Ingeborg Bachmann (1926 – 1973)
One of the outstanding authors of the twentieth century, Ingeborg Bachmann, was born in Klagenfurt, Austria on June 25 1926. After study at the universities of Innsbrück, Graz and Vienna, she completed a doctorate at the University of Vienna with the dissertation, The Critical Reception of the Existential Philosophy of Martin Heidegger. While a student she befriended Ilse Aichinger and Paul Celan. Bachmann’s closeness to Celan ist described in his diaries. After the completion of her studies, Bachmann worked for the Vienna radio station Rot-Weiß-Rot as an editor. In 1952 she wrote the radio drama, Ein Geschäft mit Träumen.
She was awarded the Group 47 prize for literature in 1953 for her volume of
poetry, Die gestundete Zeit. Her book of poetry, Anrufung des Großen
Bären was released in 1956. In 1958 she completed the radio play,
Der gute Gott von Manhattan. She wrote the texts for the Hans Werner
Henze operas, Der Prinz von Homburg in 1960 and Der junge Lord
in 1965. She was awarded the Georg Büchner prize for literature in 1964.
In 1968 she was given the Grand Austrian State Prize in 1968. Her novel, Malina,
appeared in 1971.
During the evening of September 25, 1973 there was a fire in her home and she
was badly burned. She died from those injuries on October 17, 1973. The Ingeboug
Bachman Prize for literature is named in her honor.
Ingeborg Bachmann wurde am 25.06.1926 in Klagenfurt (Kärnten) geboren. 1946 erfolgt die Veröffentlichung der ersten Erzählung "Die Fähre". 1950 promoviert sie dann zum Dr. phil. mit dem Thema der Dissertation: "Die Kritische Aufnahme der Existentialphilosophie Martin Heideggers". Sie tritt auf Einladung der Harvard-Universität in Cambridge (Massachusetts) eine Reise in die Vereinigten Staaten an und nimmt an dem internationalen Seminar der Harvard-Summer School of Arts and Sciences and of Education teil, das von Henry Kissinger geleitet wird. 1956 veröffentlicht sie zum ersten Mal beim Piper Verlag in München ihren zweiten Lyrikband "Anrufung des großen Bären". Dafür wird ihr von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung der "Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen" zugesprochen. Im Jahr 1958 tritt sie dem "Komitee gegen die Atomrüstung" bei, das sich gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr richtet. Ihr Hörspiel "Der gute Gott von Manhattan" wird 1958 uraufgeführt, wofür sie den "Hörspielpreis der Kriegsblinden" erhält. Bei der Verleihung hält sie die berühmte Dankesrede "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar". 1964 erhält sie in Darmstadt den "Georg-Büchner-Preis" und hält die Dankesrede "Ein Ort für Zufälle". Bachmann unterschreibt 1965 mit anderen Persönlichkeiten die "Erklärung gegen den Vietnamkrieg" und wird im Herbst in den Vorstand der "Europäischen Schriftstellergemeinschaft" COMES gewählt. 1968 erhält Bachmann in Wien den "Großen Österreichischen Staatspreis". Am 17. Oktober 1973 stirbt sie an den Folgen einer Brandverletzung. Die Lyrik Bachmanns zeichnet sich besonders durch die Verbindung von intellektuellen, teils sehr abstrakten Gedankenwelten mit symbolhaften, eigenwilligen Bilderwelten aus. Darüber hinaus vereinigt sie meisterhaft sprachliche Präzision, Wortgewalt und natürlich-harmonische Sprachmelodie. Ihr Werk lebt aus der Verbindung von Intellekt und Poesie; seine Kennzeichen sind freie Rhythmen, Musikalität und sprach- und bildschöpferische Intensität. Einige der wichtigsten Werke von Ingeborg Bachmann sind "Ein Geschäft mit Träumen”, "Die gestundete Zeit", "Die Zikaden" (Hörspiel), "Anrufung des Großen Bären", "Der gute Gott von Manhattan", "Das dreißigste Jahr", "Malina", "Simultan".