Short Biographies of
Noted Germans, Austrians and Swiss
I and J
©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons
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Bischof Dr. Paul Iby wurde am 23. Januar 1935 in Raiding (Burgenland) geboren. Er wurde 1959 zum Priester geweiht. 1963-1967 studierte er Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Er wurde 1992 zum Bischof von Eisenstadt ernannt.
August Wilhelm Iffland wurde am 19. April 1759 in Hannover geboren und starb am 22. September 1814 in Berlin. Er war Schauspieler, Bühnendichter, Manager und ein wesentlicher Einfluß auf das deutsche Theater. Im Alter von 18 Jahren brach Iffland mit der elterlichen Autorität und trat dem Gotha Hoftheater bei, um Schauspiel unter der Regie von Konrad Ekhof zu studieren. Nach Ekhofs Tod ging Iffland mit dem Gothaer Theater nach Mannheim, wo er den Teil des Franz Moor in Schillers "Die Räuber" erstellte. In Mannheim erzielten auch seine eigenen Werke große Popularität. Er kontrollierte praktisch das Mannheimer Theater und erhielt eine konservative Politik aufrecht. Nach Goethe's Einladung trat Iffland 1796 als Gaststar an der Weimarer Hofbühne auf. Dabei bezauberte er das Publikum mit wahrheitsgemäßen und stilisierten Portraits von armseligen und komischen Mittelklasse Charakteren. Seine Ausflüge in die Tragödie (Lear, Wallenstein, Egmont) waren weniger erfolgreich. Als Autor erzielte Iffland Erfolg auf den Gebieten des einheimischen Dramas und der gefühlsvollen Komödie. 1798 wurde er zum Manager des Berliner Nationaltheaters ernannt und 1811 wurde er Generaldirektor aller königlichen Theater in Preußen. Seine Autobiographie wurde in "Meine theatralische Laufbahn" veröffentlicht. NN
St. Irmina von Öhren (? 710) St. Irmina wurde in der Nähe von Trier im 8. Jahrhundert geboren. Sie war eine Nonne im Kloster in Öhren, das in der Nähe von Trier liegt. Es wird angenommen, daß sie St. Willibrord bei seiner Missionsaufgabe geholfen hat. Sie war die Tochter einer reichen Adelsfamilie und spendete ihren Besitz. Dadurch konnte das Kloster in Echternach in Luxemburg durch Willibrord gegründet werden. Sie starb im Jahr 710 und ist in der Abtei von St. Irmina in Trier begraben. Ihre Verehrung als Heilige geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus.
Friedrich Heinrich Jacobi wurde am 25. Januar 1743 in Düsseldorf geboren. In dem Buch Über die Lehre des Spinoza, in Briefen an den Herrn Moses Menselssohn (1785) lehnte er die Philosophie Spinozas ab. In Über das Unternehmen des Kritizismus (1802) lehnte er auch Kant ab. Seine eigene Philosophie, die die Probleme der rationalistischen Philosophien überwinden sollte war eine "Gefühlsphilosophie" in der er unmittelbare Gewißheit finden wollte. Jacobi starb am 10. März 1819 in München.
Lotte Jacobi wurde am 17. August 1896 in Thorn geboren und starb am 6. Mai 1990 in Concord, USA. Sie war Photograph und für ihre Porträts berühmter Personen bekannt. Jacobi studierte Kunstgeschichte und Literatur. Sie leitete das Familienunternehmen in Berlin, floh jedoch später vor den Nazis und ging in die USA, wo sie 1940 eingebürgert wurde. Jacobis Porträtphotographien waren durch ihren natürlichen, anspruchslosen und oft lässigen Stil bekannt. Sie porträtierte unter anderem Albert Einstein, Thomas Mann, Peter Lorre, Lotte Lenya, Marc Chagall, Pablo Casals, Alfred Stieglitz, Eleanor Roosevelt, Paul Tillich, J.D. Salinger, Marianne Moore und Robert Frost. Sie ist ebenfalls für ihre abstrakten Bilder und für Landschaftsporträts bekannt. NN
Der deutsche Turnvater Friedrich Ludwig Jahn wurde am 11. August 1778 in Lanz geboren und starb am 15. Oktober 1852 in Freyburg an der Unstrut. Jahn gründete die Turnvereinbewegung in Deutschland. Er war leidenschaftlicher Patriot, der glaubte, daß Sport einer der Eckpfeiler nationaler Gesundheit und Stärke sowie wichtig für die Stärkung des Charakters und nationaler Identität ist. Jahn studierte Theologie, Geschichte und Philologie. In Berlin startete er ein Programm für Sport im Freien. Er erfand unter anderem den Barren, das Pferd und die Ringe. 1811 eröffnete Jahn seinen ersten Turnverein. Gemeinsam mit Ernst Eiselen veröffentlichte er Deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze.
