Short Biographies of Noted Germans, Austrians and Swiss


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©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons

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Karl Wilhelm von Nägeli wurde am 27. März 1817 in Kilchberg, Schweiz, geboren und starb am 10. Mai 1891 in München. Der schweizer Botaniker war berühmt für seine Arbeit mit Pflanzenzellen. Im Alter von 25 Jahren schrieb Nägeli eine Arbeit über die Bildung von Pollen durch Samen sowie Blütenpflanzen und beschrieb die Zellteilung mit großer Genauigkeit. Er beschrieb transitorische Zytoblasten, die später als Chromosomen identifiziert wurden. Er beobachtete ebenfalls die Zellteilung und untersuchte den Prozeß der Osmose in einzelligen Algen. Nägeli führte das Konzept bestimmter Gruppen von Pflanzenzellen, die immer in der Lage sind, sich zu teilen, in die Botanik ein. Das führte ihn zur ersten genauen Zählung von apikalen Zellen. Weiterhin formulierte er ein Konzept, das zur Grundlage für das Verständnis der Struktur von Getreide wurde. Nägeli und Hugo von Mohl waren die ersten Botaniker, die die Wand der Pflanzenzelle von deren inneren Inhalten unterschieden. NN

Paul Natorp wurde am 24.1.1854 in Düsseldorf geboren. Zusammen mit Hermann Cohen gründete er die Marburger Schule des Neukantianismus. Einer seiner beudentenden Studenten war der Philosoph Hans-Georg Gadamer, der die sogenannte “philosophische Hermeneutik” entwickelte. Er starb am 17.8.1924 in Marburg.

John Ulric Nef wurde am 14.Juni 1862 in Herisau, Schweiz, geboren und starb am 13. August 1915 in Carmel, USA. Nef studierte in Harvard und in München und unterrichtete an der Purdue University und Clark University. Seine Studien zeigten, daß Kohlenstoff sowohl eine Wertigkeit von zwei wie auch vier hat. Mit dieser Erkenntnis trieb er das Verständnis für theoretische organische Chemie voran.

Oswald von Nell-Breuning wurde am 8. März 1890 als Sohn einer Adelsfamilie in Trier geboren. Er studierte Mathematik, Naturwissenschaften, Theologie und Philosophie. 1921 wurde er zum Priester geweiht. Bereits zu Lebzeiten galt er als einer der führenden Vertreter und Interpreten der "Katholischen Soziallehre". Ihm wurde eine herausragende Bedeutung als politischer Intelektueller zugesprochen. Nell-Breuning befaßte sich mit fast allen wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen seiner Zeit und stand so häufig im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Für sein Lebenswerk wurden ihm zahlreiche Auszeichnungen verliehen, unter anderem der Hans-Böckler-Preis und der Bundesverdienstorden. Oswald von Nell-Breuning starb am 21. August 1991 in Frankfurt am Main.

Caroline Neuber wurde am 19.03.1697 in Reichenbach/Vogtl. geboren. Im Jahre 1717 floh Caroline mit Johann Neuber vor ihrem jähzornigen Vater. Ihn und Caroline verband bald eine tiefe Zuneigung und die Liebe zum Theater. Mit ihrem Mann gründete sie 1727 eine eigene Theatergruppe. Mit dem Erwerb des sächsischen Aufführungs-Privilegs kam die Neuberin nach Leipzig. Der berühmte Johann Christoph Gottsched (1700-1766), Literaturprofessor der Leipziger Universität, entdeckte die junge, engagierte Frau. Zahlreiche Übersetzungen von Gottsched und auch Arbeiten seiner Frau wurden mit Hilfe der Neuberin aufgeführt. Ganz besonderes Engagement zeigte die Neuberin bei der Reformation des Theaters. Ihrer Meinung nach, sollte Theater nicht nur Unterhaltung sein, sondern auch der moralischen, geistigen Erziehung dienen. Großes Aufsehen erregte die Neuberin, indem sie in einem selbstverfaßten Vorspiel den Hanswurst von der Theaterbühne verbannte. Zum Erfolg der Neuberin trug auch die Einführung der Musikbegleitung in ihren Tragödien bei. Dennoch wurde die Theatergruppe 1743, aufgrund immenser Schulden, aufgelöst. 1748 führte sie Lessings erstes Werk ,,Der Junge Gelehrte" auf. Sie verstarb krank und in größter Armut, am 30.11.1760 in Laubengast. Die Kirche lehnte ein Begräbnis ab, so daß sie heimlich an der Leubener Friedhofsmauer begraben werden mußte. Erst 1776 wurde für die Neuberin in Laubengast ein Gedenkstein errichtet. Ein Grabstein konnte erst 1852, 92 Jahre nach ihrem Tode, aufgestellt werden. NN

