Short Biographies of Noted Germans, Austrians and Swiss


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©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons

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August von Mackensen wurde am 6. Dezember 1849 in Haus Leipnitz, Sachsen, geboren und starb am 8. November 1945 in Celle. Der Feldmarschall war einer der erfolgreichsten Kommandanten im ersten Weltkrieg. Mackensen begann seine Militärkarriere 1869 und kämpfte in zahlreichen Feldzügen. Er erhielt Promotionen und übernahm während des ersten Weltkrieges das Kommando der kombinierten deutsch-österreichischen 11. Armee im Westen Galiziens. Mit Hilfe der geschickten Unterstützung seines Stabschefs Hans von Seeckt, erzielte Mackensen den großen Durchbruch im Gorlice-Tarnów Gebiet. Für diesen Erfolg wurde er zum Feldmarschall ernannt. Dieser Durchbruch war der Beginn einer Serie von Siegen für Mackensen: der Sieg über die Russen in at Brest-Litovsk und in Pinsk, der Sieg in Serbien und die Besetzung Rumäniens. Nach dem Waffenstillstand wurde Mackensen für ein Jahr eingesperrt. 1920 zog er sich aus der Armee zurück und wurde 1933 zum Staatsrat ernannt. NN

Magic Christian.  (Siehe: Christian Stelzel)

Gustav Mahler wurde am 7. Juli 1860 in Kaliste, Böhmen, geboren und starb am 18. Mai 1911 in Wien. Er war Komponist sowie Dirigent und bekannt für seine 10 Synfonien und verschiedene Lieder für Orchester, die verschiedene Seiten der Romantik miteinander verbanden. Obwohl seine Musik 50 Jahre nach seinem Tod größtenteils ignoriert wurde, wird Mahler als einer der wichtigen Vorreiter der Kompositionstechniken des 20. Jahrhunderts betrachtet. Er beeinflußte Komponisten, wie Arnold Schönberg, Dmitry Shostakovich und Benjamin Britten. Jede seiner kreativen Perioden produzierte eine synfonische Trilogie und sein Werk enthält eine Vielzahl von Sinfonien. Mahlers musikalisches Talent zeigte sich schon sehr früh und besonders stark. Mit 4 Jahren spielte er Militärmusik und tschechische Volksmusik auf dem Akkordeon und dem Klavier. Er begann ebenso, eigene Stücke zu komponieren. Die Stilrichtungen des Militärs und der Volksmusik, gemeinsam mit den Naturklängen wurden zur Hauptquelle seiner reifen Inspiration. Moderne Kritiker erkennen Mahlers machtvollen Einfluß während einer Zeit der musikalischen Veränderung an. In seinen Werken können durchdringende Elemente gefunden werden, die die radikalen Methoden des 20. Jahrhunderts vorausahnen lassen. NN

Pauline Mallinckrodt (1817 — 1881) Pauline wurde am 3. Juni 1817 in Minden geboren und leitete die Institution für Blinde in Paderborn. Sie gründete die Gemeinde der Schwestern der Christlichen Nächstenliebe am 21. August 1849. Dieser Orden war für die Blindenschule verantwortlich, und 20 weitere Häuser wurden in Deutschland eröffnet. Im Jahre 1873 kamen Schwestern des Ordens in die Vereinigten Staaten von Amerika, unter ihnen Pauline Mallinckrodt. In Wilkesbarre, Pennsylvania organisierte sie ein Mutterhaus. Sie starb 1881 in Paderborn und wurde 1985 selig gesprochen. BF

Heinrich Mann wurde am 27. März 1871 in Lübeck geboren. Wie sein berühmter Bruder Thomas war er auch bedeutender Schriftsteller. Sein Roman, "Professor Unrat" wurde weltbekannt als ein Film, "Der Blaue Engel".

Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck (ganz im Norden) geboren. Thomas ist vielleicht der bedeutendste deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts. Weltbekannte Romane von Mann sind Der Tod in Venedig, Die Buddenbrooks, Doktor Faustus und Der Zauberberg. 1929 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. In der Nazizeit entfloh er und lebte 1939 bis 1952 in Amerika. Er starb 1955 in Zürich.

Der deutsche Maler und Graphiker Franz Marc wurde am 8.2.1880 in München geboren. Marc ist Mitbegründer des Blauen Reiters (neben Paul Klee). Sein wichtigstes Thema in der Malerei war das Tier; Marc malte in leuchtenden Farben mit strahlenartiger Facettierung der Formen bei zunehmender Abstraktion. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Tierschiksale (1913), Turm der blauen Pferde (1913, seit 194 5 verschollen) sowie Tirol (1913/14). Der Maler fiel bei Verdun im 1. Weltkrieg am 4.3.1916.

Der in Deutschland geborene amerikanische politische Philosoph Herbert Marcuse wurde am 19. Juli 1898 in Berlin geboren und starb am 29. Juli 1979 in Starnberg. Seine Philosophie, die den Marxismus kritisierte und sich eng an Freud anlehnte, war unter linksradikalen Studenten, insbesondere nach den Studentenrevolten 1968 in West-Berlin, Columbia Universität in New York und an der Sorbonne in Paris, beliebt. Marcuse war Mitbegründer des Frankfurter Instituts für Sozialforschung. Nach Hitlers Machtübernahme ging er in die USA und nahm später die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Seine Hauptwerke sind "Eros and Civilization", "One Dimensional Man" und "Counterrevolution and Revolt".

Maria Theresa, Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn und Böhmen, die die österreichische Monarchie des 18. Jahrhunderts vereinigte und stärkte, wurde am 13. Mai 1717 in Wien geboren. Sie war die Tochter Charles VI, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. 1736 heiratete sie Francis Stephen von Lorraine (der spätere Kaiser Francis I). Unter ihren 16 Kindern waren zwei spätere Kaiser, Joseph II und Leopold II sowie Marie Antoinette, spätere Königin von Frankreich. Charles VI's Bemühungen, Maria Theresa's Erbfolge auf die Habsburger Herrschaft durchzusetzen, führte zum Krieg um die Österreichische Thronfolge. Maria Theresa verlor Österreich-Schlesien, konnte jedoch ihre anderen Herrschaftsgebiete erhalten. 1745 erwarb sie den Kaisertitel für ihren Ehemann. In den Nachkriegsjahren führte Maria interne Reformen durch, die ihre zentrale Verwaltung stärkten sowie die Armee belebten. Mit ihrem Kanzler Wenzel Anton von Kaunitz veränderte sie die Außenpolitik drastisch, indem der traditionelle Zusammenschluß mit Großbritannien zugunsten einer Kollaboration mit Frankreich und Rußland gegen Preußen aufgegeben wurde. Nach einem erfolglosen Versuch, Schlesien im Sieben Jahres Krieg zurückzuerobern, wendete sie sich einer eher friedfertigen Politik zu. Dem Ratschlag von Kaunitz' und ihres Sohnes folgend, beteiligte sie sich jedoch an der Aufteilung Polens und erwarb Galizien. Nach dem Tod ihres Ehemannes 1765 erkannte Maria Theresa ihren Sohn als Mitherrscher an, behielt jedoch höchste Autorität. Sie widerstand den Wünschen ihres Sohnes nach weiteren Reformen, schaffte jedoch die Leibeigenschaft auf königlichem Land ab. Sie dachte oft über ihre Abdankung nach, äußerte jedoch Bedenken, da sie Joseph als zu unbesonnen betrachtete. Maria Theresa starb am 29. November 1780 in Wien. NN

Marianus von Regensburg (? — 1083) Marianus wurde in Irland geboren und unternahm eine Wallfahrt nach Rom. Er kam aber nur bis Deutschland und wurde Dominikanermönch in Bamberg. Später zog er nach Regensburg, wo er das Kloster St. Peter gründete und der Abt dort wurde. Nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt, aber seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. Sein Gedenktag ist der 24 April. BF

Heinrich August Marschner wurde am 16. August 1795 in Zittau geboren und starb am 14. Dezember 1861 in Hannover. Der Komponist half, den Stil der deutschen romantischen Oper zu errichten. Marschner studierte Jura in Leipzig, wurde jedoch von Beethoven und anderen zum Komponieren inspiriert. 1820 produzierte Carl Maria von Weber Marschners Oper "Heinrich IV" in Dresden. Marschner wurde später zum Direktor der Dresdner Oper ernannt und wurde Kapellmeister des Leipziger Stadttheaters, wo er seine Opern "Der Vampyr" sowie "Templer und Jüdin" erstellte. Seine erfolgreichste Oper "Hans Heiling" verbleibt auf dem Opernspielplan Deutschlands.

