Short Biographies of
Noted Germans, Austrians and Swiss
S
©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons
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Hans Sachs, Dichter und Sänger, lebte von 1494 bis 1576. Er begann als Schuhmacher und Vertreter der Reformation Luthers. Er komponierte mehr als 4000 Lieder mit geistlichem und religiösem Inhalt. Seine 85 Fastnachtsspiele führte er hauptsächlich in Nuernberg auf. Desweiteren schuf er über 100 Komödien und Tragödien. Sein umfangreiches Werk ist das wichtigste Zeugnis der rechststaatischen bürgerlichen Kultur des 16. Jahrhunderts.
Die Dichterin Nelly Sachs wurde am 10. Dezember 1891 in Berlin als Tochter eines Unternehmers geboren. Ihre Kindheit und Jugend waren geprägt von der geborgenen Atmosphäre eines gut situierten und harmonischen Elternhauses. 1940 - kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges - war sie als deutsche Jüdin gezwungen, aus ihrem Heimatland zu fliehen. Nelly Sachs erhielt Asyl in Schweden. In Stockholm entstand zwischen 1940 und 1970 ihr im wesentlichen lyrisches Werk, mit dem Nelly Sachs als Überlebende des Holocaust den Schrecken der Zeit einen beklemmenden und nachhaltigen Ausdruck verliehen hat. 1966 wurde die Dichterin mit der höchsten literarischen Auszeichnung, dem Nobelpreis für Literatur, ausgezeichnet. Nelly Sachs erlag am 12. Mai 1970 im Alter von 78 Jahren in Stockholm im Alter von 78 Jahren einem langen Leiden. Sie vollendete etwa 14 dramatischen Arbeiten, unter anderem das Mysterienspiel vom Leid Israels: "Eli", "Nachtwache" und "Abraham im Salz. Nelly Sachs war Mitglied des PEN-Clubs in London für im Ausland lebende Schriftsteller deutscher Sprache, ferner der Deutschen Akademie für Sprache und Dichung. NN
Erzbischof Dr. Oskar Saier ist der 12. Erzbischof von Freiburg. Er wurde 1932 in Wagensteig in der Nähe von Freiburg geboren. Er wurde 1957 zum Priester geweiht. 1972 wurde er zum Bischof ernannt und 1978 zum Erzbischof von Freiburg.
Manfred Joshua Sakel wurde am 6. Juni 1900 in der heutigen Ukraine zur Welt gebracht. Er starb am 2. Dezember 1957 in New York, USA. Sakel war Neurophysiologe und Psychiater. Sein größter Erfolg war die Einführung der Insulin-Schock-Therapie für Schizophrenie. Die Ergebnisse seiner Forschung veröffentlichte er in The Pharmacological shock Treatment of Schizophrenia. Die Insulin-Schock-Behandlung ist weitgehend durch andere Methoden ersetzt worden.
Der deutsche Arzt und Forschungswissenschaftler Bert Sakmann wurde am 12. Juni 1942 in Stuttgart geboren. Sakmann trat der neurobiologischen Abteilung am Max Planck Institut für biophysikalische Chemie bei und arbeitete dort eng mit Erwin Neher zusammen. Beide erhielten 1991 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für ihre Erforschung der grundlegenden Zellfunktion sowie weitere Forschung in der Zellbiologie und Neurowissenschaft.
Alice Salomon wurde am 19. April 1872 in Berlin geboren und starb am 30. August 1948 in New York. Sie war die Gründerin einer der ersten Schulen für Sozialarbeit und eine international bekannte Feministin. Sie war eine der ersten Frauen, die ihren Doktortitel von der Universität in Berlin erhielt. In ihrer Doktorarbeit schrieb sie über die Ungleichheit der Löhne für Frauen und Männer, die die gleiche Arbeit verrichten. Schon 1899 hatte sie regelmäßige Ausbildungskurse für Sozialarbeiter organisiert. Diese entwickelten sich zur ersten deutschen Schule für Sozialarbeit. Alice Salomon war Präsidentin der Schule bis 1928 und im Jahre 1932 wurde die Schule nach ihr benannt. Sie war ebenfalls Präsidentin des Verbandes Deutscher Schulen für Sozialarbeit. 1904 half sie bei der Gründung des Internationalen Frauenkongresses und wurde 1920 dessen Präsidentin. Sie war auf dem Gebiet für Gesundheitsangelegenheiten aktiv und erhielt 1932 von der Universität Berlin einen Ehrentitel verliehen. Alice verließ Deutschland fünf Jahre später und ging ins Exil in die USA, wo sie Sozialarbeit lehrte. NN
Felix Salten, eigentlicher Name Siegmund Salzmann, wurde am 6. September 1869 in Budapest geboren und starb am 8. Oktober 1945 in Zürich. Der österreichische Romanschriftsteller und Journalist ist der Autor des Klassikers Bambi, einer einfühlsam erzählten subjektiven Lebensgeschichte eines Rehs. Salten war mit Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler und Hermann Bahr befreundet. Er arbeitete als Journalist in Berlin und Wien, zuerst als Redakteur der Berliner Morgenpost und später als Theaterkritiker für die Wiener Allgemeine Zeitung. Salten lebte in Wien bis er, als Jude, 1939 fliehen mußte und sich in der Schweiz niederließ. Er schrieb historische Dichtungen, unter anderem Prinz Eugen und einige Schauspiele. Salten ist besonders für seine Tiergeschichten, speziell über das Reh Bambi bekannt. Sein Roman war die Grundlage für den Walt Disney Film. 1934 veröffentlichte Salten ein weiteres Kinderbuch, Florian, the Emperor's Stallion, ein Märchen von einem stolzen Lipizzaner. Auf Einladung der Carnegie Foundation reiste Salten 1930 mit einigen Kollegen in die USA. Seine Eindrücke von dieser Reise beschrieb er in Fünf Minuten Amerika. NN
Hermann von Salza wurde 1170 geboren und starb am 20. März 1239 in Salerno. Er war, von 1210 bis 1239, deutscher Hochmeister der Organisation der deutschen Kreuzfahrer, des Deutschritterordens. Nach und nach erhielt er das Vertrauen und die Unterstützung des Heiligen Römischen Kaisers Frederick II, dem er als Diplomat und Berater zur Seite stand. Als Hochmeister konzentrierte Hermann die militärischen und Christianisierungsaktivitäten auf die sich vergrößernde heidnische Bevölkerung von Osteuropa. Er startete einen allgemeinen Feldzug zur Eroberung Preußens unter der Leitung des provinziellen Ordenführers Hermann Balk. 1230 spielte Hermann von Salza eine Schlüsselrolle bei der Versöhnung zwischen Frederick II und Papst Gregor IX. Fünf Jahre später half er, den Konflikt zwischen Frederick und seinem rebellierenden ältesten Sohn Henry zu lösen. Hermann führte den Deutschritterorden zur Höhe seiner Macht und seine weitsichtige Politk machte es dem Orden möglich, einen starken preußischen Ordensstaat zu gründen, der bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts Bestand hatte.
Felix Salten, eigentlicher Name Siegmund Salzmann, wurde am 6. September 1869 in Budapest geboren und starb am 8. Oktober 1945 in Zürich. Der österreichische Romanschriftsteller und Journalist ist der Autor des Klassikers Bambi, einer einfühlsam erzählten subjektiven Lebensgeschichte eines Rehs. Salten war mit Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler und Hermann Bahr befreundet. Er arbeitete als Journalist in Berlin und Wien, zuerst als Redakteur der Berliner Morgenpost und später als Theaterkritiker für die Wiener Allgemeine Zeitung. Salten lebte in Wien bis er, als Jude, 1939 fliehen mußte und sich in der Schweiz niederließ. Er schrieb historische Dichtungen, unter anderem Prinz Eugen und einige Schauspiele. Salten ist besonders für seine Tiergeschichten, speziell über das Reh Bambi bekannt. Sein Roman war die Grundlage für den Walt Disney Film. 1934 veröffentlichte Salten ein weiteres Kinderbuch, Florian, the Emperor's Stallion, ein Märchen von einem stolzen Lipizzaner. Auf Einladung der Carnegie Foundation reiste Salten 1930 mit einigen Kollegen in die USA. Seine Eindrücke von dieser Reise beschrieb er in Fünf Minuten Amerika. NN
Eugen Sänger wurde am 22. September 1905 in Pressnitz, in der Nähe von Komotau, Österreich-Ungarn, geboren und starb am 10. Februar 1964 in Berlin. Er war Ingenieur für Raketenantrieb. Sein Entwurf für den antipodischen Bomber, dessen Reichweite weitaus größer war, als nur mit seiner Treibstoffkapazität, erregte das Interesse der westlichen und der sowjetischen Regierungen am Ende des 2. Weltkrieges. Die Entwicklung von Langstrecken-Raketen und die Schwierigkeiten von Höhenpräzisionsbombardierungen mit dem antipodischen Flugzeug stoppten die Entwicklung von Sänger's Bomber. Sänger experimentierte erfolgreich mit einem kleinen Raketenmotor, der leichtes Heizöl verbrannte. 1933 entwickelte er ein Stratosphären Raketenflugzeug. Er war Direktor des Trauen Raketen Programms des Instituts für Deutsche Luftfahrtforschung, arbeitete für das Französische Kriegsministerium. In Stuttgart war er als Direktor für das Institut für Düsenantriebsphysik tätig und später unterrichtete er an der Westberliner Technischen Universität.
Rudolf Scharping wurde am 2. Dezember 1947 in Niederelbert, Unterwesterwald geboren. 1966 tritt Scharping in die SPD ein. Er lässt sich 2 Jahre lang freiwillig für die Bundeswehr verpflichten. Nach sechs Monaten wird er wegen seiner Sehschwäche vorzeitig entlassen. Im gleichen Jahr beginnt er sein Studium der Politikwissenschaften, Soziologie und der Rechtwissenschaften an der Universität Bonn. Das Studium schlisst er 1974 ab. Parallel zum Studium arbeitet er als Assistent von Bundestagsabgeordneten. 1969-1974 ist Scharping Landesvorsitzender der Jungsozialisten Rheinland-Pfalz. 1974-1976 ist er Bundesvorsitzender. 1975-1994 ist er Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz. 1985-1991 übt Scharping die Funktion des Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion aus. 1991-1994 gewinnt die SPD nach 44-jähriger CDU-Herrschaft die Landtagswahlen und Scharping wird Ministerpräsident des Landes. 1993 verliert Scharping die Kanzlerkandidatur. In diesem Jahr wird er SPD-Fraktionsvorsitzender. Im Jahre 1998 wird Scharping unter der SPD-Regierung Bundesverteidigungsminister. GM
Leo Scheffczyk wurde am 21. Februar 1920 in Beuthen (Schlesien) geboren. Er wurde 1947 zum Priester geweiht. 1947 wurde er der Rektor eines Priesterseminars in Königstein (Taunus). Er war Professor der Theolgischen Fakultät in München und Tübingen. 2001 wurde er zum Kardinal erhoben.
Philipp Scheidemann wurde am 26. Juli 1865 in Kassel geboren und starb am 29. November 1939 in Kopenhagen, Dänemark. Scheidemann war sozialdemokratischer Politiker, der am 9. November 1918 die Weimarer Republik ausrief jedoch ohne die Ermächtigung seiner Partei. Diese plante, eine konstitutionelle Monarchie zu unterstützen. Der Vorgang war unumkehrbar und Scheidemann wurde später erster Kanzler der Republik.
Der Schriftsteller und Uebersetzer August Wilhelm Schlegel kam 1767 zur Welt. Er studierte zunaechst Theologie, spaeter Philosophie in Goettingen. Nach einer Hauslehrertaetigkeit erhielt er 1798 eine Professur in Jena. Waehrend dieser Zeit wirkte er an Schillers Horen und dem Musenalmanach mit und gab gemeinsam mit Schiller die Zeitschrift Athenaeum heraus. 1796 heiratet er die bedeutendste Frau der Romantik Caroline Boehmer, die ihn spater zugunsten Schellings verliess. In der Folgezeit begleitete er Mme de Stael auf Reisen nach Italien, Frankreich, England und Skandinavien. Ab 1818 lehrte er als Professor Kunst- und Literaturgeschichte in Bonn. Als Schriftsteller stand er zeitlebens im Schatten seines bedeutenderen Bruders Friedrich. Trotzdem war Schlegel ein bedeutender Kritiker und Verfasser zahlreicher Aufsaetze und Gedichte. Die Literatur verdankt ihm hervorragende Uebersetzungen der Werke Shakespeares, Dantes und Calderons. BF
Der deutsche Sozial- und Ethikphilosoph Max Scheler wurde am 22. August 1874 in München geboren und starb am 19. Mai 1928 in Frankfurt am Main. Er ist bekannt für seine phänomenologische Herangehensweise gemäß der philosophischen Methode von Edmund Husserl, dem Gründer der Phänomenologie. Scheler wurde Pazifist und trat zum katholischen Glauben über, wendete sich jedoch später einer mehr pantheistischen Sichtweise über die Welt und den Menschen zu. Als Phänomenologe versuchte er die Grundlagen mentaler Einstellungen aufzudecken. Seine Hauptwerke sind Der Formalismus in der Ethik und die materiale Wertethik, Versuche einer Soziologie des Wissens und Die Stellung des Menschen im Kosmos.
Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling wurde am 27. Januar 1775 in Leonberg geboren und starb am 20. August 1854 in Bad Ragaz, in der Schweiz. Der deutsche Philosoph und Lehrer war eine Hauptfigur des deutschen Idealismus in der Entwicklung der deutschen Philosophie nach Kant. Schelling wurde von den Gedanken Kants inspiriert und von den idealistischen Systemen Johann Fichtes sowie dem Pantheismus' Spinozas beeinflußt. Sein erstes Werk Über die Möglichkeit einer Form der Philosophie überhaupt schrieb von Schelling schon mit 19 Jahren. Seine Zeit in Leipzig stellte einen entscheidenden Wendepunkt in seinen Gedanken dar, als er die Naturwissenschaften mit in seine philosophischen Überlegungen einbezog und die Philosophie der Natur entwickelte. Unter seinen Werken befinden sich unter anderem Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit und System des transzendentalen Idealismus.
Der 10 . November ist Friedrich Schillers Geburtstag. Schiller wurde 1759 geboren (10 Jahre später als Goethe). Schiller ist wie Goethe einer der bedeutendsten Vertreter der klassischen Periode der deutschen Literatur. Schiller schrieb das Gedicht "An die Freude", welches als Ode an die Freude den Schlußsatz von Beethovens 9. Sinfonie bildet. Wichtige Dramen von Schiller sind Maria Stuart, Die Räuber sowie Willhelm Tell.
Karl Schiller wurde am 24. April 1911 in Breslau geboren. Seine Kindheit verbringt er in Kiel. 1931 beginnt er sein Studium der Volkswirtschaftslehre und der Rechtwissenschaften in Kiel. 1946 bis 1972 ist Schiller Mitglied der SPD. Von 1964 bis 1972 ist er Mitglied des Vorstandes der SPD. Ab 1965 ist er Abgeordneter des Deutschen Bundestages bis zu seinem Austritt aus der SPD in 1972. Er engagiert sich 1972 für eine Anzeige mit Ludwig Erhard für die CDU, tritt jedoch der SPD im Jahre 1980 wieder ein. Am 26. Dezember 1994 stirbt Schiller in Hamburg. GM
Alma Maria Schindler, auch Alma Mahler und Alma Gropius, wurde am 31. August 1879 in Wien geboren und starb am 11. Dezember 1964 in New York. Sie war die Frau Gustav Mahler's und für ihre Beziehungen zu berühmten Männern bekannt. Alma war die Tochter des Akademierats und Hofmalers Jakob Emil Schindler. Während ihrer Kindheit war Alma von Kunst und Künstlern umgeben. Alma studierte bei Alexander von Zemlinsky Komposition und stand mit dem damaligen Burgtheaterdirektor Max Burghardt in literarischer Verbindung. Am 9. März 1902 heiratete der fast 42jährige Hofoperndirektor Gustav Mahler die noch nicht ganz 23jährige Alma Maria Schindler. Nach Mahlers Tod 1911 hatte Alma eine kurze leidenschaftliche Beziehung zu Oskar Kokoschka. Dieser malte sie oft. Das bekannteste Werk ist "Die Windsbraut". 1915 heiratete Alma den deutschen Architekten und Gründer des "Staatlichen Bauhauses" in Weimar, Walter Gropius. Die Ehe wurde 1918 geschieden. In ihrer Ehe mit dem Schriftsteller Franz Werfel, die 1919 geschlossen wurde, führte sie einen Salon, der zum Anziehungspunkt für Künstler und Intellektuelle wurde. 1938 emigrierte das Ehepaar Werfel über Frankreich und Spanien in die USA. Alma Mahler-Werfel veröffentlichte Briefe und Erinnerungen an Mahler sowie die Autobiographie ,,Mein Leben". Sie produzierte ebenfalls eine Vielzahl musikalischer Werke.
Der Schriftsteller und Uebersetzer August Wilhelm Schlegel kam 1767 zur Welt. Er studierte zunaechst Theologie, spaeter Philosophie in Goettingen. Nach einer Hauslehrertaetigkeit erhielt er 1798 eine Professur in Jena. Waehrend dieser Zeit wirkte er an Schillers Horen und dem Musenalmanach mit und gab gemeinsam mit Schiller die Zeitschrift Athenaeum heraus. 1796 heiratet er die bedeutendste Frau der Romantik Caroline Boehmer, die ihn spater zugunsten Schellings verliess. In der Folgezeit begleitete er Mme de Stael auf Reisen nach Italien, Frankreich, England und Skandinavien. Ab 1818 lehrte er als Professor Kunst- und Literaturgeschichte in Bonn. Als Schriftsteller stand er zeitlebens im Schatten seines bedeutenderen Bruders Friedrich. Trotzdem war Schlegel ein bedeutender Kritiker und Verfasser zahlreicher Aufsaetze und Gedichte. Die Literatur verdankt ihm hervorragende Uebersetzungen der Werke Shakespeares, Dantes und Calderons.
Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher wurde am 21. November 1768 in Breslau geboren und starb am 12. Februar 1834 in Berlin. Er war Philosoph, Theologe und Pastor und wird oft als der führende Theologe des 19. Jahrhunderts der evangelischen Kirche bezeichnet. Schleiermacher studierte Theologie in Halle und arbeitete danch als Privatlehrer und Hilfspfarrer. 1796 kam er nach Berlin, wo er die führenden Persönlichkeiten der Berliner Romantik traf. 1804 wurde er Professor an der Universität Würzburg bevor er nach Halle ging. Dort traf er Henrik Steffens, der 1813 berühmt wurde, als er seine Studenten dazu aufrief, die Waffen im Befreiungskrieg gegen Napoleon's Truppen zu richten. 1807 kehrte Schleiermacher nach Berlin zurück. Dort spielte er eine große Rolle bei der Gründung der Berliner Universität. 1809 wurde er Pastor der Dreifaltigkeits-Kirche, Professor der Berliner Universität ein Jahr später und 1818 schließlich Rektor. Seit 1811 war er Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Schleiermacher beteiligte sich aktiv an kirchenpolitischen Angelegenheiten. Er half bei der Errichtung der Vereinigung der evangelischen Kirchen und arbeitete auf die Gründung der Synode hin. Das brachte ihm in Opposition zur Regierung. Seine Hauptwerke sind "About Religion. Speeches for the Educated among its Critics", "Secret Letters about Lucinde" und "Christian Faith, after the Principles of the Protestant Church". NN
Bischof Dr. Anton Schlembach wurde am 7. Februar 1932 in Großwenkheim (Unterfranken) geboren. Er wurde 1956 zum Priester geweiht. Er wurde 1983 zum 95. Bischof von Speyer ernannt und wurde von seinem Vorgänger auf dem Speyerer Bischofsstuhl dem Erzbischof von München Dr. Friedrich Wetter (seit 1985 Kardinal Wetter) zum Bischof geweiht.
Moritz Schlick studierte Physik an der Universität Heidelberg und der Universität Berlin. Er wurde Philosophie Professor an der Universität Wien. Er arbeitete mit und veröffentlichte Bücher über die Beziehung der Naturwissenschaften und der Philosophie. Bedeutende Bücher von Schlick sind, Allgemeine Erkenntnislehre (1918) Raum und Zeit in der gegenwärtigen Physik (1919), Fragen der Ethik (1930), und Grundzüge der Naturphilosophie (1948).
Der deutsche Altertumsforscher Heinrich Schliemann wurde am 6.1.1822 in Bad Doberan geboren und starb am 26.12.1890 in Neapel. Schliemann ist besonders durch seine Ausgrabungen in Troja Ende des vorigen Jahrhunderts bekannt, deren Erfolg auf seiner systematische Auswertung der literarischen Quellen und einer fachübergreifende Arbeit beruht.
Brigitte Helm wurde 1908 in Berlin unter dem Namen Brigitte Eva Gisela Schittenhelm geboren. Ihren größten Erfolg hatte sie mit ihrer Rolle als sexy Roboter in Fritz Lang's Meisterstück Metropolis. Es war ihre allererste Filmrolle und sie erlangte damit gleich Berühmtheit. Als sie im Juni 1996 starb, war sie jedoch fast vollständig in Vergessenheit geraten. Nur wenige Fans wissen, daß Brigitte Helm in weiteren weniger bekannten Rollen, unter anderem in Die Liebe der Jeanne Ney, Alraune, ein SciFi Remake, in dem sie einen weiblichen Frankenstein spielt, Die singende Stadt und Herrin von Atlantis spielte. Die Einführung des Tons empfand sie als herzlos und dämpfte ihre Filmkarriere. Wie Marlene Dietrich, zeigte Helm keine Sympathie für die Hitlerregierung. Sie beendete ihre Filmkarriere und verließ Deutschland für immer. Ihre beeindruckende Rolle als erster weiblicher Roboter in Metropolis wurde als Meilenstein in der Stummfilmgeschichte angesehen und beeinflußte Hollywood sehr stark. Obwohl sie niemals einen Film in Hollywood gemacht hatte, beeinflußte das eindrucksvolle Image des verführerischen Roboters spätere Roboterdesigns in Hollywoodproduktionen, z. B. Robocop und C3PO in Star Wars.
Einer der fähigsten Orgelbauer der Barockphase, Arp Schnitger, wurde am 9. Juli 1648 in Oldenburg geboren und starb im Juli 1719 im Alter von 71 Jahren in Neuenfelde. Seine schönen Instrumente inspirierten viele Komponisten, unter anderem Johann Sebastian Bach. Schnitger baute ungefähr 150 Orgeln. Eine der schönsten ist die Orgel der St. Jakobi's Kirche in Hamburg.
Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren und starb am 21. Oktober 1931 in seiner Geburtsstadt. Der österreichische Dramatiker und Romanschriftsteller ist für seine psychologischen Dramen bekannt. Diese zeigten das Leben der Wiener Bürger um die Jahrhundertwende. Schnitzler studierte und praktizierte Medizin, speziell Psychiatrie. Mit Anatol machte er sich einen Namen als Schriftsteller. Nach Reigen, 1920 aufgeführt, wurde 1950 erfolgreich ein französischer Film gedreht. Er untersuchte die menschliche Psychologie, zeigte Selbstgefälligkeit in der Liebe, die Angst vor dem Tod und die Komplexität der Erotik. Leutnant Gustl war das erste europäische Meisterwerk, das als innerer Monolog geschrieben wurde. Weitere Werke sind unter anderem Der Weg ins Freie, Flucht in die Finsternis und Liebelei.
Helmut Schmidt wurde am 23. Dezember 1918 in Hamburg geboren. Er ist ein sozialdemokratischer Politiker und Verleger der einflußreichen wöchentlich erscheinenden Die Zeit. Schmidt war Kanzler Westdeutschlands von 1974 bis 1982. Nach dem Krieg trat er der Sozialdemokratischen Partei bei, studierte Wirtschaft an der Hamburger Universität und war später in den Wirtschafts- und Transportsektoren der Hamburger Landesregierung tätig. Er wurde in den Bundestag gewählt. Schmidt wurde 1968 stellvertretender Vorsitzender der SPD und arbeitete als Verteidigungs- und Finanzminister in der Regierung Willy Brandts. Nach dem Rücktritt von Willy Brandt, wurde Schmidt am 16. Mai 1974 zum Kanzler ernannt. Er war ein fähiger und beliebter Kanzler und wurde 1976 sowie 1980 widergewählt. Während der weltweiten Rezession verweigerte er eine Reduzierung der Sozialhilfeprogramme Westdeutschlands. Dies führte zum Rückzug der Freien Demokraten aus der Regierungskoalition. Der Verlust der Mehrheit im Bundestag und ein folgendes Mißtrauensvotum hatten den Rücktritt Schmidts als Kanzler zur Folge. Schmidt war weiterhin im Bundestag tätig bis zu seinem Rückzug aus der Politik im Jahre 1987. Er war Autor einer Vielzahl Bücher über politische Angelegenheiten Deutschlands sowie internationale Beziehungen Europas. Während seiner Kanzlerschaft gewann Schmidt die Wertschätzung vieler westdeutscher Bürger und avancierte zu einem der respektiertesten und einflußreichsten westeuropäischen Politikern. NN
Renate Schmidt wurde am 12. Dezember 1943 in Hanau/Main geboren. Sie ist verwitwet und hat 3 Kinder. Nach Beendigung des Gymnasiums war sie als Programmiererin und Systemanalytikerin tätig. Seit 1972 ist Renate Schmidt Mitglied der SPD und seit 1991 Mitglied des Landesvorstandes und Präsidiums der Bayern SPD sowie Landesvorsitzende der BayernSPD. Sie war Mitglied des Deutschen Bundestages von 1980 bis 1994. Von 1987 bis 1990 war sie stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Darauffolgend bis 1994 war sie als Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages tätig. Renate Schmidt fungierte weiterhin als Vorsitzende des Arbeitskreises "Gleichstellung von Mann und Frau". Seit 1994 ist sie Mitglied des Bayerischen Landtages und Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. Renate Schmidt ist weiterhin Mitglied der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen, der Arbeiterwohlfahrt,der Sozialistischen Jugend Deutschlands "Die Falken" und anderen Organisationen. NN
Der deutsche Maler und Grafiker Karl Schmidt-Rottluff wurde am 1. Dezember 1884 in der Nähe von Chemnitz geboren und starb am 9. August 1976 in Westberlin. Er ist bekannt für seine expressionistischen Landschaften und Aktmalereien. Gemeinsam mit Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel gründete Schmidt-Rottluff die Organisation expressionistischer Künstler, bekannt als Die Brücke. Schmidt-Rottluffs Kunstwerk Windy Day zeigt seinen Wechsel vom frühen Impressionismus zu einem reifen Stil, der durch mutig abweichende Farben gekennzeichnet ist. Die Werke seiner Berliner Zeit zeigen sein neu gewonnenes Interesse am Kubismus. Nach dem 2. Weltkrieg untterrichtete und malte Schmidt-Rottluff, die Stärke seiner frühen Werke gewann er jedoch nicht wieder.