Der deutsche Barockbaumeister Johann Balthasar Neumann wurde am 30.1.1687 in Würzburg geboren. Neumann begann 1720 mit dem Bau der Würzburger Residenz, deren Treppenhaus zu den Höhepunkten barocker Raumgestaltung zählt. Als weitere bedeutende Werke sind die Sakralbauten der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen und der Abteikirche von Neresheim zu nennen. Neumann starb am 19.8.1753 in Würzburg.

Seliger Otto Neururer (1882 — 1940) Otto Neururer wurde im Jahr 1882 in Piller in Österreich geboren und wurde Priester und Religionslehrer. Er war ein Gemeindepriester in Gotzens in der Nähe von Innsbruck in Österreich als die Nazis an die Macht kamen. Er hat einer jungen Frau seiner Gemeinde angeraten, einen schon geschiedenen Mann nicht zu heiraten. Dieser Mann hat sich als ein Nazi mit vielen Beziehungen herausgestellt. Neururer wurde wegen „Verleumdung von einer Hochzeit eines Deutschen" verhaftet und nach Dachau und später Buchenwald gebracht. Dort hat er sich um seine Gefängnisinsassen gekümmert. Als er einen von ihnen im Jahr 1940 getauft hat, wurde er dafür zu Tode gefoltert. Er wurde durch Papst Johannes Paul II. 1996 selig gesprochen.

Der deutsche Forscher Walther Hermann Nernst wurde am 25. Juni 1864 in Briesen geboren und starb am 18. November 1941 in Muskau. Nernst ist einer der Gründer der modernen physikalischen Chemie. Für die Formulierung des Dritten Gesetzes der Wärmelehre erhielt er 1920 den Nobelpreis für Chemie. Nernst's weitere Forschungen fanden wichtige Anwendungen in der Industrie und Wissenschaft.

St. Nicetius von Trier (? — 566) St. Nicetius war der Bischof von Trier in turbulenten Jahren, als das Römische Reich auseinanderfiel, und die Franken ihre Dominanz in Europa ausbauten. Die Stadt Trier wurde stark in den Jahren vor seinem Amtsantritt zerstört. Darunter war die Kathedrale stark zerstört, und Nicetius arbeitete an der Reparatur. Er war ein starker moralischer Reformator der besonders in der gehoben Bürgerklasse den anständigen christlichen Lebenswandel wieder herstellen wollte. Zu einem Zeitpunkt exkommunizierte er den König Clotair für seine Exzesse. Als Vergeltung verbannte der König den Bischof im Jahr 560, und Nicetius konnte nicht bis zum Tod von Clotair zurückkehren. Nicetius ist in der Kirche St. Maximin in Trier begraben, sein kirchlicher Gedenktag ist am 5. Dezember, obwohl er in Trier am 1. Oktober gefeiert wird. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus.