Karl Friedrich Philipp von Martius wurde am 17. April 1794 in Erlangen geboren und starb am 13. Dezember 1868 in München. Der Botaniker ist am besten durch seine Arbeit mit brasilianischer Flora bekannt. Am 2. April 1817 startete Martius von Triest mit einer österreichischen Expedition nach Brasilien. Im Dezember 1820 präsentierte er dem Münchner Herbarium 6500 Pflanzenarten und bereicherte den botanischen Garten mit brasilianischen Pflanzen und Samen. Als Mitglied der Akademie wurde er Konservator des Botanischen Gartens und Professor in München. Unter seinen prominentesten Studenten befanden sich Hugo von Mohl und die Botaniker Alexander Braun und Karl Schimper. In seinem Werk "Historia naturalis palmarum" bemerkte er, daß die Blätter an einem Pflanzenstiel ein bestimmtes System zu formen scheinen und sie sich in spiralenförmigen Mustern anordnen, die bestimmten geometrischen Regeln folgen. Martius veröffentlichte zahlreiche andere Studien, insbesondere "Flora Brasiliensis" und "Die Kartoffel-epidemie". 1840 wurde Martius zum Geschäftsführer der Physisch-Mathematischen Abteilung der Akademie ernannt. NN

Jenny Longuet, geborene Marx Jenny Marx wurde am 1. Mai 1844 geboren und wuchs inmitten der internationalen Proletarierbewegung auf. Jenny, älteste Tochter von Karl Marx, starb am 11. Januar 1883 in Argenteuil in der Nähe von Paris. Etwa 8 Jahre vor ihrem Tod heiratete sie Charles Longuet, ein früheres Mitglied der Pariser Kommune und zum Zeitpunkt der Hochzeit Mitherausgeber der "Justice". Trotz einer Zurückhaltung, die schon fast als Schüchternheit angesehen wurde, zeigte sie, wenn nötig, eine Geistesgegenwart und Energie, die von vielen beneidet wurde. Sie arbeitete als Journalistin. Als die irische Presse die schändliche Behandlung der Fenier im Gefängnis beschrieb und die englischen Zeitungen diese Schreckenstaten ignorierten und als die Gladstone Regierung, trotz ihrer Wahlversprechen, keine Begnadigung oder Verbesserung der Bedingungen in Betracht zog, fand Jenny Marx einen Weg, den frommen Mr. Gladstone zu unverzüglichen Schritten zu bewegen. Sie schrieb zwei Artikel für die "Rochefort's Marseillaise", in denen sie eindringlich auf die Behandlung politischer Gefangener in England hinwies. Die Veröffentlichung in einer großen Pariser Zeitung konnte in England nicht ignoriert werden. Einige Wochen später waren die meisten der Fenianer frei und befanden sich auf dem Weg nach Amerika. NN

Jenny Marx geborene von Westphalen lebte von 1814 bis 1881. Sie kam aus einer reichen, konservativen Familie und war die Ehefrau von Karl Marx, den sie gegen den Willen ihrer Familie im Jahre 1843 heiratete. Sie ging mit ihm ins Exil, zuerst nach Paris und später nach Brüssel und London. Die Familie lebte in extremer Armut, trotz des Verdienstes von politischem Journalismus. Sie hatten sechs Kinder, drei von ihnen starben jung.

Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Er war der Sohn eines zum Protestantismus übergetretenen jüdischen Rechtsanwalts. Er studierte an der Universität Berlin. Friedrich Hegel, welcher Philosophie an der Universität Berlin lehrte, hatte einen starken Einfluß auf seine Denkweise. Marx gilt als der Vater des wissenschaftlichen Sozialismus, einer von ihm in Zusammenarbeit mit Friedrich Engels entwickelten Gesellschaftstheorie. Wichtige Bücher von Marx sind Das Manifest der kommunistischen Partei und Das Kapital.

Kurt Masur, deutscher Dirigent, wurde am 18. Juli 1927 in Brieg, im heutigen Polen, geboren. Masur war Dirigent der Dresdner Philharmonie, Musikdirektor des Mecklenburger Staatstheaters und an der Komischen Oper in Berlin sowie Dirigent in Dreseden bevor er das Leipziger Gewandhausorchester dirigierte. Er war eine wichtige Figur im friedvollen Aufstand 1989, der zum Fall der kommunistischen Regierung führte. 1991 wurde Masur musikalischer Direktor der New Yorker Philharmonie.

St. Mathilda (ca. 895 — 968) St. Mathilda, die Frau vom Deutschen Kaiser Heinrich I., wurde im Jahr 895 in Engern in Sachsen geboren. Sie und König Heinrich haben im Jahr 909 geheiratet. Sie war die Mutter von Otto, der Kaiser des Deutschen Reiches (oder Heiliges Römisches Reich) werden würde. Ihr Sohn Bruno wurde der Erzbischof von Köln, und ihre Tochter Gerberga heiratete Louis IV. von Frankreich. Als Königin war sie durch ihre Frömmigkeit, Großzügigkeit und Demut bekannt. Nachdem ihr Sohn Otto König geworden war, gab sie ihren Besitz auf und zog sich nach Engern in Westfalen zurück. Später wurde sie jedoch durch Otto zurück in den Palast gerufen. Sie baute viele Kirchen und unterstützte viele Kloster. Sie wurde umgehend nach ihrem Tod am 14. März 968 als Heilige verehrt. Ihr Gedenktag ist am 14. März, und sie ist in Quedlingurg begraben. Ihre Verehrung als Heilige geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus.

Ingrid Matthäus-Maier wurde am am 9. September 1945 in Werlte, Kreis Aschendorf geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie studierte Rechtswissenschaft in Gießen und Münster und war bis 1976 als Verwaltungsrichterin in Münster tätig. Von 1966 bis 1969 beschäftigte sie sich mit Hochschulpolitik im Studentenparlament und war Mitglied der Humanistischen Union und Humanistischen Studenten-Union. 1969 trat sie in die FDP. ein. Im Jahre 1972 wurde sie Bundesvorsitzende der Jungdemokraten. Nach dem Koalitionswechsel trat sie aus der FDP. aus und wurde im Dezember 1982 Mitglied der SPD. Von 1976 bis 2. Dezember 1982 und ab 1983 ist Matthäus-Maier Mitglied des Bundestages. Seit November 1979 ist sie als Vorsitzende des Finanzausschusses tätig und seit September 1988 ist sie stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. NN

St. Mauritius (? — ca. 302) St. Mauritius (oder St. Maurice) war einer von 66 christliche Legionären die einen Märtyrer Tod gestorben sind, weil sie sich weigerten, heidnische Götter zu huldigen. Er wurde in St. Maurice in der Schweiz enthauptet. Das Augustinerkloster St. Maurice steht heute an dem Platz des Martyriums. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus, sein Gedenktag ist am 22. September und der katholischen und evangelischen Kirche. In den schweizerischen Bauernweisheiten wird behauptet, daß schlechtes Wetter am St. Mauritius Tag Schaden und Frustration vorhersagt. (Gewitter um Mauritius bringt Schaden und Verdruß.)