Alma Maria Schindler, alias Alma Mahler, alisas Alma Gropius alias Alma Werfel wurde am 31. August 1879 in Wien geboren und starb am 11. Dezember 1964 in New York. Maria Schindler war die Ehefrau von Gustav Mahler und bekannt für ihre Beziehungen zu berühmten Männern. Sie studierte Kunst, war jedoch überwiegend an Musik interessiert. Schindler war eine begabte Klavierspielerin und studierte Komposition mit Alexander von Zemlinsky. Sie entwickelte eine Freundschaft mit Arnold Schoenberg, Gerhart Hauptmann und Enrico Caruso. Alma Mahler veröffentlichte zwei Sammlungen mit Briefen Gustav Mahlers und ihre Memoiren And the Bridge is Love.
Der deutsche Widerstandskämpfer Hans Scholl wurde am 22. September 1918 geboren. Er war Mitglied der Hitlerjugend, studierte Medizin und wurde durch seine Kriegseindrücke als Sanitäter in der Sowjetunion zum Widerstandskämpfer. An der Universität München gründete er die Gruppe Weiße Rose. Bei einer Flugblattaktion wurde er am 18. Februar 1943 mit seiner Schwester Sophie verhaftet und zum Tode verurteilt. Er starb mit nur 25 Jahren.
Sophie Scholl wurde als viertes von fünf Kindern am 9. Mai 1921 in Forchtenberg / Württemberg geboren. 1934 trat sie der Hitlerjugend bei, in der sie später die Funktion einer BDM-Führerin inne hatte. Die Verhaftung ihrer Brüder und deren Freunde im November 1937 führte zur Entfremdung von der HJ. Nach dem Abitur begann sie ein Kindergärtnerinnenseminars und ab dem Frühjahr 1941 mußte sie zwangsweise ein halbes Jahr Reichsarbeitsdienst in Krauchenwies bei Sigmaringen ableisten. Im Mai 1942 beginnt sie ein Studium für Biologie und Philosophie an der Universität München. Ihr Bruder Hans, der dort schon Medizin studiert, macht sie mit seinen Freunden bekannt. Der Kreis der Freunde ist hauptsächlich politisch motiviert. In München ergeben sich Kontakte mit Schriftstellern, Philosophen und Künstlern, besonders Carl Muth und Theodor Häcker. Nachdem Sopie über die "Flugblätter der Weißen Rose" weiß, beteiligt sie sich ohne Einschränkung an der Herstellung der Flugblätter und ihrer Verteilung in verschiedenen süddeutschen Städten. Beim Auslegen des 6. Flugblatts in der Münchner Universität am 18. Februar 1943 wird sie verhaftet. Am 22. Februar wird sie zusammen mit ihrem Bruder Hans und dem Freund Christoph Probst zum Tode verurteilt und wenige Stunden später durch das Fallbeil hingerichtet.
Christian Friedrich Schönbein wurde am 18. Oktober 1799 in Metzingen, Schwaben, geboren und starb am 29. August 1968 in Sauersberg, in der Nähe von Baden-Baden. Der Chemiker entdeckte und benannte Ozon. Er war der erste, der Schießbaumwolle beschrieb. Schönbein unterrichtete in Epsom, England, bevor er zur Universität Basel ging, wo er zum Professor für Chemie und Physik ernannt wurde. Die Entdeckung von Schießbaumwolle begann mit einem Unfall in der Küche. Er verwendete die Baumwollschürze seiner Frau, um verschüttete Salpeter- und Schwefelsäure aufzuwischen. Die Schürze löste sich auf und führte zu seiner Arbeit mit Nitrozellulose. Schönbaum erforschte die Passivität von Eisen, die Eigenschaften von Wasserstoffperoxyd und die Katalyse. Er produzierte mehr als 360 wissenschaftliche Schriften. NN
Der österreichische Komponist Arnold Schoenberg wurde am 13. September 1874 in Wien geboren, und starb 1951 in Los Angeles. Anfangs glichen Schoenbergs Kompositionen dem spätromantischen Stil Wagners. Mit seiner Zwölftontechnik im abendländischen, österreichischen Musikstil prägte er entscheidend die Kunstmusik des 20. Jahrhunderts.
Kardinal Christoph Schönborn wurde am 22. Januar 1945 in Skalsken, CZ geboren. Nach der Vertreibung der Familie 1945 aus dem Sudetenland lebte er in Österreich und Deutschland. 1968 trat er den Dominikanerorden in Warburg (Westfalen) ein. 1970 wurde er zum Priester geweiht. 1995 wurde er der Erzbischof von Wien. Seit 1998 ist er Kardinal. Er leistete wichtige Mitarbeit als Sekretär des Redaktionskomitees des Katechismus der katholischen Kirche (1993).
Ritter Georg von Schönerer wurde am 15. Juli 1842 in Wien geboren. Schönerer wurde zum ersten Mal 1873 in den österreichischen Reichsrat gewählt. Er entwickelte eine stark nationalistische und anti-semitische Position, die vor allem auf die unteren Mittelklasse von Wien und auf die Burschenschaften grossen Einfluss hatte. Er gründete seine eigene Partei, die Pan-deutsche Partei, die 1901 ihren grössten Wahlerfolg mit 21 Abgeordneten hatte. Doch seine gewaltatige Natur, er war wegen eines Angriffes auf ein Zeitungsbüro 1888 ins Gefängnis gekommen, wirkte dem Erfolg seiner Partei entgegen, so dass diese nach 1907 in die Unbedeutendheit verschwand. Sein ideologischer Einfluss war aber auch danach noch ungebrochen. Schönerer starb am 14. August 1921.
Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer wurde am 22. Februar 1788 geboren. Schopenhauer ist als bedeutender pessimistischer Philosoph in die Geschichte eingegangen. Er wirkte unter anderem als Dozent an der Universität Berlin, zur Zeit als auch Friedrich Hegel dort lehrte. Schopenhauers Philosophie hatte einen starken Einfluß auf andere berühmte Männer, wie z. B. den Philosophen Friedrich Nietzsche, oder den Komponisten Richard Wagner.
Walter Schottky wurde am 23. Juli 1886 in Zürich geboren und starb am 4. März 1976 in Pretzfeld, Deutschland. Der deutsche Physiker wurde bekannt durch seine Forschung in der Festkörperphysik und Elektronik. Seiner Forschung entsprangen mehrere Vorrichtungen, die heute seinen Namen tragen. Schottky forschte unter Max Planck und arbeitete als industrieller Forscher für Siemens.
Gerhard Schröder wurde am 7. April 1944 in Mossenberg/Lippe, Westfahlen, als Sohn eines Hilfsarbeiters geboren. Nach dem Hauptschulabschluss absolviert Schröder eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann in Lemgo. 1964 holt er in der Abendschule die Mittlere Reife nach. 1963 tritt Schröder in die SPD ein und Engagiert sich bei den Jungsozialisten. 1966 legt Schröder das Abitur ab und beginnt in diesem Jahr sein Studium der Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen. 1980 bis 1986 ist Schröder Mitglied des Bundestages für die SPD. Seit 1986 ist Schröder Mitglied des SPD Parteivorstands. Von 1986 bis 1990 ist Schröder im niedersächsischen Landtag Mitglied und Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. 1990 bis 1994 ist Schröder Ministerpräsident von Niedersachsen unter der Koalition von SPD und Grünen, von 1994 bis 1998 unter SPD-Alleinregierung. 1998 wird Schröder zum Bundeskanzler gewählt. Am 12. April wird Schröder als Nachfolger des zurückgetretenen Oskar Lafontaine zum Bundesvorsitzenden der SPD gewählt.
Erwin Schrödinger wurde am 12. August 1887 in Wien geboren und starb am 4. Januar 1961 in seiner Geburtsstadt. Er war theoretischer Physiker und trug wesentlich zur Wellentheorie der Materie und zu anderen Grundlagen der Quantenmechanik bei. Er teilte sich 1933 den Nobelpreis für Physik mit dem britischen Physiker P.A.M. Dirac. Im Alter von 39 Jahren produzierte er Schriftstücke, die die Grundlage der Quantenwellenmechanik darstellten. In diesen Schriften beschrieb er die partiale Differentialgleichung , die die grundlegende Gleichung der Quantenmechanik ist. Schrödinger führte eine Theorie ein, die das Verhalten eines bestimmten Systems durch eine Wellengleichung, die als Schrödingers Gleichung, beschreibt. 1927 akzeptierte Schrödinger die Ernennung zum Nachfolger Max Planck's, dem Erfinder der Quantenhypothese, an die Universität Berlin. Er trat einer ausgezeichneten Fakultät bei, der unter anderem Albert Einstein angehörte. Während seiner Zeit in Irland schrieb er "What Is Life?", in dem er versuchte, aufzuzeigen, wie die Quantenphysik zur Erklärung der Stabilität genetischer Strukturen herangezogen werden kann. Schrödinger ragte aus allen Physikern seiner Zeit heraus, da er sich durch eine außerordentlich intellektuelle Vielseitigkeit auszeichnete. Er kannte die Philosophie und Literatur aller westlicher Sprachen und seine bekannten wissenschaftlichen Schriften in Englisch gehören zu den Besten ihrer Art. Seine Studien über altertümliche griechische Wissenschaft und Philosophie faßte er in "Nature and the Greeks" zusammen. Er veröffentlichte außerdem "Meine Weltansicht". NN
Der deutsche Dichter der Sturm und Drang Zeit Christian Friedrich Daniel Schubart wurde am 24. März 1739 in Obersontheim geboren und starb am 10. Oktober 1791 in Stuttgart. Schubart ist für seine pietistischen und nationalistischen Tendenzen bekannt. Sämtliche Gedichte zeigt Charakteristiken der Sturm und Drang Zeit, patriotische Glut und religiöse Gefühle pietistischer Natur. Weitere Werke sind Hymnus auf Friedrich den Großen und seine Autobiographie Schubarts Leben und Gesinnung, das er jedoch nicht beendete.
Der österreichische Komponist Franz Schubert wurde am 31.1.1797 in Wien geboren. Schubert lebte ab 1818 als freier Komponist in seiner Heimatstadt. In Auseinandersetzung mit anderen Komponisten seiner Zeit (vor allem mit Ludwig van Beethoven) gelangte er zu einer unverwechselbaren Authenzität seiner Musik. Im Zentrum des Schaffens Schuberts stand die Liedkomposition. Er vertonte u.a. ca. 80 Gedichte Goethes, wobei Gretchen am Spinnrad (1814) und Erlkönig (1815) zu den bekanntesten gehören. Neben Sinfonien, u.a. Die Unvollendete (1822) und Tänzen und Klaviersonaten komponierte Schubert die Klavierzyklen Die schöne Müllerin (1824) und Winterreise (1827). Franz Schubert starb am 19.11.1828 im Alter von nur 31 Jahren in seiner Heimatstadt Wien.
Kurt Schumacher wurde am 13. Oktober 1895 in Kulm geboren und starb am 20. August 1952 in Bonn. Er war deutscher Politiker und erster Vorsitzender der wiederbelebten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Schumacher politischer Herausgeber der sozialdemokratischen Schwäbische Tagwacht. Er war Mitglied des Reichstages und wurde 1933 von den Nazis inhaftiert. Nach Beendigung des Krieges organisierte Schumacher die SPD neu und wurde 1946 zum Vorsitzenden ernannt. 1949 wurde er Oppositionsführer im Bundestag und war beinahe fanatisch in seinem Wunsch nach einem vereinigten Deutschland.
Michael Schumacher wird am 3. Januar 1969 in Hürth-Herrmühlheim geboren. Er besuchte die Realschule in Kerpen und machte eine Lehre als Kfz-Mechaniker. Durch sein Hobby, das Kartfahren, erreicht er in diesem Bereich mehrere Erfolge. 1987 wird er Deutscher und Europameister im Kart. Nach verschiedenen Erfolgen in anderen Liegen fährt Michael Schumacher erstmals 1990 für Jordan-Ford sein erstes Formel 1-Rennen. 1993 wird er erstmals mit Benetton-Ford Weltmeister. Ab 1996 fährt Schumacher für Ferrari. Im Jahre 2000 holt er mit 21 Jahren für Ferrari den WM Titel.
