Short Biographies of
Noted Germans, Austrians and Swiss
V and W
©1997, 1998, 1999 by Paul A. Schons
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Hans Vaihinger war ein Nachfolger Kants und Schopenhauers. Sein bekanntes Buch ist Die Philosophie des Als Ob.
St. Valentin von Rätien (? ca. 435) St. Valentin von Rätien wurde der Missionarsbischof von Passau Im Jahr 435. Nach mehreren Versuchen, die Gegend zu christianisieren, wurde er endgültig zurück gedrängt. Dann arbeitete er als Bischof ohne Standort und arbeitet weiter an seiner Mission in der Gegend von Südtirol. Er starb in der Stadt, die heute Merano heißt, ungefähr im Jahr 475. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus, sein Gedenktag wird am in Linz und Passau am 14. Juli gefeiert.
Der Geburtstag Karl von Vierordt's ist der 1. Juli 1818. Der deutsche Arzt und Professor für Medizin starb am 22. November 1884 in Tübingen. Er entwickelte Techniken und Instrumente zur Messung verschiedener Perspektiven des Blutes und der Blutzirkulation. Seine Entdeckungen beinhalteten ein Gerät zur graphischen Darstellung des Pulses und ein Instrument, das die Geschwindigkeit des Blutflusses überwacht.
Papst Viktor II (ca. 1018 - 1057) (ursprünglicher Name Gebhard von Dollnstein-Hirschberg) wurde um 1018 in Schwaben geboren. 1442 wurde er zum Bischof von Eichstätt geweiht. 1054 bestimmte ihn der Kaiser Heinrich III zum Papst. 1055 wurde er als Papst gekrönt. Er setzte die Reformen Leos IX weiter. Er war der zweite und letzte Papst, der in den Grenzen des heutigen Deutschlands geboren wurde.
St. Viktor von Solothurn (? ca. 303) St. Viktor war ein christlicher, römischer Soldat. Zusammen mit St. Ursus und anderen Christen wurde er nach der Folter gemartert, da er sich weigerte, heidnische Idole anzubeten. Seine Überreste sind in der Periode der Reformation verloren gegangen. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus, sein Gedenktag ist am 30. September. Er wird besonders in Basel, Chur, Freiburg, St. Gallen und Sitten verehrt.
Henry Villard wurde am 10. April 1835 in Speyer, Bayern, geboren und starb am 12. November 1900 in Dobbs Ferry, USA. Sein ursprünglicher Name war Ferdinand Heinrich Gustav Hilgard und er war Journalist sowie Bankier. Er war einer der Hauptförderer der amerikanischen Eisenbahn sowie von Elektrowerken. Villard emigrierte 1853 in die USA und arbeitete für deutsch-amerikanische Zeitungen sowie später bei führenden amerikanischen Tageszeitungen. Während des Bürgerkrieges war er Kriegsberichterstatter, zuerst für The New York Herald und später für die New York Tribune. 1881 kaufte er The Nation und die New York Evening Post. Als Vertreter für deutsche Pfandbriefinhaber wurde Villard in die Eisenbahnorganisation einbezogen. 1875 half er bei der Neuorganisation der Oregon und California Eisenbahn sowie der Oregon Steamship Company. Im folgenden Jahr wurde er Präsident beider Unternehmen. 1879 organisierte er die Oregon Railway and Navigation Company. 1881 sicherte er die Kontrolle über die Northern Pacific, deren Präsident er wurde. Er kaufte die Edison Lamp Company und die Edison Machine Works und entwickelte daraus die Edison General Electric Company. Er war deren Präsident bis zur Umformung in die General Electric Company im Jahre 1893. NN
Rudolf Virchow wird am 13. Oktober 1821 im pommerschen Schievelbein (heute Swidwin, Polen) geboren. 1839 beginnt er in Berlin an der militärärztlichen Akademie sein Studium. Nach seiner Promotion und Habilitation ist Virchow als Pathologe an der Akademie tätig. In seiner Zeitschrift Medicinische Reform und in anderen Arbeiten fordert er immer wieder volle und unumschränkte Demokratie", ohne die es keinen Wohlstand und keine Gesundheit geben könne. Mit der Schrift "Die Cellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre" begründet Virchow eine neue naturwissenschaftliche Krankheitslehre. Sie löst die Jahrhundertalte Humoralpathologie ab. 1861 engagiert sich Virchow als Mitbegründer der liberalen Deutschen Fortschrittspartei. Am 5. September 1902 stirbt Virchow in Berlin.
Friedrich Theodor von Vischer wurde am 30. Juni 1807 in Ludwigsburg geboren und starb am 14. September 1887 in Gmunden, Österreich. Der deutsche Literaturkritiker und Ästhet war bekannt für seine Bemühungen, eine theoretische Basis für literarischen Realismus zu errichten. Vischer's Theorien der Ästhetik beruhten auf Ideen G.W.F. Händels. Seine Arbeit veröffentlichte er in 6 Bänden "Ästhetik, oder Wissenschaft des Schönen". Weitere Werke beinhalten "Kritische Gänge" sowie "Altes und Neues".
Der deutsche Schriftsteller und Kritiker Wilhelm Heinrich Wackenroder wurde am 13. Juli 1773 in Berlin geboren und starb am 13. Februar 1798. Er und sein Freund Ludwig Tieck waren die Erzeuger einiger der wichtigsten Ideen der deutschen Romantik. Zahlreiche seiner Erzählungen zeichnen sich durch eine enthusiastische emotionale Ästhetik aus, nach der das perfekte Kunstwerk nur durch ein göttliches Wunder geschaffen wird. Sein Hauptwerk trägt den Namen "Herzensergiessungen eines kunstliebenden Klosterbruders".
