Short Biographies of Noted Germans, Austrians and Swiss


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©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons

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Der deutsche Dichter der Romantik und Politiker Ludwig Uhland wurde am 26. April 1787 in Tübingen geboren und starb am 13. November 1862 in seiner Geburtsstadt. Uhland war eine wichtige Figur in der Entwicklung mittelalterlicher Studien Deutschlands. Er studierte Jura sowie klassische und mittelalterliche Literatur. "Vaterländische Gedichte", die erste seiner 50 Veröffentlichungen, wurde von der politischen Situation in Deutschland inspiriert. Uhland arbeitete im Justizministerium in Stuttgart und repräsentierte Tübingen und Stuttgart in der Ständeversammlung. 1848 war er Mitglied des Parlamentes in Frankfurt. Uhlands Dichtungen wurden von der deutschen Romantik, seiner politischen Karriere und seinen Forschungen über die literarische Erbschaft Deutschlands beeinflußt. Seine Gedichte zeigen die klassischen Formen Goethes und Schillers sowie einen einzigartigen naiven, präzisen und anmutigen Stil.

Walter Ulbricht wurde am 30. Juni 1893 in Leipzig geboren. Er trat 1912 er SPD bei und 1919 der KPD. 1923 wurde er in die Zentrale der KPD gewählt. 1933 emigrierte er nach Frankreich und 1938 in die Sowjetunion. 1943 wurde er Mitbegründer des Nationalkomitees Freies Deutschland. 1945 kehrte er nach Deutschland zurück. 1953 wurde er 1. Sekretär der SED. Er mußte im Mai 1971 seinen Platz zugunsten Erich Honeckers räumen. Er starb 1973.

St. Ulrich von Augsburg (890 — 973) St. Ulrich wurde im Jahr 890 in Augsburg geboren, und er studierte im Kloster von St. Gallen in der Schweiz. Im Jahr 923 wurde er der Bischof von Augsburg und er war ein Führer in der deutschen Kirche. Er war es der im Jahr 926 eine steinerne Mauer baute, die Augsburg befestigte. Er diente als General, der Augsburg vor den Angriffen der Ungarn beschützte. Später baute er viele Kirchen und Kloster nach, die bei Angriffen der Magyaren zerstört wurden. Er führte sein persönliches Leben in Einfachheit und Armut. Es wird berichtet, daß Engel gekommen seien und ihm geholfen haben, als er zum Ende seines Lebens zu schwach war, die Messe zu lesen. Ulrich starb am 4. Juli 973. Es wird berichtet, daß eine Quelle in Augsburg, die nach ihm benannt wurde, Wasser hervorgebracht hat, das Augen kurieren konnte. Erde von seinem Grab soll effektiv gewesen sein, um Mäuse und Ratten abzuschrecken. Im 11. Jahrhundert wurde die St. Ulrich Kirche über seinem Grab erbaut. Im 15. Jahrhundert wurde diese Kirche mit der St. Ulrich und Afra Kirche ersetzt, die heute noch steht. St. Ulrichs marmorner Sarg ist in dieser Kirche. Er wurde von Papst Johannes XV. im Jahr 993 heilig gesprochen. Er war einer der ersten Personen, die offiziell als heilig erklärt wurden anstatt durch örtliche Tradition. BF

St. Ulrich von Zell (1029 — 1083) St. Ulrich wurde im Jahr 1029 in Regensburg geboren, und wurde in St. Emmeran ausgebildet. Er trat der Abtei in Cluny in Frankreich im Jahr 1061 bei und wurde zum Priester geweiht. Er trat dann eine Mission an, um die kluniazensische Reformen zu verbreiten. Er gründete das erste kluniazensische Konvent in Bern in der Schweiz und wurde dann Prior in Freiburg. Später verlegte er seinen Sitz nach Zell im Schwarzwald. Wunder wurden ihm zugeschrieben, als er in Zell und Freiburg wohnte. Er starb am 14. Juli 1093. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus, sein Gedenktag ist am 14. Juli. BF