Clara Schumann wurde am 13. September 1819 in Leipzig geboren und starb am 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main. Sie war Pianistin, Komponistin und Ehefrau des Komponisten Robert Schumann. Schon im Alter von fünf Jahren erhielt Clara von ihrem Vater Klavierunterricht nach einer von ihm selbst entwickelten Lehrmethode. Am 20. Oktober 1828 debütierte Clara Schumann als Klavier-Virtuosin im Leipziger Gewandhaus. In den folgenden Jahren erwarb sie sich spielend die Anerkennung als bedeutendste Pianistin in ganz Europa. Der österreichische Kaiser ernannte die Künstlerin zur kaiserlich königlichen Kammervirtuosin, eine Auszeichnung, die vorher kaum einer Ausländerin zugekommen war. Die Gesellschaft der Musikfreunde wählte sie zum Mitglied. Am 12. September 1840 heiraten Clara und Robert Schumann, entgegen den Willen Wiecks. Trotzdem ihr Beruf zugunsten des Gatten in den Hintergrund rückte, trat Clara Schumann weiterhin auf. Ihr erfolgreiches Gastspiel im Frühjahr 1844 in St. Petersburg gipfelte in der Ernennung zum Ehrenmitglied der Philharmonische Gesellschaft. Parallel dazu unterrichtete sie am Leipziger Konservatorium. Nach ihrem Umzug nach Düsseldorf formten die Schumanns eine enge Freundschaft mit Johannes Brahms, die auch noch nach den Tod Robert Schumann's anhielt. Clara Schumann gab die Sammlung der musikalischen Werke ihres Ehemanns heraus. Ihre eigenen Kompositionen beinhalten Werke für Orchester (unter anderem ein Klavierkonzert), Kammermusik und zahlreiche Solo Klavierstücke.
Elisabeth Schumann wurde am 13. Juni 1885 in Merseburg geboren und starb am 23. April 1952 in New York, USA. Sie ist bekannt für ihre Interpretationen der Musik von W.A. Mozart und Richard Strauss. Schumann gab ihr Debüt 1910 an der Hamburger Oper und 1914 in New York mit der Rolle der Sophie aus Der Rosenkavalier. Sie sang an der Wiener Oper bis 1938, war jedoch gezwungen das Land zu verlassen, nachdem die Nazis in Österreich einmarschierten. Ihr Werk German Song wurde 1948 in London veröffentlicht.
Robert Schumann wurde am 8. Juni 1810 in Zwickau geboren. Schumann wollte eigentlich Pianist werden, widmete sich aufgrund einer Fingerverletzung aber ganz der Komposition. Er gilt als romantischer Komponist, was sich in seiner gefühlvollen und dichterischen Musik widerspiegelt.
Der deutsch-amerikanische Politiker, Journalist, Redner und Reformer Carl Schurz wurde am 2. März 1829 in Liblar geboren und starb am 14. Mai 1906 in New York. Er versuchte einen hohen moralischen Standard in die Regierung einzuführen in einer Zeit notorisch öffentlicher Laxheit. Als Student nahm Schurz an der Revolution in 1848 teil, wurde festgenommen, konnte jedoch flüchten und ging schließlich in die USA. Dort war er aktiv in der Anti-Sklaverei Bewegung und arbeitete für A. Lincoln als Delegierter der Republican National Convention. Nach dem Krieg wurde Schurz Herausgeber der Detroit Post und der deutschsprachigen St. Louis Westliche Post. Von 1869 bis 1875 diente er als US Senator in Missouri. Er war Innenminister für Präsident Hayes und Vorsitzender des Bundes für die Reform des Staatsdienstes.
Albert Schweitzer wurde am 14.1.1875 in Kaysersberg im Elsaß geboren. Der Theologe, Arzt und Organist gründete 1913 in Lambarene (Gabun) ein Tropenhospital, in welchem er bis zu seinem Tode am 4.9.1965 als Missionsarzt wirkte. Schweitzer veröffentlichte wissenschaftliche Schriften auf den Gebieten der Theologie, der Jesu-Forschung, Orgelforschung sowie über humanistische Probleme der heutigen Zeit. Für sein Wirken wurde Albert Schweitzer 1952 der Friedensnobelpreis verliehen.
Kardinal Henri Schwery wurde am 14. Juni in Saint-Leonard in der Schweiz geboren. Er wurde 1957 zum Priester geweiht. 1977 wurde er von Papst Paul VI zum Bischof von Sion ernannt. Er war durch 2 Amtsperioden der Präsident der schweizerischen Bischofskonferenz. Papst Johann Paul II hat ihn 1991 in das Kardinalskollegium aufgenommen.
Angelus Silesius, eigentlich Johann Scheffler, wurde am 25.12.1624 im damaligen Breslau (heute Wroclaw, Polen) geboren und starb am 9. 7. 1677. Scheffler ist durch sein Wirken als Dichter und Arzt bekannt geworden. Er trat 1653 zum Katholizismus über und erhielt 1661 die Priesterweihe. Neben seinem Hauptwerk, dem "Cherubinischen Wandersmann" (1675) schrieb er u.a. Kirchenlieder, Gedichte sowie theologische Streitschriften.
Der Geburtstag des deutschen Politikers Walter Scheel ist der 8. Juli. Scheel war Parteivorsitzender der FDP, Außenminister (setzte sich besonders für die Ostpolitik ein). 1974 wurde er Bundespräsident und im Jahre 1977 wurde ihm der Karlspreis der Stadt Aachen verliehen.
Bischof Dr. Paul-Werner Scheele wurde am 6. April, 1928 in Olpe/Westfalen geboren. Seine Schulzeit wurde durch den Kriegsdienst bei der Luftwaffe unterbrochen. Er studierte 1947 bis 1952 in Paderborn und München. 1952 wurde er zum Priester geweiht. 1964 vollendete er seine theologische Dissertation in Würzburg. Er war Professor an der Universität Marburg und später in Bochum und Würzburg. Er empfing 1975 die Bischofsweihe. Er war erst Weihbischof in Paderborn und seit 1979 Bischof von Würzburg.
Der Österreichische Expressionist Egon Schiele wurde am 12. Juni 1890 in Tulln, in der Nähe von Wien, geboren. Er starb am 31. Oktober 1918 in Wien an der spanischen Grippe. Schiele war Maler, Zeichner und fertigte Drucke. Seine bildlichen Werke zeichneten sich durch Erotik aus. In seiner Zeit als Student der Wiener Kunstakademie wurde Schiele stark von der Jugendstilbewegung und Gustav Klimt, Leiter der Wiener Sezessionsgruppe, beeinflußt. Im Jahre 1909 wirkte er an der Gründung der Neukunstgruppe in Wien mit.
Jakob Henry Schiff wurde am 10. Januar 1847 in Frankfurt am Main geboren und starb am 25. September 1920 in New York. Er war ein amerikanischer Bankier und Philanthrop. Als Kopf von Kuhn, Loeb & Company, einer Firma für Emissionsgeschäfte, entwickelte er sich zu einem der führenden Eisenbahn-Bankiers in den Vereinigten Staaten. Er spielte eine zentrale Rolle in der Neuordnung verschiedener Eisenbahnlinien zur Jahrhundertwende. 1875 heiratete er die Tochter von Salomon Loeb, Chef von Kuhn, Loeb & Company, und begann, für die Firma zu arbeiten. Nach Loeb's Tod übernahm Schiff die Leitung der Firma. 1897 erlangte Schiff beträchtliches Ansehen in Bankierskreisen, als er die finanzielle Deckung für die Übernahme des bankrotten Union Pacific Railroad Unternehmens durch den Eisenbahn Magnat Edward H. Harriman übernahm. Später war er eine der Hauptfiguren in dem langen, aber letztendlich ergebnislosen Übernahmeversuchs von Northern Pacific. Schiff's Firma arrangierte ebenso zahlreiche weitere Transaktionen mit Eisenbahnunternehmen. Durch Kuhn, Loeb & Company spielte Schiff eine zentrale Rolle in der Absicherung eines Kredits in Höhe von 200 Millionen Dollar für Japan während des Russisch-Japanischen Krieges. Später wurde er für seine Rolle vom japanischen Kaiser ausgezeichnet. Gegen Ende seines Lebens widmete sich Schiff verstärkt der Wohlfahrt. Es wird gesagt, daß er zu allen jüdischen und vielen konfessionslosen Wohlfahrtsveranstaltungen in New York beitrug. Er spendete ebenso für die Universitäten von Harvard und Cornell sowie das amerikanische Rote Kreuz.
Der Geburtstag Otto Heinrich Schindewolfs ist der 7. Juni 1896. Er starb am 10. Juni 1971 in Tübingen. Der deutsche Paläontologe ist für seine Erforschung der Korallen und Cephalopoden bekannt. Schindewolf war Direktor der Geologischen Umschau in Berlin und später Professor an der Universität Tübingen. Seine Studien stellten die Evolutionstheorie in Frage. Die Erkenntnisse Schindewolf's sind in Grundfragen der Paläontologie, Grundlagen und Methoden der paläontologischen Chronologie und Studien der Stammesgeschichte der Ammoniten dargelegt.
Der Dichter Johannes Schlaf lebte von 1862 bis 1941. Seine Dichtungen fielen in die Zeit des Naturalismus. Dieser zeichnete sich durch wissenschaftliche Objektivität aus. Grundmodel waren Werke von Emile Zola. Schlaf veröffentlichte unter anderem Im Zimmer, Regen und Geht ein grauer Mann durch den stillen Wald.
Max Schmeling wurde am 28. September 1905 in Klein Luckow, Brandenburg geboren. Er war Schwergewichts-Weltmeister im Boxen von Juni 1930, als er Jack Sharkey besiegte, bis Juni 1932, als er seinen Titekl wieder an Sharkey verlor. Schmeling war der erste Europäer, der den Schwergewichts-Weltmeistertitel im 20. Jahrhundert gewann. Schmeling studierte Wirtschaft von 1919 bis 1922. Bevor er 1928 in die USA ging, gewann er den Europäischen Leichtgewichtstitel sowie die deutsche Schwergewichtsmeisterschaft. Sein bemerkenswertester Sieg war der ko-Sieg gegen Joe Louis in New York. Gegen Ende der 30er Jahre wurde Schmeling sehr unbeliebt in den USA und in anderen Ländern, da er an den Lehren der Nazis festhielt. Später wendete er sich gegen die Nazis und zur Bestrafung wurde er 1941 den Fallschirmtruppen zugeteilt. Während der Invasion Kretas wurde Schmeling verwundet. 1947-48 kehrte er zum Boxen zurück und gewann drei von fünf Kämpfen bevor er seine Laufbahn beendete. Von 70 Kämpfen gewann Schmeling 55, 38 davon durch ko. In "Erinnerungen" beschrieb er sein Leben und seine Karriere.
Der deutsche Schriftsteller Arno Otto Schmidt wurde am 18. Januar 1914 in Hamburg geboren und starb am 3. Juni 1979 in Celle. Seine Romane und Kurzgeschichten zeichneten sich durch komplexe Strukturen, eine eigentümliche Rechtschreibung und fast-pornographische Darstellungen aus. Leviathan, eine Sammlung von Kurzgeschichten beschreibt Gott als böswillig und die Gesellschaft als schlecht Dieses Werk ist Teil der Trilogie Nobodaddys Kinder. Weitere Werke sind z.B.Zettels Traum, Das steinerne Herz und Schule der Atheisten.
Renate Schmidt wurde am 12. Dezember 1943 in Hanau geboren. Sie ist Mitglied der SPD seit 1972. Von 1980 bis 1994 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages und dessen Vizepräsidentin von 1990 bis 1994. Schmidt ist Vorsitzende des Arbeitskreises Gleichstellung von Mann und Frau . Seit 1994 ist sie Vorsitzende der SPD Landtagsfraktion.
Kurt von Schuschnigg wurde am 14. Dezember 1897 in Riva del Garda, Trento, im heutigen Italien geboren und starb am 18. November 1977 in Mutters, in der Nähe von Innsbruck. Er war Staatsmann sowie Kanzler und versuchte, die Übernahme Österreichs durch die Nazis zu vermeiden. Als Jurist mit monarchistisch politischen Sympathien verbunden mit der Christlich Sozialen Partei wurde er 1927 in den Nationalrat gewählt. Später, in der Regierung von Engelbert Dollfuß, wurde er zuerst zum Justizminister und dann zum Bildungsminister ernannt. Nach Dollfuß' Ermordung wurde er zum Bundeskanzler ernannt. Er eliminierte die Gefahr, die seiner Regierung von der Heimwehr, einer paramilitärischen Abwehrtruppe, drohte und löste diese im Oktober auf. Schuschniggs folgendes Zugeständnis an österreichische Nazis, glichen seine früheren Erfolge jedoch mehr als aus. Nach der erniedrigenden Kapitulation gegenüber Hitler im Februar 1938 versuchte er, die nationale Unabhängigkeit durch eine Volksabstimmung wiederherzustellen. Seine Pläne wurden jedoch durch die deutsche Invasion und die Angliederung Österreichs an Deutschland zunichte gemacht. Schuschnigg war gezwungen, sein Amt am 11. März aufzugeben und wurde kurz darauf von den Nazis verhaftet. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde er befreit und ging in die USA, wo er von 1948 bis 1967 lebte und unterrichtete. Danach kehrte er nach Österreich zurück und schrieb "Im Kampf gegen Hitler". NN
Charles Sealsfield wurde am 3. März 1793 als Karl Anton Postl in Südmähren als Sohn eines Bauern geboren. Er studierte Theologie, legte das Ordensgelübde ab und war sogar Ordenssekretär. 1823 ging er nach Amerika, wo er an seinen ersten Büchern arbeitete. Der deutsch-amerikanische Autor gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschsprachigen Vormärzes. Die interkulturelle Begegnung zwischen dem angelsächsischen Amerika und den ethischen Amerikanern, z. B. deutscher, spanischer und französischer Abstammung war ein immer wiederkehrendes Motiv in den Romanen Sealsfields. Er schrieb unter anderem Tokeah, Die deutsch-amerikanischen Wahlverwandschaften und Das Kajütenbuch. Sealsfield starb 1864.
