Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848)
One of the few women of the 19th century to achieve a ranking equivalent to
leading male writers of her times, Annette von Droste-Hülshoff
was the daughter of an old line aristocratic, Catholic family in Westphalia. She was born on January
12 or 14 (the date is not certain), 1797. The place of her birth was the family’s moated castle in the Münster area. The castle is open to visitors today
and houses the Droste Museum. Her full name at birth was Anna Elisabeth Franzisca
Adolphina Wilhelmina Lodovica Freiin von Droste zu Hülshoff.
Her largely secluded life, limited by poor health, played out primarily in the
Münster area, but later in life included visits to the palace of Meersburg
on Lake Constance where her married sister lived. Her education was completed
with private tutors. Although quite withdrawn she had a circle of friends including
Johanna and Adele Schopenhauer and August Wilhelm Schlegel. She corresponded
regularly with Jakob and Wilhelm Grimm.
She wrote several collections of poems, often deeply religious, such as Das
geistliche Jahr (The Spiritual Year). Her novelle, Die Judenbuche (The Jew’s
Beech Tree) is a classic of 19th century literature.
Annette von Droste-Hülshoff died on May 25, 1848 in the palace on Lake Constance.
Letzte Worte
Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So, weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew'ger Tag!
Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für eurn Schmerz will ich erflehn.
Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüss ich euch!
---Annette von Droste-Hülshoff
Elisabeth Anna Freiin Droste zu Hülshoff wurde am 10. Januar 1797 auf dem
Stammsitz der Familie, der Wasserburg Hülshoff bei Münster, geboren.
Als Annette von Droste-Hülshoff 1838 ihr erstes Buch publizierte, traf
es auf Spott oder Gleichgültigkeit; nur vierundsiebzig Exemplare wurden
verkauft. Nur wenige, Freiligrath zum Beispiel oder Jakob Grimm, erkannten die
Größe dieser Dichterin, die heute als die bedeutendste des 19. Jahrhunderts
gilt. Im Sommer 1813 traf sie Wilhelm Grimm und ließ sich, wie so viele
andere auch, von ihm dafür begeistern, an der Sammlung von Volksliedern
und Märchen teilzunehmen; dort auch begegnete sie zum ersten Mal dem Stoff,
aus dem ihr einzig vollendetes Prosawerk, "Die Judenbuche", entstehen
sollte. Um 1834 setzte eine zweite kreative Phase ein _ in diesem Jahr vollendete
sie die beiden Epen "Das Hospiz auf dem großen Sankt Bernhard"
und "Des Arztes Vermächtnis". Im Zeichen ihrer westfälischen
Heimat standen die nächsten Werke. 1837 begann sie die "Judenbuche",
1838 das Epos "Die Schlacht im Löner Bruch", 1839 schrieb sie
den zweiten Teil des "Geistlichen Jahrs", religiöse Lyrik, die
zu dem Schönsten und Tiefsinnigsten gehört, was das 19. Jahrhundert
hervorgebracht hat. Als Durchbruch zur Lyrik kann ihr erster Meersburger Aufenthalt
bezeichnet werden. Hier entstanden von Oktober 1841 bis April 1842 beinahe sechzig
Gedichte. Am 24. Mai 1848 starb Annette von Droste-Hülshoff im Alter von
51 Jahren. BF