Tag zuvor war er von Hitler zum Reichskanzler ernannt worden.

Der Geburtstag Karl Friedrich Goerdeler's ist der 31. Juli 1884. Der konservative Deutsche war Kommunalverwalter und eine prominente Figur in der Widerstandsbewegung sowie Beteiligter am erfolglosen Putsch gegen Adolf Hitler. Von 1930 bis 1937 war Goerdeler Bürgermeister von Leipzig. Nachdem der Putsch gegen Hitler fehlschlug, wurde Goerdeler 1944 festgenommen und am 2. Februar 1945 hingerichtet.

Hermann Göring wurde am 12. Januar 1893 in Rosenheim geboren. Göring war einer der grundlegenden Architekten des Nazistaates in Deutschland. Er diente im 1. Weltkrieg und trat der Luftwaffe bei. 1922 trat er in die Nationalsozialistische Arbeiterpartei ein und wurde Kommandant der SA, Hitler's Sturmabteilung. Er wurde 1932 zum Reichstagspräsidenten ernannt, nachdem die Nazis 230 Sitze gewonnen hatten. In seiner Position als Innenminister von Preußen errichtete er die Gestapo sowie Konzentrationslager. 1940 verlieh ihm Hitler den speziellen Rang eines Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches. Göring wurde nach dem Krieg zum Tod durch Erhängen verurteilt, vergiftete sich jedoch vor der Urteilsvollstreckung.

Johann Wolfgang von Goethe ist wohl der größte Dichter/Denker in der deutschen Literaturgeschichte. In der deutschen Literatur hält Goethe einen Rang dem Shakespeares ähnlich in der englischen Literatur. Das bekannteste Buch Goethes ist wohl das Drama, Faust. Weitere bedeutende Werke sind das Gedicht "Der Erlkönig", der Roman, Die Leiden des Jungen Werthers. und die Dramen, Egmont, Iphegenia auf Tauris, und Götz von Berlichingen. Goethe wurde in Frankfurt am Main geboren und zwar am 28. August 1749. Er starb in Weimar 1832. Goethe war weitgehend das Zentrum der "Weimarer Klassik".

Maria Goeppert-Mayer wurde am 28. Juni 1906 in Kattowitz, Deutschland, geboren. Sie promovierte 1930 von der Universität Göttingen und heiratete den amerikanischen Physiker Joseph E. Mayer. Sie arbeitete 1945 an der Spaltung von Uran-Isotopen für die Atombombe. 1949 formulierte sie ihre Theorie über die nukleare Schalenstruktur, die sie zusammen mit J. Hans Daniel Jensen in dem Buch Elementary Theory of Nuclear Shell Structure (1955) formulierte. Beide herhielten dafür zusammen mit Eugene P. Wigner 1963 den Nobelpreis für Physik. Goeppert-Mayer starb am 20. Februar 1972 in San Diego, Californien.

Colmar, Baron von der Goltz wurde am 12. August 1843 in der Nähe von Labiau geboren und starb am 19. April 1916 in Bagdad, Irak. Er war preußischer Soldat, Militärlehrer, Schriftsteller und deutscher Imperialfeldmarschall. Von der Goltz organisierte die türkische Armee neu und diente als Oberbefehlshaber in der türkischen Armee gegen die Briten. Offiziellen Reporten zugrunde starb Goltz an Typhus, es wird jedoch gesagt, daß er von revolutionären Türken vergiftet wurde. Unter seinen Militärschriften befindet sich der Klassiker "Das Volk in Waffen".