St. Sebaldus von Nürnberg (ca. 10. Oder 11. Jahrhundert) St. Sebaldus war ein Eremit in der Nähe von Nürnberg. Er ist einer dieser religiösen Personen denen man viele wunderliche Dinge und Umwandlungen nachsagt. Es sind aber nur wenige dokumentierte Fakten über ihn bekannt. Er wurde in der Kirche von St. Peter im Jahr 1070 begraben. Die Kirche von St. Sebaldus wurde über seinem Grab im Jahr 1372 errichtet. Er wurde durch Papst Martin V. 1424 heilig gesprochen, sein Gedenktag ist am 19. August.
Die Schriftstellerin Ina Seidel wurde am 15.9. 1885 in Halle geboren und starb am 3.10. 1974 in Ebenhausen bei München. 1910 erscheinen erste Veröffentlichungen ihrer z.T. schon weit früher entstandenen, aber lange Zeit versteckten Lyrik in verschiedenen Zeitschriften. 1914 veröffentlicht Seidel ihren ersten Gedichtband, 1915 folgt ein weiterer Lyrik-Band "Neben der Trommel her", 1918 "Weltinnigkeit". Diese frühen Arbeiten sind geprägt von einem starken Zug zur individuellen Frömmigkeit und beschreiben Kriegs- und Nachkriegsereignisse. Auch die frühen Romane "Das Haus zum Monde", "Sterne der Heimkehr" spiegeln Lebenserfahrungen und -eindrücke eines Teils ihrer Generation wieder. Hauptthema der Prosa ist die Familie und deren Beziehungsgeflechte. In dem ersten großen Roman "Das Labyrinth" werden z.B. Erinnerungen an den Vater verarbeitet. In den 20er Jahren erscheinen verschiedene Erzähl- und -Novellenbände, z.B. "Hochwasser", "Die Fürstin reitet", und "Der vergrabene Schatz". 1932 erhält sie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft und wird Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste. Die biographisch-historisch ausgerichteten Romane von Ina Seidel geben Einblick in das Denken und Fühlen vorwiegend von Frauen und Kindern unterschiedlicher Zeitläufe. Autobiographischen Charakter hat insbesondere die bereits 1935 veröffentlichte Schrift "Meine Kindheit und Jugend". Seidels Werke sind Teil des konservativ-nationalistischen Gegengewichts gegen die aufklärende Frauenbewegung dieser Zeit und werden als Bekenntnisse zu Deutschtum, Religion und Frauentum anerkannt. Sie ist dem Nationalsozialismus gegenüber positiv eingestellt. Schon bald nach dem Ende des »Dritten Reiches« scheint sie rehabilitiert, 1948 erhält sie den Raabe-Preis der Stadt Braunschweig; ein Jahr zuvor war sie als (Gründungs-)Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste gewählt worden. 1955 ernennt auch die »Berliner Akademie der Künste« Seidel zu ihrem Mitglied. 1954 wird ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen. Bis in die 80er Jahre hinein bleibt sie eine angesehene und bewunderte Schriftstellerin. NN
Der römisch-katholische Priester Ignaz Seipel wurde am 19. Juli 1876 in Wien zur Welt gebracht. Er starb am 2. August 1932 im Alter von 56 Jahren in Pernitz. Nach dem Zusammenbruch des Österreich-Ungarischen Kaiserreiches war Seipel einer der Führer der Christlich Sozialen Partei. Von 1922-24 und von 1926-1929 war er Kanzler in Österreich. Er befürwortete den Einsatz der faschistisch-paramilitärischen Heimwehr im Kampf gegen die Sozialdemokraten und unterstützte somit ein Erstarken des Faschismus in Österreich.
Anna Seghers (eigentlicher Name: Netty Radvanyi, geb. Reiling) wurde am 19.11 1900 in Mainz geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte, Philologie und Sinologie in Heidelberg und Köln. Als freie Schriftstellerin lebte sie in Berlin. Sie debütierte mit der Geschichte "Gubetsch". Der Nationalsozialismus zwang Anna Seghers 1933 nach der Verhaftung zur Flucht nach Frankreich. Ihre Werke wurden verboten und verbrannt. Im Exil schrieb sie u.a. "Der Kopflohn", eine Auseinandersetzung mit dem erstarkenden Faschismus und "Der Weg durch den Februar". 1939 veröffentlichte sie den Roman "Das siebte Kreuz", der von der Flucht von sieben Häftlingen aus einem Konzentrationslager handelt. 1947 kehrte Anna Seghers nach Deutschland in die damalige sowjetisch besetzte Zone nach Berlin zurück. Sie wurde Vizepräsidentin des "Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschland" und reiste in die UdSSR. 1949 erschien der Novellenband "Die Hochzeit von Haiti". Es folgten "Die Linie", "Die Kinder" und andere. Mit dem Roman "Die Toten bleiben jung" veröffentlichte Anna Seghers einen bedeutenden sozialistischen Gesellschafts- und Zeitroman. Es folgten zahlreiche weitere Werke, unter anderem "Brot und Salz", "Über Tolstoi - Über Dostojewski" und "Die Überfahrt". Anna Seghers starb nach längerer Krankheit am 1. Juni 1983 in Ostberlin.
Heinrich Seuse wurde am 21. März 1295 wahrscheinlich in Konstanz, Schwaben geboren und starb am 25. Januar 1366 in Ulm. Suso, auch Seuse genannt, eigentlich Heinrich von Berg, war einer der Hauptmystiker und Führer der Gottesfreunde Deutschlands, ein Kreis frommer asketischer Rheinländer, die das zeitgenössische Böse ablehnten und auf eine engere Verbindung zu Gott abzielten. 1327 schrieb er sein erstes Werk, "Büchlein der Wahrheit". Als Suso's Meisterstück wird sein "Büchlein der ewigen Weisheit" betrachtet. Dieses wurde zur wahrscheinlich wichtigsten populären religiösen Abhandlung bis zu Thomas à Kempis' einflußreiches "Imitatio Christi". Später wurde Suso ein bekannter Prediger, speziell in der Schweiz und am oberen Rhein. Er war Prior der Gottesfreunde in Konstanz und wurde später vom deutschen König Louis IV nach Diessenhofen, Schweiz, verbannt. 1831 wurde Suso vom Papst Gregory XVI seliggesprochen. NN
St. Severinus (ca. 410 482)
St. Severinus wurde etwa im Jahr 410 in Nordafrika geboren. Im Jahr 453 reiste er in die Gegend, die heute Österreich ist, um denen zu helfen, die von den Angriffen der Hunnen betroffen waren. Er gründete eine Reihe von Klostern in der Gegend um zu versuchen, wieder ein wenig Ordnung und eine Organisation in das Chaos und die Zerstörung Attilas zu bringen. Sein Gedenktag ist der 8. Januar. Seine Relikten wurden nach seinem Tod nach Neapel gebracht uns sind heute in einem Sarg in dem Kloster von San Severino. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus.
Ignaz Xaver Ritter von Seyfried wurde am 15. August 1776 in Wien geboren und starb am 27. August 1841 in seiner Geburtsstadt. Der österreichische Musiker komponierte mehr als 100 Bühnenwerke sowie Instrumental- und Kirchenmusik, die zu der Zeit sehr populär war. Seyfried studierte mit Joseph Haydn und Beethovens Lehrer. Er war Dirigent und Musiktheoretiker mit einem beachtlichen Ruf. Seyfried gab eine Sammlung von Albrechtsbergers Werken über Harmonie und Studien über Technik und Komposition von Beethoven heraus.
Der Geburtstag des österreichischen Naziführers Arthur Seyss-Inquart ist der 22. Juli 1892. Er wurde am 16. Oktober 1946 in Nürnberg hingerichtet. Seyss-Inquart war österreichischer Kanzler während der Tage des Anschlusses Österreichs an Deutschland. Schon lange ein Befürworter der deutsch-österreichischen Vereinigung, hieß Seyss-Inquart die Angliederung an Deutschland willkommen. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde er als Kriegsverbrecher verurteilt.
Franz von Sickingen, eine prominente Figur in den frühen Jahren der Reformation in Deutschland, wurde am 2. März 1481 in Ebernburg geboren und starb am 7. Mai 1523 in Landstuhl. Er war Mitglied der Reichsritterschaft und erwarb beträchtlichen Reichtum und Güter als Resultat seiner Feldzüge gegen Privatpersonen und Städte, unter anderem Worms und Metz. Sickingen schützte Martin Luther und bot vielen Humanisten Zuflucht in seinen Schlössern. Er machte sich selbst zum Führer der deutschen Ritter beim Kampf um die Verteidigung ihrer Interessen und erklärte Krieg gegen Richard von Greiffenclau, Erzbischof von Trier. Sickingen wurde zurückgeschlagen und zum Geächteten erklärt.
Der deutsche Elektroingenieur Werner von Siemens wurde am 13. Dezember 1816 in Lenthe geboren und starb am 6. Dezember 1892 in Charlottenburg. Siemens spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Telegrafenindustrie. Erste chemische Experimente führten 1842 zur Entdeckung eines galvanischen Prozesses. Siemens legte ein Untergrundkabel für die preußische Armee und startete zur selben Zeit eine Telegrafenfabrik mit Johann Georg Halske. Die Firma führte große Projekte aus und expandierte in andere elektrische Gebiete, als neue Anwendungen für Elektrizität entwickelt wurden. Sie gründeten Töchter in London, St. Petersburg, Wien und Paris. Siemens' Methode zur Isolierung der Kabel vor Feuchtigkeit wurde später für elektrische Lichtkabel verwendet und ermöglichte Unterwasser-Telegrafenkabel.
St. Simeon von Trier (? 1035) Simeon wurde in Griechenland geboren und in Konstantinopel geschult. Als junger Mann hat er im Gelobten Land gearbeitet. Einige Jahre lebte er in Klostern in Bethlehem und im Sinai Gebiet, um sich auf das Leben als Eremit vorzubereiten. Dann zog er nach Trier, damals im Heiligen Römischen Reich, dann Deutsches Reich. In Trier stand noch das massive Nordtor der Verteidigungsmauer der Römer, das Porta Nigra, von der Zeit als Trier eine wichtige Stadt des Römischen Reiches war. Um ein Leben im Gebet und in der Meditation zu führen, zog Simeon in einen kleinen Bereich des steinernen Tores. Dieser Bereich wurde eingemauert mit nur einer kleinen Öffnung, durch die Lebensmittel gereicht werden konnten. Er lebte in dieser Dunkelheit im Gebet vom Jahre 1030 aus an bis zu seinem Tod, am 1. Juni 1035, ohne jemanden zu sehen oder mit jemandem zu sprechen. Er wurde noch im Jahr 1035 von Papst Benedikt IX. heilig gesprochen. Im Jahr 1041 wurde das Tor, in dem Simeon gelebt hatte, in eine Kirche umgebaut, an das ein Kloster anschloß. Beide wurden nach St., Simeon benannt. Unter Napoleon wurde die Kirchenstruktur wieder von dem Steinskelett entfernt, und das Tor wurde wieder sichtbar. Heute steht das Porta Nigra noch mit dem Kloster anschließend als Römisches Tor des 1. Jahrhunderts. Sein Gedenktag ist am 1. Juni in der Diözese in Trier. BF
Georg Simmel wurde am 1. März 1858 in Berlin geboren und starb am 26. September 1918 in Strassburg. Er war Soziologe und Neo-Kantischer Philosoph. Sein Ruhm beruht hauptsächlich auf seinen Werken über soziologische Methodologie. Er trug wesentlich zur Errichtung der Philosophie als grundlegende Sozialwissenschaft in Deutschland bei. Simmel unterrichtete Philosophie an den Universitäten in Berlin und Strassburg. Simmel widmete seine besondere Aufmerksamkeit dem Problem von Autorität und Gehorsam. In "Philosophie des Geldes" wandte er seine generellen Prinzipien auf ein bestimmtes Subjekt, die Ökonomie, an. Er unterstrich die Rolle der Geldwirtschaft bei der Spezialisierung sozialer Aktivität und der Anonymisierung individueller und sozialer Beziehungen. In der letzten Dekade seines Lebens beschäftigte er sich intensiv mit Metaphysik und Ästhetik. NN
Emil von Skoda wurde am 19. November 1839 in Plzen geboren und starb am 8. August 1900 in Amstetten. Der deutsche Ingenieur gründete einen der größten Industriekomplexe Europas. Dieser war für seine Waffenproduktion in beiden Weltkriegen bekannt. Skoda war Chefingenieur einer kleinen Maschinenfabrik, die er später kaufte und ausbaute. Er baute seine eigene Zugverbindung zur Wien-Cheb-Linie und fügte eine Waffenfabrik zur Produktion eines neu entwickelten Maschinengewehres hinzu. 1899 vereinigte er alle Fabriken in den Skoda-Werken.
