Short Biographies of
Noted Germans, Austrians and Swiss
K
©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons
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Ludwig Kaas war Priester und Vorsitzender der Zentrumspartei, der sich 1933 in Rome an den Konkordatsverhandlungen beteiligte. Kaas wurde am 23. Mai 1881 in Trier geboren. Er studierte Theologie in Trier und Rom. Er wurde 1900 zum Priester geweiht. Er promovierte 1909 zum Dr. phil. In Rom. Seine Habilitationsschrift erschien 1916. Er erhielt eine Professur für Kirchenrecht am Priesterseminar in Trier. 1920-1933 war er als Abgeordneter der Zentrumspartei Mitglied des Reichstags. 1928 wurde er zum Parteivorsitzenden gewählt. 1933 ging er nach Rom und beteiligte sich an den Konkordatsverhandlungen. Er blieb bis zu seinem Tod 1952 in Rom.
Franz Kafka war ein bedeutender tschechisch-deutscher Schriftsteller und gehört noch heute zu den meistgelesensten deutschen Autoren. Er wurde am 3. Juli 1883 in Prag geboren und starb 1924 an Tuberkulose. Seine berühmtesten Werke sind Brief an den Vater, Das Urteil, Die Verwandlung und Der Prozeß. In seinen Werken arbeitete Kafka seine problematische Beziehung zu seinem Vater und zwischenmenschliche Probleme im allgemeinen auf.
Albert Kahn wurde am 21. März 1869 in Rhaunen geboren und starb am 8. Dezember 1942 in Detroit, USA. Der Industriearchitekt und Planer ist für sein Design amerikanischer Automobilfabriken bekannt. Zu seinen Lebzeiten wurde er als erster Industriearchitekt der Welt und "Vater des modernen Fabrikdesigns" betrachtet. Nachdem Kahn mit zahlreichen Detroiter Industriearchitekten zusammengearbeitet hatte, gründete er seine eigene Firma, die sich zu einer der größten der Architekturgeschichte entwickelte. 1904 erhielt er seinen ersten Auftrag für die Errichtung einer Autofabrik für das Packard Motor Autounternehmen. Kahn's Design, unter Verwendung eines verstärkten Betonrahmens, stellte eine innovative Abwendung von traditionellen Mauerwerk Konstruktionen dar und markierte seinen Ruf. Später entwickelte er den Prototyp des modernen Fabrikgebäudes, eine kurzfristig und kostengünstig zu errichtende Stahlrahmenstruktur. 1937 produzierte seine Firma 19 Prozent aller von Architekten entwickelten Industriegebäude in den USA. Aufträge für Fabriken, Gießereien sowie Warenhäuser gingen von allen Kontinenten ein. 1929 bat die Regierung der Sowjetunion um die Konstruktion einer Traktorfabrik in Stalingrad. Kahn's Firma entwickelte darauffolgend 521 Fabriken in der UDSSR und schulte mehr als tausend sowjetische Ingenieure während der 30er Jahre. NN
Otto Hermann Kahn wurde am 21. Februar 1867 in Mannheim, Baden, geboren und starb am 29. März 1934 in New York. Er war Banker und Schirmherr der Künste. Kahn spielte eine wichtige Rolle in der Neuorganisation des US Eisenbahnsystems. 1888 schickte man Kahn zur Zweigstelle der Berliner Deutsche Bank in London, wo er die britische Staatsbürgerschaft annahm. 1897 wurde er Partner bei Kuhn, Löb & Co. in den USA und blieb dort für 37 Jahre. Kahn war an der finanziellen Neuorganisation des Eigentums von 6 Eisenbahnsystemen, unter anderem Union Pacific, Baltimore und Ohio, beteiligt. 1917 gab Kahn seine britische Staatsbürgerschaft auf und unterstützte die Alliierten während des ersten Weltkrieges großzügig. Für seinen Beitrag wurde er von Frankreich, Italien, Spanien, Belgien und Japan ausgezeichnet. Kahn war Sammler von Gemälden, Wandteppichen und Bronzestatuen. Während seiner Schutzherrschaft der Künste führte er Preise für New Yorks schwarze Künstler ein, gab Geldgeschenke sowie Gemälde für verschiedene Museen, finanzierte eine amerikanische Tour durch das Moskauer Kunsttheater, half bei der Errichtung des New Theatre in New York und unterstützte die Rekonstruktion des Parthenon in Athen. Kahn schrieb mehrere Bücher über Kunst, Geschichte, Politik sowie Wirtschaft, einschließlich "Art and the People", "The Myth of American Imperialism" und "Of Many Things", eine Sammlung seiner Reden und Schriften über Finanz und Politik. NN
Der Geburtstag von Johann Kalb, der den Beinamen Baron de Kalb trägt, ist am 29. Juni 1721. Er verliess im Alter von 16 seine Heimat und erhielt sein erstes militärisches Tarining als Leutnant in dem deutschen Regiment der französischen Armee. Kalb kam zum ersten Mal durch einen Geheimauftrag des französischen Aussenministeriums 1768 in die USA. Später, als grosser Bewunderer George Washingtons, nahm er am amerikanischen Unabhänigkeitskrieg teil, in dem er 1780 bei der Schlacht von Camden, South Carolina, sein Leben verlor.
Bischof Professor Dr. Franz Kamphaus wurde am 2. Februar 1932 in Lüdinghausen (Münsterland) geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Münster und München. Er wurde 1959 zum Priester geweiht. Er promovierte 1968. 1972 wurde er Professor an der Universität Münster. Er wurde 1982 zum Bischof von Limburg geweiht.
Der 22. April ist Imanuel Kants Geburtstag. Kant wurde im Jahre 1724 in Königsberg geboren und starb dort 1804. Kant zählt heute zu den bedeutendsten Philosophen, wobei er als Vollender der geistigen Bewegung der Aufklärung gilt. Er schlug den kategorischen Imperativ in der Ethik vor. Seine bekannteste Bücher sind Kritik der reinen Vernunft, Kritik der praktischen Vernunft und Kritik der Urteilskraft. Kant war Professor an der Universität Königsberg im damaligen Ostpreußen (heute Kaliningrad und zu Rußland gehörig).
Bischof Dr. Egon Kapellari wurde am 12. Januar 1936 in Leoben (Steiermark) geboren. Er wurde 1961 zum Priester geweiht. Er war Studentenseelsorger für die Grazer Universitäten 1964-1981. Er wurde 1981 zum Bischof von Gurk-Klagenfurt ernannt.
Herbert von Karajan wurde am 5. April 1908 in Salzburg, Österreich, geboren und starb am 16. Juli 1989 in Anif. Er war Orchester- und Operndirigent sowie eine führende internationale Figur der Musikszene des 20. Jahrhunderts. Karajan war ein Wunderkind am Klavier und studierte am Mozarteum in Salzburg. Sein professionelles Dirigentendebüt gab er 1929 in Salzburg. Gelegentlich dirigierte er an der Berliner Staatsoper. 1944 floh er nach Italien. Er half bei der Gründung der London Philharmonie und wurde 1955 Musikdirektor der Berliner Philharmonie. Karajan war Mitglied der Nazipartei, wurde jedoch von einem Tribunal der Alliierten nach dem 2. Weltkrieg entlastet. Sein Debüt in Amerika führte trotzdem zu öffentlichen Protesten. Schon bald wurde Karajan Chefdirigent der Wiener Staatsoper und des Salzburger Festivals, einem jährlichen Musikfestival, mit dem er fest verbunden war. Er war ebenso Chefdirigent in La Scala, Mailand, und ein Gastdirigent der New York Philharmonie. 1967 gründete Karajan das Salzburger Osterfestival. Er dirigierte das Orchestre de Paris und kehrte 1977 an die Wiener Staatsoper zurück. Karajans musikalische Interpretationen waren bekannt für ihre Präzision und Objektivität. In den 70er und 80er Jahren war seine Arbeit von einem persönlichen Stil gekennzeichnet. NN
Karl I, Kaiser von Österreich und als Karl IV König von Ungarn, wurde am 17. August 1887 in Schloß Persenbeug, Österreich, geboren und starb am 1. April 1922 in Quinto do Monte, Madeira. Er war der letzte Herrscher der österrreich-ungarischen Monarchie. Karl unternahm mehrere Versuche, Österreich-Ungarn, durch einen Pakt mit den Alliierten, aus dem 1. Weltkrieg herauszuhalten. Diese Versuche schlugen jedoch fehl. Nach der Niederlage der österreich-ungarischen Armee in Italien verzichtete Karl auf die Teilnahme an Staatsangelegenheiten, dankte jedoch nicht ab. Er suchte Exil in der Schweiz und wurde 1919 vom Parlament abgesetzt.