Seliger Rupert Mayer (1876 — 1945) Rupert Mayer wurde am 23. Januar 1876 in Stuttgart geboren und wurde 1899 ein Priester. Im Jahr 1900 wurde er ein Jesuit. Er arbeitete als Missionar in Deutschland, in der Schweiz und in Holland, und im Ersten Weltkrieg war er Militärpfarrer. In dieser Position erhielt er das Eiserne Kreuz. (Er wurde im Krieg verwundet und hat ein Bein verloren, als er einen Soldaten mit seinem eigenen Körper beschützt hatte). Den Rest des Krieges und auch danach hat er in München gearbeitet. Er hat sich schon frühzeitig gegen das Nazi Regime ausgesprochen und wurde im Jahr 1937 Von ihnen verhaftet. Er mußte 7 Monaten Im Konzentrationslager in Sachsenhausen in Einzelhaft verbringen. Danach wurde er entlassen, durfte aber nicht predigen. Für den Rest des Krieges wurde er im Kloster in Ettal in Bayern eingesperrt. Er starb am 1. November 1945 und wurde in Ettal auf dem Klosterfriedhof begraben. Sein Grab wurde bald von 10000en von Wallfahrern besucht. Seine Überreste wurden in die Jesuitenkirche in München gebracht, wo ihn immer noch Tausende besichtigen. Im Jahr 1987 wurde er durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Sein kirchlicher Gedenktag ist am 1. November, aber in München ist dieser Tag am 3. November. BF

Der König von Bayern, Maximilian II wurde am 28. November 1811 in München geboren und starb am 10. März 1864 in seiner Geburtsstadt. Maximilian versuchte eine "dritte Macht" in deutschen Angelegenheiten zu errichten, indem er eine Allianz kleinerer Staaten geführt von Bayern bildete. Diese Allianz scheiterte jedoch an der Opposition der beiden dominierenden Staaten, Preußen und Österreich, sowie dem deutschen Parlament, dessen Bemühungen auf ein vereinigtes Deutschland gerichtet waren. Bayern lehnte eine Allianz mit Preußen ab, nahm jedoch eine pro-Österreich Stellung ein. Maximilian führte die Freiheit der Presse und Amtsverantwortung ein. Er entwickelte München zu einer Hauptstadt des intellektuellen und künstlerischen Lebens.

Maximilian II, Heiliger Römischer Kaiser, wurde am 31. Juli 1527 in Wien geboren und starb am 12. Oktober 1576 in Regensburg. Seine liberale Politik brachte einen Moment des Friedens zwischen Katholiken und Protestanten in Deutschland nach den ersten Kämpfen der Reformation. Maximilian unterdrückte seine Sympathien für Luther, blieb jedoch ein humanistischer Christ, der einen Kompromis zwischen den rivalisierenden Glaubensrichtungen anstrebte. Er war Kunstliebhaber und verfehlte seine politischen Ziele, im In- und Ausland, weitgehend.

Maximilian, Fürst von Baden, wurde am 10. Juli 1867 in Baden-Baden geboren und starb am 6. November 1929 auf Schloß Salem. Er wurde am 3. Oktober 1918 zum Kanzler von Deutschland ernannt. Kaiser Wilhelm II nahm, aufgrund Maximilians humanitären Rufs, an, daß dieser fähig sei, den 1. Weltkrieg zu beenden. Während der ersten Jahre des Krieges widmete er sich dem Roten Kreuz und der Fürsorge von Kriegsgefangenen. Nach seiner Ernennung zum Kanzler beaufsichtigte er Verfassungsänderungen und begann Verhandlungen für einen Waffenstillstand, für die Rettung der Monarchie war es jedoch zu spät. Maximilian gab 1918 den Rücktritt des Kaisers bekannt, nachdem dieser nicht freiwillig abdanken wollte. Er veröffentlichte "Völkerbund und Rechtsfriede", "Die moralische Offensive" sowie "Erinnerungen und Dokumente".

St. Maximin von Trier (? — ca. 349)

Der römische Maximin kam nach Trier, damals die Hauptstadt des westlichen Römischen Reiches, um mit Agritius, der damals der Bischof dort war, zu studieren. Er wurde durch ihn zum Priester geweiht und wurde ca. im Jahr 332 der Bischof in Trier. Er war ein treuer Verteidiger des orthodoxen christlichen Glaubens gegen den Arianismus. Die Effektivität seiner Verteidigung wurde dadurch bewiesen, daß er bei der arianischen Synode in Philippopolis im Jahr 343 unter den besonders Verbannten war. St. Maximin wurde bald nach seinem Tod als Heiliger verehrt. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus, sein Gedenktag ist der 29 Mai. Die Abtei St. Maximinus wurde ihm zu Ehren im 7. Jahrhundert in Trier gegründet.

Karl May wurde am 25. Februar 1842 in Hohenstein-Ernstthal, Sachsen geboren und starb am 30. März 1912 in Radebeul. Er war Autor von Reise- und Abenteuergeschichten für junge Leute, die von Wüstenarabern oder Indianern im Wilden Westen handeln. Seine Werke sind bemerkenswert für die realistischen Details, die der Autor erzielen konnte. Karl May war Grundschullehrer bevor er wegen Diebstahls eingesperrt wurde. Wegen Betrugs verbrachte er später mehrere Jahre im Gefängnis, wo er viel las. Nach seiner Entlassung schrieb May Kurzgeschichten, die als Serien in zahlreichen Zeitschriften erschienen. Seine Popularität erhöhte sich nach dem Erscheinen der Sammlungen seiner Kurzgeschichten und Romane in den frühen 1890ern. Einige seiner bekanntesten Werke sind "Der Schatz im Silbersee", "Durch die Wüste", "Winnetou", "Ardistan und Dschinnistan" und die Autobiographie "Mein Leben und Streben". Zu seinem Gedenken wurden mehrere Verlagshäuser errichtet, der Karl May Verlag in Bamberg, das Karl May Museum in Bamberg mit Sammlungen nordamerikanischer Indianer, sowie die Karl May Freilichtspiele, Freilichttheater in Bad Segeberg und Elspe. Obwohl nahezu unbekannt in den USA, ist Karl May sehr populär in Europa und einer der weltbesten Bestseller. NN

Wilhelm Maybach wurde am 9. Februar 1846 in Heilbronn, Würtemberg, geboren und starb am 29. Dezember 1929 in Stuttgart. Er war Ingenieur, Industrieller und der Chefdesigner des ersten Mercedes Automobils. Ab 1883 arbeitete Maybach mit Gottlieb Daimler an der Entwicklung eines effizienten Verbrennungsmotors. Ihr erstes wichtiges Produkt, ein relativ leichter Viertaktmotor, wurde 1885 patentiert. 1890 bildeten Daimler und Maybach die Daimler-Motoren-Gesellschaft für die Autoproduktion. Ab 1895 war Maybach als technischer Direktor der Firma tätig. Sein Design für einen Vergaser war weitverbreitet und war Ursache eines Rechtsstreits über die Verletzung seines Patents. 1909 errichteten Maybach und sein Sohn Carl ein Unternehmen in Friedrichshafen für die Produktion von Flugzeugmotoren, einschließlich der Kraftwerke für Zeppelin Luftschiffe. Automobile, die das Maybach Zeichen trugen, wurden von 1922 bis 1939 produziert. Maybach verbesserte das vorhandene Design eines 24 PS Motor für die frühesten Mercedes Autos. Die Entwicklung eines Leichtstahl-Fahrwerks mit einem Honigwabenkühler konnte ebenfalls zum Teil Maybach zugeschrieben werden.

St. Mechthilde von Hackeborn (ca. 1241 — 1298) Mechthilde wurde ungefähr im Jahr 1241 in Halle geboren. Auf ihren eigenen Wunsch hin trat sie dem Kloster in Rodardsdorf im Alter von 7 bei. Sie ist als die Mentorin von St. Gertrud der Großen bekannt. Sie hatte eine schöne Stimme und war ihr Leben lang eine Sängerin der Heiligen Musik bei Gemeinde Festen. Ein Buch über ihr Leben in Barmherzigkeit, Das Buch der Besonderen Barmherzigkeit, wurde nach ihrem Tod veröffentlicht und wurde zu einer besonderen Inspiration für viele.

