Else Lasker-Schüler (Born: Schüler) (1869 - 1945)
The expressionist poet, Else Schüler, was born to a prominent Jewish family in Elberfeld (Wuppertal) on February 11, 1869. She married the physician, Jonathan Lasker in 1894 and combined his name with that of her family. The couple lived together in Berlin. Their son, Paul, was born in 1899.
Lasker-Schüler's first full volume of poetry, Styx, was published in 1902. She divorced in 1903 but retained the Lasker name. She married George Lewin (pseudonym, Herwart Walden) in 1903. That marriage would end in divorce in 1912. Between 1905 and 1911 she published Der siebente Tag, Das Peter-Hille-Buch, Die Nächte der Tino von Bagdad, Die Wupper, and Meine Wunder.
In 1912 she met and concluded an enduring friendship with the poet, Gottfried Benn. She would dedicate a number of love poems to him. Lasker-Schüler won the Kleist Prize for literature in 1932. When the Nazis came to power, continued life in Germany became impossible. She emigrated first to Switzerland and then Jerusalem, where she would live the remainder of her years. She died of a heart attack on January 22, 1945.
Else Lasker-Schüler wurde am 11.2. 1869 in Elberfeld geboren und starb am 22.1. 1945 in Jerusalem. Sie war die Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie, der Vater war Bankier, der Großvater war Oberrabbiner. 1894 heiratet sie den Arzt Jonathan Berthold Lasker, einen Bruder des Schachweltmeisters Emanuel Lasker. Im gleichen Jahr übersiedelt das Paar nach Berlin. Von 1895-1896 arbeitet Lasker-Schüler im eigenen Atelier und studiert Malerei bei Simon Goldberg. Es erscheinen die ersten Gedichte in Ludwig Jacobowskys Zeitschrift ÈDie GesellschaftÇ. Aus dieser Zeit datiert auch die Bekanntschaft mit Peter Hille und den Mitgliedern der "Neuen Gemeinschaft". Hille regt sie zum Dichten an, ihm bleibt sie zeit ihres Lebens mit an Personenkult erinnernder Verehrung dankbar. Der erste Gedichtband "Styx" erscheint 1902. Ein Jahr später heiratet sie Georg Levin, der auf ihre Veranlassung hin den Namen Herwart Walden annimmt. Sie arbeitet an Waldens Zeitschrift "Der Sturm" mit und veröffentlicht 1905 ihren zweiten Gedichtband "Der siebente Tag". Ihre Arbeiten erscheinen in nahezu allen bedeutenden Zeitschriften und Buchreihen des Expressionismus, u. a. auch in Karl Kraus' "Fackel". Zahlreiche Vortragsreisen machen Lasker-Schüler in ganz Deutschland bekannt. 1932 erhält sie gemeinsam mit R. Billinger den Kleist-Preis für den "überzeitlichen Wert ihrer Dichtung". 1933 erhält sie Publikationsverbot. Sie emigriert in die Schweiz. In der Emigration unternimmt sie mehrere Reisen nach Palästina und Ägypten. 1939 ist während einer solchen Reise die Rückkehr nicht mehr möglich, sie übersiedelt ganz nach Jerusalem. Dort stirbt sie 1945. Lasker Schüler ist eine der markantesten Erscheinungen innerhalb des deutschen Expressionismus. Sie gilt als eine der bedeutendsten jüdische Dichterinnen deutscher Sprache in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als die erste moderne Lyrikerin Deutschlands war sie zugleich die erste, die den uralten, überlieferten Formenschatz hebräischer Rhythmen verarbeitete. Einige ihrer bekanntesten Werke sind "Meine Wunder", "Die Wupper", "Mein Herz" und die gesammelten Kurzgeschichten in "Der Prinz von Theben"und "Der Wunderrabbiner von Barcelona". NN