Nikolaus von Kues (Lat. Cusanus) (1401-1464) wurde 1401 in Kues geboren. Sein Vater war wohlhabender Moselschiffer und Kaufmann, der einen weitgehenden Einfluß im Kurfürstentum Trier genieß. Nikolaus studierte and den Universitäten Heidelberg, Padua und Köln. Er wurde 1440 zum Priester geweiht. . Er verfasste 1433 auf dem Basler Konzil seine erste grundlegende Schrift De concordantia catholica. 1448 erhob ihn Papst Nikolaus V. zum Kardinal. 1450 ernannte ihn Papst Nikolaus V. zum Fürstbischof von Brixen. Nikolaus starb am 11.8.1464. In seinem Testament stiftete er das St. Nikolaus-Hospital in Kues (heute Bernkastel-Kues). Seine Bibliothek ist heute noch vollständig in Kues. Die Stiftung dient noch heute älteren Menschen. Sein Leib ruht in Rom, sein Herz ruht im St. Nikolaus-Hospital in Kues

Carl Otto Ehrenfried Nicolai wurde am 9. Juni 1810 in Königsberg geboren und starb am 11. Mai 1849 in Berlin. Nicolai war deutscher Komponist und bekannt durch die Oper "Die lustigen Weiber von Windsor". Er gründete die Philharmonische Gesellschaft in Wien und war Dirigent der Berliner Oper.

Friedrich Nicolai wurde am 18. März 1733 in Berlin geboren und starb am 8. Januar 1811 in seiner Geburtsstadt. Er war Schriftsteller sowie Buchhändler und gemeinsam mit Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn ein Führer der deutschen Aufklärung. Als Herausgeber der Zeitschrift "Allgemeine deutsche Bibliothek" war er Kritiker solch junger Schriftsteller wie Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller. Nicolai beteiligte sich an der Literaturkontroverse über John Milton durch Verteidigung des englischen Dichters gegen den Grammatiker Johann Christoph Gottsched. Durch seine Begeisterung für die englische Literatur gewann er die Freundschaft mit Lessing und Mendelssohn. Mit Mendelssohn gründete er die Zeitschrift "Bibliothek der schönen Wissenschaften" und mit beiden Schriftstellern "Briefe, die neueste Litteratur betreffend". Er war ebenso Herausgeber der "Allgemeine deutsche Bibliothek", das Organ der "populären Philosophen", die gegen Autorität in der Religion sowie gegen alles, was sie als extravagant in der Literatur ansahen, kämpften. Nicolai schrieb auch viele eigenständige Werke, unter anderem "Charakterischen Anekdoten von Friedrich II" und "Das Leben und die Meinungen des Magisters Sebaldus Nothanker". NN

Martin Niemöller wurde am 14. 1. 1892 in Lippstadt geboren. Er war ein deutscher evangelischer Theologe. Niemöller trat als entschiedener Gegner der Kirchenpolitik des Nazionalsozialismus auf. Zwischen 1938-45 war er in verschiedenen Konzentrationslagern. Niemöller war überzeugter Pazifist und setzte sich vehement für eine Verständigung zwischen den Machtblöcken (U.S.A.--U.d.S.S.R.) ein. Er starb im Jahre 1984.

Elisabeth Förster-Nietzsche wurde am 10. Juli 1846 in Röcken, in der Nähe von Lützen, Preußen geboren und starb am 8. November 1935 in Weimar. Sie war die Schwester des deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche und wurde sein Vormund und seine Nachlassverwalterin. Sie glaubte an die Überlegenheit der germanischen Rasse und heiratete den anti-semitischen Agitator Bernhard Förster. In den 1880ern gingen sie nach Paraguay und gründeten Nueva Germania, eine vermeintlich reine arische Kolonie. Das Unternehmen schlug jedoch fehl und Förster beging Selbsmord. Inmitten eines finanziellen Skandals, gelang es Elisabeth nicht, ihren Ehemann zum nationalen Helden zu machen oder die Kolonie als eine Insel germanischen Christentums zu erhalten. Nach Nietzsche's mentalem Zusammenbruch im Jahre 1889 wurde Elisabeth sein Vormund. Sie sicherte sich die Rechte an seinen Manuskripten und nannte das Familienanwesen "Nietzsche-Archiv". Sie lehnte öffentlichen Zugang zu ihres Bruder's Werken ab und änderte sie ohne Skrupel oder Verständnis. Während Elisabeth für ihre Mißdeutungen ein weites Publikum gewann, hielt sie Nietzsche's Selbstinterpretation "Ecco Homo" bis 1908 zurück. Inzwischen sammelte sie einige seiner Aufzeichnungen unter dem Titel "Der Wille zur Macht" und presentierte dieses Werk letztendlich in einem komplett umgestalteten Werk, das weitgehend als Nietzsche's "magnus opus" betrachtet wurde. Nach Elisabeth's Tod untersuchten Experten die von ihr geänderten Versionen und befanden sie für falsch und verzerrt. Sie fälschte nahezu 30 Briefe und schrieb oft Textstellen um. Die Entdeckung der Fälschungen und der Originaltexte hatte einen großen Einfluß auf die späteren Interpretationen von Nietzsche's Philosophie. NN