Lise Meitner (eigtl. Elise) wurde am 7.11.1878 in Wien geboren und starb am 27.10.1968 in Cambridge, Großbritannien. Die ursprüngliche Französischlehrerin studierte an der Universität Wien Mathematik und Physik und promovierte im Jahre 1906. 1907 wechselte sie, nach ersten Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Radioaktivität an das Max-Planck Institut nach Berlin. Mit Otto Hahn veröffentlichte sie verschiedene Forschungsberichte. 1912 wurde Meitner Plancks Assistentin. 1933 floh die Jüdin nach Schweden, wo sie am Nobel-Institut beschäftigt war. In der 30-jährigen Zusammenarbeit mit Otto Hahn entdeckte sie u.a. das Element Protaktinium sowie mehrere radioaktive Isotope. Auf Basis ihrer Forschungen entwickelte Hahn und F. Strassmann 1938 das Kernspaltungsverfahren. 1946 wurde Hahn der Nobel-Preis zugesprochen, wobei Liese Meitner wesentlich an den Arbeiten beteiligt war.

Ulrike Marie Meinhof wurde am 7. Oktober 1934 geboren. Ihre Eltern, beide Kunsthistoriker -, starben schon sehr früh. Ulrike Meinhof und ihre Schwester wuchsen bei einer Freundin der Mutter, auf, die einen starken Einfluß auf Meinhof ausübte. Sie heiratete Klaus Rainer Röhl, Herausgeber der linken Studentenzeitung "konkret". Nach ein paar Jahren arbeitet Ulrike Meinhof als Herausgeberin der Zeitung. Immer heftigere Differenzen entstanden zwischen Meinhof und Röhl und in den späten 60er Jahren verließ sie ihn. Seit ihrer Übersiedlung nach Berlin drehte sie für "Panorama" zeitkritische Filme und einen Fernsehfilm. Weltweit bekannt wurde Ulrike Meinhof durch die Teilnahme an der Befreiung Andreas Baaders und der darauffolgenden Gründung der "Baader-Meinhof-Gang". Obwohl teilweise nach ihr benannt, war Meinhof nicht, wie oft angenommen, eine Führerin der Gruppe. Sie verbrachte die nächsten zwei Jahre auf der Flucht, raubte Banken aus und zerbombte Gebäude, bevor sie am 15. Juni 1972 gefaßt wurde. Die nächsten vier Jahre verbrachte sie im Gefängnis und sie litt unter zunehmenden Depressionen als sie von den übrigen Mitgliedern der Gruppe ausgestoßen wurde. Am 9. Mai 1976 beging Ulrike Meinhof in ihrer Haftzelle in Stuttgart-Stammheim Selbstmord durch Erhängen. NN

Kardinal Joachim Meisner wurde am 25. Dezember 1933 in Breslau geboren. Er studierte katholische Theologie in Erfurt. 1962 wurde er zum Priester geweiht. 1980 wurde er Bischof von Berlin. 1983 erhielt er den Kardinalshut. 1988 wurde er von Papst Johannes Paul II zum Erzbischof von Köln ernannt.

Philipp Melanchton wurde am 15. February 1497 geboren. Sein eigentlicher Name war Philipp Schwarzerd. Dieser Humanist und Reformator war Professor in Wittenberg. Er arbeitete eng mit Martin Luther zusammen. Er schrieb die erste evangelische Dogmatik "Loci Communes 1520/1521. Melanchton starb 1560. http://www.wittenberg.de/seiten/melanch.html

Paulus Melchers wurde am 6.2.1813 in Münster geboren. Er wurde 1841 zum Priester geweiht. 1857 ernannte ihn der Papst Pius IX zum Bischof von Osnabrück. 1866 wurde er der Bischof von Köln. Johannes von Geissel hatte die erste Konferenz der deutschen Bischöfe in Würzburg zusammengerufen. Melcher rief die zweite solche Konferenz in Fulda zusammen. Diese war die erste der sogenannten Fuldaer Bischofskonferenzen. Mit dem Großteil des deutschen Episkopats stand Melcher der Frage einer Dogmatisierung der Unfehlbarkeit des Papstes reserviert gegenüber. 1885 erhob der Papst ihn zum Kardinal. Er starb 1895 in Rom.

Christopher Memminger wurde am 9. Januar 1803 in Nayhingen geboren und starb am 7. März 1888 in Charleston, USA. Er war Schatzminister der Konföderation und wird generell für den Zusammenbruch des Regierungskredits während des amerikanischen Bürgerkrieges verantwortlich gemacht. Kurz nach dem Tod seines Vaters wanderte Memminger in die USA aus. Schon 1830 war er zu einer prominenten Person der Öffentlichkeit aufgestiegen. Er wird geachtet für seine Opposition gegen die Annulierungsbewegung in South Carolina. 1836 wurde er in die Staatslegislative gewählt und arbeitete als Vorsitzender des Finanzkommittees. Während dieser Zeit entwickelte sich sein Ruf als zuverlässiger Finanzbeamter. Memminger arbeitete am Entwurf einer vorübergehenden Verfassung der Konföderation mit und akzeptierte die Ernennung zum Schatzminister für die neue Regierung. Ursprünglich plante er eine sparsame Verwendung von Banknoten, aber die finanziellen Verpflichtungen des Staatenbundes erforderten eine massive Ausgabe. Durch den Wertverlust der Währung und der Banknoten sowie militärische Niederlagen und die Blockade der südlichen Häfen durch die Union wurde die finanzielle Notlage des Südens hoffnungslos. Memminger trat nach dem Krieg von seinem Posten zurück. NN

Johann Mendel (Klostername: Gregor), der Mönch in einem Augustinerkloster in Österreich entdeckte die grundlegenden Gesetze der Vererbung. Die revolutionäre Genenforschung, die wir heute erleben, begann im Klostergarten mit diesem Mann. Er durchführte seine Experimente mit Erbsen und Bohnen. Er ist am 22. Juli 1822 geboren und starb 1884. Heute tragen die mendelschen Gesetze noch seinen Namen.

Erich Mendelsohn wurde am 21. März 1887 in Allenstein geboren und starb am 15. September 1953 in San Francisco. Der deutsche Architekt ist für seinen Einstein-Turm in Potsdam, einem bemerkenswerten Beispiel des deutschen Expressionismus in der Architektur, bekannt. Mendelsohn verwendete moderne Materialien und Konstruktionsmethoden, um organisch vereinigte Gebäude zu errichten. Während seines Studiums in München unterhielt er einen engen Kontakt zum Blauen Reiter, einer Gruppe deutscher Expressionisten. Unter seinen berühmtesten Werken befinden sich der De La Warr Pavilion in England, Krankenhäuser in Haifa und Jerusalem sowie das Maimonides Krankenhaus in San Francisco.

Moses Mendelsohn wurde am 26. September 1729 in Dessau geboren und starb am 4. Januar 1786 in Berlin. Er war ein jüdischer Philosoph, Kritiker und Bibelübersetzer sowie -kommentator, der zu den Integrationsbemühungen der Juden in das deutsche Bürgertum beitrug. Mendelsohn zeigte am eigenen Beispiel, daß es möglich war, das Judentum mit dem Rationalismus der Aufklärung zu verbinden. Er war einer der Initiatoren der Haskala, der Jüdischen Aufklärung, die dazu beitrug, die Juden in die Hauptströmung der modernen europäischen Kultur einzubinden. Mit Hilfe seiner Fürsprache für religiöse Toleration und durch das Ansehen seiner eigenen intellektuellen Leistungen unterstützte Mendelssohn die weitere Befreiung der Juden von sozialen, kulturellen, politischen und ökonomischen Einschränkungen in Deutschland. Er studierte die Ansichten des Philosophen John Locke und der deutschen Denker Gottfried von Leibnitz sowie Christian von Wolff. Sein erstes Werk war "Philosophische Gespräche". Später veröffentlichte er "Briefe über die Empfindungen", in denen er die Wichtigkeit der Gefühle betonte. Sein wichtigstes Werk "Phädon, oder über die Unsterblichkeit der Seele" verteidigte die Unsterblichkeit der Seele gegen den vorherrschenden Materialismus. Der Aufklärer und Menschenfreund war ein Vorkämpfer für die politische und soziale Gleichstellung der Juden mit den Christen. In seinen Schriften forderte er Toleranz und er versuchte, die Übereinstimmung des Glaubens und der Vernunftserkenntnis zu beweisen. Er war der erste jüdische Philosoph, der die jüdische Religion mit philosophischen Begriffen der Aufklärung interpretierte.