Sigmund Jähn wurde am 13. Februar 1937 geboren und war der erste Deutsche im Weltall. Am 26. August 1978 ist Jähn mit dem Raumschiff Sohus 31 zur Raustation Jaljut 6 gestartet. Jähn kommt aus der ehemaligen DDR und studierte Physik. Jähn stammt aus dem vogtländischen Morgenröthe-Rautenkranz. Er wurde damals als Held der DDR gefeiert. Er war zu dieser Zeit Mitarbeiter der ostdeutschen NVA und arbeitet heute als Beauftragter der ESA bei Moskau. Bundespräsident Johannes Rau würdigte den Physiker und Kosmonauten in Berlin als international anerkannten Wissenschaftler.
Seliger Jakob von Ulm (siehe Jakob Griesinger)
Ernst Jandl, der österreichischer Dichter von experimentellen Literature, wurde 1925 in Wien geboren. Nach dem Abitur war er Soldat in der deutschen Wehrmacht, geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft und studierte nach seine Rückkehr in Wien Germanistik und Anglistik. Sein literaischees Schaffen bagan in den 50er Jahren. Er veröffentlichte Lyriksammlungen, darunter "Andere Augen" (1956), "Der gelbe Hund" (1980), "Idyllen" (1989), und "Peter und Kuh" (1996). Zu seinem best bekannten Hörspielen gehören Der Gigant, Spaltungen und Fünf Mann Menschen. Jandel starb mit 74 Jahren am 9. Juni 2000.
Emil Jannings, der am 23. Juli 1884 als Theodor Friedrich Emil Janenz in der Schweiz geboren wurde, war ein international bekannter deutscher Schauspieler. Sein bekanntester Film war The Last Laugh (1924), in dem er ein alternder Hotelportier spielte, der zum Klomann degradiert wurde. In Der Blauer Engel (1930) spielte er neben Marlene Dietrich einen alterden Professor, der hoffnungslos einem jungen Barmädchen verfallen war. Auf Grund dieser zwei Film und Variety von 1925 galt er als einer der besten Schauspieler der Welt. 1929 gewann Jannings seinen ersten Oscar für die Film The Way of all Flesh (1928) und The Last Command (1928). Zurückgekehrt nach Deutschland drehte Jannings weitere Film unter dem Nazi-Regime und nach dem Weltkrieg. Er starb am 2. Januar 1950 in Österreich.
Der deutsche Philosoph Karl Jaspers, einer der wichtigsten Existenzialisten in Deutschland, wurde am 23. Februar 1883 in Oldenburg geboren und starb am 26. Februar 1969 in Basel. Er studierte Jura, wechselte jedoch später zum Medizinstudium. Jaspers war daran interessiert, Psychiatrie auf seinem eigenen Weg zu lernen, ohne den Einfluß eines Lehrers. Er versuchte, die Methoden der Phänomenologie in die klinische Psychiatrie einzuführen. 1913 beendete er ein Lehrbuch der Psychopathologie Allgemeine Psychopathologie. Im gleichen Jahr wechselte Jaspers zur philosophischen Fakultät der Heidelberger Universität. Mit seiner Arbeit versuchte er, das Verhältnis von Philosophie und Wissenschaft zu klären. Er betrachtete die Philosophie als eine subjektive Interpretation des seins, die versuchte, Wertnormen und Prinzipien als allgemeingültig darzustellen. Sein Lebenswerk beinhaltet unter anderem Die geistige Situation der Zeit, Philosophie, Vernunft und Existenz, Die Schuldfrage und Vom Ursprung und Zeit der Geschichte.
Der Bildhauer Christo Javacheff, der 1935 in Gabrovo, Bulgarien, geboren wurde, ist bekannt für seine kontroversen Kunstwerke. Christo studierte an der Kunstakademie in Sofia, bis er nach dem ungarischen Aufstand 1956 nach Wien floh. Christo ist vor allem dafür bekannt, dass er Bauwerke kunstvoll einpackt. So packt er z.B. 1985 die Brücke Pont Neuf in Paris in ein beiges Gewand. In Deutschland erlangte er Aufmerksamkeit, als er 1995 den Deutschen Reichstag in Berlin in metallisches Silver einpackte.
1907 wurde in Hamburg der deutsche Physiker Johannes Hans Daniel Jensen geboren. Jensen bekam zusammen mit Maria Goeppert-Mayer und Eugene P. Wigner 1963 den Nobelpreis für Physik. Sie erhielten den Preis für ihre Theorie des nuklearen Schalenmodells, die sie 1949 zum ersten Mal veröffentlicht hatte. 1955 hatte Jensen und Mayer gemeinsam das Buch Elementary Theory of Nuclear Shell Structure geschrieben. Jensen, der zuletzt an der Universität Heidelberg lehrte, starb 1973.