Cosima Wagner, geborene Liszt, auch Cosima von Bülow, wurde am 25. Dezember 1837 in Bellagio, Österreichisches Kaiserreich, geboren und starb am 1. April 1930 in Bayreuth. Sie war die Ehefrau des Komponisten Richard Wagner und Leiterin der Bayreuther Festspiele nach Wagner's Tod von 1883 bis 1908. Cosima erhielt ihre Ausbildung in Paris von der Gouvernante der Herrin ihres Vaters, Fürstin Wittgenstein, und später im Hause der Mutter von Hans Bülow in Berlin. 1857 heiratete sie Hans von Bülow, einen der herausragenden Dirigenten der Zeit und ein Schüler von Liszt. Obwohl sie ihn in seiner Arbeit unterstützte und ihm ihr ganzes Leben ergeben blieb, war ihre Ehe unzufriedenstellend. Sie gebar zwei Töchter. Zwei weitere Töchter waren Wagner's Kinder. 1868 verließ Cosima von Bülow, um mit Wagner in Triebschen zu leben. Sie heirateten schließlich im Jahre 1870. Im gleichen Jahr komponierte Wagner die "Siegfried Idylle", um der Geburt ihres Sohnes Siegfried zu gedenken. Nach dem Tod Wagners übernahm sie das Management der Bayreuther Festspiele. Sie war künstlerische Leiterin bis 1908, als ihr Sohn übernahm. Sie führte diese Aufgabe mit der für sie charakteristischen Energie und ihrer Hingebung zu Wagner's Werken durch. Cosima Wagner war die treibende Kraft hinter den Festspielen in wirtschaftlicher wie auch sozialer Hinsicht. Sie beeinflußte die Auswahl der Künstler, des Spielplans und den Stil der Vorführungen.
Otto Wagner, österreichischer Architekt und Lehrer, wurde am 13. Juli 1841 in Penzing, in der Nähe von Wien, zur Welt gebracht. Er starb am 11. April 1918 in Wien. Wagner wird als der Begründer und Führer der modernen Bewegung in der europäischen Architektur betrachtet. Unter seinen nennenswerten Arbeiten befinden sich mehrere Stationen der Wiener Stadt-U-Bahn sowie die Postbank. Letztere wird als Meilenstein in der Geschichte moderner Architektur betrachtet. Wagners Vorträge wurden in "Moderne Architektur" veröffentlicht.
Richard Wagner Der 22. Mai ist Richard Wagners Geburtstag. Wagner wurde 1813 in Leipzig geboren und starb 1883 in Venedig. Wagner komponierte vor allem Opern. Zu seinen wichtigsten Werken gehören: Der Fliegende Holländer, Lohengrin, Tristan und Isolde, oder Der Ring der Nibelungen. Wagner war mit anderen berühmten Zeitgenossen befreundet, wie dem Philosophen Friedrich Nietzsche oder dem bayrischen König Ludwig II., welcher ihn auch finanziell stark unterstützte.
Der Senator und führende Architekt des modernen Wohlfahrtsstaates Robert Ferdinand Wagner wurde am 8. Juni 1877 in Nastätten, Deutschland geboren und starb am 4. Mai 1953 in New York. Nach seinem Jurastudium trat Wagner der Demokratischen Partei bei und wurde 1908 in den Senat gewählt. Von 1919 bis 1926 war Wagner Richter am Höchsten Gericht in New York. Wagner förderte den Social Security Act sowie den National Labor Relations Act, besser bekannt als Wagner Act. Letzterer erlaubte Arbeitern Tarifverhandlungen ohne die Gefährdung ihrer Arbeitsplätze.
Kurt Waldheim wurde am 21.12.1918 geboren. Er sollte österreichicher Diplomat und Politiker werden. Zwischen 1968 und 1970 war er der österreichische Außenminister. Durch zwei Amtsperioden (1971-1981) war er der Generalsekretär der U.N. Nachher wurde er der österreichische Bundespräsident. Wegen verdächtiger Aktivitäten während der Hitlerzeit wurde er in der letzteren Periode weitgehend kritiziert.
St. Walpurgis (ca. 710 779) (der Name wird auch Walpurga und Walburga buchstabiert. St. Walpurgis war die Tochter von St. Bonifaces Schwester. Ungefähr im Jahr 748 wurde sie von St. Boniface bestellt, um bei den Missionarsaufgaben in Deutschland zu helfen. Im Jahr 761 wurde sie die Äbtissin des Benediktinerklosters in Heidenheim. Sie ist in Eichstätt in der St. Walburga Kirche begraben und wurde von Papst Adrian II. heilig gesprochen. Trotz der Ähnlichkeit des Namens gibt es keinen Zusammenhang zwischen ihr und der Walpurgisnacht,(die in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai stattfindet) außer manchen Aufzeichnungen, die das Datum ihrer Heiligsprechung auch am 1. Mai angeben.
Der deutsche Schriftsteller Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Schon mit 12. Jahren schrieb er Gedichte und gilt heute als einer der produktivsten Schriftsteller Deutschlands. Walser arbeitet unter anderem beim Süddeutschen Rundfunk als Reporter, Regisseur und Hörspielautor. Unter seinen bekanntesten Werken befinden sich "Halbzeit", "Ein fliegendes Pferd", "Ehen in Philippsburg" und "Der Sturz". Walser engagierte sich ebenfalls politisch. In seinem jüngsten Roman "Finks Krieg" greift er die politische Affäre um einen Beamten auf, der sich gerichtlich gegen eine Versetzung wehrte und später rehabilitiert wurde. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, z.B. den Friedrich-Hölderlin-Literaturpreis und den Hermann-Hesse-Preis.
Carl Ferdinand Walther wurde am 25. Oktober 1811 in Langenchursdorf geboren. Er studierte an der Universität Leipzig. Er war konservativer evangelischer Theolog. 1839 wanderte nach Missouri in den USA aus. Er gründete "The Missouri Synod"eine evangelische Kirche in Amerika.
Bischof Joachim Wanke wurde am 4. Mai 1941 in Breslau geboren. Er wurde 1966 in Erfurt zum Priester geweiht. 1980 wurde er zum Apostolischen Administrator in Erfurt und Meiningen ernannt (DDR). 1994 wurde er zum Bischof von Erfurt ernannt.