Fanny Mendelssohn wurde am 14. November 1805 in Hamburg geboren und starb am 14. Mai 1847 in Berlin, Preußen. Sie war Pianistin und Komponistin sowie die älteste Schwester und Vertraute des Komponisten Felix Mendelssohn. Fanny war ebenso talentiert wie ihr Bruder und die beiden Kinder wurden von den gleichen Musiklehrern unterrichtet. Felix gab sogar zu, daß seine Schwester besser Klavier spielt als er und Fanny blieb für lange Zeit seine Beraterin in musikalischen Angelegenheiten. 1829 heiratete Fanny den preußischen Hofmaler Wilhelm Hensel. Von 1839 bis 1840 reiste sie mit ihrem Ehemann durch Italien. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie die Leitung des Hauses der Mendelssohn Familie in Berlin. In dieser Rolle organisierte sie Konzerte und trat gelegentlich als Pianistin auf. Fanny blieb sehr eng mit ihrem Bruder verbunden und ihr Tod im Mai 1847 trug wesentlich zu Felix's Tod sechs Monate später bei. Fanny Mendelssohn schrieb über 500 musikalische Kompositionen, einschließlich 120 Klavierstücke, viele Lieder, Kammermusik, Kantaten und Oratorien. Sechs ihrer Stücke wurden unter Felix' Namen veröffentlicht. Die unter ihrem Namen veröffentlichten Werke enthalten zahlreiche Sammlungen von kurzen Klavierstücken, einige Lieder und ein Klaviertrio. Die meisten ihrer Werke existieren nur als Manuskript. Der Stil ihrer Musik ist mit dem ihres Bruders vergleichbar. Fanny's Sohn Sebastian schrieb eine Biographie der Mendelssohn Familie teilweise basierend auf Fanny's Tagebüchern und Briefen, die zahlreiche Informationen über ihren Bruder Felix enthalten. NN

Felix Mendelssohn-Bartholdy (3.2.1809-4.11.1847) trat bereits im Alter von 9 Jahren erstmalig als Pianist auf. Mit der ersten Wiederaufführung der "Matthäuspassion" nach Bachs Tod im März 1829 mit der Berliner Singakademie leitete Mendelssohn-Bartholdy den Beginn der modernen Bachrezeption ein. Er arbeitet u.a. ab 1842 als Preußischer Generalmusikdirektor in Berlin. Die Kompositionen Mendelssohn-Bartholdys stehen der Klassik nahe, sind aber in ihrer lyrischen Form der Romantik verbunden. Neben Kirchenmusik und Orchesterwerken komponierte er auch Opern, Bühnenmusiken (Ein Sommernachtstraum, 1826) und Oratorien (Paulus, 1936; Elias, 1846).

Josef Mengele, Beiname der Todesengel, wurde am 16. März in Günzburg, Deutschland, geboren und starb am 7. Februar 1979 in Enseada da Bertioga, Brasilien. Mengele war Naziarzt im Auschwitzer Vernichtungslager und leitete den Betrieb der Gaskammern. In seiner Position als Arzt in Auschwitz - Birkenau unternahm er medizinische Experimente an Häftlingen, die seinen Studien der Rassen dienten. Sein Hauptinteresse lag in gesteigerter Fruchtbarkeit zur Verbreitung der deutschen Rasse und die Erforschung von Zwillingen.

Angela Merkel wurde am am 17. Juli 1954 in Hamburg geboren. Von 1973 bis 1978 studierte sie Physik an der Universität Leipzig. Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften 1978 bis 1990. 1986 promovierte sie mit dem Thema der Dissertation: "Berechnung von Geschwingigkeitskonstanten von Elementarreaktionen am Beispiel einfacher Kohlenwasserstoffe ". 1990 war Angela Merkel stellvertretende Regierungssprecherin der Regierung de Maiziere sowie Referentin im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. Sie war Mitglied des "Demokratischen Aufbruchs", ist seit 1990 Mitglied der CDU, seit Dezember 1991 stellvertretende Vorsitzende der CDU Deutschlands und seit Juni 1993 Vorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern. Angela Merkel ist seit 1990 Mitglied des Bundestages. Von 1991 bis 1994 war sie als Bundesministerin für Frauen und Jugend tätig und sei 1994 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. NN

Maria Magdalena Merten wählte den Namen Blandina nachdem sie dem Nonnenorden der Ursulinerinnen beigetreten war. Sie wurde Im Jahr 1833 in einem Dorf namens Düppenweiler geboren. Sie trat dem Nonnenorden der Ursulinerinnen 1908 bei und legte ihr letztes Gelöbnis 1913 ab. Sie war als Lehrerin in Saarbrücken und in Trier aktiv. Sie erkrankte an Tuberkulose 1916 und starb an dieser Krankheit im Nonnenkloster in Trier 1918. Während ihres Lebens wurde sie durch ihre Frömmigkeit, während ihrer Krankheit durch ihren tiefen Glauben und ihre Geduld bekannt. Sie wurde durch Papst Johannes Paul II am 1. November 1987 selig gesprochen. Ihr kirchlicher Gedenktag ist am 18. Mai. BF

Franz Anton Mesmer wurde im Jahre 1734 geboren und starb mit 81 Jahren im Jahre 1815. Er widmete sein gesamtes Leben der Lehre des Magnetismus. Mesmer betrieb seine Studien in Wien und war wegen seiner Magnetismus-Therapien bei anderen Wissenschaftlern sehr umstritten. Mesmer ging dann nach Paris, um dort seine Forschungen weiter zu betreiben. Auch in Paris hatte er Probleme seine Theorien bei anderen Wissenschaftlern zu etablieren. Am 26. Februar 1815 starb Franz Anton Mesmer an einem Schlaganfall.GM

Der deutsche Flugzeugingenieur und -konstrukteur Willy Messerschmitt wurde am 26. Juni 1898 in Frankfurt am Main geboren und starb am 17. September 1978 in München. Nach seiner Ausbildung am Münchner Institut für Technologie arbeitete Messerschmitt als Chefkonstrukteur und -ingenieur für die Bayerische Flugzeugwerke in Augsburg. 1938 wurde aus dem Unternehmen die Messerschmitt AG. Während des 2. Weltkrieges produzierte die Firma Militärflugzeuge für die deutsche Luftwaffe. Im Anschluß an eine Produktionsunterbrechung nach dem Krieg wurde das Messerschmitt-Bölkow-Blohm Unternehmen gegründet, in dem Satelliten, Helikopter, Raketen und Flugzeuge hergestellt werden.