Karl V wurde am 24. Februar 1500 in Ghent geboren und starb am 21. September 1558 in San Jeronimo de Yuste, Spanien. Er war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, König von Spanien sowie Erzherzog von Österreich. Charles erbte die Spanischen und Habsburger Reiche und breitete sein Machtgebiet durch Europa von Spanien über die Niederlande bis Österreich und sogar weiter bis Spanisch-Amerika aus. Er kämpfte für den Zusammenhalt seines Reiches gegen einen wachsenden Protestantismus und türkischen sowie französischen Druck. In den Jahren 1555 und 1556 dankte Charles V ab und trat seine Rechte an den Niederlanden und Spanien an seinen Sohn Philip II und den Kaisertitel an seinen Bruder Ferdinand I ab.
Karl der Große (Charlemagne) wurde wahrscheinlich am 2. April 742 in Nordeuropa geboren. Mit Hilfe von Schwert und Wort wurde er der Meister Westeuropas. Unter seiner Führung wurden die Wurzeln des Lernens und der Ordnung im Mittelalter wieder hergerichtet. Im Alter von 26 erbte er zusammen mit seinem Bruder das Königreich der Franken. Europa befand sich im Aufruhr und es war Charlemagnes Aufgabe, sein Königreich zu stärken und Ordnung herzustellen. Sein Reich beinhaltete das heutige Frankreich, Belgien, die Schweiz und die Niederlanden. Weiterhin waren halb Italien und Deutschland sowie Teile von Österreich und Spanien eingeschlossen. Charlemagne glaubte, daß eine Regierung zugunsten der Regierten sein sollte und er versuchte unermüdlich, das Leben seines Volkes zu verbessern. Er ermutigte Handel, bessere Farmmethoden und verbreitete Ausbildung und Christentum. Der Kaiser starb im Jahre 814.
Paul Karrer wurde am 21. April 1889 in Moskau , Rußland, geboren und starb am 18. Juni 1971 in Zürich. Der schweizer Chemiker untersuchte die Zusammensetzung von Karotinoiden, Vitamin A und B2 sowie anderen Stoffen. Dafür erhielt er einen Teil des Nobelpreises für Chemie im Jahre 1937. Karrer erhielt seine Ausbildung in der Schweiz und seinen Doktortitel an der Universität in Zürich. Er verbrachte ein Jahr am Chemischen Institut in Zürich und ging später zu Paul Ehrlich an das Georg Speyer Haus in Frankfurt am Main. Karrers bekannteste Erforschung war die der Pflanzenpigmente, speziell der gelben (Karotenoide), die mit den Pigmenten in der Karotte verwandt sind. Er erklärte nicht nur die chemische Struktur der Karotenoide, sondern zeigte auch, daß einige dieser Substanzen im Tierkörper in Vitamin A umgewandelt werden. 1930 entwickelte Karrer die korrekte Formel für Karotin. Das war das erste mal, daß eine chemische Struktur eines Vitamins erstellt wurde. Kurz darauf war er in der Lage, die Zusammensetzung von Vitamin A zu bestimmen. Sein Lehrbuch der organischen Chemie erschien in den 1930ern und 1940ern in zahlreichen Auflagen. NN
Hermann Kasack wurde am 24. Juni 1896 in Potsdam zur Welt gebracht. Er war Mitbegründer des deutschen PEN - Zentrums. Von 1953 bis 1963 war Kasack Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Am bekanntesten sind sein Roman Die Stadt hinter dem Strom sowie Gedichte, z.B. Das ewige Dasein und Hörspiele. Kasack starb am 10. Januar 1966 in Stuttgart.
Marie Luise von Kaschnitz: Marie Luise von Holzing - Berstett wurde 1901 in Karlsruhe geboren und wuchs als Tochter eines Offiziers in Potsdam und Berlin auf. Ihre Mutter war eine geborene Freiin von Soldeneck. Nach dem Besuch des Lyzeums wurde sie Buchhändlerin in Weimar, München und Rom. 1925 heiratete sie den Archäologen Guido von Kaschnitz-Weinberg. Mit ihrem Mann verbrachte sie lange Reisejahre in Frankreich, Italien und Griechenland. Sie schrieb Gedichte, Romane, Erzählungen, Autobiographisches, unter anderem Wohin denn ich und zahlreiche Hörspiele. 1943 erschienen ihre "Griechischen Mythen", 1945 12 Essays unter dem Titel "Menschen und Dinge". Es folgten die Balladenbände "Rückkehr nach Frankfurt" und "Zukunftsmusik", außerdem die Biographie über den französischen Maler Gustave Courbet, die Gedichtbände "Ewige Stadt", "Tutzinger Gedichtkreis", "Balladen", "Sizilischer Herbst und "Jahreszeiten". Mit dem Buch "Die Engelsbrücke, Römische Betrachtungen" wies sie sich erneut als Essayistin von Rang aus. 1955 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. 1960 hielt sie an der Frankfurter Universität Vorlesungen zur Poetik. Weitere Werke aus den letzten Jahren sind unter anderem "Nicht nur von hier und von heute", "Zwischen Immer und Nie" sowie "Kein Zauberspruch" . Spätere Sammlungen, wie Dein Schweigen, meine Stimme zeigen die Einsamkeit und den Kummer nach dem Tode ihres Ehemanns 1958 und ihr Suchen nach der Bedeutung des Lebens. Marie Luise Kaschnitz starb am 10. Oktober 1974 in Rom. NN
Walter Kasper wurde am 5.3.33 in Heidenheim geboren. Er wurde 1957 zum Priester geweiht. Er war Professor und Dekan der theologischen Fakultät an der Universität Münster. 1989 wurde er zum Bischof von Rottenburg-Stuttgart ernannt. 2001 wurde er zum Kardinal ernannt.
Am 23 Februar 1899 kam Erich Kästner, deutscher Satiriker, Dichter und Romanschriftsteller, in Dresden zur Welt. Er starb am 29. Juli 1974 im Alter von 75 Jahren. Kästner ist bekannt für seine Kinderbücher und seinen witzig, lakonischen Schreibstil. Die von Kästner geschriebenen Kinderbücher zeichnen sich durch Humor und Respekt für den kindlichen Ernst aus. Seine bekanntesten Bücher sind Emil und die Detektive, Das doppelte Lottchen, Die Schule der Diktatoren sowie Als ich ein kleiner Junge war.
Wilhelm Keitel wurde am 22. September 1882 in Helmscherode geboren und wurde am 16. Oktober 1946 in Nürnberg hingerichtet. Er war Feldmarschall und Führer des Oberkommandos der deutschen Armee während des 2. Weltkrieges. Keitel war einer der loyalsten und vertrautesten Leutnants Adolf Hitler's und wurde Hitler's persönlicher Stabschef und half bei der Leitung der meisten Feldzüge des 2. Weltkrieges. Während des 1. Weltkrieges diente er als Stabsoffizier und in der Weimarer Republik in der Verwaltung. 1935 wurde Keitel Stabschef der Armee, vergleichbar mit dem Posten des Kriegsministers, und 1938 wurde er zum Führer des Oberkommandos ernannt. Dieses wurde von Hitler als zentrale Kontrollagentur für deutsche militärische Fortschritte errichtet. Im Juni 1940 diktierte Keitel die Bedingungen für die Kapitulation Frankreichs. Nach Beendigung des Krieges wurde er während des Kriegstribunals in Nürnberg der Ermordung von Gefangenen und anderen Aktivitäten für schuldig befunden und hingerichtet. Er wurde weitgehend als schwacher Offizier mit begrenzter militärisch taktischer Erfahrung betrachtet und diente hauptsächlich als Hitlers Lakai.
Der Geburtstag Gottfried Kellers ist der 19. Juli 1819. Keller ist der größte deutsch-schweizerische Schreiber von Erzählungen der realistischen Schule des späten 19. Jahrhunderts. Während seiner Studien in Heidelberg wurde er stark vom Philosophen Ludwig Feuerbach beeinflußt. Sein autobiographischer Roman Der grüne Heinrich wurde ein klassischer Bildungsroman in der Tradition von Goethe's Wilhelm Meister. Keller ist ebenso bekannt für seine Kurzgeschichten, z.B. Die Leute von Seldwyla und Sieben Legenden. Der Schriftsteller starb im Alter von 70 Jahren in seiner Geburtsstadt Zürich.