St. Gotthard von Hildesheim (ca. 960 — 1038) St. Gotthard wurde in Reichersdorf in Bayern im Jahr 960 geboren. Er wurde in der Schule des Benediktinerordens in Niederaltaich in Bayern ausgebildet, und wurde in Salzburg in Österreich weiter geschult. Er trat dem Benediktinerorden in Niederaltaich bei und wurde im Jahr 996 der Abt dort. Er war ein starker Verteidiger der kluniazensische Reformen und dies führte zu der Reform des Klosters in Hersfeld. Er arbeitete weiter daran, andere Kloster zu reformieren. Im Jahr 1022 wurde er der Bischof in Hildesheim, und während seines Lebens baute er 30 Kirchen. Er wurde durch Papst Innozenz II. im Jahr 1131 heilig gesprochen. Sein Gedenktag ist am 4. Mai, und seine Überreste werden im Benediktinerorden in Hildesheim aufbewahrt. St. Gotthard starb am 4. Mai 1038, und er St. Gotthard Paß in den Alpen ist nach ihm benannt worden.

Jeremias Gotthelf eigentlich Albert Bitzius, wurde am 4.10.1797 in Murten/Katon Freiburg geboren und starb am 22.10.1854 in Lützelflüh/Kanton Bern. Er war Erzähler und Romancier. Seine Werke beschrieb Gotthelf die Tugenden der Landbevölkerung Berns und verteidigte das traditionelle Kirchen- und Familienleben. Gotthelf studierte Theologie in Bern und Göttingen und nahm an politschen Aktivitäten teil, die die Herrschaft der Aristokratie beendeten. Gotthelf war zunächst auf der Ebene des Erziehungs- und Armenwesens energisch bemüht, die allgemeine Volksschule durchzusetzen. In die Zeit nach 1834 fallen seine schriftstellerisch-publizistischen Anfänge. Seinem "Der Bauernspiegel" folgten weitere Werke, einschließlich "Leiden und Freuden eines Schulmeisters", "Die Armennot" und "Uli der Knecht". 1841-1844 übernahm er die Redaktion des ÈNeuen Berner KalendersÇ. Infolge seiner Kritik am bernischen Erziehungsdepartement wurde er 1845 seines Amtes als Schulkommissar enthoben. In seinen späteren Werken ist ein satirischer oder düsterer Grundton unüberhörbar. Seine 13 Romane und mehr als 50 Kurzgeschichten zeigen nicht nur sein Genie als epischer Dichter und sein dichterisches Talent, sondern auch sein starkes Interesse an Menschen. NN

Bischof Amédée Grab OSB wurde am 3. Februar 1930 geboren. Er wurde 1954 zum Priester geweiht. Er wurde 1987 zum Bischof geweiht. Er war der Bischof von Lausanne-Genf und Freiburg/Schweiz. Er wurde 1998 zum Bischof von Chur/Schweiz ernannt.

Robert Fritz Gräbner wurde am 4. März 1877 in Berlin geboren und starb am 13. Juli 1934 in seiner Geburtsstadt. Der Völkerkundler entwickelte die Theorie der Kulturkreise oder der Kulturkomplexe, die die Diffusion primitiver Kultursphären abgeleitet von einem einzigen archaischen Typ, postulierte. Sein Schema bedeutete den Start der kulturgeschichtlichen Schule für Völkerkunde in Europa und regte zahlreiche primäre Forschungen an. Gräbner suchte nach einer Interpretation der Geschichte Ozeaniens durch geographische Studien kultureller Charakterzüge. Er entdeckte Muster von Charakterzugclustern, die eine chronologische Sequenz der Verbreitung von ausgeprägter Kulturen zeigten. Seine systematische Abhandlung über Verbreitungsprozesse, "Methode der Ethnologie", bot einen Führer für das Studium kultureller Verwandtschaften und wurde zur Grundlage der kulturhistorischen Herangehensweise an die Völkerkunde. In Australien beschäftigte er sich mit dem Vergleich von indo-europäischen, afro-asiatischen, mongolischen und polynesischen Mythen und studierte zahlreiche Kalendersysteme, in dem Versuch, die Prinzipien der Kulturkreise auf größere Gebiete anzuwenden. Diese Bemühungen werden in "Das Weltbild der Primitiven" aufgezeigt. Obwohl spätere Gelehrte die Theorien Gräbners ablehnten, beeinflußten sie Wilhelm Schmidt und wurden von den britischen Anthropologen Elliot Smith und W.J. Perry ausgeweitet.