Felix Wankel wurde am 13. August 1902 in Lahr geboren und starb am 9. Oktober 1988 in Lindau. Er war Ingenieur und entwickelte den Wankel Drehmotor. Dieser unterschied sich durch die Präsenz eines umkreisenden Drehzylinders in der Form eines gekrümmten gleichseitigen Dreiecks. Die Vorteile in der Maschine bestanden in Leichtigkeit, wenigen beweglichen Teilen, Kompaktheit, geringen Anfangskosten und hoher Leistung. 1954 entwickelte Wankel den ersten Drehkolbenmotor, der von Mazda produziert und entwickelt wurde. Später wurde er Direktor seiner eigenen Forschungseinrichtung in Lindau.
Der deutsche Biochemiker Otto Heinrich Warburg wurde am 8. Oktober 1883 in Freiburg im Breisgau geboren und starb am 1. August 1970 in Westberlin. 1931 erhielt er den Nobelpreis für Physiologie und Medizin für seine Forschungen an der Zellatmung. Ein zweiter Nobelpreis wurde ihm vom Hitlerregime aufgrund seiner jüdischen Herkunft verweigert. Er erforschte den Stoffwechsel in verschiedenen Eizelltypen und war von 1931 an Direktor des Max Planck Instituts für Zellphysiologie in Berlin. Warburg untersuchte ebenso die Photosynthese und war der erste, der entdeckte, daß das Wachstum bösartiger Zellen weniger Sauerstoff benötigt als das normaler Zellen.
August von Wassermann wurde am 21. Februar 1866 in Bamberg, Bayern, geboren und starb am 16. März 1925 in Berlin. Er war Bakteriologe und seine Entdeckung des universellen Blut-Serum Tests für Syphilis half bei der Ausdehnung der grundlegenden Lehre von Immunologie zur Diagnose. "Die Wassermann Reaktion" wird heute noch, als Kombination mit anderen diagnostischen Verfahren, als verläßlicher Indikator für die Krankheit betrachtet. Während seiner Tätigkeit am Robert Koch Institut für Infektionskrankheiten in Berlin entwickelte Wassermann in Zusammenarbeit mit dem deutschen Dermatologen Albert Neisser den Test für den Antikörper, der als ursächlicher Agent für Syphilis gilt. 1913 wurde Wassermann Direktor der Abteilung für experimentelle Therapie am Kaiser-Wilhelm Institut in Berlin-Dahlem, eine Position, die er bis zu seinem Tod inne hatte. Wassermann ist ebenso bekannt für die Erfindung diagnostischer Tests für Tuberkulose sowie der Zusammenarbeit mit dem Bakteriologen Wilhelm Kolle am "Handbuch der pathogenen Mikroorganismen".
Carl Maria von Weber wurde am 18. November 1786 in Eutin geboren und starb am 5. Juni 1826 in London, England. Von Weber war Komponist und Operndirektor während des Übergangs vom Klassizismus zur Romantik. Er ist bekannt für seine Opern, unter anderem "Der Freischütz", "Euryanthe" und "Oberon". Insbesondere seine Oper "Der Freischütz" legte das Fundament für die deutsche romantische Oper und führte eine Trennung von französischen und englischen Einflüssen herbei. Von Webers Lebenswerk beinhaltet weiterhin Orchester- und Klavierstücke, Kammer- und Kirchenmusik sowie Vokalwerke.
Der in Österreich geborene amerikanische Ingenieur Ernst Weber wurde am 6. September 1901 in Wien geboren und starb am 15. Februar 1996 in Columbus, USA. Weber war ein Vorreiter in der Entwicklung von Geräten zur Mikrowellenkommunikation. Im amerikanischen Amt für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung studierte Weber das nur wenig untersuchte, aber wichtige Gebiet der Mikrowellentechnologie und entwickelte ein Gerät der präzisen Kontrolle von Mikrowellen.
Bischof Dr. Johann Weber wurde am 26. April 1927 in Graz-St. Veit geboren. Er wurde 1950 zum Priester geweiht. Er wurde 1969 zum Bischof von Graz-Seck ernannt. Er war 1995-1998 Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz.
Der deutsche Soziologe und politische Ökonom Max Weber wurde am 21. April 1864 in Erfurt geboren und starb am 14. Juni 1920 in München. Er ist bestens bekannt für seine These der "Protestantischen Ethik", die Protestantismus und Kapitalismus verbindet sowie seine Ideen über Bürokratie. Weber beeinflußte die soziologische Theorie durch seine Beharrlichkeit auf der Notwendigkeit von Objektivität in der Wissenschaft sowie seiner Analyse menschlicher Aktivitäten durch Motivation. Webers bestes und am meisten umstrittenes Werk ist "Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus". Er veröffentlichte weiterhin "Wirtschaft und Gesellschaft", "Theorie der Stufen und Richtung religiöser Weltablehnung", "Wirtschaftsgeschichte"und vieles mehr.
Friedrich Ernst Anton von Webern wurde am 3. Dezember 1883 in Wien geboren und starb am 15. September 1945 in Mittersill, in der Nähe von Salzburg. Er war ein Komponist der 12-Ton Wiener Schule und ist durch seine Kammermusik und verschiedene Lieder bekannt. Mit seinem Lehrer Anton Schönberg und Alban Berg entdeckte er neue Dimensionen musikalischen Ausdrucks. Zum Ende der Zusammenarbeit von Schönberg und Webern hatte letzterer schon mehrere Werke geschrieben, unter anderem "Im Sommerwind", mehrere Streichquartette und "Entflieht auf leichten Kähnen". Er verwendete die von Schönberg entwickelte 12-Tonmusik erstmals in seinem "Kinderstück" für Klavier. Webern war ebenfalls ein Vertreter des deutschen Liedes.
Der deutsche Schauspieler und Dramatiker Frank Wedekind wurde am 24. Juli 1864 in Hannover zur Welt gebracht. Er starb am 9. März 1918 im Alter von 53 Jahren in München. Wedekind war eine starke Persönlichkeit in der Künstlerwelt zu Beginn des 1. Weltkrieges. Als direkter Vorfahr des modernen Theaters des Absurden verwendete Wedekind fragmentierte Dialoge, Verzerrungen, Karrikaturen sowie episodische Schauplätze in seinen Dramen. Diese standen für den Wechsel vom Realismus zum Expressionismus. Seine Hauptwerke sind unter anderem "Frühlingserwachen", "Erdgeist" , "Die Büchse der Pandora" und der "Lulu"-Zyklus.