Petra Karin Kelly: Petra Karin Lehmann, den Namen Kelly erhielt sie durch ihren Stiefvater, wurde am 29. November 1947 in Günzburg geboren. Bereits in frühen Jahren setzte sie sich mit der deutschen Zeitgeschichte und den nationalsozialistischen Verbrechen auseinander. Von 1966 bis 1970 studierte sie Politische Wissenschaften und im Präsidentschaftswahlkampf 1968 arbeitete sie für Robert Kennedy und Hubert Humphrey. Nach dem Tod ihrer Schwester gründete Petra Kelly im Juli 1973 die Grace P. Kelly Vereinigung zur Unterstützung der Krebsforschung für Kinder e.V.. Das Engagement für krebskranke Kinder wurde neben dem Kampf gegen die Atomenergie, eine der Hauptursachen von Krebs, zu einem bestimmenden Anliegen ihrer Politik. Aus den Impulsen für eine umfassende politische und gesellschaftliche Erneuerung in Westdeutschland gingen Ende der 70er Jahre DIE GRÜNEN als neue politische Partei hervor. An deren Gründung im Januar 1980 war Petra Kelly wesentlich beteiligt. Nach dem Einzug in den Bundestag vertrat sie DIE GRÜNEN als Mitglied im Auswärtigen Ausschuß, in den Unterausschüssen Abrüstung und Rüstungskontrolle und für Fragen der Europäischen Gemeinschaft sowie in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und der Westeuropäischen Union (WEU). Petra Kelly gewann auch internationale Anerkennung. 1982 wurde sie unter anderem mit dem Alternativen Nobelpreis und 1983 mit dem Preis "Frau des Jahres" der amerikanischen Frauenorganisation Women Strike for Peace ausgezeichnet. Am 01. Oktober 1992 wurde Petra Kelly von ihrem Lebensgefährten Gert Bastian im Schlaf erschossen. Motiv und Hintergründe sind bis heute nicht abschließend geklärt. Petra Kelly war die herausragende Persönlichkeit bei der Gründung der Grünen Partei in Deutschland, sie stand als Person weltweit für die Grünen und war zugleich Symbolfigur und Sprachrohr der internationalen ökologischen und gewaltfreien Bewegung. Nicht Krisenmanagement war ihr Ziel, sondern ein tiefgreifender Wandel der Gesellschaft. Im Mittelpunkt ihres politischen Engements stand die Achtung und Förderung der Menschenrechte. NN
Hans Kelsen wurde am 11.10.1881 in Prag geboren und starb am 19.4.1973 in Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien. Er verfasste die österreichische Bundesverfassung von 1920. Er war Universitätsprofessor in Wien, 1921, Köln 1930, Genf 1933, Prag 1936, und Berkeley 1942. Dieser Rechtswissenschaftler war 1921 – 30 österreichischer Verfassungsrichter. Unter seine Werke sind Hauptprobleme der Staatsrechtslehre 1911, Allgemeine Staatslehre 1925, Reine Rechtslehre 1934, The Law of the United nations, 1950 und Was ist Gerechtigkeit? 1953.
Johannes Kepler (auch Keppler) wurde am 27. Dezember 1571 in Weil der Stadt geboren und starb am 15. November 1630 in Regensburg. Der deutsche Astronom war ab 1601 Brahes Nachfolger als Astronom Rudolfs II. in Prag. Kepler stellte drei mathematische Gesetze über die Bewegung der Planeten auf. Er erkannte, daß sich die Planeten in einer ellipsenförmigen Bahn um die Sonne bewegen. Kepler entwickelte ferner die Theorie der Linsen und des Fernrohrs (mit zwei Konvexlinsen). Er verfaßte den "Abriß der kopernikanischen Astronomie" und veröffentlichte 1627 die "Rudolphin Tafeln". Während seiner Studien fand Kepler großes Interesse an Mathematik und Astronomie. Er besuchte Vorlesungen in griechischer und hebräischer Sprache und hörte weiterhin Ethik, Geschichte und Physik. Im Jahre 1592 begann Kepler sein Studium in der Theologie. 1600 siedelte Kepler nach Prag über, wo er als Assistent von Tycho Brahe arbeitete. Nachdem Tycho Brahe verstorben war, wurde Kepler dessen Nachfolger als kaiserlicher Mathematiker Rudolfs II. Im Jahre 1620 kam Kepler in seine Heimat zurück und half seiner Mutter bei dem Prozeß gegen Ketzerei. Nach langen Verhandlungen wurde seine Mutter freigesprochen. NN
Joseph Keppler wurde am 1. Februar 1838 in Wien geboren und starb am 19. Februar 1894 in New York. Er war Karikaturist und Gründer von Kobold, der ersten erfolgreichen wöchentlichen Witzzeitschrift in den USA. Keppler studierte Kunst in Wien. Nach der Revolution von 1848 emmigrierte sein Vater in die Vereinigten Staaten und lies sich in Missouri nieder. Dorthin folgte Joseph ihm 1867. Zwei Jahre später gründete er seine erste lustige Wochenzeitung in St. Louis. Die Zeitung war nicht erfolgreich und 1870 gründete er Kobold, eine wöchentliche Zeitschrift in deutscher Sprache, die jedoch ebenfalls nur von kurzer Dauer war. Keppler zog dann nach New York und zeichnete Comics für die Titelseite von Frank Leslie's illustrierten Zeitung. 1876 brach er mit Leslie und gründete einen zweiten deutschsprachigen Kobold, der so erfolgreich war, daß 1877 mit einer englischen Version begonnen wurde. Die englische Version wurde bis 1918 herausgegeben und überlebte die deutsche Version um 22 Jahre. Anfänglich zeichnete Keppler alle Comics und obwohl später auch andere Künstler zu den Zeichnungen beitrugen, behielt Keppler einen starken Einfluß. Sein Comic Forbidding the Banns, der für die anti-Garfield Gruppe in der Garfield-Hancock Präsidentschaftskampagne von 1880 veröffentlicht wurde, erhielt weitgehende Aufmerksamkeit. NN
Georg Kerschensteiner wurde am 29. Juli 1854 in München geboren und starb am 15. Januar 1932 in seiner Geburtsstadt. Der Ausbildungstheoretiker und Reformer war ein Führer in der Ausbreitung der Berufsausbildung in Deutschland. Kerschensteiner studierte Physik sowie Mathematik in München und unterrichtete Mathe in Nürnberg und Schweinfurt bevor er 1895 zum Direktor der öffentlichen Schulen in München ernannt wurde. In dieser Position, die er bis 1919 inne hatte, und als Professor in München ab 1920, unterstützte er eine pragmatische Herangehensweise an Grund- und höhere Schulbildung mit der Verschmelzung von klassischem Studium und Handarbeit. Kerschensteiner entwickelte ebenfalls ein System von Berufsschulen in München. Er schrieb über die Nowendigkeit einer abgerundeten Ausbildung, die körperliche Aktivitäten einschließt sowie über den Wert einer reinen Berufsausbildung. Kerschensteiner faßte viele seiner Theorien in seinem letzten Hauptwerk, "Theorie der Bildungsorganisation" zusammen.
Albrecht Kesselring wurde am 20. November 1885 in Marktstedt geboren und starb am 16. Juli 1960 in Bad Nauheim. Er diente als Stabsoffizier während des 1. Weltkrieges und wurde 1933 zur Luftwaffe versetzt. Diese kommandierte er bei der Invasion Polens und Belgiens. Er wurde einer der besten Strategen Hitlers während des 2. Weltkrieges. 1940 wurde er zum Feldmarschall ernannt. 1947 wurde Kesselring angeklagt und für Kriegsverbrechen verurteilt. Sein Todesurteil wurde in lebenslange Haft umgeändert. 1952 wurde er begnadigt und entlassen. Er schrieb Soldat bis zum letzten Tag.
Alfred von Kiderlen-Wächter wurde am 10. Juli 1852 in Stuttgart geboren und starb am 30. Dezember 1912 im Alter von 60 Jahren. Kiderlen-Wächter war deutscher Staatsmann und Auslandssekretär und spielte eine Rolle in der zweiten Marokkokrise im Jahre 1911 vor dem 1. Weltkrieg. Er war Vertreter der deutschen Diplomatie nach Bismarck.