Steffi Graf, eigentlicher Name Stephanie Maria Graf wurde am 14. Juni 1969 in Brühl geboren. Sie ist eine bemerkenswerte Tennisspielerin, die das Frauentennis in den späten 80er und frühen 90er Jahren dominierte. Ihr Vater, der auch ihr Trainer wurde, ermutigte Steffi zum Tennisspielen. Im Alter von 13 Jahren wurde Steffi die zweitjüngste Spielerin, die jemals einen internationalen Rang erzielte. 1987 schlug sie Martina Navratilova bei den French Open und gewann somit ihren ersten Grand Slam. 1988 gewann sie sogar alle vier Grand Slam Titel bei den Meisterschaften in Frankreich, Australien, den USA and Wimbledon. Im gleichen Jahr siegte sie ebenfalls bei den Olympischen Spielen in Seoul, Süd Korea. Graf war bekannt für ihre Stärke, Schnelligkeit und ihre starke Vorhand. Anfang der 90 Jahre war sie eine der besten Spielerinnen in der Welt. Sie gewann mehrere Titel bei den French Open, den Australian Open sowie den US Open. Mit sieben Siegen in Wimbledon näherte sie sich auch dem Rekord von neun Siegen von Martina Navratilova.

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren. Grass ist einer der bedeutendsten deutschen Dichter der Nachkriegszeit. Der wohl bekannteste Roman von Grass ist Die Blechtrommel., welcher auch verfilmt wurde. Der Film erhielt einen Oscar in der Kategorie "Best Foreign Film." Vor kurzem erschien Grass's neuester Roman Ein weites Feld.

Christoph Graupner wurde am 13. Januar 1683 in Kirchberg geboren und starb am 10. Mai 1760 in Darmstadt. Er war einer der erstrangigen deutschen Komponisten während der Zeit Bachs und Telemanns. Graupner studierte an der Thomasschule in Leipzig, flüchtete jedoch nach Hamburg, als eine schwedische Invasion drohte. Um 1712 wurde er Kapellmeister des Landgrafen von Hesse-Darmstadt. Später wurde ihm die Stelle des Thomaskantors angeboten, die er jedoch ablehnte. Seine Werke beinhalteten Sonaten, Konzerte und Kantaten, von denen er 1300 Stück komponierte. Graupner schrieb ebenfalls mehrere Opern, Overtüren und Symphonien.

Gregor V. (Bruno von Kärnten) war der erste deutsche (österreichische) Papst. Er wurde 972 in Kärnten geboren. Sein Vater war der Herzog Otto von Kärnten und sein Urgroßvater war der Kaiser Otto I. Sein Vetter, der König Otto III. Bestimmte ihn zum Nachfolger des Papstes Johannes XV. Am 3.5.996 wurde er feierlich als Gregor V. in Rom inthronisiert. Als Papst krönte er seinen Vetter Otto III. Zum Kaiser. Nach dem Abzug des Kaisers aber Ende 996 wurde Gregor vertieben, und ein Gegenpapst Johannes XVI. wurde erhoben. Erst 998 mit der Hilfe des Kaisers könnte Gregor als Papst nach Rom zurückkehren.

Der Schweizer Amanz Gressly wurde am 17. Juli 1814 geboren und starb am 13. April 1865 in Bern. Gressly war Geologe und studierte die horizontalen Veränderungen jeder einzelnen Schicht, was für seine Zeit ungewöhnlich war, da sich die Geologie bis dahin nur auf die vertikale Folge von Schichten konzentrierte. Seine Studien werden als die Grundlage der modernen Paleogeographie angesehen.

Seliger Jakob Griesinger (1407 — 1491) Es ist nur wenig von Jakob Griesinger bekannt, der auch als Jakob von Ulm und als Alemannus bekannt ist. Er wurde 1407 in Ulm geboren und als Glasbläser ausgebildet. Er reiste zu den heiligen Stätten in Rom, und bei seiner Rückkehr hielt er am Grab von St. Dominik an, um dort zu beten. Er trat dem Dominikanerorden in Bologna bei. Er wurde der Glaser in diesem Orden und wurde durch seine Glasarbeit und durch sein Fensterglas berühmt. Seine Überreste sind in einem gläsernen Sarg in Bologna aufbewahrt. Er wurde durch Papst Leo XII. im Jahr 1825 selig gesprochen, und sein Gedenktag ist am 11. Oktober.