Der Philosoph Friedrich Wilhelm Nietzsche wurde am 15.10.1844 geboren. Er studierte ein Jahr Theologie an der Universität Bonn und später Philologie an der Universität Leipzig. Bereits vor seiner Promotion wurde ihm eine Professur an der Universität Basel angeboten. Seine Gesundheit war allerdings so schwach, daß er nur einige Jahre unterrichten konnte. Nachdem er die Universität verließ, wendete sich Nietzsche verstärkt der Philosophie zu. Einige seiner wichtigsten philosophischen Schriften sind Also Sprach Zarathustra, Die Fröhliche Wissenschaft, Ecce Homo, und Jenseits von Gut und Böse.

Paul Gottlieb Nipkow wurde am 22. August 1860 in Lauenburg geboren und starb am 24. August 1940 in Berlin. Der deutsche Ingenieur entdeckte das Abtastungsprinzip des Fernsehens. In diesem werden die Lichtstärken kleiner Bildstücke aufeinanderfolgend analysiert und übertragen. 1884 entwickelte er eine drehende Platte mit einer oder mehreren Öffnungsspulen, die aufeinanderfolgend über das Bild gehen. Damit ermöglichte Nipkow ein mechanisches Fernsehsystem. Die Nipkowplatte wurde 1934 von elektronischen Abtastungsgeräten ersetzt.

St. Nikolaus von Flüe (ca. 1417 – 1487) St. Nikolaus wurde etwa im Jahr 1417 in der Nähe von Sachseln in der Schweiz geboren. In seinem frühen Teil seines Lebens war er Soldat und war in vielen Kämpfen, er wurde sehr einflußreich in der Schweizer Politik nach seinen Jahren beim Militär. Nach seinem Leben als Politiker wurde er Eremit im Jahr 1467 und widmete den Rest seines Lebens dem Gebet. Als Bruder Klaus berichtete er Visionen und Wunder werden ihm zugeschrieben. Viele glaubten an seine Gabe zu prophezeien, und er wurde oft von wichtigen Leuten Europas aufgesucht um Rat zu holen. Er wurde von Papst Klemens IX. im Jahr 1669 selig gesprochen, und von Papst Pius XII. im Jahr 1947 heilig gesprochen. Es gibt eine Bruder Klaus Web Seite: www.bruderklaus.ch Das Grab von Bruder Klaus in Sachseln ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der Schweiz. Der Gedenktag von St. Nikolaus of Flüe ist am 25. September, in der evangelischen Kirche am 21. März.

Selige Ulrika Franziska Nisch (1882 — 1913) Ulrika Franziska Nisch wurde im Jahr 1882 in dem Dorf Mittelbiberach-Oberndorf in Württemberg geboren. Ihr Beitritt bei dem Schwestern des Kreuzes Orden wurde 1904 akzeptiert, wo sie in der Küche arbeitete. Sie berichtete von zahlreichen Visionen von Engeln und Heiligen. Sie wurde 1987 durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