Kurt Georg Kiesinger wurde am 6. April 1904 in Ebingen geboren und starb am 9. März 1988 in Tübingen. Er war konservativer Politiker und Kanzler der Bundesrepublik. Kiesinger wandte sich gegen große Versöhnungsschritte mit dem Sowjetblock. Kiesinger erhielt seine Ausbildung in Berlin und Tübingen und praktizierte danach Recht. Nach Hitlers Machtübernahme trat er der Nazipartei bei, blieb jedoch größtenteils passiv und lehnte den Beitritt in die Nationalsozialistische Anwaltszunft ab. Nach dem Krieg wurde Kiesinger eingesperrt und schließlich von Alliierten sowie deutschen Entnazifizierungsgerichten freigesprochen. Kiesinger trat Adenauers CDU bei und war von 1949 bis 1958 Mitglied des Bundestags, wo er als Vorsitzender des Kommittees für Außenpolitik agierte. Er verteidigte Adenauers pro-west Außenpolitik ebenso wie dessen konservative Innenpolitik. Von 1958 bis 1966 war er Ministerpräsident von Baden Würtemberg und von 1962 bis 1963 Bundesratspräsident. Am 1. Dezember 1966 ersetzte Kiesinger Ludwig Erhard als Kanzler. Seine Regierung, eine große Koalition der CDU und SPD, blieb für fast 3 Jahre im Amt. Während dieser Zeit verbesserte sich Deutschlands Wirtschaft zunehmend. NN
St. Kilian (ca. 640 ca. 689) St. Kilian wurde ungefähr im Jahr 640, wahrscheinlich in Irland, geboren. Er Missionarsarbeit in Deutschland geleistet und in der Nähe von Würzburg damit begonnen. Er wurde von Heiden in dieser Gegend ungefähr in Jahr 689 getötet. Sein Gedenktag ist am 8. Juli, und er ist in Würzburg begraben.
Der deutsche Maler, Ernst Ludwig Kirchner, wurde am 6. Mai 1880 in Aschaffenburg geboren und beging Selbstmord am 15. Juni 1938 in der Nähe von Davos, Schweiz. Kirchner war einer der Führer der Gruppe expressionistischer Künstler, bekannt als Die Brücke. Er studierte Architektur in Dresden, war jedoch von der Malerei besessen. Im Jahre 1905 gründete er zusammen mit Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff Die Brücke. Kirchners Illustrationen für Peter Schlemihls wundersame Geschichte und das Gedicht Umbra Vitae werden als seine besten Werke angesehen. Weitere Werke sind Holzschnitte für Der Sturm, Street, Berlin, Artist and His Model und Girl Under Japanese Umbrella.
Sarah Kirsch wurde als Ingrid Bernstein 1935 in Limlingerode im Südharz geboren. Sie studierte Biologie in Halle. Die Faszination an Pflanzen und Tieren ließ sie auch als Autorin nicht mehr los. 1965 publizierte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Rainer Kirsch den ersten Gedichtband "Gespräch mit dem Saurier". Da hatte sie bereits ein zweijähriges Studium am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig absolviert und konnte fortan als freie Schriftstellerin leben. Doch die Chancen für Sarah Kirschs eigenwillig subjektive und originell emanzipatorische Weltsicht waren nur von kurzer Dauer. Querelen mit den Kulturpolitikern wegen angeblicher "Schwermut" in ihren Versen hatte sie seit ihrem ersten selbständigen Lyrikband "Landaufenthalt". Als die diffamierende Kulturpolitik mit der Ausbürgerung Wolf Biermanns einen vorläufigen Höhepunkt erreichte, gehörte Sarah Kirsch zu jenen Autoren, die die Petition für ihn unterschrieben. 1977 zog sie mit ihrem Sohn Moritz über West-Berlin nach Niedersachsen, von dort ans schlesig-holsteinische Wattenmeer. Hier konnte sie ungehindert ihre Liebe zur Natur in fein rhythmisierte Verse gießen und die Idylle mit der weltweiten Zerstörung von Elementarem konfrontieren. Sie schrieb die Lyrikbände "Drachensteigen", "Erdreich", "Katzenleben", "Schneewärme", "Erlkönigs Tochter" und zuletzt "Bodenlos", für die sie zahlreise Preise erhielt. In den Gedichten versteht sie es, Tragisches auf unnachahmliche Art ins Tragikomische zu wenden, zu ironisieren und im Detail Sinnbilder für den Zustand der Welt zu entwerfen. In ihren Liebesgedichten mischen sich Melancholie und schwarzer Humor. Sarah Kirsch wurde mit dem Büchnerpreis, der als bedeutendste deutsche Literaturauszeichnung gilt, ausgezeichnet. Sie war seit 1980 die erste Frau, die mit dem Preis ausgezeichnet wurde. NN
Henry Kissinger wurde am 27. Mai 1923 in Fürth geboren. Seine Familie wanderte 1938 in die USA aus und er erhielt die amerikanische Staatsbürgerschaft am 19. Juni 1943. Er studierte in Harvard und von 1954 bis 1971 war er Mitglied der Fakultät der Harvard Universität in der Regierungsabteilung und im Zentrum für Internationale Angelegenheiten. Kissinger schrieb sechs Bücher und mehr als 40 Artikel über die Außenpolitik der USA, internationale Angelegenheiten und die Geschichte der Diplomatie. Unter zahlreichen Auszeichnungen befinden sich ein Guggenheim Stipendium, der Woodrow Wilson Preis für das beste Buch auf dem Gebiet: Regierung, Politik und internationale Angelegenheiten und der Friedensnobelpreis im Jahre 1973. Er diente unter anderem als Berater für das auswärtige Amt, das Amt für Waffenkontrolle und Abrüstung, das Kommittee für Nationale Sicherheit und für das Büro für Unternehmensforschung. Von 1943 bis 1946 diente Kissinger im Spionageabwehrdienst der US Armee, und von 1946 bis 1949 war er Kommandant der Militärischen Nachrichtendienstreserve. Unter den Präsidenten Nixon und Ford übte Kissinger einen starken starken Einfluß auf die Außenpolitik der USA aus. Seine späteren Bucher sind unter anderem "American Foreign Policy", "The White House Years" und "For the Record". NN
Edwin Klebs wurde am 6. Februar 1834 in Königsberg, dem früheren Preußen, geboren und starb am 23. Oktober 1913 in Bern. Der deutsche Mediziner und Bakteriologe war Assistent von Rudolf Virchow am Pathologischen Institut in Berlin. Er studierte die Bakterienkunde traumatischer Infektionen, Malaria und übertrug Syphillis erfolgreich auf Affen. Klebs veröffentlichte ein Handbuch der Pathologischen Anatomie und eine Abhandlung der Allgemeinen Pathologie. Zusammen mit Friedrich August Johannes Löffler entdeckte er 1884 den Diphterie-Bazillus, der nach beiden benannt wurde.
Erich Kleiber wurde am 5. August 1890 in Wien geboren und starb am 27. Januar 1956 in Zürich. Der Dirigent führte viele Werke des 20. Jahrhunderts auf und war besonders für seine Vorführungen der Werke Mozarts, Beethovens, Wagners und Strauss' sowie seine Treue zu den Absichten der Komponisten bekannt. Kleiber studierte in Prag und zwischen 1912 und 1922 dirigierte er an zahlreichen deutschen Opernhäusern. 1923 wurde er Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, wo er 1925 die erste Vorstellung von Alban Bergs Wozzeck gab. 1935 verließ Kleiber Deutschland. Er dirigierte deutsche Opern in Buenos Aires und erhielt die Staatsbürgerschaft Argentiniens. 1954 wurde er leitender Dirigent der Berliner Staatsoper in Ostberlin. Aufgrund von Problemen mit der ostdeutschen Regierung trat er 1955 von diesem Posten zurück. Kleiber dirigierte Konzerte für Klavier und Violine, Orchester und Kammerwerke sowie Lieder. NN
Melanie Klein wurde am 30. März 1882 in Wien geboren und starb am 22. September 1960 in London. Sie war Psychoanalytikerin und konstruierte therapeutische Verfahren in der Kindespsychologie, die eine große Bedeutung für die Pflege und Erziehung von Kindern hatten. Klein entwickelte Methoden der Spieltherapie und zeigte, daß die Art und Weise wie Kinder mit Spielzeug spielen, frühe kindliche Phantasien und Ängste aufdecken. In "The Psychoanalysis of Children" beschrieb sie, wie diese Ängste die Entwicklung des Egos, des Superegos und der Sexualität beeinflußten und Gefühlsstörungen hervorrufen. Melanie Klein war eine wichtige Figur in psychoanalytischen Kreisen von 1920 bis zu ihrem Tod. Sie betrachtete die Entwicklung von Kindern und hauptsächlich von Mädchen, in einer Weise, die einerseits eine Erweiterung und andererseits eine Herausforderung der orthodoxen Freud'schen Denkweise war. Ab 1934 begann Klein ihre Arbeit mit erwachsenen Patienten zu nutzen, um ihre Vorstellungen von kindlichen Ängsten zu erweitern. Sie präsentierte ihre Sichtweise in zahlreiche Aufsätzen und einem Buch "Envy and Gratitude". Ihr letztes Werk "Narrative of a Child Analysis" wurde nach ihrem Tod veröffentlicht und basierte auf detaillierten Aufzeichnungen.