Franz Weidenreich wurde am 7. Juni 1873 in Edenkoben, Deutschland, geboren und starb am 11. Juli 1948 in New York. Der deutsche Anatom und physikalische Anthropologe ist bekannt für die Rekonstruktion prähistorischer menschlicher Überreste und seine Arbeit am Pekingmenschen. Seine Sichtweise ist in "Apes, Giants and Man", eine Sammlung wissenschaftlicher, jedoch populärer Vorträge zusammengefaßt.
Kurt Weill wurde am 2. März 1900 in Dessau geboren. Er arbeitete mit Bert Brecht zusammen in Berlin. Aus dieser Zusammenarbeit stammten Die Dreigroschenoper, 1928 und Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, 1930. Von den Nationalsozialisten aus Deutschland getrieben siedelte Brecht in New York. In New York war er auch erfolgreich. In New York komponierte er Knickerbocker Holiday, Lady in the Dark, One Touch of Venus, Street Scene , Lost in the Stars und Down in the Valley. Er starb am 3. April 1950 in New York.
Günther Weisenborn wurde am 10. Juli in Velbert geboren. Als Angehöriger der Wiederstandsbewegung in der Hitlerzeit war er zwischen 1942 und 1945 im Gefängnis. Seine Werke wurden 1933 verbrannt. Er schrieb mit den Dichternamen Eberhard Foerster und Christian Munk. Einige Werke sind Die Illegalen (1946), Memorial (1948) und Der Lautlose Aufstand (1953). Er starb 1969 in Berlin.
Seliger Johannes Laurentius Weiß (1675 1716) (Liberatus) Johannes Laurentius Weiß wurde in Konnersreuth in der Nähe von Bayreuth geboren, und er nahm den Namen Liberatus an, als er im Alter von 18 Jahren dem Franziskaner Orden beitrat. Er wurde 1698 geweiht und wurde Missionar in Äthiopien. Er arbeitete dort bis zum Jahr 1716, um die äthiopische Kirche wieder in Gleichklang mit der römischen zu bringen. Im Jahr 1716 wurde er als Reaktion auf seine Bemühungen durch Steinigung getötet. Er wurde durch Papst Johannes Paul II. im Jahr 1988 selig gesprochen.
Als einer der ersten befasste sich der oesterreichische Biologe Paul Alfred Weiss mit dem Aufbau, der Organisation und Regeneration von Nervenzellen. 1898 in Wien geboren, begann er dort seine wissenschaftliche Laufbahn. 1931 wanderte er in die USA aus, wo er in Yale und an der University of Chicago arbeitete. Sein Hauptarbeitsgebiet lag in der Erforschung menschlichen Gewebes und der Zellbewegung. Waehrend des Zweiten Weltkrieges stellte er seine Forschung in den Dienst der amerikanischen Regierung. 1954 wurde er ans Rockefeller Institut in New York berufen. Weiss erhielt 1980 die National Science Medal und starb 1989 in White Plains, N.Y. BF
Carl Friedrich Freiherr von Weizäcker wurde am 28.6. 1912 in Kiel geboren. Er war Professor für Philosophie in Hamburg von 1957-1969. Später als Direktor des Max-Planck-Instituts erforschte er die Lebensbedingungen der wissenschaftlichen Technologie. Er leistete bedeutende Beiträge zur Geschichte und zu Gegenwartsproblemen der Physik, zur Naturphilosophie, zur Quantenlogik und zur wissenschaftlichen Theorie.
Richard von Weizäcker wurde am 15. April 1920 in Stuttgart geboren. Von Weizsäcker studierte an den Universitäten von Oxford, Grenoble und Göttingen. Er bekleidete von 1984 bis 1994 das Amt des deutschen Bundespräsidenten, welcher der höchste Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland ist. Vor seiner Amtszeit als Bundespräsident war von Weizsäcker von 1981-1984 Regierender Bürgermeister Westberlins. Nachfolger im Amt der Bundespräsidenten ist Roman Herzog.
Alfred Werner wurde am 12. Dezember 1866 in Mulhouse geboren und starb am 15. November 1919 in Zürich. Er war ein schweizer Chemiker und seine Erforschung der Struktur der Koordinationsverbindungen brachte ihm den Nobelpreis für Chemie im Jahre 1913. Werner erhielt seinen Doktortitel von der Universität Zürich für seine Arbeit über Oximen, eine Klasse organischer Stickstoffverbindungen. Seine Untersuchung der dreidimensionalen Anordnung der Oxim-Moleküle erwies sich als wertvoller Beitrag zur Stereochemie. 1891 präsentierte Werner seinen großen Beitrag zur Koordinationstheorie, der eine einfache Klassifikation anorganischer Verbindungen erlaubte. Er erweiterte außerdem das Konzept der Isomerisierung. Werner und seine Studenten entwickelten zahlreiche neue Verbindungen und fügten sie in das neue System ein. Obwohl seine Sichtweise etwas verändert wurde, ist sie noch fundamental für die moderne anorganische Chemie und ebnete den Weg für moderne Konzepte chemischer Bindungen.
Bishop Christian Werner wurde am 27. Dezember 1943 in Gogolin (Oberschlesien, Polen) geboren. Nach der Matura ausbildung zum Berufsoffizier wurde er 1977 zum Priester geweiht. Er war nach 1980 Militärseelsorger. 1994 wurde er zum Militärbischof für Österreich ernannt.