St. Norbert von Xanten (ca. 1080 — 1134) St. Norbert wurde ca. im Jahr 1080 in Xanten geboren. Er lebte in frühen Jahren als reicher Adliger in energischer Verfolgung weltlicher Vergnügungen. Nach einem Reitunfall jedoch war er so durcheinander, daß er sein weltliches Leben aufgab und den Rest seines Lebens in spiritueller Weise führte. Er wurde im Alter von 35 Jahren zum Priester geweiht und verschenkte seinen ganzen Besitz und widmete sein Leben Gott. Im Jahr 1119 gründete er ein religiöses Kloster in Premontre, Frankreich, wie Papst Calixtus II. es ihm aufgetragen hatte. Nachdem dem dortigen Erfolg kehrte er nach Deutschland zurück und gründete Abteien in Westfalen. Der St. Norbert Orden wuchs schnell. Im Jahr 1125 reiste er nach Rom um vom neuen Papst, Honorius II., erneute Bekräftigung für seinen Orden zu ersuchen. Die Bestätigung ist auf den 27. Februar 1126 datiert. Bald darauf wurde er zum Erzbischof von Magdeburg ernannt. In dieser Position räumte er unter den korrupten Adligen und Geistlichen in dieser Gegend auf. Drei versuchte Attentate waren das Ergebnis dieser Tat. Er arbeitete mit an dem Widerstand gegen den Gegenpapst Pietro di Leoni und der Amtseinführung von Papst Innozenz II. . Er starb im Jahr 1134 und war in der nobertinischen Abtei in Magdeburg begraben. Viele Wunder werden von deinem Grab berichtet. Im Jahr 1627 wurden seine Überreste nach Prag gebracht, da Magdeburg zu dieser Zeit in protestantischer Hand war. Zu dieser Zeit war Böhmen Teil des Heiligen Römischen Reiches oder Deutschen Reiches, heute ist Prag in der Tschechoslowakei. Er wurde später zum Schirmherr und Beschützer von Böhmen. Es wird berichtet, daß Norbert durch Papst Innozenz II. heilig gesprochen wurde. Da es aber keine Aufzeichnungen gab wurde er im Jahr 1582 durch Papst Gregor XIII. (nochmals) heilig gesprochen.

Der Schriftsteller Hans Nossack wurde am 30.1.1901 in Hamburg geboren. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde ab 1933 die Publikation seiner Schriften verboten. Nach dem 2. Weltkrieg erschienen neben dem Drama Die Rotte Kain (1949) auch Erzählungen, Romane und Essays (spätestens im November, Der unbekannte Sieger). Nossack, dem 1961 der Georg-Buechner-Preis verliehen wurde, starb am 2.11.1977 in Hamburg.

St. Notburga von Rattenberg (ca. 1265 — 1313) (Rattenberg ist in der Nähe von Innsbruck in Österreich) St. Notburga ist die Schirmherrin der Diener und Kleinbauern. Es wird berichtet, daß sie während ihres Lebens als Dienerin für eine Adelsfamilie gearbeitet hatte und ihre Stellung dazu verwendet hatte, den Armen in der Gegend zu helfen. Kurz nach ihrem Tod wurde sie als Heilige verehrt und Legenden haben sich um ihre Person gebildet. Der Kult von St. Notburga wurde von Papst Pius IX. im Jahr 1862 ratifiziert. Ihr Gedenktag ist am 13. September und sie wird nach dem regionalen Kalender in Graz, Innsbruck, Linz, München, Passau und in Salzburg gefeiert.

Der deutsche Bibelgelehrte Martin Noth wurde am 3. August 1902 in Dresden geboren und starb am 30. Mai 1968 in Horvot Shivta, Israel. In seinem Buch "Das System der zwölf Stämme Israels", das er mit 28 schrieb, befürwortete er die Theorie, daß die Einheit, Israel genannt, vor der Vertragsversammlung in Shechem in Canaan (Joshua 24) nicht existierte. Die Stämme, bis dahin nur lose durch Bräuche und Traditionen verbunden waren, akzeptierten die Verehrung und den Vertrag von Yahweh, erstellt von Joshua. Noth arbeitete als Professor der Theologie an der Bonner Universität und führte seine Studien im Ruhestand weiter.