Paul Ludwig von Kleist wurde am 8. August 1881 in Braunsfeld an der Lahn geboren und starb wahrscheinlich im Oktober 1954 in Rußland. Er diente als Leutnant der Husaren und Regimentskommandant während des 1. Weltkrieges. Nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges erhielt er das Kommando eines Armee-Korps. Er war ein Meister des Blitzkrieges und war am Einfall in Polen beteiligt. Seine Panzer führten den deutschen Angriff auf Kiew. 1945 wurde er gefangengenommen und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder geboren und starb am 21. November 1811 in Wannsee, in der Nähe von Berlin. Er war der erste der großen deutschen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Dichter der Bewegungen des Realismus, Expressionismus, Nationalismus und Existentialismus in Frankreich und Deutschland betrachteten Kleist als Muster für ihre Dichtungen. Kleist war ein Dichter, der die modernen Probleme des Lebens und der Literatur vorhersah. Kleist lebte zunächst in Berlin, wo er das Drama Die Familie Ghonorez entwarf. Der zum Irrationalismus neigende und mehrfach von Todessehnsüchten gepeinigte Dichter reiste durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Seine im Mittelalter spielende Schicksalstragödie Die Familie Schroffenstein zeigt die sich zwischen zartfühlender Innigkeit und grausiger Besessenheit verwirrende Geschichte zweier feindlicher Familien. Die ständigen Täuschungen und Irritationen, rätselhaften Situationen und überraschenden Wendungen des Stücks sind charakteristisch für Kleists dramatischen Stil. Nach dem Sieg Napoleons als angeblicher Spion verhaftet, bewegte sich Kleist nach seiner Freilassung im Kreise der Dresdener Romantiker (Adam Müller, Ludwig Tieck), gründete 1807 das Kunstjournal Phöbus und vollendete das Lustspiel Der zerbrochne Krug sowie das träumerisch-wunderbare Volksschauspiel Das Käthchen von Heilbronn. Kleist wurde zum erbitterten Napoleon-Gegner und Fürsprecher eines deutschen Nationalismus. Er schrieb Die Hermannsschlacht sowie andere Kriegslyrik und politische Gedichte. Er verkehrte in Kreisen der Berliner Romantiker und war Herausgeber und Redakteur der Tageszeitung Berliner Abendblätter. Kleist schrieb auch Essays und Erzählungen, z.B. Das Erdbeben in Chili und Michael Kohlhaas. Neben den Tragödien gehören auch Lustspiele und Erzähltexte zu seinem dichterischen Werk. Kleist gilt heute als einer der Begründer der deutschen Novelle.
Gustav Klimt wurde am 14. Juli 1862 in Wien geboren und starb am 6. Februar 1918. Der österreichische Maler war der Gründer der Wiener Sezessionsschule. Die Mitglieder lehnten sich gegen akademische Kunst zugunsten eines hochdekorativen Stils auf. Klimt ist bekannt durch seine Wandgemälde, z. B. Beethoven Frieze und The Kiss sowie eine Reihe von Portraits.
Paul Klee wurde am 18. Februar 1879 geboren. Der in der Schweiz geborener Maler und Graphiker starb 1940. Er arbeitete hauptsächlich in Deutschland. Eine Zeitlang war er Lehrer am "Bauhaus", wo er mit anderen Espressionistischen Künstlern zusammenarbeitete.
Heute ist Friedrich Klingers Geburtstag. Klinger war Dichter zur Zeit des jungen Goethes. Der Literaturstil, welchen Goethe und Klinger vertreten, nennt man "Sturm und Drang." Auch Friedrich Schiller war ein Zeitgenosse Klingers. Seine frühen Werke werden demselben Stil zugeschrieben. Klinger wurde 1752 geboren und starb im Jahre 1831.
Der deutsche Physiker Klaus von Klitzing wurde am 28. Juni 1943 in Schroda, im besetzten Polen, geboren. Nach seinem Studium der Physik in Brunswick undWürzburg arbeitete von Klitzing als Professor an der Technischen Universität in München und wurde später Direktor des Max Planck Instituts in Stuttgart. 1985 bekam er den Nobelpreis verliehen für seine Entdeckung, daß under angemessenen Bedingungen der Widerstand eines elektrischen Stromleiters quantisiert wird.
In Quedlinburg, Sachsen, wurde am 2. Juli 1724 der deutsche Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock geboren. Klopstock, der zu Studienzeiten kirchliche Themen zum Subjekt seiner Dichtung machte, brachte 1749 den ersten Teil seines epischen Gedichtes Der Messias heraus. Dieses Werk, für das er am bekanntesten ist, vollendete er 1770. Desweiteren ist er für seine Oden berühmt, die er oft in freien Versen komponierte, die ihm einen natürlicheren und ausdrucksvolleren Gebrau der Sprache erlaubten. Seine Werke brechen die Dominanz des Rationalismuses, der im frühen 18. Jahrhundert in Deutschland vorherrschend war. Klopstock starb 1803 in Hamburg. Klopstock hatte einen enormen Einfluß auf den jungen Johann Wolfgang von Goethe. Wer Goethes "Werther" liest, begegnet den Namen Klopstock in Zusammenhang mit einem Gewitter. NN
Der deutsche Feldmarschall Hans Günther von Kluge wurde am 30. Oktober 1882 in Posen, im heutigen Polen, geboren und starb am 18. August 1944 in der Nähe von Metz. Er war einer der fähigsten Kommandanten Hitlers an der Ostfront während des 2. Weltkrieges. Er führte eine Armee sowohl in der polnischen, französischen wie auch russischen Invasion. Obwohl er Kontakt zu den Verschörern aufnahm, hatte er keine Kenntnis vom Attentatsversuch auf Hitler. Am 17. August 1944 wurde Kluge jedoch von Hitler entlassen. Er beging Selbstmord am darauffolgenden Tag.
Heidi Klum wurde am 1.1.73 in Bergisch Gladbach geboren.
Eine der Institutionen der deutschen Kulturlandschaft, Hildegard Knef, wurde 28. Dezember 1925 in Ulm geboren. Sie hat wie keine andere Schauspielerin der Nachkriegszeit, deutsche Kinogeschichte geschrieben. Ihr Filmdebüt trat sie mit Die Mörder sind unter uns an und schockierte in Die Sünderin das biedere Nachkriegsdeutschland. Boykottaktionen gegen diesen Film machten die Knef neben Marlene Dietrich zu einem Exportschlager. Hildegard Knef setzte sich auch in Hollywood , unter anderem mit Schnee am Kilimandscharo durch. Sie wurde ebenso als Schauspielerin bekannt, z.B. mit Der geschenkte Gaul. Sie erhielt den Edison-Preis für insgesamt 320 Texte und das Bundesverdienstkreuz im Jahre 1974.
Sebastian Kneipp, wurde am 17.5.1821 in Stefansried bei Ottobeuren geboren. Dieser katholische Priester wurde Naturheilkundiger und erfand die sogenannte Kneippkur (Hydrotherapie). Die Kneippkur ist die systematische Anwendung von Wasser und Heilkräutern. Sie wird ärztlich zur Kräftigung des Körpers, zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur Unterstützung der Selbstheillung des Körpers empfohlen.