Horst Wessel wurde am 9. September 1907 in Bielefeld geboren und starb am 23. Februar 1930 in Berlin. Er war ein Märtyrer der deutschen Nazibewegung und wurde im "Horst Wessel Lied" gefeiert. Das Lied wurde von den Nazis als Hymne für Deutschland angenommen. Wessel kam aus Böhmen und zeigte nur einen geringen Lebensstandard. Er trat 1926 in die Nazi Partei ein und wurde ein Mitglied der SA Sturmgruppe. 1930 wurde er von politischen Feinden, möglicherweise Kommunisten, während einer Schlägerei in seinem Zimmer im Berliner Elendsviertel getötet. Nazi Propagandisten, angeführt von Joseph Göbbels, erhoben ihn zum Märtyrer. NN
Jenny von Westphalen lebte von 1814 bis 1881. Sie kam aus einer reichen, konservativen Familie und war die Ehefrau von Karl Marx, den sie gegen den Willen ihrer Familie im Jahre 1843 heiratete. Sie ging mit ihm ins Exil, zuerst nach Paris und später nach Brüssel und London. Die Familie lebte in extremer Armut, trotz des Verdienstes von politischem Journalismus. Sie hatten sechs Kinder, drei von ihnen starben jung. Jenny von Westphalen arbeitete auch als Sekretärin für ihren Ehemann und half bei der Verwaltungsarbeit für die Sozialistische Internationale.
Kardinal Friedrich Wetter ist der Erzbischof von München/Freising. Er wurde am 20. February 1928 in Landau geboren. Er studierte an der Gregorania in Rom. Er wurde 1953 zum Priester geweiht. Er war Professor an der Universität Eichstätt und an der Universität Mainz. Er wurde 1968 zum Bischof von Speyer ernannt. Er wurde 1982 Kardinal Ratzingers nachfolger als Erzbischof von München/Freising, nachdem Kardinal Ratzinger der Leiter der Kongregation für die Glaubenslehre in Rom wurde. Papst Johann Paul II ernannte ihn zum Kardinal 1985.
Friedrich Weyerhaeuser wurde am 21. November 1834 in Nieder Saulheim, Hessen geboren und starb am 4. April 1914 in Pasadena, Kalifornien. Er war amerikanischer Holzmogul und errichtete ein Syndikat, das Millionen Hektar Holzfläche, sowie Sägewerke, Papierfabriken und andere verarbeitende Werke besaß. Im Alter von 18 Jahren immigrierte Weyerhäuser in die USA und begann als Arbeiter in einem Sägewerk, das er später kaufte. Er begann ebenso, Anteile an vielen anderen Holzunternehmen zu erwerben, teilweise waren dies Mehrheitsbeteiligungen. 1872 errichtete er die Mississippi River Boom and Logging Co., ein Bündnis, das alle Holzstämme abwickelte die am Mississippi verarbeitet wurden. 1900 kaufte Weyerhäuser von J.J. Hill 900.000 Hektar Waldland im pazifischen Nordwesten und gründete somit das Weyerhäuser Holzunternehmen. Weyerhäuser änderte niemals die Namen der Unternehmen, die er kontrollierte. Eine der 30 Fabriken, an denen er einen Anteil besaß, war Potlatch, später Potlatch Corporation. Er besaß ebenfalls Anteile an der Boise Cascade Corporation. Das Weyerhäuser Unternehmen ist immer noch der weltweit größte Holzverkäufer.
St. Wicterp von Augsburg (? 771) St. Wicterp von Augsburg war der erste dokumentierte Bischof von Augsburg. Er ist etwa im Jahr 738 Bischof dort geworden. Er ist in der St. Ulrich und Afra Kirche seit dem Jahr 1489 begraben. Er wird seitdem späten Mittelalter verehrt. In vielen Dokumenten wird sein Name auch Wikterp, Wichterpus, Wichpertus, Wiggo und Vuiggo buchstabiert.
Der Dichter Christoph Martin Wieland wurde 1733 als Sohn eines evangelischen Pfarrers in Oberholzheim geboren. Er studierte Philosophie in Erfurt und Rechtswissenschaft in Tuebingen, wandte sich aber schon waehrend des Studiums mehr und mehr der Literatur zu. Reisen fuehrten ihn nach Zuerich und Bern. Nach seiner Heirat mit Dorothea von Hillenbrand fand er 1769 eine Anstellung als Professor fuer Philosophie in Erfurt. 1775 liess er sich als Freier Schriftsteller endgueltig in Weimar nieder, wo er Freundschaft mit Goethe und Herder pflegte. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift "Der teutsche Merkur". Wielands Hauptwerk ist "Die Geschichte des Agathon", ausserdem machte er sich um die Uebersetzung zahlreicher Shakespeare Dramen verdient. Er starb 1813 in Weimar.
Der deutsche Chemiker Otto Heinrich Wieland erblickte am 4. Juni 1877 in Pforzheim das Licht der Welt. Er leistete einen wichtigen Beitrag zur strukturellen organischen Chemie und erforschte die Gallensäure. Für seine Studien erhielt er 1917 den Nobelpreis für Chemie. Wieland starb am 5. August 1957 in München.
Friedrich von Wieser wurde am 10. Juli 1851 in Wien geboren und starb am 23. Juli 1926 in Sankt Gilgen. Der österreichische Ökonom gehörte neben Carl Menger und Eugen von Böhm-Bawerk zu den Hauptvertretern der österreichischen Schule für Ökonomie. Wieser war Handelsminister in der letzten Regierung des Österreich-Ungarischen Kaiserreiches. Seine wichtigsten Werke sind "Der natürliche Wert" und "Grundriß der Sozialökonomik".
St. Wigbert (ca. 675 ca. 746) St. Wigbert war ein Kollege von St. Boniface und wurde in England geboren. Er kam ungefähr im Jahr 734 als Missionar nach Deutschland. St. Boniface ernannte ihn zum Abt des Klosters in Hersfeld in Hessen. Etwa im Jahr 737 wurde er zum Abt des Klosters in Ohrdruf in Thüringen ernannt. Er wird in den Diözesen Mainz, Fulda und Paderborn verehrt. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus.
Der deutsche Gelehrte Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff wurde am 22. Dezember 1848 in Markowitz geboren und starb am 25. September 1931 in Berlin. Seine Studien erweiterten die Erkenntnisse in der historischen Wissenschaft der Metrik, der Epigraphie, der Topographie und inhaltlichen Kritik. Er studierte griechische Tragödien, Homer, Plato und Aristoteles. Sein "Griechisches Lesebuch" entwickelte sich zu einem Standardtext und beeinflußte unter anderem griechische Schriftsteller. Wilamowitz-Moellendorff war Herausgeber des "Inscriptiones Graecae" und der Serie "Philologische Untersuchungen". Sein letztes Werk war das Buch "Der Glaube der Hellenen".