Conrad Ferdinand Meyer wurde am 11. Oktober 1825 in Zürich geboren. Er starb am 28. November 1898 in Kilchberg. Meyer studierte Geschichte, Philologie und Malerei. Sein Aufenthalt im französischen Teil der Schweiz, größtenteils in Lausanne, gab ihm einen Einblick in die französische Literatur und Kultur. Studien der Arbeit Michelangelos waren ein entscheidender Einfluß auf Meyers Leben. Der neben Jeremias Gotthelf und Gottfried Keller bedeutendste Schweizer Erzähler und Lyriker des 19. Jahrhunderts schrieb außerordentlich plastische symbolhafte Lyrik und sehr einfühlsame historische Romane und Novellen. Meyer begann relativ spät zu schreiben. Seinen ersten Erfolg erzielte er mit einem Werk von dauerhafter Wichtigkeit, dem machtvollen Gedicht "Huttens Letzte Tage". Das Material seiner Werke nahm Meyer fast ausschließlich von den Perioden der Renaissance und der Reformation. Seine Hauptcharaktere waren Männer und er beschrieb deren Kämpfe und Drangsal. Er untersuchte damit solch größeren Probleme wie die verbreitete Ungerechtigkeit, die Macht des Bewußtseins und die Bedeutung des Schicksals. Andere Werke sind "Jörg Jenatsch", "Gustav Adolfs Page", "Das Leiden eines Knaben" und "Die Hochzeit des Mönchs". "Der Heilige" wird generell als die beste seiner Novellen betrachtet. NN

Hartmut Michel wurde am 18. Juli 1948 in Ludwigsburg zur Welt gebracht. Der deutsche Biochemiker erhielt 1988 gemeinsam mit Johann Deisenhofer und Robert Huber den Nobelpreis für Chemie. Sie bestimmten die Struktur bestimmter Proteine, die von grundlegender Wichtigkeit für die Photosynthese sind.

Agnes Miegel wurde am 9. März 1879 in Königsberg (Ostpreußen) geboren. Sie entdeckte ihr Interesse am Journalismus und arbeitete ab 1920 als Leiterin des Feuilletons bei der "Ostpreußischen Zeitung" in Königsberg. 1924 erhielt sie den Titel Dr. honoris causa der Universität Königsberg. 1933 wurde sie Mitglied der Deutschen Akademie der Dichtung. Agnes Miegel flüchtete gegen Kriegsende aus Königsberg in ein dänisches Lager. Seit 1948 lebte sie dann in Bad Nenndorf. Bereits mit 22 Jahren schrieb sie erste Gedichte und Lieder. Agnes Miegel entwickelte sich zu einer wahren Meisterin der Ballade (historische Balladen, Sagen-, Märchen- und Volksballaden ). Sie schöpfte besonders aus den mythischen Kräften der Landschaften ("Die Mär vom Ritter Manuel", "Die Nibelungen", "Die schöne Agnete"). In ihren Balladen und Erzählungen schildert Agnes Miegel ihre ostpreußische Heimat in Vergangenheit und Gegenwart. Agnes Miegel starb im Alter von 85 Jahren in Bad Salzuflen. Sie lebt heute in ihren Werken weiter. NN

Johann Friedrich Miescher wurde am 13. August 1844 in Basel geboren und starb am 26. August 1895 in Davos. Der schweizer Student des Zellstoffwechsels ist der Entdecker der Nukleinsäure. Seine Entdeckung ist heute als DNS bekannt. Später fand Miescher Nukleinsäure und ein Protein, das mit der Nukleinsäure in Verbindung gebracht wird, im Lachsspermium. Er fand weiterhin heraus, daß die Kohlendioxydkonzentration und nicht die Sauerstoffkonzentration im Blut die Atmung reguliert. 1885 gründete er das erste physiologische Institut der Schweiz.

Der Elektroingenieur Oskar von Miller wurde am 7. Mai 1855 in München geboren und starb am 9. April 1934 in seiner Geburtsstadt. Er trieb die Elektroenergieindustrie in Deutschland voran und gründete das Deutsche Museum für Wissenschaft und Technologie in München. Miller organisierte 1882 die erste Elektro-Ausstellung in Deutschland. Auf dieser präsentierte er die Übertragung von Elektroenergie über ein 57 km langes Kabel. 1883 gründete er ein Unternehmen, das später in AEG umbenannt wurde.

Bischof Dr. Walter Mixa wurde am 25. April, 1941 in Königshütte/ Oberslesien geboren. 1945 wurde die Familie aus der Heimat vertrieben und fand eine neue Heimat in Heidenheim. Er studierte Philosophie und Theologe an der Universität Freibourg. Er wurde 1970 zum Priester geweiht. Er promovierte 1975 an der Theologischen Fakultät Augsburg. Er wurde 1996 zum Bischof von Eichstätt ernannt.

Die Malerin Paula Modersohn-Becker wurde am 8. Februar 1876 in Dresden geboren und starb am 30. November 1907 in Worpswede. Sie führte den Stil des französischen Spätimpressionismus des 19. Jahrhunderts in Deutschland ein. Bezeichnend für diesen Stil standen Maler wie z.B. Paul Gauguin und Paul Cezanne. Als Student von Fritz Mackensohn wurde Modersohn-Becker Mitglied der Worpswede Schule, einer Gruppe regionaler Artisten in der Nähe von Bremen. Ihre frühen Werke spiegeln ihre akademische Ausbildung wider und während einer bestimmten Periode ähneln sie denen von Käthe Kollwitz. Da Modersohn-Beckers Kunstwerke überwiegend ihre inneren Gefühle widergeben, wird sie regelmäßig als Expressionist bezeichnet.

Hugo von Mohl wurde am 8. April 1805 in Stuttgart, Würtemberg geboren und starb am 1. April 1872 in Tübingen. Der Botaniker ist für die Erforschung der Anatomie und Physiologie von Pflanzenzellen bekannt. Von Mohl erhielt seinen akademischen Grad an der Universität Tübingen. Dort war er auch Professor für Botanik bis zu seinem Tod. Der Botaniker entwickelte die Idee, daß der Zellkern innerhalb des körnigen, gallertartigen Materials, das den Hauptbestandteil der Zelle ausmacht, liegt. Er nannte diese Substanz Protoplasma, ein Wort, das vom tschechischen Physiologen Jan Evangelista Purkinje in Bezug auf das embryonische Material in Eiern erfunden wurde. Von Mohl war auch der erste, der vorschlug, daß neue Zellen durch Zellteilung gebildet werden. 1851 entwickelte er die heute bestätigte Sichtweise, daß die sekundäre Wand der Pflanzenzellen eine faserige Struktur hat. Von Mohl gab die erste klare Erklärung der Rolle der Osmose in der Physiologie der Pflanze und führte ebenso weitere Forschungen an Pflanzen durch. NN

Der preußische und deutsche Generalstabschef Helmut Karl Bernhard, Graf von Moltke wurde am 26. Oktober 1800 in Parchim geboren und starb am 24. April 1891 in Berlin. Seine Ernennung zum preußischen Generalstabschef fiel in die Ära von Otto von Bismarck, eine Zeit die Europa veränderte. Moltke war der erste Militarist, der die Rolle der Eisenbahn für die Armee bezüglich Beweglichkeit und Nachschub schätzte, und er entwickelte eine neue Technik der Kriegsführung. Die neue Kriegstechnik wurde erstmals gegen Dänemark und Österreich sowie andere deutsche Staaten eingesetzt und führte zu einem überragenden Sieg der preußischen Armee. Moltkes Sieg über Frankreich im Jahre 1870 verursachte den Zusammenbruch des Zweiten Französischen Kaiserreichs unter Napoleon III. Neben seiner militärischen Karriere beschäftigte sich Moltke auch mit der Schriftstellerei. Er schrieb unter anderem "Die beiden Freunde", "Darstellung der innern Verhältnisse und des gesellschaftlichen Zustandes in Polen" sowie "Briefe über Zustände und Begebenheiten in der Türkei".