Erwin Knoll wurde am 17. Juli 1931 in Wien geboren und starb am 2. November 1994 in Madison, Wisconsin,USA. Knolls Familie war aus Österreich vor dem Nazi-Terror geflohen, als Knoll gerade 9 Jahre alt war. Er war der Herausgeber des politischen Magazins "The Progressive" und bekannt für sein Engagement für zivile Freiheiten sowie Gewaltlosigkeit und seine Opposition gegen die Todesstrafe, Atomwaffen und amerikanische Interventionen im Ausland. Knoll erzielte 1979 internationale Aufmerksamkeit, als er eine Aufforderung der Regierung, einen Artikel über die Geheimnisse der Entwicklung von Wasserstoffbomben nicht zu drucken, mißachtete. Ein Gericht verbot jedoch die Veröffentlichung. Nach 6 Monaten wurde der Artikel schließlich veröffentlicht. Knoll arbeitete für die Washington Post und den Newhouse National News Service bevor er der Herausgeber des Magazins "The Progressive" in Washington wurde. Später zog er nach Madison, wo er als Herausgeber des gesamten Magazins arbeitete. Seine Opposition zum Golfkrieg im Jahre 1991 war fast einzigartig unter amerikanischen Editoren und führte zu Auftritten in der PBS "MacNeil/Lehrer NewsHour". Knolls zahlreiche Bücher beinhalten unter anderem "Scandal in the Pentagon", "War Crimes and the American Conscience" und "No Comment". NN
Bischof Dr. Kurt Koch wurde am 15. März 1950 geboren. Er wurde 1982 zum Priester geweiht. Seit 1996 ist er der Bischof von Basel/ Schweiz
Marita Koch wurde am 18. Februar 1957 in Wismar geboren. Marita war Leichtathletin und sammelte eine bemerkenswerte Anzahl von 16 Einzel- und Teamweltrekorden bei Außenwettkämpfen und 14 Weltrekorde in der Halle. Bei ihren einzigen Olympischen Spielen 1980 in Moskau gewann sie zwei Medaillen. Nachdem sie 1976 aufgrund einer Verletzung bei den Olympischen Spielen nicht antreten konnte, setzte sie ihren ersten Hallenrekord mit 51.8 sek über 400m ein Jahr später in Mailand. Über die 400m Distanz erzielte sie ihre besten Ergebnisse. Sie gewann Gold bei den Olympischen Spielen und setzte einen Weltrekord, der bis in die 90er Jahre nicht unterboten wurde. Herausgefordert von ihrer Konkurrentin Marlies Göhr, erzielte Marita zahlreiche Hallenerfolge und wurde die weltbeste Läuferin über 50m und 60m. 1979 war sie die erste Läuferin, die die 200m unter 22 sek lief. Sie war Läuferin in der ostdeutschen Staffeln, unter anderem im 4x100m Team, das 1979 und 1983 Weltrekorde setzte. Marita lief ebenfalls in der 4x400m Staffel, mit der sie Silber in Moskau errang und die 1980, 1982 und 1984 Weltrekord lief. 1987 beendete sie ihre Karriere als Läuferin. NN
Der Arzt Robert Koch wurde am 11.12.1843 geboren. Er gilt als Begründer der Bakteriologie. Seit 1891 war er der Direktor des Instituts für Infektionskrankheiten in Berlin (der Name heute ist das Robert-Koch-Institut). 1882 entdeckte er den Tuberkelbazillus und 1883 den Choleraerreger. Er erhielt den Nobelpreis im Jahre 1905.
Ludwig, Ritter von Köchel wurde am 14. Januar 1800 in Stein, in der Nähe von Krems, Österreich, geboren und starb am 3. Juni 1877 in Wien. Der Gelehrte entwickelte den vollständigsten chronologischen Katalog der Werke Mozarts, die fast ausschließlich durch den Buchstaben "K" (für Köchel) oder "KV" (für Köchel und Verzeichnis) und ihre numerische Position im Katalog identifiziert werden können. Köchel entwickelte einen bemerkenswerten Ruf in der Botanik und der Mineralogie, wendete sich jedoch ab ca. 1851 der Musik und den Werken Mozarts zu. Er arbeitete ungefähr ein Jahrzehnt an seinem großen Katalog "Chronologisch-thematisches Verzeichnis sämtlicher Tonwerke Wolfgang Amade Mozarts". Köchel klassifizierte hunderte unnumerierte Kompositionen Mozarts in 23 Kategorien und vergab Kompositionsdaten für jedes Werk auf der Grundlage von stilistischen Entwicklungen und Mozarts musikalischer Handschrift. Zwei Jahre vor seinem Tod unterstützte Köchel die Herausgabe einer vollständigen Ausgabe von Mozarts Werken durch Breitkopf and Härtel. NN
Am 25. August 1841 wurde der Schweizer Emil Theodor Kocher geboren. Kocher sutdierte Medizin und wurde 1872 Professor der chirugischen Klinik in Bern. Er war der erste, der die Entfernung der Schilddrüse als Behandlungsmethode für Kropf-Patienten anwendete. Kocher starb 1917 in Bern.
Hannelore Kohl wurde am 7. März 1933 in Berlin geboren. Später lebte sie in Leipzig und durch den Krieg kam sie nach Ludwigshafen. Nach dem Tod ihres Vaters mußte sie ihr Sprachenstudium abbrechen, ging in eine kaufmännische Lehre und wurde Fremdsprachenkorrespondentin. 1960 heiratete sie Helmut Kohl und gebar zwei Söhne. Hannelore Kohl ist Ehefrau des Ministerpräsidenten von Rheinland Pfalz und des späteren Bundeskanzlers. Die ersten Jahren der Kanzlerschaft Helmut Kohls waren nicht leicht für sie. Hausfrau aus Oggersheim war noch eine der moderaten Abwertungen. Das Dasein als Frau des Regierungschefs müsse man erst wie ein Handwerk lernen, resümiert sie heute. Längst ist sie dabei im Umgang mit den Medien souverän geworden. Im Laufe der politischen Karriere ihres Mannes hat Hannelore Kohl ihre eigene Zeichen gesetzt und für ihr soziales Engagement sehr viel Anerkennung erfahren. Über 31 Millionen Mark hat Hannelore Kohl mit ihren Organisationen und ihrer Stiftung zugunsten der Rehabilitation von Unfallverletzten mit Schäden am zentralen Nervensystem schon gesammelt und in Kliniken und für Forschungszwecke verteilt. Sie beging Selbstmord am 5.7.2001. Sie litt nämlich an eine unheilbare und schmerzvolle Lichtallergie. Seit 15 Monaten hat sie nicht mehr ein dunkeles Zimmer in ihrem Haus verlassen können.NN
Der 3. April ist Helmut Kohls Geburtstag. Kohl kommt aus Ludwigshafen im Bundesland Rheinland-Pfalz. Er studierte an den Universitäten Frankfurt und Heidelberg (Rechtswissenschaft, Staatswissenschaft und Geschichte), und promovierte im Jahre 1958. Helmut Kohl war ab 1982 deutscher Bundeskanzler. Seine politische Partei ist die CDU. Er war der 6. Bundeskanzler der BRD. Seine Vorgänger in diesem Amt waren Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt und Helmut Schmidt.
Rudolf Albert von Kölliker wurde am 6. Juli 1817 in Zürich geboren und starb am 2. November 1905 in Würzburg. Der schweizer Embryologe und Histologe war einer der ersten Wissenschaftler, der die Gewebestruktur als Zellelement betrachtete. Kölliker gründete zusammen mit Karl von Siebold die Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie. Seine Untersuchungen beinhalteten die Entwicklung von Cephalopoden und roten Blutzellen sowie die Bedeutung der Keimschichten. Zwei seiner wichtigen Werke sind Handbuch der Gewebelehre des Menschen und Entwicklungsgeschichte des Menschen und der höheren Tiere.