Der österreichische Opernsänger und Komödiant Leo Slezak wurde am 18. August 1873 in Sumperk geboren und starb am 1. Juni 1946 in Egern. Er war für die Darstellung von Rollen in Wagneropern bekannt. Sein Debüt gab Slezak in Lohengrin. 1909 hatte er schon einen Ruf in London und New York als heldenhafter Tenor in Othello und gewann weitere Anerkennung für seine Interpretationen Wagners. In späteren Jahren gab er die Oper auf und wurde als Filmkomödiant in Österreich bekannt.
Christoper Sower wurde im Jahre 1693 in Ladenburg geboren und starb am 25. September 1758 in Germantown, USA. Der in Deutschland geborene amerikanische Drucker war der Pietistenführer der Deutschen in Pennsylvania. 1724 ging Sower mit seiner Frau und seinem Sohn nach Germantown. Er war Handwerker und in vielen Künsten geübt sowie sehr religiös. Seine wahre Karriere fand er 1738 als erster erfolgreicher Drucker für die zahlreichen Deutschen im kolonialen Amerika. Er produzierte eine Zeitung "Der Hoch-Deutsch Pensylvanische Geschicht-Schreiber" später in "Pensylvanische Berichte" umbenannt, einen Kalender "Der Hoch-Deutsch Americanische Calender" und mehr als 150 andere Werke, meist religiös und in deutscher Sprache, unter anderem die erste koloniale Bibel in europäischer Sprache. Sowers Pietismus war in all seinen Aktivitäten ersichtlich. Er forderte die politisch inaktiven Deutschen zur Wahl auf, damit die pazifistischen Quaker an der Macht bleiben. Sower arbeitete für den Gesetzgeber, um die Mißhandlung von Immigranten, die Verbreitung medizinischer Kenntnisse, die Errichtung von Krankenhäusern sowie die Erhaltung der deutschen Kultur zu beenden. Er trat unter anderem gegen defensive Instrumente, höhere Bildung, Sklaverei und traditionelle Religionen ein. NN
Am 15. Juli 1704 kam August Gottlieb Spangenberg in Klettenberg-Hohenstein zur Welt. Der deutsche Bischof der Unitas Fratrum starb am 18. September 1792 in Berthelsdorf. Spangenberg gründete in Philadelphia die Nordamerikanische Zweigstelle der Unitas Fratrum und errichtete in Bethlehem eine Gemeinde, in der Arbeit gemeinsam verrichtet wurde und Güter Gemeinschaftsbesitz waren. Eine weitere Zweigstelle errichtete Spangenberg in England. Sein Idea Fidei Fratrum wurde eine anerkannte Darstellung seines Glaubens.
Friedrich von Spee war Jesuit. Er wurde am 25. Februar 1591 geboren und ist heute vor allem als religiöser Dichter bekannt. Friedrich von Spee trat gegen die Hexenverbrennung ein, welche besonders im Europa des 16. Jahrhunderts verbreitet war. Bei diesen Hexenprozessen der katholischen Kirche wurden die der Hexerei Angklagten gefoltert, verhört, und grausam auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.
Adolf Speer wurde am 19. März 1905 in Mannheim geboren und starb am 1. September 1981 in London. Er war Hitlers Hauptarchitekt sowie Minister für Rüstung und Kriegsproduktion. Nachdem er Hitler 1930 in Berlin bei einer Ansprache gehört hatte, trat er begeistert der Nazipartei bei. Er beeindruckte den Führer so von seiner Effizienz und seinem Talent, daß kurz nach der Ernennung Hitlers zum Kanzler, Speer dessen persönlicher Architekt wurde. Er erhielt zahlreiche wichtige Aufträge, einschließlich des grandiosen Plans, ganz Berlin wiederaufzubauen. Weitere Projekte waren das Design des Paradegebietes, Suchscheinwerfer und Banner für den spektakulären Partykongreß in Nürnberg im Jahre 1934, der von Leni Riefenstahl in "Triumph des Willens" verfilmt wurde. 1942 wurde Speer Rüstungs- und Munitionsminister, ein Titel, der im folgenden Jahr zum Minister für Rüstung und Kriegsproduktion ausgeweitet wurde. Durch seine Autorität erweiterte Speer das System von Zwangsverpflichtung und Sklavenarbeit, größtenteils von Konzentrationslagern zur Verfügung gestellt, das die Produktion von Kriegsmaterialien für Nazideutschland aufrechterhielt. Speer gab seine Schuld 1945-1946 während der Nürnberger Kriegsprozesse zu und verbrachte 20 Jahre in einem Gefängnis in Westberlin. Nach seiner Entlassung 1966 widmete er sich dem Schreiben. Seine veröffentlichten Werke beinhalten "Erinnerungen", "Spandauer Tagebücher" und "Der Sklavenstaat". NN
Der Author des philosophischen Buches Der Untergang des Abendlandes , Oswald Spengler wurde am 29. Mai 1880 geboren. Er starb 1936.
Der deutsche Embryologe Hans Spesemann wurde am 27. Juni 1869 in Stuttgart geboren und starb am 12. September 1941 in Freiburg im Breisgau. Spesemann erhielt 1935 den Nobelpreis für Medizin oder Physiologie für die Entdeckung des Effekts, bekannt als embryonale Induktion und im allgemeinen für seine Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Entwicklungsphysiologie. Spemann faßte seine Erkenntnisse in Experimentelle Beiträge zu einer Theorie der Entwicklung zusammen.
Axel Springer wurde am 2. Mai 1912 in Altona geboren und starb am 22. September 1985 in Westberlin. Er war Verleger und gründete die Axel Springer Verlag AG, eineen der größten Verlagskonzerne Europas. Springer erhielt seine Journalismusausbildung bei einer Nachrichtenagentur und der Zeitung Altonaer Nachrichten. 1945 begann er seinen eigenen Verlag aufzubauen. Springer verlegte seine Operationen 1959-60 von Hamburg nach Westberlin als symbolischen Protest gegen die Teilung Deutschlands. Er unterstützte den Staat Israel und arbeitete auf eine weitere Deutsch-Jüdische Versöhnung hin. Zum Zeitpunkt seines Todes veröffentlichte das Unternehmen Die Welt, die Bild-Zeitung, das Hamburger Abendblatt, die Berliner Morgenpost und andere Zeitungen.
Bischof Dr. Hermann Josef Spital wurde am 31.12.1925 in Münster geboren. 1943 wurde er zum Arbeisdienst eingezogen. Er studierte erst Medizin und später Theologie an der Universität Münster. 1952 wurde er zum Priester geweiht. Er promovierte 1965 in Münster. 1980 wurde er zum Bischof geweiht. 1981 wurde er zum Bischof von Trier ernannt. Nach 1986 war er der Präsident der Deutschen Sektion der Friedensbewegung Pax Christi. Ihm wurde 1991 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.
Die schweizer Schriftstellerin Johanna Spyri wurde am 12. Juni 1829 in Hirzel geboren und starb am 7. Juli 1901 in Zürich. Ihre Kindergeschichte Heidi ist überall in der Welt bekannt. Ihre Arbeit wurde stark durch ihre Liebe zur Heimat, ihr Gefühl für Natur und ihre heitere Weisheit beeinflußt. Weitere Werke sind Ein Blatt auf Vronys Grab, Heimatlos und Gritli.
Arnold Stadler wurde 1954 in Meßkirch, Oberschwaben, geboren. Er studierte katholische Theologie in München und Rom. Später studierte er Germanistik, was er mit der Promotion abschloss. Heute lebt Stadler in Rast, Freiburg, Köln, Berlin und im Wendland. Während seiner Literaturkarriere erhielt er bereits bedeutende Preise und Auszeichnungen. Neben Romanen und Gedichten schrieb er auch einige Erzählungen und andere Werke.
Hermann Staudinger wurde am 23. März 1881 in Worms geboren und starb am 8. September 1965 in Freiburg im Breisgau. Der deutsche Chemiker gewann 1953 den Nobelpreis für Chemie für den Beweis, daß Polymere langkettige Moleküle sind. Seine Arbeit legte die Grundlage für die weite Verbreitung der Plasteindustrie im späteren 20. Jahrhundert. Staudinger's erste Entdeckung war die einer hochreaktiven organischen Verbindung, bekannt als Keten. Seine Arbeit mit Polymeren begann mit seiner Forschungsarbeit für die deutsche Chemiefirma BASF. 1922 schlugen Staudinger und J. Fritschi vor, daß Polymere eigentlich Makromoleküle sind, die durch eine normale kovalente Bindung zusammengehalten werden. Dieses Konzept traf auf den Widerstand zahlreicher Behörden. Während der 20er Jahre zeigte die Forschung Staudingers und anderer, daß kleine Moleküle lange, kettenartige Strukturen (Polymere) durch chemische Interaktion und nicht einfach durch physikalische Aggregation formen. Staudingers Pionierarbeit war die theoretische Basis für die polymere Chemie und trug wesentlich zur Entwicklung der modernen Plastik bei. Seine Erforschung von Polymeren trug ebenso zur Entwicklung der Molekularbiologie bei. NN
Claus, Graf Schenk von Stauffenberg wurde am 15. November 1907 in Jettingen geboren und am 20. Juli 1944 in Berlin hingerichtet. Stauffenberg war deutscher Offizier unter Adolf Hitler. Er übernahm eine führende Rolle in der Verschwörung deutscher Offiziere gegen Hitler und führte am 20. Juli 1944 das Attentat aus, das jedoch mislang. Daraufhin wurden Stauffenberg und einige seiner Mitverschwörer hingerichtet.
Henrik Steffens wurde am 2. Mai 1773 in Stavanger, Norwegen, geboren und starb am 13. Februar 1845 in Berlin. Er war Philosoph sowie Physiker und verband wissenschaftliche Ideen mit der Metaphysik deutscher Idealisten. Steffens verbrachte seine frühen Jahre in Kopenhagen, wo er die Universität besuchte. Später studierte er in Kiel, Jena und Berlin. Im Jahre 1799 war er schon eine gemachte Person in deutschen Literatur- und Philosophiekreisen. Nachdem er "Beiträge zur innern Naturgeschichte der Erde" veröffentlicht hatte, begann Steffens eine akademische Karriere. Steffens verbrachte fast seine gesamten Erwachsenenjahre in Deutschland, das er als seine Heimat betrachtete. Er war ein starker Verfechter des deutschen Nationalismus. 1813 und 1814 kämpfte er mit der preußischen Armee gegen Napoleon. Steffens leistete gute wissenschaftliche Arbeit als Physiker, seine Arbeit als Philosoph konnte jedoch durch eine Vorliebe für wissenschaftliche Fakten als Grundlage für die Konstruktion phantasievoller Analogien und sehr willkürlicher metaphysischer Schlußfolgerungen charakterisiert werden. Weitere veröffentlichte Werke sind "Grundzüge der philosophischen Naturwissenschaft", "Anthropologie" und eine Autobiographie "Was ich erlebte". NN
Charlotte von Stein wurde am 25. Dezember 1742 in Eisenach geboren und starb am 6. Januar 1827 in Weimar. Sie war Schriftstellerin und eine vertraute und einflußreiche Freundin Goethes. Sie war die Inspiration für weibliche Figuren in Iphigenie auf Tauris und Wilhelm Meister. Sie blieb für Goethe ein unerreichbares feminines Ideal. Charlotte von Stein war die älteste Tochter des Hofzeremonien-Meisters. Sie heiratete Friedrich von Stein, Stallmeister des Herzogs Karl August von Sachsen-Weimar. Nach Goethes Ankunft in Weimar begann eine intime Freundschaft und der folgende Seelenbund war von beträchtlichem Einfluß auf Goethes Leben und Arbeit. Goethes Gedichte und Briefe an Frau von Stein zeigten ihre enge Verbindung. Nach Goethes Rückkehr aus Italien zerbrach ihre Freundschaft aufgrund seiner Beziehung zu Christiane Vulpius. Steins eigene Werke sind unter anderem Rino, ein humoristisches Stück über Goethe und die Damen vom Hofe, und die Prosatragödie Dido, das zahlreiche Anspielungen auf ihren Bruch mit Goethe enthielt. Von Stein setzt sich kritisch mit der durch Goethe und Schiller geprägten Weiblichkeitsästhetik der Weimarer Klassik auseinander, indem sie einer Reduktion des Weiblichen auf die gefühlsbetonte `schöne Seele' entgegenwirkt und in ihren dramatis personae eine Vielfalt weiblicher Verhaltensweisen entwickelt. Von Stein erweist sich als scharfsinnige, ironisch-sarkastische Beobachterin ihrer Zeit mit unbestechlichem Realitätssinn, dem auch einige kritische Goethe-Portraits zu verdanken sind. Sie ermöglicht der Forschung auf diese Weise eine Sicht der Weimarer Klassik, durch die neue Akzente gesetzt werden. NN
Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau geboren und starb am 9. August 1942 in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau. Sie war eine vom Judentum konvertierte Katholikin, Karmeliterin, Philosophin und eine religiöse Schriftstellerin. Wegen ihrer jüdischen Vergangenheit wurde sie von den Nazis hingerichtet und wird als eine moderne Märtyrerin betrachtet. 1998 wird sie zur Heiligen der Römisch-Katholischen Kirche ernannt. Ihr Leben in der Welt war geprägt von einer rastlosen Suche nach der Wahrheit, nach Gott. Die Liebe zur Philosophie half ihr bei dieser Wahrheitssuche. Intensive philosophische Studien, vor allem bei dem Philosophen Edmund Husserl, formten ihre Seele und ihr ganzes Sein und Wesen. Sie konvertierte zur katholischen Kirche und wurde am 1.1.1922 in der Pfarrkirche St. Martin in Bergzabern getauft. 1932 folgte sie einem Ruf nach Münster als Dozentin an das Deutsche Institut für wissenschaftliche Pädagogik. Die beginnende Judenverfolgung ließ sie diese Tätigkeit beenden. 1934 trat sie in das Karmeliter Kloster in Köln ein und nahm den religiösen Namen Teresa Benedicta vom Kreuz an. Im Kloster beendete sie ihr metaphysisches Werk Endliches und ewiges Sein. Nach Anwachsen der von den Nazis ausgehenden Gefahr ging sie 1938 ins Karmeliterkloster nach Holland. Dort schrieb sie ihre wichtige Abhandlung "Studie über Joannes a Cruce: Kreuzeswissenschaft". In diesem Werk schrieb sie vorausahnend von der Teilnahme an der tiefen Gottverlassenheit des Gottmenschen. Edith Stein wurde 1942, aufgrund ihrer Jüdischen Wurzeln, von den Nazis hingerichtet. Sie wird als eine moderne Märtyrerin angesehen. 1987 wurde sie vom Papst seliggesprochen. 1998 wurde sie vom Past heiliggesprochen. NN
Der deutsch-amerikanische Dirigent William Steinberg wurde am 1. August 1899 in Köln geboren und starb am 16. Mai 1978 in New York. Von 1952 bis 1976 dirigierte Steinberg das Pittsburgh Sinfonie Orchester. Steinberg gründete 1936 zusammen mit Bronislaw Huberman die Palästina Sinfonie, später in Israel Philharmonie umbenannt. 1938 ging er in die USA und wurde Assistent von Arturo Toscanini an der NBC Sinfonie. Er arbeitet als musikalischer Direktor der Londoner Philharmonie und später der Boston Sinfonie. 1976 trat er in den Ruhestand nachdem er die Pittsburgh Sinfonie zu einer der stärksten musikalischen Institutionen in den USA entwickelt hatte.