Billy Wilder, eigentlicher Name Samuel Wilder, wurde am 22. Juni 1906 in Sucha, Österreich, geboren. Der Direktor und Filmproduzent ist für seine humorvollen, oft kontroversen Filme über die Heuchelei des Lebens in Amerika bekannt. Nach Hitlers Machtübernahme emmigrierte Wilder in die USA. In seinen Filmen beschäftigt er sich unter anderem mit Alkoholismus, Prostitution und Kriegsgefangenenlagern. Einige seiner besten Filme sind "Sabrina", "The Seven Year Itch", "Some like it hot" und "One, two, three". 1986 wurde er vom Amerikanischen Filminstitut für sein Lebenswerk geehrt. Wilder starb am 28.3.02 in Kalifornien.
Anton Wildgans wurde am 17. April 1881 in Wien geboren und starb am 3. May 1932 in Mödling, in der Nähe von Wien. Der Bühnendichter und Poet ist für seine mystischen Dramen mit symbolischen Nachrichten, die für den deutschen Expressionismus typisch sind, bekannt. Wildgans war Jurist, wendete sich jedoch bald der Schriftstellerei zu. Seine frühen Gedichte, unter denen sich auch die Sammlung "Herbstfrühling" befindet, erinnert an die Themen des Idealismus und Realität in den späten romantischen Werken Hugo von Hofmannsthals. Wildgans' Bühnenstücke, wie z. B. die Trilogie "Armut", "Liebe" und "Dies irae" beginnt in einer realistischen Welt, die immer weniger nachvollziehbar ist und sich mehr und mehr mit Gefühlen beschäftigt. Das Spiel gipfelt schließlich in einer mystischen und symbolischen Wahrnehmung der Wahrheit. Als Gegenstück dieser Trilogie über das Leben der Wiener Mittelklasse plante Wildgans einen anderen mythologischen oder religiösen Charakter. Es wurde jedoch nur der erste Teil "Kain" veröffentlicht. Wildgans leitete ebenfalls das gefeierte Wiener Burgtheater in den Jahren 1921-22 sowie 1930-31. Er übersetzte italienische und französische Gedichte ins Deutsche. Eine Sammlung seiner Gedichte NN
Wilhelm I, deutscher Kaiser ab 1871 und König von Preußen ab 1861wurde am 22. März 1797 in Berlin geboren und starb am 9. März 1888 in seiner Geburtsstadt. Seine Gewissenhaftigkeit und Zurückhaltung halfen ihm bei der Zusammenarbeit mit stärkeren Staatsmännern zur Errichtung der Vorherrschaft seiner Monarchie und der Hohhenzoller in Deutschland. Nachdem er zum Militärkommandanten von Rheinland bestimmt wurde, zog er nach Koblenz, dem Zentrum der Opposition reaktionärer Politik Berlins. Wilhelm I beschrieb die Ideen Bismarcks als "Schuljungenpolitik". Nach dem Sieg Preußens gegen Österreich, jedoch, realisierte Wilhelm die Wichtigkeit Bismarcks, der mit seinem Kulturkampf gegen die katholische Kirche vorging. Wilhelm war so erfüllt von der Tradition der preußischen Monarchie, daß er nur ungern die Gründung des Deutschen Reiches durch Bismarck und den kaiserlichen Titel akzeptierte.
Der deutsche Kaiser und preußische König Wilhelm II wurde am 27. Januar 1859 in Potsdam geboren und starb am 4. Juni 1941 in Doorn, Niederlanden. Er ist bekannt für seine militärische Art und Weise sowie für seine schwankende Politik. Schon mit 29 wurde Wilhelm zum Kaiser gekrönt und trieb Bismarck 1890 zur Resignation als Kanzler. Die Verfassung von 1871 erlaubte es Wilhelm, Kanzler zu ernennen sowie abzusetzen. Weiterhin war er der einzige der die Politik der Armee und die der Zivilregierung in Einklang bringen konnte, da die Armee der Zivilregierung nicht unterstand. Dies machte ihn zu einer wichtigen Figur im 1. Weltkrieg.
Wilhelmina (Wilhelmine Fredericke Sophie), Schwester Frederick des Großen von Preußen und "Margravine" von Bayreuth, wurde am 3. Juli 1709 in Berlin geboren und starb am 14. Oktober 1758 in Bayreuth. Zusammen mit ihrem Ehegatten Frederick, Fürst von Bayreuth, errichtete sie den Bayreuther Palast, das Opernhaus und gründete die Erlanger Universität. Wilhelmina machte Bayreuth zu einem der geistigen Zentren Deutschlands.
St. Willigis von Mainz (? 1011) St. Willigis von Mainz wurde in einer Familie eines Wagenbauers in einem Dorf in Niedersachsen geboren. Er wurde der Kanzler Deutschlands unter Kaiser Otto I., und im Jahr 975 wurde er der Erzbischof von Mainz. Im selben Jahr wurde er zum Primaten von Deutschland durch Papst Benedikt VII. ernannt. Er krönte Otto III. in Aachen im Jahr 983 und im Jahr 1002 Heinrich II. in Mainz. Er beteiligte sich an der Weihung des ersten deutschen Papstes, Gregor V. in 996. Er hatte den Vorsitz in der Synode in Frankfurt im Jahr 1007. Er ist in der St. Stefans Kirche in Mainz begraben. Seine Verehrung als Heiliger geht der Heiligsprechung durch den Papst voraus.
Richard Willstätter wurde am 13. August 1872 in Karlsruhe geboren und starb am 3. August 1942 in Locarno, Schweiz. Der Chemiker studierte die Struktur des Chlorophylls und anderer Pflanzenfarbstoffe. 1915 gewann er dafür den Nobelpreis für Chemie. Er war Professor für Chemie an der Universität in Berlin und Direktor des Kaiser Wilhelm Instituts, wo seine Forschungen die Struktur mehrerer Farbstoffe in Pflanzen und Früchten aufdeckte. Während des Krieges richtete er seine Aufmerksamkeit auf die Entwicklung einer Gasmaske. Während der 20er Jahre untersuchte er den Mechanismus von Enzymreaktionen und trug zur Erkenntnis bei, daß Enzyme chemische Substanzen und nicht biologische Organismen sind.