Käthe Kollwitz war Graphikerin und Bildhauerin und eine der größten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie wurde am 8. Juli 1867 in Königsberg, Ostpreußen, im heutigen Kaliningrad geboren und starb am 22. April 1945 in der Nähe von Dresden. Käthe Kollwitz widmet sich nach frühzeitiger Aufgabe der Ölmalerei ganz der Graphik, zunächst Radierung und Lithographie, seit ca.1920 auch dem Holzschnitt. Mit dem graphischen Zyklus "Ein Weberaufstand", angeregt durch das Drama von Gerhart Hauptmann, gelingt ihr 1898 der Durchbruch in der Öffentlichkeit. Zwischen 1903 und 1908 entsteht eine Folge von sieben großformatigen Radierungen: "Ein Bauernkrieg". Kollwitz begrüßte die Russische Revolution und die deutsche Revolution 1918 mit Hoffnung, war jedoch bald vom sowjetischen Kommunismus enttäuscht. Im Jahre 1919, während der Weimarer Republik, wird sie als erste Frau in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen unter gleichzeitiger Verleihung des Professorentitels. Trotz dieser Ehrungen entstehen zwischen 1921 und 1924 ihre berühmten Plakate und Flugblätter gegen Krieg, Hunger und soziale Benachteiligung. 1928 übernimmt sie die Leitung der Meisterklasse für Graphik der Akademie. 1929 erhält sie den Orden Pour le mérite der Friedensklasse der Wissenschaft und Künste. Nach Machtantritt der Nazis wird sie aus der Akademie ausgeschlossen und erhält ein inoffizielles Ausstellungsverbot. Später arbeitet sie an dem lithographischen Zyklus "Tod". 1942 entsteht ihre letzte Lithographie "Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden" - ihr Vermächtnis und Mahnung gegen die Rekrutierung Jugendlicher für den Krieg. Ihr Tagebuch sowie Briefe wurden 1988 veröffentlicht. Käthe Kollwitz war eine Verfechterin der Rechte von Opfern sozialer Ungerechtigkeit, Krieg und Unmenschlichkeit. Die Hochzeit mit Karl Kollwitz und dessen Praxis im Arbeiterviertel von Berlin erlaubten ihr die Einsicht in die erbärmlichen Zustände der armen Leute in den Städten. NN
Die Schriftstellerin Annette Kolb wurde am 3. Februar 1870 in München geboren und starb am 3. Dezember 1967 in ihrer Geburtsstadt. Ihre Persönlichkeit wurde von ihrem deutsch-französischen Elternhaus beeinflußt. Der Prosaband Kurze Aufsätze war ihre erste Veröffentlichung im Jahre 1899. Ihre Werke beschreiben die Fragen ihrer Zeit, ihre Begegnungen mit Künstlern und Staatsmännern, ihr Engagement für ein friedliches Europa und ihr persönliches Leben. Der literarische Durchbruch gelang ihr mit dem Roman Das Exemplar, der mit dem Fontane Preis ausgezeichnet wurde. Während des 1. Weltkrieges war sie aktive Pazifistin und mußte in die Schweiz emigrieren. 1919 kehrte sie nach Deutschland zurück. In zahlreichen Essays, Zeitungsbeiträgen und Übersetzungen, z.B. Die Last, Zarastro und Beschwerdebuch beschrieb sie ihre eigenen Erfahrungen mit dem Leben der damaligen Zeit. Ihre Werke wurden von zahlreichen Schriftstellern anerkannt, unter anderem Hermann Hesse, Kurt Tucholsky und Carl von Ossietzky. Sie war bekennende Pazifistin und warnte vor der nationalsozialistischen Gefahr. 1933 mußte Annette Kolb nach Paris emigrieren und später nach New York. Nach dem Krieg lebte sie in Paris und München. Sie erhielt einige Auszeichnungen, z.B. den Goethepreis und den Orden Pour le merite. NN
Kardinal Dr. Franz König war der Erzbischof von Wien. Er wurde am 3. Auugst 1905 in Rabenstein (Niederösterreich) geboren. 1930 wurde er zum Dr. phil promoviert. Er ist einer der besten Kenner der Ideenwelt der altiranischen Religion des Zarathustra. Er wurde 1933 zum Priester geweiht. 1956 wurde er von Papst Papst Pius XII zum Erzbischof von Wien ernannt. Der Papst Johannes XXIII hat ihn 1958 in das Kardinalskollegium aufgenommen. Nach seinem 80. Geburtstag trat er 1985 als Erzbischof von Wien in den Ruhestand.
St. Konrad von Parzham (1818 1894) St. Konrad von Parzham (Johannes Birndorfer) wurde am 22. Dezember 1818 in Parzham in Bayern geboren. Seit seiner Jugend wollte er einem Kloster beitreten und Priester werden. Er wurde mehrmals zurückgewiesen, aber als er 30 Jahre alt war, wurde er im Kapuziner Kloster in Altötting in Bayern aufgenommen. Er verbrachte die nächsten 41 Jahre im Gebet. Er starb am 21. April 1894 und ist in der Kirche des Klosters, die in die Bruder Konrad Kirche umgetauft wurde, begraben. Konrad wurde durch Papst Pius XI. in Jahr 1934 heilig gesprochen.
Konstantin I oder Konstantin der Große lebte von ca. 288 bis 337 und wurde in Naissus, im heutigen Nisch, Serbien, geboren. Nach dem Tod seines Vaters Konstantius 306 in York, riefen dessen Soldaten Konstantin zum Kaiser aus. Als Kaiser des Westens regierte er von Trier (im heutigen Deutschland) aus. Vor der Schlacht in Milvian oder an der Mulvian Brücke, sah Konstantin, der dem Christentum gegenüber schon positiv eingestellt war, ein flammendes Kreuz am Himmel als Zeichen, in dessen Namen er die Eroberung durchführen würde. Er nahm das Kreuz an und war siegreich. Die Schlacht wird als Wendepunkt für das Christentum betrachtet. In seiner Friedensherrschaft baute Konstantin das Reich auf der Grundlage des Absolutismus auf. 325 versammelte er den bahnbrechenden Rat von Nicaea. 330 zog er mit der Hauptstadt nach Konstantinopel, einer Stadt, die der Jungfrau gewidmet war, um. Als Gründer des Christenreiches begann Konstantin ein neues Zeitalter. Er wurde auf dem Sterbebett getauft.
Der ehemalige Direktor der Deutschen Bank AG, Hilmar Kopper, wurde 1935 geboren. Kopper arbeitete in der Auslandsabteilung der Deutschen Bank in Düsseldorf und wurde später in den Vorstand der European Asian Bank, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, berufen. 1977 wurde Kopper Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und lößte Alfred Herrhausen 1989 als Vorstandssprecher ab. In diesem Amt blieb er bis Ende 1996.
Wolfgang Korngold wurde am 29. Mai 1897 in Brünn, Österreich-Ungarn geboren und starb am 29. November 1957 in Hollywood. Der Komponist ist bestens bekannt für seine Filmmusik und die Oper "Die tote Stadt". Korngold machte sich schon sehr früh einen Namen als Komponist in Wien. Er war ein Wunderkind und komponierte schon mit 11 Jahren das Ballet "Der Schneemann". Noch als Jugendlicher produzierte er die Opern "Der Ring des Polykrates" und "Violanta". 1934 ging er mit Max Reinhardt nach Hollywood und wendete seine Aufmerksamkeit der Filmmusik zu. Der größte Teil seiner Musik in traditionellen Formen kann der europäischen Periode seiner Arbeit zugeschrieben werden. Dazu gehö ren eine Vielzahl von Klavier- und Kammermusik. Einige davon schrieb er für den Pianisten Paul Wittgenstein, der im Krieg seinen rechten Arm verloren hatte. Korngold gewann Auszeichnungen für seine Filmmusik in "Anthony Adverse" und "The Adventures of Robin Hood".NN
Bischof Dr. Alois Kothgasser wurde am 29. Mai 1937 in Lichtenegg (Steiermark) geboren. Er trat 1964 in den Orden der Salesianer Don Boscos ein. 1964 wurde er zum Priester geweiht. 1969-1977 war er Dozent für Dogmatik an der Universität Pontificia Salesiana in Rom. Später war er mehrfach Gastprofessor in Benediktbeuern und in Bethlehem. Er wurde 1997 zum Bischof von Innsbruck ernannt.
August von Kotzebue wurde am 3. Mai 1761 in Weimar, Sachsen, geboren und starb am 23. März 1819 in Mannheim, Baden. Der Dramatiker übte einen großen Einfluß auf die Popularisierung des poetischen Dramas aus. In diese Dramen fügte er melodramatischen Sensualismus und sentimentale Philosophie ein. Kotzebues erste Komödie, die er während seines Jurastudiums in Jena schrieb, verschaffte ihm Zutritt in die Literaturkreise am Hof in Weimar. 1781 war er gezwungen, ins Exil zu gehen aus einem Grund, der unklar ist. In Rußland trat er in den Regierungsdienst ein, wurde 1785 Präsident des Richteramtes der Provinz von Estland und in den Adelstand aufgenommen. Einige seiner größten Erfolge "Adelheid von Wulfingen", "Menschenhaß und Reue" und "Die Indianer in England" wurden dort geschrieben. Auf einer seiner Reisen ins Ausland wurde er von politisch radikalen Kräften als Spion einer reaktionären Macht beschimpft und von einem Mitglied einer radikalen Studentenorganisation ermordet. Der Dramatiker schrieb mehr als 200 Stücke. Seine besten Werke sind Komödien, wie "Der Wildfang" und "Die deutschen Kleinstädter". Er schrieb ebenso einige Romane wie auch historische und autobiographische Werke. NN
Richard, Freiherr von Krafft-Ebing wurde am 14. August 1840 in Mannheim geboren und starb am 22. Dezember1902 in Graz. Er war Neuropsychiater, der in der sexuellen Psychopathologie forschte. Sein Interesse reichte von genetischen Funktionen bei Wahnsinn und sexueller Abneigung bis zur Epilepsie. Er stellte ebenfalls eine Beziehung zwischen Syphilis und allgemeiner Parese auf und führte Experimente mit Hypnose durch. Krafft-Ebing ist besonders für sein Psychopathia Sexualis bekannt.