Franz Grillparzer (15.1.1791-21.1.1872) steht als bedeutender österreichischer Dramatiker in Nachfolge der Weimarer Klassik. Zu seinen bekannten Werken zählen unter anderem "Die Ahnfrau", "Die Jüdin von Toledo" sowie die autobiographisch angehauchte Erzählung "Der arme Spielmann".

Jacob Grimm wurde am 4.1.1785 in Hanau geboren und starb im Jahre 1863 in Berlin. Grimm arbeitete als Philologe und Sprachwissenschaftler. Zusammen mit seinem Bruder Wilhelm gab er die Sammlung der "Kinder- und Hausmärchen" heraus, heutzutage bekannt unter "Grimms Märchen". Die Gebrüder Grimm leisteten außerdem einen bedeutenden Betrag zur Erscheinung des "Deutschen Wörterbuchs".

Der 24. Februar ist Wilhelm Grimms Geburtstag. Grimm wurde 1786 in Hanau geboren und starb 1859 in Berlin. Ab 1831 war er Professor an der Universität Göttingen. Gemeinsam mit seinem Bruder Jacob gab er die Sammlung deutscher "Kinder- und Hausmärchen" heraus, die bedeutendste Sammlung deutscher Märchen. Er arbeitete ebenso wie sein Bruder Jacob an der Herausgabe des "Deutschen Wörterbuchs" mit.

Hans Hermann Gröer wurde am 13. Oktober 1919 in Wien geboren. Er wurde 1942 zum Priester geweiht. 1986 wurde er zum Erzbischof von Wien ernannt. 1988 wurde er zum Kardinal erhoben.

Walter Adolph Gropius wurde am 18. Mai 1883 in Berlin geboren und starb am 5. Juli 1969 in Boston, USA. Der deutsche Architekt und Ausbilder übte einen starken Einfluß auf die Entwicklung der modernen Architektur aus. Bekannt wurde er insbesondere durch seine Tätigkeit als Direktor des Bauhaus. Seine Werke, oft in Zusammenarbeit mit anderen Architekten entstanden, beinhalten unter anderem das Schulgebäude des Bauhauses, das akademische Zentrum der Harvard Universität und die Botschaft der USA in Athen.

George Grosz wurde am 26. Juli 1893 in Berlin geboren, wo er auch 1959 starb. Nachdem er Kunst studiert hatte, begann er Karikarturen an Zeitschriften zu verkaufen. Er kehrte als Invalide aus dem 1. Weltkrieg zurück, zu dem er sich freiwillig gemeldet hatte. Seine folgenden Karikarturen waren von Sozialkritik und Pessimismus gezeichnet. Er wurde als Ausbilder in Armee zurückberufen, desertierte aber und verbrachte eine Zeit im Militärgefängnis. Diese Erfahrung machte seinen Stift noch kritischer. Er war ein Vertreter der Dada Kunstbewegung, die er als "organisierten Gebrau von Wahnsinn, der die Verachtung für eine bankrottgehende Welt ausdrückte"bezeichnete. Er wanderte 1932 nach Amerika aus und lehrte an der Art Students League in New York. Seine alten Qualitäten zeigte er noch einmal im 2. Weltkrieg mit seiner Geschichte The Survivor (1944).

Der deutsche Dichter Klaus Groth wurde am 24. April 1819 in Heide geboren und starb am 1. Juni 1899 in Kiel. Sein Buch "Quickborn" zeigte zum ersten mal die dichterischen Möglichkeiten des Plattdeutsch. Er wurde von Dichtungen Robert Burns sowie von schwäbisch-schweizerischen Dichtungen Johann Peter Hebels beeinflußt. Seine Gedichte zeichnen sich durch Einfachheit aus, die auch bei Volksmusik zu bemerken ist. Groths Werk beeinflußte Fritz Reuter, dessen Romane plattdeutsche Prosa zu einer literaturischen Sprache erhoben.