Theodor Mommsen wurde am 30. November 1817 in Garding, Schleswig geboren und starb am 1. November 1903 in Charlottenburg in der Nähe von Berlin. Er war der größte Historiker der Klassik im 19. Jahrhundert. Er unterrichtete Jura und Klassik in Kiel von 1838 bis 1843. Nach einigen Jahren in Frankreich und Italien sowie einer kurzen Karriere als Journalist wurde er Professor für Recht an der Universität Leipzig. Seine Verwicklung in die Revolution von 1848-49 führte zu seiner Entlassung im Jahre 1850. Nachdem er akademische Posten an den Universitäten Zürich und Breslau inne hatte, erhielt er 1858 den Vorsitz für altertümliche Geschichte an der Universität Berlin. Er war weiterhin permanenter Sekretär der Preußischen Akademie für Kunst und Wissenschaft. In den 70er Jahren war Mommsen ein aktives und prominentes Mitglied des preußischen Parlaments, zuerst als Nationalliberaler und später als Liberaler. Mommsen's Werke - seine Bibliographie bis 1887 umfaßte über 900 Stücke - revolutionierte das Studium der römischen Geschichte. Er war Haupteditor des "Corpus Inscriptionum Latinarum" und leistete ebenfalls den Hauptbeitrag zu diesem Werk, einer gewaltigen Sammlung römischer Inschriften, veröffentlicht durch die Berliner Akademie. Dieses Werk legte den Grundstein für ein systematisches Studium der römischen Regierung, Verwaltung, Wirtschaft und Finanzwirtschaft. NN

Matthias Georg Monn, eigentlicher Name Johann Georg Monn, wurde am 9. April 1717 in Wien geboren und starb am 3. Oktober 1750 in seiner Geburtsstadt. Er war Komponist sowie Organist und seine Kompositionen bezeichnen einen Übergang vom Barock zur klassischen Periode der Musik. Moon änderte seinen ursprünglichen Namen, um Verwechslungen mit seinem Bruder Johann Christoph Monn, einem Pianisten und Komponisten, zu vermeiden. Obwohl Monn in Wien sehr respektiert wurde, war er im restlichen Europa nie besonders bekannt und keine seiner Kompositionen wurde zu seinem Lebzeiten aufgeführt. Eine seiner Sinfonien, die er 1740 fertigstellte, ist die erste bekannte Sinfonie, die in vier Tempi komponiert wurde. Für die dritte Bewegung verwendete Monn ein Menuett. Alle anderen Werke wurden in den damals konventionellen drei Tempi komponiert. Monns klare Entwicklungsabschnitte und die komplette Zusammenfassung führten eine Form in die synfonische Komposition ein, die bis dahin lediglich für Sonaten verwendet wurde. NN

Christian Morgenstern wurde am 6. Mai 1871 in München geboren und starb am 31. März 1914 in Meran, im heutigen Italien. Er war Dichter und Humorist, dessen Werke von mystischer und persönlicher Lyrik bis zu unsinnigen Versen reichten. Morgenstern studierte Jura, verlies jedoch die Schule, als er mit Tuberkulose diagnostiziert wurde. Er lebte für einige Zeit in Norwegen, wo er die Dramen von Ibsen übersetzte. Seine Dichtungen, die von Nietzsche und dem Buddhismus beeinflußt wurden, beinhalten "In Phantas Schloß", "Ich und die Welt", "Ein Sommer", "Einkehr" und "Wir fanden einen Pfad". Morgensterns internationaler Ruf entwickelte sich durch seine unsinnigen Verse, in denen er Wörter erfand, Satzstrukturen veränderte und Wörter in einen fremden Zusammenhang verwendete. Unter diesen Werken befindet sich unter anderem "Galgenlieder" und "Der Gingganz".

Der schwaebische Dichter und Theologe Eduard Moerike kam 1804 in Ludwigsburg zur Welt. Er genoss eine humanistische Ausbildung im evangelischen Seminar, spaeter im Stift der Universitaet Tuebingen, wo er Theologie studierte. Dort machte er auch Bekanntschaft mit Waiblinger und Hoelderlin. Nach dem Studium nahm er seine Vikariatstaetigkeit auf und wurde schliesslich 1834 Pfarrer in der Gemeinde Cleversulzbach. Eine Krankheit zwang ihn jedoch, seinen Beruf aufzugeben; Moerike zog sich zurueck. Nach einer Heirat mit Margarethe Speeth 1851 zog er nach Stuttgart, wo er stundenweise am Katharinenstift unterrichtete. Seine Hauptbeschaeftigung bis zu seinem Tod 1875 blieb jedoch das Schreiben. Seine bedeutendsten Erzaehlungen aus dieser Zeit sind "Das Stuttgarter Hutzelmaennlein" und die Novelle "Mozart auf der Reise nach Prag". BF

Annemarie Moser-Proell wurde am 27. März 1953 in Kleinarl, Österreich geboren. Sie ist eine Abfahrtsskiläuferin und hält mit 6 Gesamt-Weltcupsiegen, fünf davon aufeinanderfolgend, den Rekord aller Zeiten. Proell startete im Alter von 4 Jahren mit dem Skifahren. Mit 15 Jahren nahm sie am Probetraining für Österreichs Nationalteam teil. Der Erfolg bei den Olympischen Spielen kam jedoch spät. Sie gewann 1972 die Silbermedaille für die Abfahr sowie den Slalom, und 1980 gewann sie die Goldmedaille für ihre Spezialität, die Abfahrt. 1973 gewann sie 11 Weltcuprennen in der Abfahrts in Folge und stellte damit einen Rekord auf. 1976 zog sie sich erstmals aus dem Wettkampfgeschehen zurück, kehrte jedoch 1978 in den Skizirkus zurück. Nach den Olympischen Spielen im Winter 1980 beendete sie ihre Laufbahn endgültig. In ihrer Karriere stellte sie einen Rekord für gewonnene Weltcuprennen für Frauen sowie Männer auf.

Constanze Mozart wurde 1762 geboren und starb 1842. Sie war die Ehefrau von Wolfgang Amadeus Mozart, den sie 1782 heiratete. Nach dessen Tod trug sie wesentlich dazu bei, daß Mozarts Ruf andauern wird. Sie war eine Sopranistin und ebenso Pianistin. Constanze und Wolfgang Amadeus hatten sechs Kinder, von denen nur zwei die frühe Kindheit überlebten. Sie organisierte Vorführungen von Mozarts Werken und sang in einigen von ihnen selbst mit. Im Jahre 1800 verkaufte sie Mozarts Manuskripte, die das Fundament für einen Katalog darstellten, auf dem die spätere Mozart Wissenschaft beruhte. Später heiratete Constanze Georg Nikolaus Nissen, der eine Biographie von Mozart begann. Nach seinem Tod bearbeitete sie die Biographie vor der Herausgabe. Es war die Hauptquelle für Mozartstudien für mehrere Jahre. NN

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Er wird als einer der größten Komponisten in der Geschichte angesehen. Gemeinsam mit Haydn und Beethoven trug er zum Aufstreben der Wiener Klassischen Schule bei. Ungleich allen anderen Komponisten in der Musikgeschichte schrieb Mozart in allen Musikrichtungen seiner Zeit und trat in allen hervor. Sein Geschmack, sein Stil und sein Ausdrucksrepertoire machen ihm zu einem der bekanntesten Komponisten aller Zeiten. Mozart war hochtalentiert und spielte schon mit 6 Jahren am bayrischen Hof und später in Wien sowie in allen Zentren der Musik im westlichen Europa. Schon im Jahre 1769 wurde Mozart zum ehrenamtlichen Konzertmeister am Salzburger Hof ernannt. Mozart schrieb über 600 Werke, einschließlich 21 Bühnen-und Opernstücke, 15 Messen, 50 Symphonien, 25 Klaviekonzerte, 12 Violinenkonzerte und vieles mehr. Unter seinen größten Werken befindet sich "Die Entführung aus dem Serail", "Eine kleine Nachtmusik", "Don Giovanni", "Die Hochzeit des Figaro" und "Die Zauberflöte". Wolfgang Amadeus Mozart starb im Jahre 1791.

Erwin Wilhelm Müller wurde am 13. Juni 1911 in Berlin geboren und starb am 17. Mai 1977 in Washington, USA. Der deutsch-amerikanische Physiker entwickelte die Feld-Emissionen-Mikroskopie. Seine Entdeckung des Feldemissionen- und Feldionenmikroskops machte es zum ersten mal möglich, Fotos von einzelnen Atomen aufzunehmen. Müller war Mitglied des Kaiser Wilhelm Instituts für Physikalische Chemie, arbeitete an der Freien Universität in Berlin und zuletzt als Professor für Physik an der Pennsylvania State Universität.