Der Geburtstag Otto Steinert's ist der 12. Juli 1915. Der deutsche Photograph, Lehrer und Arzt starb am 3. März 1978 in Essen-Werden. Steinert studierte Medizin, gab diese jedoch für die Photographie auf. Er war Gründer und geistiger Mentor der Fotoform, einer Gruppe von Photographen, die Techniken der Photographie, entwickelt vom Bauhaus, der fortschrittlichsten Designerschule Deutschlands zwischen beiden Weltkriegen, wiederentdeckten.
Christian Stelzel (Magic
Christian), Österreichs bekanntester Zauberkünstler, dreimal Weltmeister
(1973, 1976 und 1979) in der Sparte Manipulation (Fingerfertigkeit) bei Weltkongressen
der Magie. Viele internationale Preise Mit bürgerlichem Namen Christian
Stelzel (*17.07.1945). Design Studium an der Universität für angewandte
Kunst in Wien. Designtätigkeit bis 1978. Dann Umstieg zur Zauberkunst.
Motto: „Designer stehen immer hinter dem Vorhang und Zauberkünstler
davor“. Erfolgreichster Vertreter der österreichischen Zauberkunst
seit dem legendären Johann Nepomuk HOFZINSER (1806-1875). Ist seit vielen
Jahren auf Marketing Promotion mit Magie spezialisiert, weltweit ein geschätzter
Lehrmeister und hält Vorträge für Management Tagungen zu "Illusion
und Wirklichkeit", "Psychologie und Körpersprache", "Wie
stelle ich mich erfolgreich dar", etc. Viele Fernsehauftritte im In- und
Ausland. Seit seinen "Politischen Zauberkabaretts", manchmal auch
auf Theaterbühnen zu sehen. Kapazität auf dem Gebiet der so genannten
PSI-Effekte. Oft in TV-Shows über Übersinnliche Phänomene, "Philippinischen
Wunderheiler", „Lügen, „Körpersprache“ u.v.a.
MAGIC CHRISTIAN schreibt für Fachzeitschriften, verfasst Bücher und
war Chefredakteur der Zauberzeitschrift ALADIN. Auch Verfasser mehrerer Zauberbücher
und Zauberkästen für die Kartenfirma PIATNIK. Seine lang recherchierten,
umfangreichen Bücher über Johann Nepomuk HOFZINSER, revolutionierten
das Wissen über den Vater der modernen Kartenkunst und die Geschichte der
Zauberkunst. Seit Herbst 2000 wurde ihm deshalb vom österreichischen Bundespräsidenten
der Berufstitel "Professor" verliehen. 2003 wurde er vom Wiener Bürgermeister
für seine Verdienste um die Zauberkunst Wiens und Österreichs mit
dem "Goldene Rathausmann" geehrt.
http://www.magicchristian.com/
Kardinal Georg Sterzinsky wurde am 9. Februar in Warlack, Ostpreußen geboren. Er wurde 1960 zum Priester geweiht. 1989 wurde er zum Bishof von Berlin ernannt. Er wurde 1991 zum kardinal ernannt. 1994 wurde er zum Erzbischof von Berlin ernannt.
Friedrich Wilhelm von Steuben wurde am 17. September 1730 geboren. Baron von Steuben war preußischer Offizier in dem Siebenjährigen Krieg in Europa. 1777 kam er nach Amerika und wurde General in der jungen amerikanischen Armee. Er wurde 1778 Generalinspekteur der Armee und trug durch seine organisatorische Leistung wesentlich zum Sieg Washingtons bei.
Alfons Maria Stickler wurde am 23. August 1910 in Neukirchen Österreich geboren. Er wurde 1937 zum Priester geweiht. Er wurde 1983 zum Erzbischof ernannt und 1983 wurde er zum Kardinal erhoben.
Adalbert Stifter wurde am 23.10.1805 als Sohn eines Leinenwebers und Flachshändlers in Oberplan (Böhmerwald) geboren. Er studierte bis 1830 in Wien zunächst Jura, dann Naturwissenschaften und Geschichte, machte jedoch keinen Abschluß. Den Lebensunterhalt verdiente er sich als Privatlehrer in Wiener Adelshäusern. Nach mehreren unsicheren Jahren als Privatlehrer, Künstler und Schriftsteller, begann Stifter 1840 mit der Veröffentlichung seiner Werke, einschließlich "Der Condor", "Feldblumen" und "Die Mappe meines Urgroßvaters". In "Brigitta" stellte er fest, daß eine innere Einigkeit von Landschaft und Menschen - ebenso ein kritischer Bestandteil seines Lebens - die Form seiner Geschichten bestimmen muß. Die Sammlungen "Studien" und "Bunte Steine" machten ihn berühmt. Während der politischen Unruhen von 1848 bis 1850 war Stifter an der Debatte über die Rolle von Bildung beteiligt. 1848 zog Stifter nach Linz und arbeitete als Schulinspektor. In seinen letzten Lebensjahren war er schwerkrank und litt unter Depressionen. Er starb am 28.Januar 1868.
Hugo Stinnes wurde am 22. Februar 1870 in Mühlheim geboren und starb am 10. April 1924 in Berlin. Er war Industrieller und entwickelte sich nach dem 1. Weltkrieg zu Deutschlands "Business Kaiser". Stinnes kontrollierte Kohlminen, Stahlwerke, Hotels, Elektrowerke, Zeitungen, Schiffslinien sowie Banken. 1893 gründete er die Hugo Stinnes GmbH, die das Zentrum der Operationen für den Stinnes Konzern, errichtet durch seinen Großvater, werden sollte. Er entwickelte das Unternehmen, um sein Interesse für Spedition und Bergbau zu vereinen. Mit dem Gewinn von dem Kohlevertrieb kaufte er Anteile an der Stahlindustrie sowie an den Ruhr Energie-, Gas und Wasserwerken. Durch einen Prozeß von Erwerb und Zusammenlegung von Industrien war Stinnes in der Lage, den kompletten Industriezyklus, vom Rohmaterial bis zum Vertrieb, zu kontrollieren. Während des 1. Weltkrieges war Stinnes führender Lieferant für Kriegsmaterialien. Nach dem Krieg begann er mit dem Erweb von Zeitungen. Er war Mitglied des Wirtschaftsrats und verwendete die Zeitungen, um die Politik der Weimarer Koalition zu bekämpfen sowie seine eigenen politischen Ideen zu fördern. Von 1920 bis 24 war er Mitglied des Reichstags für die Deutsche Nationale Volkspartei. Stinnes drängte auf eine Abschaffung des 8-Stunden Arbeitstages, um die Produktivität zu erhöhen und widerstand der Sozialisierung der Industrie. Stinnes operierte schließlich Industrien in Deutschland, der Schweiz, auf dem Balkan, in Rußland und Argentinien.
Max Stirner (eigentlich Johann Kasar Schmidt) wurde am 25.10.1806 in Bayreuth geboren.Er war Privatlehrer und Journalist in Berlin. Er übersetzte Adam Smiths The Wealth of Nations in die deutsche Sprache. Er entwickelte eine radikale Theorie, worin das einzig Existierende das individuelle Ich ist. Dieses Ich will alles zu seinem Eigentum machen. 1845 veröffentlichte er sein Buch Der Einzige und sein Eigentum. Seine Ideen wurden zum Teil von Ludwig Feuerback, Friedrich Hegel und natürlich Adam Smith beeinflußt. Stirner starb am 26. Juni 1856.
Karlheinz Stockhausen wurde am 22. August 1928 in Mödrath geboren. Er ist ein Komponist und Theoretiker für elektronische und serielle Musik, der die Komponisten der Avantgarde von 1950 bis 1980 stark beeinflußte. Er arbeitete beim Westdeutschen Rundfunk als künstlerischer Direktor nach Beendigung seines Studiums. Die Elektronische Studie I war das erste Musikstück, das mit Sinuswellen komponiert wurde. Das erste elektronische Musikstück, das veröffentlicht wurde, war Elektronische Studie II. Stockhausen hielt Vorlesungen und gab Konzerte in Europa und Nordamerika. Einige weitere Kompositionen sind Kreuzspiel, Momente und Kontrapunkte.
Der Dichter und Romanschriftsteller Theodor Woldsen Storm wurde am 14. September 1817 in Husum geboren und starb am 4. Juli 1888 in Hademarschen. Storms Erzählungen gehörten zu den besten in der deutschen Literatur. Er ist ein herausragender Vertreter des deutschen poetischen Realismus, der das Ziel hatte, die positiven Werte des täglichen Lebens darzustellen. Storms Modelle waren die späten Romantiker und Eduard Mörike. Seine frühe Lyrik ähnelte Liedern und zeichnete sich durch Einfachheit und Formschönheit aus. Die Hauptthemen sind Liebe, Natur und Heimatliebe. Storms bekannteste Erzählungen sind Immensee, Der Schimmelreiter und Im Schloß.
Gregor Strasser wurde am 31. Mai 1892 in Greisenfeld geboren und am 30. Juni 1934 im Auftrag Hitlers ermordet. Er und sein Bruder Otto Strasser besetzten führende Positionen in der Gründungsperiode der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei. Ihre linke Einstellung und die Opposition zu Adolf Hitler verursachte ihren Sturz kurz vor der Machtübernahme Hitlers.
Fritz Strassmann wurde am 22. Februar 1902 in Boppard geboren und starb am 22. April 1980 in Mainz. Der Physiker und Chemiker entdeckte gemeinsam mit Otto Hahn die neutroneninduzierte Kernspaltung in Uran. Damit öffneten sie das Gebiet der Atomenergie. Strassmann nahm an der Entwicklung der Rubidium-Strontium Methode zur Datierung, die weitgehend in der Geochronologie genutzt wurde, teil. Er schloß sich Hahn und Meitner in ihrer Untersuchung radioaktiver Produkte an, die durch den Beschuß Urans mit Neutronen gebildet werden. Nachdem er kurz am Kaiser Wilhelm Institut gearbeitet hatte, wurde er Professor für anorganische und nukleare Chemie in Mainz, wo er das Institut für Anorganische Chemie gründete. Von 1945 bis 1953 war Strassmann Direktor der Chemieabteilung am Max Planck Institut.
Der Theologe David Friedrich Strauss wurde am 27. Januar 1808 in Ludwigsburg geboren und starb am 8. Februar 1874 in seiner Geburtsstadt. Er studierte in Tübingen und gab Philosophievorlesungen als Schüler von Hegel. In Leben Jesu behauptet er, daß das übernatürliche Element des Evangeliums eine Sammlung historischer Mythen, erstellt durch Legenden, darstellt. Strauss war ein umstrittener protestantischer Philosoph, dessen Verwendung von dialektischer Philosophie neue Wege in der biblischen Interpretation eröffnete. Aufgrund seines Buches wurde er entlassen und eine Professur in Zürich verboten. Sein zweites Hauptwerk war Die christliche Glaubenslehre, eine Übersicht christlicher Grundsätze.