Der deutsche Physiker, Wilhelm Groth, wurde am 9.1. 1904 in Hamburg geboren und starb am 20. 2. 1977 in Bonn. Groth studierte Naturwissenschaften in München und Tübingen und war seit 1927 wissenschaftlicher Assistent in Hannover und Hamburg. 1950 wurde er Leiter des Instituts für physikalische Chemie in Bonn. Groth ver^ffentlichte zahlreiche Artikel, unter anderem über Isotopenanreicherungen und Ultrazentrifugen für Gase und Dämpfe. In Bonn arbeitete er unter Geheimhaltung an einer Gaszentrifuge zur wirtschaftlichen Herstellung spaltbaren Materials.

Der deutsche Lehrer und Sprachgelehrte Georg Friedrich Grotefend wurde am 9. Juni 1775 in Münden geboren und starb am 15. Dezember 1853 in Hannover. Grotefend machte den ersten wichtigen Durchbruch in der Dechiffriering von alten persischen Schriftstücken in Keilschrift. Er veröffentlichte ebenfalls Übersetzungsarbeiten an zwei alten italienischen Dialekten. Sein Ruhm beruht auf "Neue Beiträge zur Erläuterung der persepolitanischen Keilschrift".

Otto Grotewohl wurde am 11. 3. 1894 in Braunschweig geboren und starb am 21. 9. 1964 in Berlin. 1908 trat er der Sozialistischen Arbeiterjugend und der SPD bei. Von 1921-24 hatte Grotewohl Ministerämter inne und war später Vorsitzende des SPD-Landesverbandes und Mitglied des Reichstags von 1925 bis 1933. Grotewohl wurde 1945 Vorsitzender des Zentralausschusses der SPD und führte den im Einflußbereich der sowjetischen Besatzungsmacht befindlichen Teil der Partei in die Vereinigung mit der SED. Von 1949 bis zu seinem Tod war Grotewohl Ministerpräsident der DDR.

Wilhelm von Grumbach wurde am 1. Juni 1503 in Rimpar, nahe Würzburg, geboren und starb am 18. April 1567 in Gotha. Er war Ritter und Abenteurer und führte verschiedene Versuche an, die Macht deutscher Fürsten zu zerstören. Von Grumbach versuchte weiterhin, die Macht über den Ernestine Zweig des sächsischen Herrscherhauses wiederzugewinnen. Dies ist bekannt als Grumbach-Fehden.

Der Österreicher Victor Grün wurde am 18. Juli 1903 in Wien geboren. Der als Pionier auf dem Gebiet der Einkaufzentrumsgestaltung geltende Architekt und Stadtplaner wanderte 1938 in die USA aus und bekam 1943 amerikanischer Staatsbürger. Seine Firma spezialisierte sich auf die Gestaltung städtischer Gebiete für eine Massenbevölkerung. Sein erstes Einkaufzentrum steht in Northland, Detroit, das er 1952 erbaut hatte. Unter anderm plante er auch Southdale in Minneapolis. Von 1963 bis 1967 arbeitete er an der Planung des modernen Tehrans, sowie an Stadtplanungen für andere internationale Stadt, einschliesslich seiner Heimatstadt Wien. In dieser starb Victor Grün im Februar 1980.

Gustaf Gründgens war Schauspieler und Theaterleiter. Er wurde am 22.12. 1899 in Düsseldorf geboren. Ab 1934 war er der Generalintendant des Preußischen Staatstheaters in Berlin. 1951 wurde er der Leiter des Düsseldorfer Schauspielhauses und 1955 der Generalintendant des deutschen Schauspielhauses in Hamburg.