Der deutsche Archäologe und Historiker Hugo Winckler wurde am 4. Juli 1863 in Gräfenheinichen geboren und starb am 19. April 1913 in Berlin. Wincklers Ausgrabungen in Bogazköy in der Türkei enthüllten die Hauptstadt des Hittite Reiches, Hattusa, und brachten zahlreiche Tafeln mit Keilschrift ans Tageslicht, aus denen ein Großteil der Hittite Geschichte rekonstruiert werden konnte. Ein Bericht über seine Arbeit ist in "Vorläufige Nachrichten über die Ausgrabungen in Bog-haz Köi im Sommer" sowie in "Nach Boghasköi! Ein nachgelassenes Fragment" zu finden.
St. Wiboranda von St. Gallen (? ca. 928) St. Wiboranda wurde in Klingna in der Schweiz in einer adligen Familie geboren. Nachdem ihr Bruder in ein Benediktinerkloster eintrat, wollte sie ihr Leben auch dem Dienste Gottes widmen. Sie wünschte, eingesperrt wie ein Eremit zu leben und ihr Leben im Gebet zu verbringen. Bei der Invasion der Magyaren starb sie, sie wurde mit einer Streitaxt in ihrer Eremiten Zelle umgebracht. Sie wurde von Papst Klemens II. im Jahr 1047 heilig gesprochen, ihr Gedenktag ist am 2. Mai.
Ludwig Wittgenstein wurde am 26. 4. 1889 in Wien geboren. Er starb, am 29. 4. 1951 in Cambridge. Er war Schüler von Bertrand Russel, als er an der Cambridge Universität studierte. 1939 wurde er Professor an der Cambridge Universität. Als Vertreter der sprachanalytischen Philosophie wurde er einer der einflußreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Sein Hauptwerk ist "Tractatus logico-philosophicus". In diesem Werk entwickelte er 1922 die zentralen Thesen zur Strukturgleichheit von Sprache und Welt.
Georg Wittig, deutscher Chemiker, wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren und starb am 26. August 1987 in Heidelberg. Mit seinem Studium der organischen Phosphorverbindungen gewann er 1979 zusammen mit Herbert C. Brown den Nobelpreis für Chemie.
Friedrich Wöhler wurde am 31. Juli 1800 in Eschersheim geboren. Der deutsche Chemiker stellte zum ersten mal auf künstlichem Wege eine organische Verbindung aus einer anorganischen Substanz her. Ungefähr zur gleichen Zeit entwickelte er einen Prozeß zur Aufbereitung metallischen Aluminiums. Wöhler wurde von stark von Leopold Gmelin, einen der bekanntesten Chemiker, beeinflußt. Er starb am 23. September 1882 im Alter von 82 Jahren in Göttingen.
Christa Wolf wird 1929 in Landsberg/Warthe (jetzt Polen) geboren. Sie studiert Germanistik an den Universitäten Leipzig und Jena. Schon frühzeitig wird sie Mitglied der SED. Wolf arbeitet als Kritikerin, Lektorin und Herausgeberin in dem Verlag Neues Leben im Deutschen Schriftstellerverband. Sie ist Mitglied des Vorstands des Schriftstellerverbandes der DDR bis 1977. 1959 wird die erste Erzählung "Moskauer Novelle" veröffentlicht. 1962 wird Wolf eine professionelle Schriftstellerin. Sie beginnt, Briefe und Tagebücher zu schreiben. Die Veröffentlichung des Romans "Der geteilte Himmel" im Jahre 1963 bringt Wolf unmittelbare Popularität und Kritik. Sie bekommt Kritik von der Partei wegen angeblicher Dekadenz und Formalismus. Zum ersten Mal entwickelt Wolf einen übergangslosen Wechsel der Zeitebenen und Erzählperspektiven, eine Vorstufe zu ihrem nächsten großen Roman "Nachdenken über Christa T". Das Buch "Lesen und Schreiben", veröffentlicht 1971, enthält Wolfs Gedanken über die Funktion von Literatur in der Gesellschaft und der Welt. Die Veröffentlichung des Romans "Kindheitsmuster" 1976 sicherte Wolf einen Platz in der deutschen Literaturgeschichte. Er ist Wolfs längster Roman, der auch semi- autobiographisch ist. In "Kassandra" verbindet sie militärische Kraft mit der patriachalischen Gesellschaft. Wolf entwickelt ihre feministischen Tendenzen. Die Erzählung "Was Bleibt" wurde im Jahre 1979 geschrieben, aber die Veröffentlichung geschieht im Jahre 1990. "Was Bleibt" beschreibt Wolfs Leben unter der Stasi Überwachung. Es werden Stasi Dokumente gefunden, die zu zeigen scheinen, daß Wolf in den 50er Jahren kurze Zeit für die Stasi arbeitete. 1995 veröffentlicht Christa Wolf den Roman "Medea". NN
Christian Freiherr von Wolf wurde am 24. Januar 1679 in Breslau (Worclaw) geboren. Er war Philosoph, Mathematiker und Logiker. Aus der Philosophie seines Professors Gottfried Leibniz sowohl wie der von Spinoza entwickelte er ein mathematisch logisches System. Er hielt seine Vorlesungen in deutscher Sprache und veröffentlichte einige deutschsprachige Schriften. Dazu entwickelte er eine deutsche philosophische Terminologie. Wolf starb am 9. April 1754 in Halle, wo er der Kanzler der Universität war.
Hugo Wolf wurde am 13. März in Windischgraz in dem damaligen Österreichischen Reich (heute Serbien) geboren. Er studierte am wiener Konservatorium zwischen 1875 und 1877. Dieser Komponist war anhänger Wagners und Brückners. Er komponierte hauptsächlich Lieder. Unter diesen komponierte er die Musik zu 53 Gedichten von Mörike, 20 von Eichendorf und 51 von Goethe. Im Ganzen komponierte er über 300 Lieder. Wolf starb am 22. Februar 1903 in Wien.