Emmy Nöther wurde am 23. März 1882 in Erlangen geboren und starb am 14. April 1935 in Bryn Mawr, USA. Sie war Mathematikerin und ihre Neuerungen in höherer Algebra brachten ihr den Ruf als die kreativste abstrakte Mathematikerin moderner Zeiten. Das Erscheinen des Werks "Moduln in nichtkommutativen Bereichen, insbesondere aus Differential- und Differenzen-Ausdrücken" bezeichnete die erste Kenntisnahme von Nöther als außerordentliche Mathematikerin. Die nächsten Jahre konzentrierte sie sich auf die Untersuchung der allgemeinen Theorie der Ideale (spezielle Teilmengen von Kreisen). Ihre abstrakte Theorie half bei der Erzielung vieler wichtiger mathematischer Entwicklungen. Ab 1927 konzentrierte sich Nöther auf nichtkommutative Algebra, ihre lineare Umformung sowie ihre Anwendung auf wechselseitige Zahlenfelder. Wichtige Schriften aus dieser Zeit sind "Hyperkomplexe Größen und Darstellungstheorie" und "Nichtkommutative Algebra". Zusätzlich zur Forschung und Lehre, half Nöther bei der Herausgabe der "Mathematische Annalen". Von 1930 bis 1933 war sie das Zentrum der stärksten mathematischen Aktivitäten in Göttingen. Das Ausmaß und die Wichtigkeit ihrer Werke kann nicht genau an ihren Schriften festgemacht werden. Ein Großteil ihres Werkes erschien in den Veröffentlichungen ihrer Studenten und Kollegen. NN

Seliger Notker Babulus (ca. 840 — 912) Seliger Notker wurde in der Nähe von St. Gallen in der Schweiz etwa im Jahr 840 geboren. Er studierte an der Klosterschule von St. Gallen und wurde dort Mönch. Er schrieb viele Bücher in seinem Leben als Lehrer an der Kloster Schule. Er wurde im Jahr 1512 von Papst Julius II. selig gesprochen. Das Wort „Babulus" in seinem Namen läßt sich als „Stotterer" übersetzen. Notkers Überreste sind in der Basilika von St. Gallen, sein Gedenktag ist am 7. Mai, in der evangelischen Kirche wird am 6. April an ihn gedacht.

Novalis wurde am 2. Mai 1772 in Oberwiederstedt geboren und starb am 25. März 1801 in Weissenfels, Sachsen. Sein Name ist Pseudonym für Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg, einem frühen deutschen Dichter und Theoretiker der Romantik, der die späteren Gedanken der Romantiker stark beeinflußte. In "Hymnen an die Nacht" feierte Novalis die Nacht, oder den Tod, als Eintritt in ein höheres Leben in der Gegenwart von Gott. Er sah eine mystische Wiedervereinigung mit seiner toten Frau sowie mit dem gesamten Universum nach seinem Tod vorher. Novalis' letzte Jahre waren erstaunlicherweise kreativ, gefüllt mit umfassenden Studien, dem Vorschlag für ein philosophisches System basierend auf Idealismus und seinem wirklichen poetischen Werk. "Blütenstaub" und "Glauben und Liebe", zwei Sammlungen von Fragmenten, die zu seinen Lebzeiten erschienen, zeigen seinen Versuch, Poesie, Philosophie und Wissenschaft in einer allegorischen Interpretation der Welt zu vereinen. Seine gefeierte mythische Romanze "Heinrich von Ofterdingen" gesetzt in eine idealisierte Vision des europäischen Mittelalters, beschreibt die mystische und romantische Suche eines jungen Dichters. Das zentrale Bild seiner Visionen, eine blaue Blume, wurde unter Novalis' Zeitgenossen der Romantik weitgehend als Symbol romantischer Sehnsüchte anerkannt. In dem Essay "Die Christenheit oder Europa" fordert Novalis eine universelle Christenkirche, die ein Europa errichten soll, dessen mittelalterliche kulturelle, soziale und intellektuelle Einheit durch Reformation und Aufklärung zerstört war. NN

Bischof Leo Nowak wurde am 17. März 1929 in Magdeburg geboren. Er studierte Theologie in Paderborn und Erfurt. Er wurde 1956 zum Priester geweiht. Er wurde 1990 zum Bischof geweiht. Mit der Errichtung des Bistums Magdeburg am 8. Juli 1994 wurde Nowak von papst Johannes Paul II. Zum ersten Bischof der Diözese ernannt.