Der österreichische Journalist, Kritiker, Dramatiker und Dichter Karl Kraus wurde am 28. April 1874 in Gitschin geboren und starb am 12. Juni 1936 in Wien. Für seine satirischen Visionen und seinen Sprachstil wurde er unter anderem mit Jonathan Swift verglichen. In Deutschland gilt er als ein herausragender Schriftsteller in der Zeit des 1. Weltkrieges. Da seine Werke nur schwer zu übersetzen sind, erhielt er kaum weltweite Anerkennung. Sein Werk beinhaltet unter anderm Sprüche und Widersprüche, Nachts, Sittlichkeit und Kriminalität sowie Die letzten Tage der Menschheit.
Ernst Krenek wurde am 23. August 1900 in Wien geboren und starb am 23. Dezember 1991 in Palm Springs, USA. Der österreich-amerikanische Komponist war einer der prominenten Vertreter der seriellen Methode musikalischer Komposition. Krenek studierte in Wien und Berlin, war Assistant der Deutschen Oper in Kassel und unterrichtete in Poughkeepsie und St. Paul nach seiner Immigration in die USA. Internationalen Erfolg erzielte er mit der Oper Jonny spielt auf, in der er expressionistische Züge mit Jazz verband. Später wendete er sich der 12-Ton Musik zu, unter anderem in Werken wie Karl V und Second Piano Concerto. Krenek experimentierte weitgehend mit Stilen und Techniken der Komposition. Er veröffentlichte ebenso Über neue Musik und Selbstdarstellung.
Bischof Dr.Kurt Krenn wurde am 28. Juni 1936 in Rannariedl (Oberösterreich) geboren. Er wurde 1962 zum Priester geweiht. 1970-1975 war er Professor der Philosophie an der Phil.-Theol. Hochschule in Linz. 1975 wurde er auf den Lehrstuhl für systematische Theologie an der Universität Regensburg berufen. 1991 wurde er zum Bischof von St. Pölten ernannt.
Egon Krenz wurde am 19. März 1937 im hinterpommerschen Kolberg als Sohn eines Schneiders geboren. Der als "Berufsjugendlicher" bespöttelte einstige FDJ-Chef übernahm am 24. Oktober 1989 die Regierung in Ostdeutschland. Die Führung hatte er jedoch nur für sechs Wochen inne, bevor er am 6. Dezember angesichts wachsenden Widerstandes im Volk sein Amt aufgab. Am 18. Oktober löste er Erich Honecker auch als Parteichef ab. Im Dezember jedoch nahm im Gregor Gysi das Amt ab, und im Januar 1990 wurde er aus der Partei, die sich bereits SED/PDS nannte, ausgeschlossen. Krenz wurde wegen der Todesschüsse an der deutsch-deutschen Grenze angeklagt und 1997 für schuldig befunden.
Max Kretzer wurde am 7. Juni 1854 in Posen, Ostpreußen geboren und starb am 15. Juli 1941 in Berlin. Kretzer ist ein expressionistischer Schriftsteller, der sich durch Beschreibung der Arbeitsbedingungen der Arbeiterklasse hervorhob. Im Alter von 13 Jahren arbeitete er in einer Fabrik und mit 25 begann er zu schreiben. Einige seiner Romane, z.B. Der Fassadenraphael und Der alte Andreas, basieren auf seiner Arbeitserfahrung. Weitere Romane von Kretzer sind Die Betrogenen, Die Verkommenen und Meister Timpe.
Herbert Kroemer wurde 1928 in Deutschland geboren. Seinen Doktorgrad in Physik erwarb er 1952 an der Universität Göttingen. Anschließend ging er in die USA. Angestellt war er unter anderem bei RCA Laboratories in Princeton von 1954 bis 1957 und bei Varian Associates in Kalifornien von 1959 bis 1966. Von 1968 bis 1976 war er Professor für Physik an der Universität von Colorado und forschte danach an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara. Kroemer bekam den Physiknobelpreis 2000 für seine Forschung im Bereich Informationstechnologie, spezifisch schnelle Transistoren, Laserdioden sowie integrierter Schaltkreise.
Der deutsche Industrielle Alfred Krupp, Beiname der Kanonenkönig, wurde am 26. April 1812 in Essen geboren und starb am 14. Juli 1887. Alfred Krupp übernahm die Geschäfte in den Krupp-Werken, nach dem Tod seines Vaters, im Alter von 14. Er baute die Produktion aus und entwickelte neue Maschinen. Nach dem Beginn des Zeitalters der Eisenbahn expandierte die Firma und produzierte 1852 das erste nahtlose Eisenbahnrad. Krupp führte ebenso die Stahlherstellung über einer offenen Feuerstelle in Europa ein. Um die Qualität des Stahls unter Beweis zu stellen, begann Krupp, Gewehre herzustellen. Er entwickelte Stahlgußkanonen sowie andere Rüstungsprodukte und verkaufte sie weltweit.
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach wurde am 13. August 1907 in Essen geboren und starb am 30. Juli 1967. Er war das letzte Mitglied der Krupp Dynastie von Munitionsherstellern. Auf der Grundlage eines Gesetzes, das die Erbfolge für diesen speziellen Fall änderte (Lex Krupp), erlassen von Adolf Hitler, übernahm Alfried Krupp 1943 die Geschäfte von seinem Vater. Während des 2. Weltkrieges beschlagnahmte er rücksichtslos Besitz in jedem Land, das von Deutschland eingenommen wurde. Dieses Verhalten sowie die Ausbeutung von Sklavenarbeit brachten Krupp auf die Anklagebank im Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß. Begnadigt, setzte Krupp das Familienunternehmen wieder instand. Nach Krupps Tod ging das Unternehmen an die Börse und die Familiendynastie fand ein Ende.
Der Geburtstag Friedrich Krupps ist der 17. Juli 1787. Krupp war Mitglied einer alten Essener Kaufmannsfamilie. Am 20. November 1811 gründete er, während der Kontinentalsperre Napoleons gegen England, mit zwei Teilhabern in Essen eine Fabrik. Deren Zweck war die Verfertigung englischen Gußstahls und aller daraus resultierenden Fabrikate. 1816 entwickelte er ein Verfahren für die fabrikmäßige Herstellung qualitativ hochwertigen Tiefgußstahls. Seine ersten Produkte waren unter anderem Feilen, Stangen und Gerberwerkzeuge. Friedrich Krupp starb am 8. Oktober 1826 im Alter von 39 Jahren.
Der schweizer römisch-katholische Theologe Hans Küng wurde am 10. März 1928 in Sursee geboren. Seine kontroverse liberale Sichtweise führte zu seiner Zensur durch den Vatikan im Jahre 1979. Küng unterrichtete in Münster und Tübingen, wo er ebenfalls das Institut für Ökumenische Forschung leitete. 1962 wurde er vom Papst zum theologischen Berater des zweiten Vatikanrates ernannt. In seinen Werken stellte Küng traditionelle kirchliche Lehren, z.B. die päpstliche Unfehlbarkeit und die Göttlichkeit Christi, in Frage. Eine Zensur des Vatikans verbannte ihm vom Unterrichten, rief jedoch eine internationale Kontroverse hervor. 1980 erzielte man eine Einigung, nach der Küng unterrichten darf, jedoch schwerpunktmäßig weltliche Themen. Unter seinen Veröffentlichungen befinden sich unter anderem Die Kirche, Unfehlbar? und Existiert Gott?.
Bischof DDr. Klaus Küng wurde am 17. September 1940 in Bergenz geboren. Er studierte Medicine an den Universitäten Innsbruck und Wien. Nachdem er 1964-1965 Sekundärarzt am Kaiserin-Elisabeth-Spital in Wien war, studierte er Theologie an der Päpstlichen Lateran-Universität in Rom. Er wurde 1970 zum Priester geweiht. 1989 wurde er zum Bischof von Feldkirch ernannt.
St. Kunigunde von Luxemburg (ca. 980 1033) St. Kunigunde war die Tochter von Graf Siegfried von Luxemburg. Im Jahr 999 heiratete sie den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (später Deutsches Reich) Heinrich II. in Paderborn. Sie wurde durch Papst Benedikt VIII. in Rom zur Kaiserin gekrönt. Im Jahr 1017 gründete sie das Kloster in Kaufungen. Nach dem Tod ihres Mannes trat sie selbst diesem Kloster bei und verbrachte den Rest ihres Lebens als Nonne, wo sie sofort Superior wurde. Sie widmete ihr Leben dem Gebet und der Einfachheit. An ihrem Sterbebett gab es die Diskussion, daß sie in der Kleidung einer Kaiserin sterben sollte. Sie weigerte sich jedoch, da sie in der Kleidung einer einfachen Nonne sterben wollte. Sie wurde durch Papst Innozenz III. im Jahr 1200 heilig gesprochen und ist in der Kathedrale in Bamberg begraben.