Der deutsche Astronom Max Wolf wurde am 21. Juni 1863 geboren und starb am 3. Oktober 1932 in seiner Geburtsstadt Heidelberg. Wolf verwendete die Photographie für die Suche nach Asteroiden. Er entdeckte insgesamt 228. Wolf war Direktor des Königstuhl Observatoriums und Professor für Astrophysik in Heidelberg. Mit Hilfe seiner photographischen Studien entdeckte er dunkle Wolken interstellarer Materie in der Milchstraßengalaxie.
St. Wolfgang (924 994) St. Wolfgang wurde in Pfullingen in Baden-Württemberg im Jahr 924 in einer Adelsfamilie geboren. Er studierte an der klösterlichen Schule von Reichenau und an der Kathedral Schule von Würzburg. Im Jahr 956 wurde er Lehrer an der Kathedral Schule in Trier. Er trat dem Benediktinerorden bei und wurde im Jahr 968 zum Priester geweiht. Danach wurde er als Missionar zu den Madjaren im heutigen Ungarn gesandt. Im Jahr 972 wurde er zum Bischof von Regensburg ernannt. In dieser Stellung hat er den Mann beraten und gelehrt, der Kaiser Heinrich II. werden würde. Er war sehr aktiv in der Entwicklung und Reformation von zahlreichen Klostern. Es wurde berichtet, daß er während seines Lebens Wunderheilungen vollbracht hat. Später in seinem Leben führte St. Wolfgang ein Leben als Eremit für 7 Jahre an einem See, der heute Wolfgangsee genannt wird. Er starb im Jahr 994 in Pupping in Österreich und wurde in Regensburg in dem Kloster St. Emmeran begraben. Schon frühzeitig wurde sein Grab als eine heilige Stätte angesehen, und es wird berichtet, daß dort Wunder vollbracht worden sind. Er wurde von Papst Leo IX. heilig gesprochen. An St. Wolfgang Rege verspricht ein Jahr voller Segen.
Manfred Wörner wurde am 24. September 1934 in Stuttgart geboren und starb am 13. August 1994 in Brüssel. Er war der erste Deutsche, der als Generalsekretär der NATO tätig war. Er arbeitete an einer Neudefinition der Organisation nach Beendigung des Kalten Krieges. Wörner trat der CDU bei und wurde 1965 Mitglied des Bundestages. 1976 wurde er Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Verteidigung. Später wurde er zum Verteidigungsminister ernannt. Obwohl mit Krebs diagnostiziert, arbeitete er bis 1994 an den Friedensverhandlungen in Bosnien-Herzegowina.
Der deutsche Physiologe und Psychologe Wilhelm Wundt wurde am 16. August 1832 in Neckarau geboren und starb am 31. August 1920 in Grossbothen. Wundt ist generell anerkannt als Gründer der experimentellen Psychologie. Er studierte in Heidelberg, wo er später Vorlesungen gab und als Assistent Wilhelm von Helmholtz tätig war. Während dieser Zeit schrieb er "Beiträge zur Theorie der Sinneswahrnehmung". 1862 bot Wundt den ersten Kurs in wissenschaftlicher Psychologie an, der jemals gehalten wurde. Bis dahin wurde Psychologie als Zweig der Philosophie betrachtet. Wundts Vorlesungen wurden in "Vorlesungen über die Menschen und Thierseele" veröffentlicht. Sein "Grundzüge der physiologischen Psychologie" wurde eines der wichtigsten Werke in der Geschichte der Psychologie. In Leipzig errichtete er 1879 das erste psychologische Labor der Welt und gründete zwei Jahre später mit "Philosophische Studien" das erste Journal der Psychologie. Weitere Werke sind "Grundriß der Psychologie" und "Völkerpsychologie".
Georg Wüst wurde am 15. Juni 1890 in Posen, heute Poznan, Polen, geboren und starb am 8. November 1977 in Erlangen. Er war Ozeanograph und entwickelte, durch Sammlung und Analyse zahlreicher systematischer Beobachtungen, das erste grundlegende Verständnis der physikalischen Strukturen sowie der Tiefenzirkulation des Atlantischen Ozeans. Nach dem Tod seines Lehrers Alfred Merz übernahm Wüst die Verantwortung als Chef-Ozeanograph auf der Deutschen Atlantikexpedition. Er war ebenso für die Internationale Golfstrom Expedition verantwortlich. Die Atlantikexpedition, unternommen vom Forschungschiff "Meteor" aus, war die erste Studie eines gesamten Ozeans und sie bleibt eine der teuersten, die jemals unternommen wurde. Mit Hilfe der angesammelten Daten konstruierte Wüst Querschnittsprofile, die die komplexen Temperaturen sowie die Schichtung des Salzes und die Struktur der Tiefenströmung aufdeckten. Nach dem 2. Weltkrieg baute Wüst das Institut für Ozeanographie in Kiel wieder auf und war Direktor des Instituts von 1946 bis zu seinem Ruhestand 1959. NN
Johann Wyss wurde am 4. März 1782 in Bern geboren und starb am 21. März 1830 in seiner Geburtsstadt. Er war Volkskundler, Editor und Schriftsteller, besonders erinnert für seine Sammlungen schweizer Folklore und für die Fertigstellung und Herausgabe seines Vaters' Roman "Der schweizerische Robinson". Wyss war Professor für Philosophie an der Akademie in Bern und später Hauptbibliothekar der städtischen Bücherei. Er sammelte schweizer Märchen und Folklore, veröffentlicht in "Idyllen, Volkssagen, Legenden und Erzählungen aus der Schweiz". Er gab ebenso den "Alpenrosen almanac" in Zusammenarbeit mit den besten Schriftstellern seiner Zeit, heraus. Einer seiner wichtigsten Beiträge war die Fertigstellung des Romans "Der schweizerische Robinson", dessen Mnauskript ursprünglich von seinem Vater Johann David Wyss geschrieben wurde. Nach der Übersetzung ins Englische, "Swiss Family Robinson", und in viele andere Sprachen entwickelte sich das Buch zu einem der bekanntesten Romane, die jemals geschrieben wurden. Wyss war ebenso der Autor der schweizer Nationalhymne "Rufst du, mein Vaterland". NN