Max Grundig, Unternehmer, wurde am 7.5. 1908 in Nürnberg geboren und starb am 8.12. 1989 in Baden-Baden. 1930 machte er sich mit dem Einzelhandelsgeschäft ìRadio-Vertrieb Fürth, Grundig & Wurzer, Handel mit Radiogerätenî selbständig. Bereits 1938 erreichte er die erste Umsatzmillion. Der Konzern, die Grundig AG (seit 1972 Aktiengesellschaft) entwickelte sich zu einem der führenden europäischen Hersteller im Bereich Unterhaltungselektronik. 1984 übergab Grundig dem Philips-Konzern die Unternehmensführung.

Andreas Gryphius wurde am 2. Oktober 1616 in Glogau, Schlesien, geboren und starb am 16. Juli 1664 in seiner Geburtsstadt. Er war Poet, Bühnendichter und einer der führenden Schriftsteller Deutschlands im 17. Jahrhundert. Durch den 30 jährigen Krieg mußte Gryphius aus seiner Heimatstadt fliehen und erhielt seine Ausbildung in mehreren Plätzen. Dabei entwickelte er sich zu einem ausgezeichneten Gelehrten. Nach zahlreichen Reisen nach Holland, Frankreich und Italien kehrte er 1647 nach Schlesien zurück und übernahm den wichtigen Verwaltungsposten als Rechtsberater in Glogau, eine Stelle, die er bis zu seinem Tod innehielt. Gryphius' literarischer Ruf hat sich während des 20. Jahrhunderts wesentlich erhöht. Seine Bühnenstücke zeichnen sich durch einen tiefen Sinn für Melancholie und Pessimismus aus und sind durch einen feurigen religiösen Charakter gekennzeichnet. Er schrieb fünf Tragödien: "Leo Armenius", "Catharina von Georgien", "Carolus Stuardus", "Cardenio und Celinde" und "Papinianus". Das Thema von Illusion und Realität ist grundlegend für seine drei Komödien. Die besten davon sind "Die geliebte Dornrose" und "Herr Peter Squentz". Gryphius' Poesie beinhaltete eine Vielfalt von Versformen und ist durch eine technische Überlegenheit sowie Sicherheit und durch das Porträt menschlicher Gefühle im Unglück gekennzeichnet.

Otto von Guericke war Physiker und der Bürgermeister von Magdeburg. Er wurde am 20. November 1602 geboren. Er erfand die Luftpumpe, entdeckte die Stofflichkeit der Luft, baute das erste Wasserbarometer und bewies den Zusammenhang von Luftdruck und Wetterlage. Er bewies auch das ein Vakuum existieren kann (1657). Diese Idee war noch sehr kontroversial im 17. Jahrhundert. Er starb 1686.

St. Günther von Thüringen (ca. 955 — 1045) Günther wurde in Schwarzburg geboren, und war ein Ritter von einer adligen Familie bis er einem Kloster in Herford im Jahr 1005 beitrat. Zu diesem Zeitpunkt gab er all seinen Reichtum und seinen Besitz der Kirche. Im Jahr 1008 wurde er ein Eremit und verweilte als solcher für 30 Jahre. Nach dieser Zeit wurde er Prediger, es wird berichtet, daß er einen großen Einfluß auf seine Zuhörer hatte. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus.

Beno Gutenberg wurde am 4. Juni 1889 in Darmstadt geboren und starb am 25. Januar 1960 in Los Angeles. Gutenberg arbeitete als Professor der Geophysik und Direktor des seismologischen Laboratoriums am kalifornischen Institut für Technologie. Zusammen mit Charles Richter entwickelte er eine Methode zur Bestimmung der Stärke von Erdbeben. Gutenberg schrieb mehrere Bücher, u.a. "Earthquakes in North America", gab "Internal Constitution of the Earth" heraus und schrieb mit Richter "The Seismicity of the Earth".

Der deutsche Handwerker und Entdecker Johann Gensfleisch zur Laden zum Gutenberg wurde in der letzten Dekade des 14.Jahrhunderts in Mainz geboren und starb im Februar 1468 in Mainz. Gutenberg entwickelte eine bewegliche Druckmethode, die bis zum 20. Jahrhundert ohne wesentliche Veränderungen genutzt wurde. Während seiner Zeit in Straßburg beschäftigte er sich u.a. mit dem Schneiden von Edelsteinen und unterrichtete Studenten im Handwerk. Gutenberg's Meisterstücke waren die Kreation des "Werck der Bücher", auch bekannt als Gutenberg Bibel und der Psalter.