Rudolf von Jhering wurde am 22. August 1818 in Aurich geboren und starb am 17. September 1892 in Göttingen. Er war Rechtsgelehrter und wurde teilweise als Vater des soziologischen Rechts bezeichnet. Jhering entwickelte eine Philosophie des sozialen Nützlichkeitsprinzips, in dem er die Bedürfnisse der Gesellschaft betonte. Seine Philosophie unterschied sich somit von den individuellen Herangehensweisen des englischen Utilitaristen Jeremy Bentham. In seinem Buch Geist des römischen Rechts arbeitete er die Beziehung zwischen Recht und sozialem Wechsel aus. Einen größeren Einfluß jedoch übte sein Der Zweck im Recht aus. Seiner Meinung nach, ist es Aufgabe des Rechts, individuelle und gesellschaftliche Interessen zu schützen, indem sie koordiniert werden und somit die Gelegenheiten für Konflikt minimiert werden.
Der Geburtstag von Uwe Johnson ist am 20. Juli 1934. Johnson studierte Germanistik in Rostock und Leipzig. Sein erster Roman Ingrid Babendererde dürfte in der DDR trotz Änderungen seinerseits nicht veröffentlicht werden. Dies veranlasste ihn 1959 nach West-Berlin umzuziehen. Seine folgenden Werke hatten vor allem die Entfremdung der Leute in beiden deutschen Staaten zum Thema. Er war, obwohl wesentlich jünger als alle anderen, Mitglied der Gruppe 47, einem einflussreichen Authorenkreis der deutschen Nachkriegszeit zu dem auch Günther Grass und Heinrich Böll gehörten. Er starb 50-jährig in Kent, England.
Jordan von Sachsen (ca. 1200 1237) Jordan wurde ungefähr im Jahr 1200 in der Nähe von Osnabrück geboren. Er folgte St. Dominik, der Gründer des Dominikanerordens, als General dieses Ordens, ein Amt, das er von 1222 1237 innehatte. Er war ein sehr talentierter Verwalter und führte die andauernde Struktur in den Orden ein. Er kümmerte sich um die ausführliche Ausbildung der Dominikaner und führte Prinzipien der Frömmigkeit ein. Seine Predigten an Universitäten lockten fast 1000 Intellektuelle zum Beitritt in den Orden an. Der Bekannteste unter den Rekrutierten war St. Albert der Große (Albertus Magnus). St. Albert war der Lehrer von St. Thomas Aquinas. Jordan gründete über 300 Dominikaner Häuser. Er starb auf hoher See bei seiner Rückkehr von Palästina und ist in der Dominikaner Kirche in Akkko in Israel begraben.
Der deutsche Physiker Ernst Pascual Jordan wurde am 18. Oktober 1902 in Hannover geboren und starb am 31. Juli 1980 in seiner Geburtsstadt. In den späten 1920ern gründete Jordan gemeinsam mit anderen Physikern die Quantenmechanik und die Quantenelektrodynamik. Er erstellte ebenfalls eine Theorie der Kosmologie auf, die annahm, daß die allgemeinen Naturkonstanten variabel und abhängig von der Ausweitung des Universums sind. Unter seinen Werken befindet sich unter anderem Elementare Quantenmechanik.
Carl Jungs Geburtstag ist im Juli (nach dem Ende unseres Semesters). Er wurde am 26. Juli 1875 in Kesswil, Schweiz geboren und war Professor der Psychologie an der Universität Basel. Er arbeitete mit Freud und Adler in Wien auf dem Gebiet der Psychologie zusammen. Jung brach mit Freud nach einigen Jahren und entwickelte seine eigene Art der Psychologie. So stammt die Idee eines "Kollektiven Unbewußten" von Jung.
Der Geburtstag Ernst Jüngers ist der 29. Mai 1895. Er war Romanschriftsteller und Essayist, ein vormals begeisterter Militarist und Nihilist. In der Mitte seiner Karriere jedoch veränderte sich seine Sichtweise hin zum Glauben an Frieden, europäische Vereinigung und persönliche Würde. Dieser Wechsel zeigte sich in Der Friede, das der Erinnerung an seinen Sohn, der im Krieg starb, gewidmet war. Trotz seines Hanges zum Militarismus, lehnte er Hitlers Freundschaftsangbot ab und schrieb später mit Auf den Marmorklippen eine Allegorie auf die barbarische Verwüstung eines friedlichen Landes. Seine späteren Werke sind unter anderem Gläserne Bienen, Siebzig verweht und Aladins Problem. Jünger schrieb ebenso mehrere Aufsätze und erhielt deutsche und internationale Ehrungen.