Sir Ferdinand von Müller wurde am 30. Juni 1825 in Rostock, Mecklenburg-Schwerin, geboren und starb am 10. Oktober 1896 in Melbourne, Australien. Der Botaniker und Entdecker war für seine Studien der Pflanzen Australiens bekannt. Kurz nach Erhalt des Doktortitels, verließ er Deutschland und ging nach Adelaide, Südaustralien und begann, eine Serie von Schriftstücken über die Pflanzenwelt Südaustraliens zu schreiben. Er wurde zum Regierungsbotaniker von Viktoria ernannt, zog nach Melbourne und reiste durch die umliegenden Gegenden. Während dieser Reisen unternahm er ausgedehnte botanische Studien. Müller wurde später zum Direktor des Botanischen Gartens in Melbourne ernannt. Dort errichtete er das nationale Herbarium. 1858 erschien der erste Band seines "Fragmenta Phytographiae Australiae". Gemeinsam mit dem britischen Botaniker George Bentham schrieb er eine systematische Monographie über die Pflanzenwelt Australiens, "Flora Australiensis: A Description of the Plants of the Australian Territory". Sein bekanntestes Buch war "Select Plants Readily Eligible for Industrial Culture or Naturalization in Victoria". Als Anerkennung seiner herausragenden Beiträge zur Botanik erhielt Müller die Mitgliedschaft in der Königlichen Gesellschaft von London im Alter von 36 Jahren. Der König von Würtemberg ernannte ihn 1871 zum Erbbaron und 1879 wurde er zum Ritter geschlagen. NN

Der Geburtstag des deutschen Psychologen Georg Elias Müller ist der 20. Juli 1850. Er starb am 23. Dezember 1934 im Alter von 84 Jahren in Göttingen. Müller war Direktor eines der wichtigsten Zentren für psychologische Forschung an der Universität in Göttingen. Er trug wesentlich zur Förderung des Wissens über Empfindungen, Erinnerung, Lernen und die Wahrnehmung von Farben bei. Müllers Erkenntnisse sind unter anderem in "Outline of Psychology" und "Toward a Foundation of Psychophysics" dargestellt.

Der deutsche Astronom und Mathematiker, Regiomontanus, eigentlich Johann Müller, wurde am 6. Juni 1436 in Königsberg geboren und starb am 6. Juli 1476 in Rom, Italien. Er war hauptsächlich verantwortlich für die Förderung der Trigonometrie in Europa. Er studierte an der Universität Leipzig und später in Wien unter Georg von Peuerbach. Regiomontanus begann mit Peuerbach, die griechischen Manuskripte von Ptolomäus neu zu übersetzen und beendete die Arbeit nach dem Tode Peuerbachs. Mit "De triangulis omnimodis libri quinque" gab er die erste moderne Darstellung ebener und räumlicher Trigonometrie. 1474 veröffentlichte Regiomontanus "Ephemerides", Navigationstabellen die die tägliche Position der Weltkörper für mehrere Jahre aufzeigen.

Lisel Müller wurde am 8. Februar 1924 in Hamburg geboren. 1939 verließ sie mit ihrer Familie Deutschland und schlug ihre Zelte in Evansville auf. Die Erfahrungen während dieser Zeit regten sie zu Themen an, die eine kulturelle und familiäre Geschichte betreffen. Ihre Gedichte waren oft mürrisch sowie detailliert und trotzdem sinnlich greifbar. Müllers lyrische Poesie war auf mythische, phantastisch dargestellte Charaktere sowie traumhafte Milieus mit einer kräftigen, zugänglichen Ausdrucksweise, die oft in der Folklore gefunden wird, gerichtet. Bevor sie allgemeinen Zuspruch als Dichterin erhielt, schrieb Müller Prosa. Ihre erste große Veröffentlichung war ein Buch mit Essays. Sie arbeitete ebenfalls als Buchkritikerin für die Chicago Daily News bevor sie als Gründungsmitglied für das Zentrum für Poesie in Chicago agierte. Einige ihrer anderen Dichtungen sind "The Private Life", "Waving from Shore", und "Learning to Play by Ear". In ihrer langen Karriere als Dichterin wurde Lisel Müller mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie erhielt unter anderem den National Book Award für "The Need to Hold Still" und den Illinois Poet Laureate Award. 1997 wurde sie mit dem Pulitzer Preis für Dichtung für ihre Sammlung "Alive Together: New and Selected Poems" ausgezeichnet. NN

Bischof Manfred Müller wurde am 15. November 1926 in Augsburg geboren. Er wurde 1952 zum Priester geweiht. Er wurde 1982 zum Bischof von Regensburg ernannt.

Bischof Rudolf Müller wurde am 24. Juni 1931 in Schmottseiffen geboren. Er wurde 1955 zum Priester geweiht. 1987 wurde er zum Bischof geweiht und war 1987-1994 Weihbischof. 1994 wurde er zum Bischof von Görlitz ernannt.

Gabriele Münter wurde am 19. Februar 1877 in Berlin geboren und starb am 19. Mai 1962 in Murnau. Sie war Malerin und eng mit der Gruppe "Der Blaue Reiter" verbunden, obwohl ihre gefühlvollen, farbenfrohen Werke stark von den Postimpressionisten beeinflußt wurden. Münter studierte zuerst Klavier, trat jedoch 1902 in die Phalanx Kunstschule in München ein, wo sie innerhalb eines Jahres Schülerin und Begleiterin Wassily Kandinskys wurde. Beide reisten viel und ließen sich 1908 in Murnau nieder. Münter stellte ihre Bilder auf den Blaue Reiter Ausstellungen 1911 und im darauffolgenden Jahr aus. Obwohl ihre Bilder die Intensität der Farben und die Ausdrucksstärke der Linien, charakteristische Stiformen der Gruppe, zeigten, waren ihre Stilleben, Figuren und Landschaften einzigartig. Bemerkenswerte Gemälde sind z.B. "Portrait of a Young Woman" and "Red Clout". NN

Thomas Müntzer wurde irgendwann vor 1490 in Stolberg geboren und starb am 27. Mai 1525 in Mühlhausen. Er war ein führender radikaler Reformer während der Reformation der Protestanten sowie der Führer der vorzeitigen Bauernrevolte in Thüringen von 1524-25. Müntzer wird als wichtige Kraft in der religiösen und sozialen Geschichte des modernen Europa betrachtet. Marxisten des 20. Jahrhunderts sehen ihn als Vorbote im Kampf um eine klassenlose Gesellschaft. Müntzer vertrat die Ansicht, daß wahre Autorität im inneren Licht, gegeben von Gott, und nicht in der Bibel liegt. Seine theologische Auffassung stand im Gegensatz zu der Luthers. Er glaubte, daß das einfache Volk, aufgrund ihrer Armut und unverdorbenen Unwissenheit den Willen Gottes offenbaren würden.

Der Dichter Robert Musil wurde 1880 geboren und lebte bis 1942. Seit 1938 lebte er in der Schweiz. Sein Hauptwerk ist der Roman Der Mann ohne Eigenschaften. Es geht um eine Darstellung des modernen Menschen und vor allem des Kulturverfalls in Österreich vor dem 1. Weltkrieg und um die Schilderung einer Situation, die für die Auflösungserscheinungen der gesamten modernen Welt bezeichnend ist.

Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff wurde am 29. Oktober 1940 in Osterwick (heute Rosendahl) geboren. Er studierte Philosophy und Theology in Münster und Freiburg. Er wurde 1968 zum Priester geweiht. Er promovierte 1978 in München. Er studierte Kirchenrecht an der Gregorianischen Universität in Rom. Er ist jetzt der Bischof von Aachen.