Sarah Kirsch (1935 – ) (Ingrid Bernstein)
The poet, Sarah Kirsch, was born as Ingrid Hella Bernstein in Limlingerode,
Germany on April 16, 1935. She developed a keen interest in nature and completed
her studies in biology in Halle. Her interest in and studies of nature would
find a place in her poetry when she began to write.
She met the poet, Rainer Kirsch in 1958 and the couple married in 1960. She
began to publish poetry in 1960 under the pseudonym Sarah Kirsch. She chose
the name Sarah as a protest against the anti-Semitism of the environment of
her youth. She and her husband studied literature together at the Literature
Institute of Johannes R. Becher in Leipzig. She became a member of the Schriftstellerverbandes
der DDR in 1965 (Writers Association of East Germany).
Sarah and Rainer Kirsch divorced in 1968. Thereafter Sarah Kirsch moved to East
Berlin where she worked as journalist and translator. She continued to write
poetry and began to write prose also. After problems with East German authorities,
she moved to West Berlin in 1977. In 1978 she became a member of the PEN Writers
association in West Germany. In 1996 she accepted the Brothers Grimm chair at
the University of Kassel. She served also as a guest professor at the University
of Frankfurt. She was awarded the Büchner Prize for literature in 1996
and the Droste-Hülshoff Prize in 1997. She has continued to write poetry
and prose.
Ms. Kirsch is the mother of one son.
Sarah Kirsch wurde als Ingrid Bernstein 1935 in Limlingerode im Südharz geboren. Sie studierte Biologie in Halle. Die Faszination an Pflanzen und Tieren ließ sie auch als Autorin nicht mehr los. 1965 publizierte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Rainer Kirsch den ersten Gedichtband "Gespräch mit dem Saurier". Da hatte sie bereits ein zweijähriges Studium am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig absolviert und konnte fortan als freie Schriftstellerin leben. Doch die Chancen für Sarah Kirschs eigenwillig subjektive und originell emanzipatorische Weltsicht waren nur von kurzer Dauer. Querelen mit den Kulturpolitikern wegen angeblicher "Schwermut" in ihren Versen hatte sie seit ihrem ersten selbständigen Lyrikband "Landaufenthalt". Als die diffamierende Kulturpolitik mit der Ausbürgerung Wolf Biermanns einen vorläufigen Höhepunkt erreichte, gehörte Sarah Kirsch zu jenen Autoren, die die Petition für ihn unterschrieben. 1977 zog sie mit ihrem Sohn Moritz über West-Berlin nach Niedersachsen, von dort ans schlesig-holsteinische Wattenmeer. Hier konnte sie ungehindert ihre Liebe zur Natur in fein rhythmisierte Verse gießen und die Idylle mit der weltweiten Zerstörung von Elementarem konfrontieren. Sie schrieb die Lyrikbände "Drachensteigen", "Erdreich", "Katzenleben", "Schneewärme", "Erlkönigs Tochter" und zuletzt "Bodenlos", für die sie zahlreise Preise erhielt. In den Gedichten versteht sie es, Tragisches auf unnachahmliche Art ins Tragikomische zu wenden, zu ironisieren und im Detail Sinnbilder für den Zustand der Welt zu entwerfen. In ihren Liebesgedichten mischen sich Melancholie und schwarzer Humor. Sarah Kirsch wurde mit dem Büchnerpreis, der als bedeutendste deutsche Literaturauszeichnung gilt, ausgezeichnet. Sie war seit 1980 die erste Frau, die mit dem Preis ausgezeichnet wurde. NN