Franz Josef Strauss wurde am 6. September 1915 in München geboren und starb am 3. Oktober 1988 in Regensburg. Er war ein führender Politiker der Bayerischen CSU. Strauss studierte an der Universität in München und war ein aktives Mitglied einer römisch-katholischen Jugendorganisation, die gegen die Interessen der Nazis kollidierte. Strauss war Mitbegründer der Bayerischen CSU im Jahre 1945 und wurde 1949 in den Bundestag gewählt. 1955 wurde er Minister für atomare Angelegenheiten sowie stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsrates. Ein Jahr später wurde er von Konrad Adenauer zum Verteidigungsminister ernannt. In dieser Funktion regelte er die Wiederaufrüstung Westdeutschlands und spielte eine wichtige Rolle in der Bildung der Bundeswehr. Nach der Spiegel Affäre gab Strauss im Dezember 1962 seine Ämter auf. Er kehrte jedoch 1966 als Finanzminister auf die politische Bühne zurück. Nachdem er anfangs die Ostpolitik kritisierte, änderte er später seine Meinung und befürwortete stärkere wirtschaftliche Beziehungen zwischen Ost- und Westeuropa. Mit Hilfe seiner Wirtschaftspolitik entwickelte sich Bayern zu einem der florierendsten Bundesländern in Westdeutschland. Strauss schrieb mehrere Bücher, unter anderem The Grand Design: A European Solution to German Reunification, Herausforderung und Antwort und Finanzpolitik: Theorie und Wirklichkeit. NN
Levi Strauss lebte von 1829 bis 1902. Er war ein bayerischer Immigrant und kam 1850 während des Goldrausches in San Francisco an. Er brachte Güter (keine Lebensmittel), die er an die Goldgräber verkaufte. Der Bedarf der Gräber an haltbaren Hosen brachte ihn auf die Idee, einen Schneider anzustellen, der Kleidungsstücke aus Zelttuch anfertigte. Strauss und seine beiden Brüder Jonas und Louis bildeten 1853 eine Handelspartnerschaft. NN
Der 25. Oktober ist Johann Strauß' Geburtstag. Strauß lebte und komponierte im österreichischen Wien. Wien war damals das Zentrum der musikalischen Elite. Zu seinen Werken zählen vor allem Walzen und Operetten. Eine seiner bekanntesten Operetten ist Die Fledermaus. Richard Strauß schrieb eine ganz andere Art von Musik. Zu seinen Arbeiten gehört das Stück Also Sprach Zarathustra (Die Musik in dem amerikanischen Film 2001, a Space Oddesy.)
Richard Strauß wurde am 11. Juni 1864 in München geboren. Dieser große Musiker komponierte Symphonien und Dichtungen mit besonders malerischen Klangwirkungen. Er komponierte auch die Opern, Salome, Elektra. der Rosenkavalier, Ariadne auf Naxos, und Arabella. (Richard Strauß ist NICHT der Klassiker des Wiener Walzers--das war Johann Strauß.) Richard Strauß arbeitete eng mit dem Dichter Hugo von Hoffmannsthal zusammen. Er starb 1949 in Garmisch.
Lulu von Strauß und Torney wurde am 20. September 1873 in Bückeburg als Tochter eines malerisch und musikalisch begabten, aber beruflich frustrierten Generalmajors und Kammerherrn geboren. Sie starb am 19. Juni 1956. Ihre Jugend wurde entscheidend von ihrem Großvater, dem konservativem Dichter, Forscher und Theologen Viktor von Strauß (1809-1899) bestimmt. Ihr "Bauernstolz" von 1901 ist eine kraftvolle, lebensechte Bauernnovelle. Und ihr "Hof am Brink" von 1906 gibt ein grausiges Bild der Verwilderungszeit des Dreißigjährigen Krieges. Wie sehr auch das Meer ihre Heimat war, zeigten später ihre Balladen "Okko ten Brooke" und "Das Meerminneke". Mit Agnes Miegel, verband sie eine lebenslange Freundschaft. Seit 1903 war sie auch mit Ina Seidel befreundet. 1916 heiratete sie den Verleger Eugen Diederichs in Jena. Eugen Diederichs wandte sich unter ihrem Einfluß besonders den religiösen Volksstimmen, den Sagen und den Märchen zu, die die beiden in großen Reihen herausbrachten. So wurden auch germanische Texte weiten Kreisen bekanntgemacht. Ihre Zuwendung zu den urtümlichen Kräften des niedersächsischen Bodens und zum knorrigen Bauerntum empfand das NS-Regime als artverwandt - und förderte die Dichterin. Einige ihrer weiteren Werke sind "Eines Lebens Sühne", "Sieger und Besiegte", "Der Jüngste Tag" und "Das verborgene Angesicht". NN
Franziska Streitel (1844 1911) Der Prozeß der Seligsprechung der Franziska Streitel hat begonnen. Sie wurde am 24. November 1844 in Mellrichstadt in Bayern geboren. Sie wurde eine Franziskanernonne in Augsburg, und im Jahr 1883 gründete sie einen neuen Orden, Die Schwestern der leidenden Mutter oder die Adolorata Schwestern. Sie wurde als Mutter Superior 1896 aufgrund von Beschuldigungen abgesetzt, die wie heute bewiesen ist, falsch waren. Dann lebte sie in Klostern in Rom bis zu ihrem Tod im Jahr 1911. Der Orden ist heute in Österreich, in Italien und in den USA aktiv. Die Schwestern widmen sich dazu, sich um die Kranken zu kümmern und sich um die Ausbildung junger Frauen zu bemühen.
Gustav Stresemann wurde am 10. Mai 1878 in Berlin geboren und starb am 3. Oktober 1929 in seiner Geburtsstadt. Er studierte Literatur, Philosophie und Wirtschaftspolitik in Berlin und Leipzig. Er schrieb kritische Aufsätze über die Utopia von Thomas More und die Dichtungen von D.F. Strauss sowie historische Stücke über Bismarck und später Napoleon. Obwohl Stresemann in der Welt der Wirtschaft tätig war, unterstützte er die damals neuartige Idee, daß das Management das Organisationsrecht der Arbeiter und deren Vertreter als offizielle Unterhändler für Verhandlungen akzeptieren sollte. 1907 wurde Stresemann in den Reichstag gewählt und zehn Jahre später zum Vorsitzenden der Nationalen Liberalen Partei. Stresemann unterstützte die Politik Deutschlands vor und während des 1. Weltkrieges. Er forderte die Bildung einer starken Seeflotte als Instrument zur Erweiterung und zum Schutz des Überseehandels. Stresemann gründete die Deutsche Volkspartei, wurde in die Nationalversammlung gewählt und später in den neuen Reichstag. Von August bis November 1923 war Stresemann Kanzler der Koalitionsregierung. Später wurde er zum Außenminister ernannt. Er wurde als größter Meister deutscher Außenpolitik seit Bismarck bezeichnet. Er initialisierte den Locarno Vertrag und unterzeichnete den Vertrag von Berlin zur Wiederannäherung mit Rußland. Er trug außerdem wesentlich zum Eintritt Deutschlands in den Völkerbund bei. NN
Erich von Stroheim, eigentlicher Name Erich Oswald Stroheim, wurde am 22. September 1885 in Wien geboren und starb am 12. Mai 1957 in Paris. Er war einer der am meisten respektierten Kinofilmregisseure in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Stroheim ist am besten durch den kompromißlosen Realismus und die Perfektion des Details in seinen Filmen bekannt. Er schrieb Drehbücher und erwarb Anerkennung als Schauspieler in oft sadistischen Rollen. Er war Schauspieler und Assistent des Regisseurs D.W. Griffith in solchen berühmten Filmen, wie "The Birth of a Nation" und "Intolerance". Stroheim schrieb das Skript und spielte die Hauptrolle in "Blind Husbands", in dem er zum ersten mal unabhängig Regie führte. Die Atmosphäre von Realität, die seine Charaktere zum Leben erweckten, war besonders deutlich in "The Devil's Passkey" (1920) und "Foolish Wives" zu erkennen. Beide Filme verstärketn seinen Ruf als Regisseur. Stroheim's Meisterstück war "Greed", das sich mit der Macht des Geldes auseinandersetzte. Es war ein Meilenstein in Filmrealismus und seine Ironie sowie brutale Ehrlichkeit wurden nicht durch Optimismus und Mitleid gemildert. Obwohl die Filme "The Merry Widow" , "The Wedding March" und "Queen Kelly" kommerzielle Erfolge waren, beendeten sein Ruf für Extravaganz, sein fanatisches Beharren auf vollständiger künstlerischer Freiheit unabhängig von ökonomischen Bedenken und die anspruchsvolle Behandlung kontroverser Themen seine Karriere als Hollywoodregisseur. Er ging zurück nach Europa und arbeitete als Schauspieler. Stroheim trat noch gelegentlich in amerikanischen Filmen auf, z.B. "Five Graves to Cairo". Eine seiner charakterstärksten Rollen war die des Gefängniskommandanten in "La Grande Illusion". Für seine Vorstellung in "Sunset Boulevard" wurde er für den Academy Award nominiert.
Hermann Sudermann wurde am 30. September 1857 in Matzicken/Ostpreußen geboren und starb am 21. November 1928 in Berlin. Er war einer der führenden Schriftsteller der deutschen Naturalistenbewegung. Der Sohn eines armen Bierbrauers studierte Philologie und Geschichte in Königsberg (ab 1875) und Berlin (ab 1877). 1882 wurde er Chefredakteur beim "Deutschen Reichsblatt". Ein Jahr später arbeitete er als freier Mitarbeiter für den "Reichsfreund". Seit 1897 lebte er in dem später von ihm gekauften Schloß Blankensee in der Mark Brandenburg. Seit der Erstaufführung von "Die Ehre" bis etwa zur Jahrhundertwende galt er neben Gerhart Hauptmann als führender Dramatiker des deutschen Naturalismus. Als Schriftsteller hinterließ Hermann Sudermann ca. 30 Dramen, 8 Romane, 9 Novellen und eine Autobiographie: "Das Bilderbuch meiner Jugend", ein Stück Zeitgeschichte der Lebensbedingungen unter Bismarck. Einige Novellen dienten als Vorlage erfolgreicher Filme. Weitere Werke sind unter anderem "Im Zwielicht", "Frau Sorge", "Der Bettler von Syrakus" und "Heimat". NN
Suidger Sudiger von Hornburg wurde der zweite deutsche Papst Clemens II. Er wurde um das Jahr 1005 geboren. 1040 wurde er der Bischof von Bamberg. Er begleitete Heinrich III nach Rom. Heinrich ließ ihn 1046 zum Papst gekrönt werden. Er starb im folgenden Jahr am 9. Oktober 1047. Während der kurze Zeit als Papst kämpfte der gegen die Simonie (Kauf geistlicher Ämter). Er wurde in Babmerg begraben und ist so der einzige Papst, der in Deutschland begraben liegt.
Heinrich Suso Siehe: Heinrich Seuse.
Rita Süssmuth wurde am 17. Februar 1937 in Wuppertal geboren. Bis 1961 studierte sie Romanistik und Geschichte in Münster, Tübingen und Paris. 1964 promovierte sie zum Dr. phil. Von 1963 bis 1966 arbeitete sie als Wissenschaftliche Assistentin an den Hochschulen Stuttgart und Osnabrück, 1966 war sie Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Ruhr und 1969 Professorin an der Ruhr-Universität Bochum für International Vergleichende Erziehungswissenschaft. 1971 wurde sie ordentliche Professorin für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Ruhr und seit 1973 ist Rita Süssmuth Lehrstuhlinhaberin für Erziehungswissenschaft an der Universität Dortmund. Von 1982 bis September 1985 war sie als Direktorin des Instituts "Frau und Gesellschaft" in Hannover tätig. Sie ist Mitglied in zahlreichen Organisationen gewesen, unter anderem des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen beim Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit, der 3. Familienberichtskommission, des Bundesjugendkuratoriums und der 7. Jugendberichtskommission. Seit April 1988 ist sie Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes und seit Juni 1990 ist sie Mitglied des Board of Directors des Institute for East-West-Studies (IEWS), seit 1991 Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und Mitglied des Board of Directors, International Youth Foundation (IYF). Rita Süssmuth ist Mitglied der CDU und des Bundestages seit 1987. Von 1988 bis 1998 war sie Präsidentin des Deutschen Bundestages.
Bertha, Freifrau von Suttner wurde am 9. Juni 1843 in Prag geboren und starb am 21. Juni 1914 in Wien. Die österreichische Romanschriftstellerin war eine der ersten Pazifistinnen. Ihrem wesentlichen Einfluß ist es zu verdanken, daß Alfred Nobel den Friedensnobelpreis, den von Suttner 1905 erhielt, einrichtete. Ihr Hauptroman Die Waffen nieder wird mit Stowe's Uncle Tom's Cabin bezüglich Popularität und Einfluß auf eine Stufe gesetzt.