Fritz von Unruh, Dramatiker, Dichter und Romanschriftsteller wurde am 10. Mai 1885 in Koblenz geboren und starb am 28. November 1970 in Diez. Er war einer der begabtesten jungen deutschen Schriftsteller des Expressionismus. Unruh war Offizier bis 1912 und seine ersten Stücke, unter anderem Offiziere und Vor der Entscheidung widerspiegelten Kritik des Militärs und seine Antikriegsstimmung. Seine Werke zeigen die Natur der sozialen Ordnung, in die das Individuum integriert wird sowie die Notwendigkeit, diese Ordnung in Integrität und Verantwortung des Individuums gegenüber Humanität zu verankern. Diese Themen verwendete Unruh in Der Opfergang, Ein Geschlecht und Heinrich von Andernach. Er sah die Nazi-Herrschaft in Bonaparte voraus und drückte seine Warnungen in Berlin in Monte Carlo und Zero aus.

Hans Urs von Balthasar wurde am 12. August 1905 in Luzern geboren. Er studierte Philosophie und Germanistik in Zürich, Wien und Berlin. Er promovierte bei Henri de Lubac. Er hatte einen bedeutenden Einfluß auf Papst Johann Paul II, Kardinal Joseph Ratzinger und Bischof Karl Lehmann. 1988 wurde er von Papst John Paul II zum Kardinal ernannt, aber er starb nur einige Tage vor der Weihung. Unter die wichtigen Bücher von Balthasar sind Herrlichkeit, (1961-1969), Cordula (1966), Theodramatik (1973-1983), Die antirömische Affekt (1974), und Theologik (1985).

St. Ursula von Köln (? - ? 5. Jahrhundert) Es gibt wenig Sicherheit wenn man die Fakten des Lebens oder des Todes von St. Ursula betrachtet, aber der Name und die Legenden leben eindeutig weiter. Es wird berichtet, daß sie die Tochter eines christlichen Königs war, wahrscheinlich in England, der sie mit einem heidnischen Prinzen verheiraten wollte. Sie flehte ihren Vater an, die Heirat um 3 Jahre zu verschieben. In dieser Zeit wollte ihr zukünftiger Mann ein gläubiger Christ werden, und sie wollte eine Wallfahrt nach Rom unternehmen. Sie machte diese Wallfahrt zusammen mit 11000 Jungfrauen. Durch einen Sturm wurden ihre Schiffe in die Nordsee abgetrieben, von dort aus segelten sie den Rhein entlang bis nach Köln. Sie fuhren weiter bis nach Basel, von dort aus liefen sie zu Fuß bis nach Rom, wo sie eine Treffen mit dem Papst hatte. Es wird weiterhin berichtet, daß sie auf dem Rückweg von Hunnen im Jahr 451 in Köln angegriffen wurde und alle getötet worden seien. Eine andere Variante der Legende besagt, daß sie beim ersten Stop in Köln auf der Hinfahrt angegriffen worden seien. Obwohl die historischen Fakten von Ursula und ihre 11000 Reisbegleiter nur zwischen Geschichte und Mythos liegen, hat sie einen Einfluß auf spätere Geschichte gemacht. Sie wurde als Märtyrerin jahrhundertelang gepriesen. Im Jahr 1535 wurde der religiöse Orden der Ursulinerinnen nach ihrem Namen gegründet. Die St. Ursula Kirche in Köln ist ihr gewidmet. Ihr Gedenktag ist der 22. Oktober. Ihre Verehrung als Heilige geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus. Von den 11000 Jungfrauen, die sie begleiteten, sind einige noch bekannt. Sie hießen St. Brisca, St. Cäcilia, St. Eugenia, St. Grata, St. Kordula, St. Odilia und St. Verena.

St. Ursus (? — ca. 303) St. Ursus war ein römischer Legionär der sich zum Christentum bekehrt hatte. Legenden der Heiligen nach wurde er gefoltert um ihn zum Anbeten von heidnischen Idolen zu zwingen. Schließlich wurde er geköpft. Er wird mit St. Maurice und Solothurn in der Schweiz in Verbindung gebracht, wo er getötet wurde. Die St. Peter Kapelle steht an dem Platz in Solothurn wo St. Ursus gestorben ist. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus, sein Gedenktag ist am 30. September.