Gustaf Gründgens wurde am 22. Dezember 1899 in Düsseldorf zur Welt gebracht. Er starb am 7. Oktober 1963 im Alter von 63 Jahren. Gründgens war Schauspieler und Regisseur. Er trat unter anderem am Deutschen Schauspielhaus auf und unter seiner Regie gelangte es zu einem hohen Ansehen. Als Regisseur wurde er bekannt durch die Filme "Eine Stadt steht Kopf" und "Capriolen". Als Schauspieler agierte er z.B. in "M", "Das Glas Wasser" und "Das Mädchen Johanna".

Anna Sophia Gutermann auch Sophie von La Roche wurde 1730 als erstes Kind einer wohlhabenden Familie geboren. Obwohl ein Wunderkind, ließ ihr Vater sie die traditionellen Gebiete der weiblichen Vollkommenheit studieren. Nach einer kurzen Verbindung mit Christoph Martin Wieland verheiratete er sie mit Georg Michal Frank, der später den Namen La Roche hinzufügte.Kurz nach einer Stillstand in der Karriere ihres Mannes und der Geburt ihrer Tochter, begann Sophie zu schreiben. Die "Geschichte des Fräuleines von Sternheim", ein anonym veröffentlichter Briefroman war eine Sensation für die gebildete Schicht der Zeit. Er war der erste Roman, der von einer Schriftstellerin veröffentlicht wurde und wird als einer der besten der damaligen Zeit betrachtet. Sophie's Identität als Autor wurde später aufgedeckt und führte zu Ruhm (wahrscheinlich beeinflußte sie den jungen Goethe in der Entwicklung eines seiner Werke) und der Erhebung in den aristokratischen Stand. Das Ende der Karriere ihres Mannes als Kanzler von Trier zwang Sophie nach 1780 zu einer Tätigkeit als freie Schriftstellerin. Die folgenden 35 Jahre waren geprägt von der Veröffentlichung zahlreicher Briefromane, Reiseberichte und Zeitschriften sowie die Autobiographie "Melusinens Sommerabende" im Jahre 1806. Sophie von La Roche starb 1807.

Karl Ferdinand Gutzkow wurde am 17. März 1811 in Berlin geboren und starb am 16. Dezember 1878 in Sachsenhausen. Er war Romanschriftsteller und Dramatiker und ein Pionier des modernen sozialen Romans. Gutzkow begann seine Karriere als Journalist und lenkte Aufmerksamkeit auf sich mit der Veröffentlichung von "Maha Guru, Geschichte eines Gottes". Später veröffentlichte er "Wally, die Zweiflerin", ein Angriff auf die Heirat, begleitet von religiöser Skepsis, die ein Beginn der Revolte des Jungen Deutschland gegen die Romantik bezeichnete. Weitere Werke sind "Richard Savage", "Werner oder Herz und Welt", "Der Zauberer von Rom" und "Die Ritter vom Geiste", das als Beginn des modernen deutschen Romans angesehen wird.

Gregor Gysi wurde am 16. Januar 1948 in Berlin geboren. Sein Vater, Klaus Gysi wird später Kulturminister, Botschafter und schließlich Staatsekretär für Kirchenfragen der DDR. Nach Abschluss des Gymnasiums absolviert Gysi 1966 bis 1970 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Humbold-Universität in Berlin. 1967 wird er in die SED aufgenommen. 1998 bis 1993 ist er Vorsitzender der SED/PDS bzw. PDS. Seit 1990 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. 1997 scheidet Gysi aus dem Vorstand der PDS aus. 1998 zieht er als PDS-Fraktionsvorsitzender in den Bundestag ein. Am 3. Oktober 2000 zieht sich Gysi als Bundestagsfraktionsvorsitzender zurück.GM